Dienstag, 30. Oktober 2012

Größer, näher, schärfer

Es war einmal eine Lady mit einer Kompaktkamera. Obwohl die Lady diese Kompaktkamera von Herzen liebte, war sie nicht immer glücklich mit dem Makromodus. Manchmal wollte sie einfach nur noch näher herankommen, aber sie bekam nur verschwommene Bilder.

Dann stolperte die Lady über einen Herrn, David ... und David hatte eine besondere Linse ...

Ich werde gar nicht erst versuchen, euch zu erklären, wie es genau funktioniert. Was ich tun kann ist, euch zu sagen, daß die Kommunikation großartig war, der Versand schnell, und daß ich am Ende meine Little BigShot-Linse in Händen hielt.

Was ich noch tun kann ist, euch zwei schnelle Bilder zu zeigen, die ich vom selben Probestück geschossen habe, und ihr werdet den Unterschied selber sehen können.


Ist das nicht toll? Wie ihr sehen könnt, kam ich auf dem ersten Bild, dem, das ich mit der aufgesetzten Linse gemacht habe, sogar noch näher heran als beim zweiten, und es wurde trotzdem nicht verschwommen.
Ich bin nur froh, daß mir die Linse nicht zerbrochen ist, als ich sie nur Sekunden zuvor auf den Fliesenboden fallen ließ, ähem.

Ich bin nur eine zufriedene Kundin, also kann ich keine Fragen beantworten. Ich bin mit David in keiner Weise verbunden.
Falls ihr also mehr wissen wollt, schaut euch die Videos auf Davids Seite an, Little BigShot, und besucht auch seinen Foto-Hilfe-Blog, Photography Central for Online Sellers.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Jacqueline ist nicht mehr kahl

Gut für Jacqueline, findet ihr nicht? Ihr erinnert euch vielleicht, daß sie mein zweiter Puppenkopf ist, und sie hat jetzt endlich ihr eigenes Haar bekommen. Es wurde langsam Zeit. Ich bin fast ein bißchen neidisch auf ihre Locken ;-)


Was ist sonst noch im Cat's Wire-Universum passiert? Laßt mich mal auf meinem Schreibtisch schauen. Ah, eine Katze. Schlaf weiter, Greebo. Was kann ich außer ihm noch finden?


Wenn ich meine letzten Stücke so anschaue, scheint es, daß ich ein Bedürfnis nach Bling und Farbe habe.
Keins von ihn ist bis jetzt gelistet, aber ihr wißt, wenn ihr an etwas interessiert seid, könnt ihr mich natürlich gern kontaktieren. Zumindest sind die Bilder schon mal gemacht.
Da ist zum Beispiel das Confetti Loops Armband. Ich habe echt viel zu viel Spaß mit diesen galvanisierten Perlen.




Dann wäre da noch ein gestricktes Armband mit hinreißenden Miyuki-Würfelchen. Am Anfang ist alles, was man sieht, der schwarze Draht und vielleicht ein Schimmer von Gold. Dann dreht man das Band und bang! Bling pur. Das Bild wird dem nicht gerecht. Es ist wirklich der Kontrast, der dieses Stück ausmacht.
Es hat übrigens ein Knopfloch und wird mit einer schönen mattschwarzen Achatlinse geschlossen.

Und wenn noch Perlen auf dem Draht übrig sind, dann muß man einen Ring machen. Ich bin sicher, daß dies irgendwo als Gesetz niedergeschrieben ist. Wenn nicht, müßte ich es vielleicht niederschreiben.
Nur ein witziger kleiner Ring, der großartig für ein junges Mädchen geeignet wäre (nicht nur, weil er mir ziemlich klein geraten ist ....).


Kugelring


Montag, 22. Oktober 2012

Interview mit der Künstlerin - Nora von Borealis Art

Heute bin ich sehr glücklich, euch eine Dame mit vielen Talenten vorzustellen. Ich habe sie auf deviantArt kennengelernt und freue mich seither auf jedes ihrer neuen Stücke.
Sagt Hallo zu Nora von Borealis Art und Axis Photography 1 ... und zu einem meiner Lieblingsbilder von ihr "Bewitching".

Erzähl uns ein bißchen darüber, wer du bist und woher du kommst.

Ich komme von überall her! Ich bin auf der ganzen Welt aufgewachsen. Während ich aufwuchs, kam ich mit so vielen Kulturen, Glaubensrichtungen und Ländern in Berührung, daß ich niemals wirklich das Gefühl hatte, an einen bestimmten Ort zu gehören. Ich wurde in den USA geboren, habe mich aber inzwischen entschieden, mich in Kanada niederzulassen (endlich!).
Was ist deine Kunst oder dein Kunsthandwerk und wie bist du ursprünglich dazu gekommen?

An allererste Stelle bin ich Aquarellkünstlerin und benutze Pointillismus für die Effekte. Ich habe gezeichnet und gemalt, seit ich einen Stift halten konnte, ich habe Fotobeweise dafür! LOL Es gab nie einen Tag in meinem Leben, an dem ich nicht Künstlerin werden wollte. Als Kind hatte ich andere Dinge, die ich mir überlegte, aber sie sollten nur so neben meiner Kunst herlaufen.
Ich glaube, dies ist eine der am meisten gestellten Fragen - woher kommt deine Inspiration?

Unser Hauptwohnsitz, während ich aufwuchs, war Riyadh, Saudi-Arabien. Ich wurde stark von den bunten, geometrischen Formen und Mustern in der mittelöstlichen Kunst und den Hennamustern der Beduinen und Ostinder inspiriert.
Erzähl uns etwas Lustiges über dich.

Ich bin Mutter von drei brillianten, schönen Kindern (zwei Jungen und ein Mädchen), und ich bin besessen von meinen drei Chihuahuas (ein Junge und zwei Mädchen)!
Machst du noch andere kreative Dinge, wenn ja, was?

Ich bin außerdem noch Fotografin, Schmuckdesignerin, und ich mache Puppen in Einzelanfertigung.
Die Fotografie ging irgendwie damit einher, daß ich international aufgewachsen bin. Jedes Land, das wir besuchten oder in dem wir lebten, bot eine ganz neue Chance, eine Kamera herauszuholen und Fotos zu machen. Als ich sehr jung war, kaufte mein Vater eine erstklassige Canon, und als ich älter wurde, durfte ich zusammen mit meinen Eltern fotografieren. Das erste Mal, als ich frei entscheiden durfte, was ich fotografieren wollte, war auf einer Safari in Kenia. Mein erstes Bild war ein bißchen morbide, aber auch heute noch interessant. Unser Safaribus fuhr an einem Elefantenschädel vorbei, und ich hängte den Kopf aus dem Fenster und schoß ein Foto. Ich habe dieses Foto immer noch.

Der Schmuck war ursprünglich eine Idee, um mir dabei zu helfen, mit meiner Zwangsstörung umzugehen. Ich dachte,d daß die sich wiederholende Arbeit beim Auffädeln von Rocailles mir helfen würde -- und nicht nur das, sondern ich war auch wirklich begeistert von dem Schmuck, den ich kreierte, und machte damit weiter. Tatsächlich überlege ich mir gerade, einen neuen Stil auszuprobieren, Soutache!

Das mit den Puppen begann, weil ich jahrelang in den USA sehr einfache Teddybären gemacht hatte, um sie dem örtlichen Krankenhaus für kranke Kinder zu spenden. Ich beschloß, nur so zum Spaß einen hier in Kanada zu machen, und mein Mann fragte mich "Warum machst du nicht etwas Aufwendigeres?" Von da an machte ich meine eigenen Muster und fing an, Puppen wie Elfen, Zigeuner, Hexen, Feen, Faune usw. zu machen.

Welches deiner Stücke ist dein absoluter Liebling? Welches war am schwierigsten zu machen und warum?

Weißt du, das ist eine schwierige Frage, weil sich meine absoluten Favoriten oft ändern. Mit jedem neuen Stück lerne ich etwas Neues und werde besser darin, ein Ziel zu erreichen, das ich mir selber gesetzt habe. Im Moment ist mein Lieblingsstück auch das, was mich am meisten gefordert hat, "October". Ich habe zweiunddreißig Stunden lang Farbtupfer in diesem Stück gemacht, und dann dauerte es noch in etwa vier Stunden, es zu bemalen. Dieses Bild liegt mir extrem am Herzen. Natürlich mag ich auch ein anderes Stück, das ich kürzlich gemacht habe, "I remember".


Gibt es jemanden, den du bewunderst und der dich inspiriert?

Ich werde täglich von so vielen Künstlerin inspiriert, daß es schwierig ist, sie alle aufzuzählen. Ich bin aber völlig verliebt in das prä-raffaelitische Werk von John William Waterhouse.
Wenn du die freie Wahl hättest, ein Ding, das du für deine Kunst brauchst, auszusuchen, egal wie teuer, was wäre das?
Ich möchte WIRKLICH ein Cintiq Grafik-Tablet haben. Ich würde gern mal digitale Kunst ausprobieren -- aber ich habe ein normales Tablet, und ich kann das, was ich auf dem Tablet tue, nicht mit dem, was auf dem Schirm erscheint, verbinden. Mein Gehirn kann anscheinend irgendwie den Zusammenhang nicht herstellen. Auf einem Cintiq-Tablet zeichnet man auf dem Tablet und kann das genauso sehen. Es ist genau, als würde man auf digitalem Papier zeichen! Ich glaube, daß es extrem cool wäre, jede Farbe, die man sich nur vorstellen kann, zur Verfügung zu haben, mit nur einem Stift. Radieren zu können, ohne Angst, das Papier kaputt zu machen ... Niemals anderthalb Stunden fahren zu müssen, um neue Farbe oder Wasserfarbe zu kaufen! Es wäre so, als hätte man einen unendlichen Vorrat an Kunstzubehör!
Verkaufst du online, wenn ja, wo können wir dich finden?

Ich habe meine eigene Website, wo man Drucke und Originalbilder kaufen kann: http://www.norablansett.com
Ich habe einen Zazzle-Shop, wo man meine Kunst auf verschiedenen Produkten kaufen kann: http://www.zazzle.com/BorealisArt

Gibt es irgendetwas, was du meinst, der Welt da draußen sagen zu müssen oder zu wollen?


Geht hinaus und kreiert!

Freitag, 12. Oktober 2012

Ich bin so froh ...

... daß sich Schmuck nicht bewegt, wenn ich versuche, ein Bild davon zu machen. Wie ihr sehen könnt, habe ich nicht so viel Glück mit den Katzen, in diesem Fall Esme ...


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Wieder auf's Laufende kommen

Hallo Leute, was habt ihr in letzter Zeit so gemacht?
Ich weiß, daß es aussieht, als würde ich mich in einem großen Loch verstecken, aber das ist nicht ganz wahr. Wahr ist, daß meine Motivation zu bloggen im Moment nicht die größte ist, das hat mit der Tatsache zu tun, daß ich mich etwas hin- und hergerissen fühle. Ich kämpfe immer noch damit, die Wohnung ordentlich herzurichten, und es läuft alles nicht wirklich so glatt. Ich werde es schaffen, aber es raubt mir Energie.
Wenn ich etwas kreiere, lade ich auch meine Batterien auf, aber der Teil, der nach dem kreativen Prozeß kommt ... die Bilder, das Listen, das, äh, Bloggen ... ich werde versuchen, mich zu bessern.

Schauen wir doch mal, womit ich so rumgespielt habe, in Ordnung? Zumindest ein paar Dinge, ich möchte euch ja nicht mit Bildern überschwemmen.

Erinnert ihr euch an Jo, meinen Puppenmodellkopf? Das hier ist ihre Freundin. Ich bin beinahe sicher, daß ich auch für sie einen Namen hatte. Ich weiß, daß sie auf mich französisch wirkt. Nennen wir sie doch Jacqueline. Ihr habt vielleicht schon Teile von ihr auf Bildern gesehen. Jacqueline hat ein Problem, sie ist kahl. Sie leiht sich ab und zu Jos Perücke aus, aber das hätte hier nichts gebracht, weil die Perücke schwarz ist und man die Kette da nicht besonders gut sehen kann.


Ja, das ist eine Kette mit schwarzen Kristallen. Heute jedoch überkam mich der Gedanke, daß das auch ein ganz hübscher Kopfschmuck sein könnte. Ein paar Haarnadeln an den richtigen Stellen, die durch die Kette und das Haar gehen. Nur eine Idee. Das ist ein schlechtes Vorschaubild als Kette (Ms Newberry, die sie hier vorführt, wartet noch auf ein Outfit, das besser dazu paßt). Aus offensichtlichen Gründen ist sie noch nicht gelistet.

Dann ist da noch der zweite Perlenfresser, der endlich gelistet ist. Der erste Perlenfresser war aus erdig-braunen Farben, für diesen habe ich wunderschöne Herbstfarben ausgesucht. Diese Dreieckperlen sind ganz schön klasse. Der Schal ist 1,25 m lang!
Der Name Perlenfresser bedeutet, daß diese Stück meinen Perlenvorrat auffressen, was nicht notwendigerweise schlecht sein muß ;-)

Perlenfresser in Herbstfarben

Die folgende Kette dauert aber noch länger, tatsächlich viel länger. Ich bin so in Miyuki's galvanisierte Rocailles verliebt, daß ich mich nicht zurückhalten konnte, diese witzige und bunte Gliederkette zu machen, in der verschiedene Draht- und Perlenfarben in unterschiedlichen Kombinationen verarbeitet sind. Eine Freundin meinte, es erinnere sie an Koralle, die Idee gefiel mir sehr.
Ich stelle mir noch Gliederohrringe und vielleicht Armbänder in diesem Stil vor, was denkt ihr?

Confetti Loops-Halskette

Montag, 24. September 2012

Interview mit der Künstlerin - Mari von Wire Fox Jewellery

Heute bitte ich euch, Mari ein herzliches Willkommen zu bereiten. Ich habe sie auf deviantArt kennengelernt, wo ich mich auf den ersten Blick in ihre Kreationen verliebt habe. Ich bin sicher, ihr werdet das auch tun.

Als ich zum ersten Mal mein Lieblingsstück sah, mußte ich einfach fragen, ob sie Lust auf mein kleines Interview hätte. Ist dieser Kamm nicht umwerfend? Ihr wißt, wie sehr ich Tintenfische liebe!


Kupferkamm "Oktopus"

Nun laßt uns direkt loslegen!

Erzähl uns ein bißchen darüber, wer du bist und woher du kommst.

Hi! Mein Name ist Marina und ich komme aus der Ukraine.

Was ist deine Kunst oder dein Kunsthandwerk und wie bist du ursprünglich dazu gekommen?

Jetzt arbeite ich mit Draht. In meiner Arbeit verwende ich Kupferdraht, Edelsteine und Glas. Ich begann mit Clay und habe zwei oder drei Jahre damit gearbeitet. Vor ein paar Jahren hatte ich eine Krise. Also versuchte ich, neue Materialien zu finden, die mich interessieren konnten. Ich arbeitete mit Wolle, Filz und alten Vorräten.
Im letzten Herbst aber beschloß ich, wieder mit Draht zu arbeiten. Es hat mein Leben mit der Kunst verändert.

Kupferbrosche "Honig"

Ich glaube, dies ist eine der am meisten gestellten Fragen - woher kommt deine Inspiration?

Meine Inspiration kommt vom Material. Wenn ich neue Perlen und Cabochons zum Kauf auswähle - dann leuchtet meine Vorstellungskraft nur so von neuen Ideen auf. Ich mag Metall, Kupfer wirklich, weil es möglich ist, jede Form, die man sich vorstellen kann, herzustellen.
Außerdem finde ich Inspiration in der Natur ^-^ indem ich organische Formen und Objekte aussuche und neu designe.

Kupferkamm "Faun"

Machst du noch andere kreative Dinge, wenn ja, was?

Ich mache sonst nichts Kunsthandwerkliches. Aber ich bin auch eine Digitalkünstlerin. Ich bin seit mehr als sieben Jahren Designerin, die letzten fünf davon als 3D-Künstlerin in der Spieleentwicklung.
Und ich wünsche mir, mehr Zeit mit dem Malen zu verbringen.

Welches deiner Stücke ist dein absoluter Liebling?

Ich muß zwei meiner Stücke erwähnen. Die erste ist die Brosche "Wirbelsturm". Ich mag sie für ihre einfachen, sehr dynamischen Formen. Ich denke, diese Brosche spiegelt meine Seele wieder, die Vorstellung, die ich von mir selber habe.
Und das zweite - der Kamm "Oktopus". Er ist mein liebstes Kunstobjekt, ich habe ihn für einen Wettbewerb kreiert. Und er kam auf den 3. Platz. (Seht ihr, ich bin nicht die einzige, die ihn so liebt! ~ Cat)

Brosche "Wirbelsturm"

Gibt es jemanden, den du bewunderst und der dich inspiriert?

Oh ja! Lunarieen und Amareno Style aus Polen und Imnium aus Kroatien. Ich denke, sie sind Götter/Göttinnen des Drahts ^-^  
 
Wenn du die freie Wahl hättest, ein Ding, das du für deine Kunst brauchst, auszusuchen, egal wie teuer, was wäre das?

Das wäre dann definitiv Silber.

Verkaufst du online, wenn ja, wo können wir dich finden?

Man kann mich auf Etsy und DaWanda finden. Ich habe auch einen russischen Shop.

Gibt es irgendwas, was du meinst, der Welt da draußen sagen zu müssen oder zu wollen?

Seid kreativ! Lächelt, verliebt euch, geht Risiken ein, und tut auch mal was Verrücktees. Tut das, was ihr liebt, häufig, und seid beharrlich. Gebt nicht nach dem ersten Rückschlag auf.
Achtet auch auf eure Gesundheit!
Das Leben ist wundervoll ^-^


Armreif "Grüne Eule"

Na, hatte ich recht oder wie? Natürlich konnte ich euch nur ein paar von Maris Stücken zeigen, und glaubt mir, die Wahl war alles andere als leicht!
Ich hoffe, ihr nehmt euch ein bißchen Zeit und schaut mal in ihrem Shop vorbei, um ein bißchen zu träumen ...

Sonntag, 23. September 2012

Zitat der Woche

Bist du ein Perfektionist? Ich stelle mir selber von Zeit zu Zeit diese Frage, und gestern ist sie dank des heutigen Films wieder einmal hochgekommen.
In manchen Dingen bin ich Perfektionist. Es gibt Zeiten, wenn ich zum Beispiel wie blöd an einem Draht herumfummle, damit er auch wirklich richtig sitzt. Dann gibt es Zeiten, in denen ich sehr großzügig bin, zum Beispiel beim Kochen. Ich schätze, ich bin eben kein wirklicher Feinschmecker.
Ich könnte mir auf jeden Fall niemals vorstellen, so zu sein, wie dieser Mann offensichtlich war. Detailbesessen bis an den Rand der Verrücktheit. Nachdem ich den Film gesehen hatte, habe ich noch ein bißchen über ihn nachgelesen, und das brachte mich zu der Frage, ob man besessen sein muß, um ein echter Perfektionist zu sein ...


Howard Hughes: Hallo, Mr. Mayer. Ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern. Mein Name ist Howard Hughes. Ich dachte, ich könnte Sie vielleicht kurz stören.
Louis B. Mayer: Oh ja, Howard Hughes.
Hughes: Ja.
Mayer: Der Fliegerfilm, nicht wahr?
Hughes: Ganz genau.
Mayer: Jetzt weiß ich's wieder.
Hughes: Hell's Angels. Davon gehört, ja?
Mayer: Ja.
Hughes: Ich dachte, ich könnte Sie vielleicht kurz stören. Ich bräuchte einige Kameras.
Mayer: Ach ja?
Hughes: Ja. Zwei, um genau zu sein.
Mayer: Hm.
Hughes: Ich habe alle aufgekauft, die ich kriegen konnte, aber für unsere große Luftkampfszene brauche ich zwei mehr. Unbedingt. Meinen Sie, MGM könnte da helfen?
Mayer: Womit?
Hughes: Kameras.
Mayer: Oh, wir sind, also unsere Kameras ... Das ist bei uns nicht üblich, daß wir der Konkurrenz helfen.
Hughes: Ah. Nein.
Mann: Wie viele Kameras haben Sie denn jetzt?
Hughes: 24.
Mayer (hustet und lacht dann): Also Sie haben ... 24 ... Sie haben 24 Kameras?
Hughes: Ja, richtig.
Mayer: Und Sie brauchen ... Sie brauchen zwei?
Hughes: Ja.
Mayer: Sie kriegen nicht alles rein mit 24?
Hughes: Nein. Nein, Sir.
Mayer: Also, ich denke, wir haben sie alle ... wir haben sie doch alle ... im Einsatz.
Mann: Alle.
Mayer: Alle 26.
Hughes: Ich brauche nur zwei, Sir.
Mayer: Wissen Sie ... wissen Sie, Junior ...
Hughes: Howard.
Mayer: Howard. Darf ich Ihnen einen guten Rat geben? Nehmen Sie das Geld Ihrer Ölfirma ...
Hughes: Bohrköpfe.
Mayer: Ja, dann das Geld Ihrer Bohrkopffirma und bringen Sie's auf die Bank.
Hughes: Aha.
Mayer: Denn wenn Sie Ihren Film so weiterdrehen wie bisher, werden Sie keinen Verleiher finden, der ihn in die Kinos bringt. Und dann wird kein Mensch den Film sehen wollen. Und dann ist ihr prächtiges Ölgeld futsch.
Hughes: Hm.
Mayer: Willkommen in Hollywood.
Hughes: Ja, hm. Ich werde mir das merken, Mr Mayer.
Mayer: Viel Glück.
Hughes: Gut.
Mayer: 26 Kameras für einen Film. Verrückt.

Hell's Angels kostete in der Herstellung ungefähr 3,8 Millionen Dollar, was ihn zum Zeitpunkt seines Veröffentlichung zum teuersten Film machte, der je gedreht wurde.

Aviator, USA, 2004