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Samstag, 16. Juli 2011

Samstagabend

Ich war so entschlossen. Ich habe früh an diesem Morgen mit der Hausarbeit angefangen und die Dinge liefen gut. Ich habe sogar meine berüchtigte Nachttischschublade etwas aufgeräumt. Erzählt niemand, daß ich das getan habe, weil ich verzweifelt war, auf der Suche nach einer meiner Stricklieseln, die, wie sich später herausstellte, genau da war, wo sie sein sollte, AUF dem Nachttisch, begraben von Drahtspulen allerdings. Glaubt ihr, daß Strick- und Drahtspulen sich vermehren können und ich kleine Stricklieseln schon mit Draht drauf finden werde? Ups, sorry. Ich schweife ab.

Dann gingen die Dinge ganz schnell bergab, und loyal, wie ich bin, ging ich mit ihnen. Um präzise zu sein, ich ließ mich von einem bösartigen Nickerchen überwältigen. Ich spreche von einem dieser zweieinhalb Stunden, "wo bin ich?", "wer bin ich?" und "warum halte ich einen Häkelhaken fest, als ob ich versuche, ein Monster abzuwehren?", auf-in-eine-Paralleldimension Nickerchen.
(Für Deb, im Fall sie dies liest, ich gebe NICHT Otto von Habsburg die Schuld.)
Ich bin jedoch froh anzukündigen, daß ich jetzt wieder entschlossen bin. Nicht habe ich nur ein Stück gelistet, sondern ich habe auch erfolgreich die Batterien für die Bewegungsmelder entlang der Treppe geladen. Heute nacht wird mein Gang treppab viel sicherer sein als in den letzten zwei Wochen. Es ist pures Glück, daß Greebo und ich nicht die Erde zum Beben gebracht habe, als ich in der einen Nacht über ihn gestolpert bin. Und nein, natürlich war das kein kaltblütiger Versuch, mich zu ermorden ... oder?
Nööö, schaut euch sein süßes Gesicht an, wie könnte er?


Oh, und das Stück, das ich gelistet habe - das ist mein Lieblingsbild des Mittelstücks. Ich weiß, daß ich es so ziemlich jedem, den ich kenne, aufgedrängt habe, aber es ist so hypnotisierend!

Drahthäkel- und Nadelspitzenkette mit Lampworkperlen "Metallica"

Freitag, 8. Juli 2011

Ich kann nicht denken

Vielleicht setze ich eine Auktion an. Oder ich mache eine Verlosung. Es ist mir egal wie, aber würde bitte jemand die Hitze von hier wegholen? Ich bin sicher, da draußen gibt es Leute, die sie liebend gerne hätten. Tatsächlich habe ich schon jemandem 10° C versprochen, aber er hat sie noch nicht abgeholt, also sitze ich hier, über mir nur ein altes Dach und einen Haufen Hitze, die mir auf's Gehirn drückt. Mann, ich war sogar an meiner Decke festgeklebt, und ihr wißt, wie sehr ich Klebstoff aller Art hasse.

Ok, erstmal genug gejammert. Was habe ich so getrieben?
Ich habe wieder viel mit der Nadelspitzentechnik herumgespielt. Gib mir deine Steine, Welt, und ich packe sie in ein Netz und an ein "Häkelseil". Ihr glaubt mir nicht? Schaut her. Oh, die endlosen Möglichkeiten. Der bloße Gedanke läßt mich beinahe ohnmächtig werden.


Oder hier. Ich muß noch mehr Steine wie diesen finden. Ich liebe wirklich, wie das herauskam. Ist es nicht toll, wie sich ein einfacher Rosenquarz-Trommelstein dank ein bißchen Kupferdraht und einem Swarovski-Kristall verändern kann? Ok, und mit etwas Zeit meinerseits. Natürlich brachte mich das auch noch auf mehr Ideen. Eine davon ist #10 auf meiner To-Do-Liste. Jetzt ist es #9, weil #6 schon erledigt ist.

Charlotte's Rose Anhänger

Hey, was? Ich sagte doch, ich kann nicht denken! Vielleicht wird es morgen besser sein. Also, wenn ich schlafen kann und keine seltsamen Träume habe. Wie den, in dem ich einer Stadt in Indien feststecke und nicht zu meinem Hotelzimmer zurückfinde, stattdessen dort aber oft durch die Küche laufe.  Oder der, in dem ich in Wales Spione jage, während Ponder mit wildlebenden Katzen (alle schwarz) herumrennt und  Esme mir unter lautem Quietschen folgt.
Ist das nicht ein echter Cliffhanger? ;-)

P.S. Für "du weißt, wer du bist", mir ist der türkisblaue Draht ausgegangen und ich muß erst nachbestellen *rotwerd* Ich hab's nicht vergessen!

Freitag, 29. April 2011

Urlaubsupdate

Tja, ja ... ich wußte, es würde nicht klappen. Ich habe noch immer nicht die Mails geschrieben, zwei der Stücke für die Herausforderungen sind noch nicht fertig, aber zu meiner Verteidigung muß ich sagen, daß ich länger als einen Tag nicht daheim war.
Ich war bei einer, sagen wir mal, Art privatem Filmfestival. Wer weiß, vielleicht taucht irgendwann das eine oder andere Zitat auf.
Das heißt nicht, daß ich gar nichts fertiggekriegt habe.
Schauen wir mal.
- ein Stück für die Herausforderungen fertig, eines fast fertig, das letzte vorbereitet (nicht sicher, ob das noch klappen wird), Wäsche fertig und Truhe ausgeräumt
- Füße gründlich hochgelegt, DVDs im Übermaß angeschaut
- "Social Media" und Mails ... ähm ... *hust hust* ihr versteht schon
- Lebensmitteleinkauf erledigt, aber nicht von mir, Bücherstapel ein bißchen verkleinert
- Spielen mit Katzen erledigt, Fotos nicht wirklich
- Fimo ist immer noch auf meiner List, aber die Anrufe bei Freunden und Familie sind abgehakt
- Familie besuchen ... erledigt
- ich habe nicht wirklich daran geglaubt, daß ich einen Brief von Hand schreibe. Das ist gut, weil ich es nämlich nicht getan habe
- Onlinespiele ... nö ... Nickerchen eins, heute
- Entspannung ... ohja, es war eine sehr entspannende Woche. Kann ich jetzt noch eine haben?

Und ich habe geträumt, nicht von meiner To-Do-Liste, aber daß jemand, der ungenannt bleiben soll, Ponder im Geschäft in einem Einkaufswagen herumgeschoben hat. Ich träume seltsam.

Wenn ihr einen Beweis für etwas sehen wollt, das ich getan habe, hier ist er - ja, ich bin immer noch von Derondas wunderschönen Lampworkperlen besessen.
Diese Kette läßt man an das Bildnis von Frühling auf dem Land denken.
Sie ist jetzt in meinem ArtFire-Studio.



Samstag, 19. März 2011

Tribal

Als ich sah, daß die Herausforderung der Polymer Clay Smooshers für diesen Monat das Thema "Tribal" war, war ich zunächst ein bißchen ratlos. Es könnte damit zu tun gehabt haben, daß das Wort "tribal" im Deutschen üblicherweise auf eine spezielle Art von Tätowierungen anspielt.
Die Idee für mein erstes Stück kam von einem Onlinespiel. Wer würde es wagen zu sagen, daß Inspiration nicht von so ziemlich überall herkommen kann? Ich auf keinen Fall. Im Spiel ging es um archäologische Funde und das hier ist dabei herausgekommen.
Es wäre jedoch falsch zu sagen, daß ich nur von diesem Spiel inspiriert wurde. Die Netztechnik, an Reißzähnen angewandt, auch wenn diese hier aus Fimo gemacht sind, rufen praktisch Delia Stone aus. Danke, Delia!

"Rulaman" Reißzahnohrringe aus Fimo

Das zweite Stück war eine Mischung aus Inspirationen. Ich war nicht sicher, welche Art Tier ich verwenden wollte, einen Bär, einen Eisbär, eine Wildkatze ... also fing ich einfach an, das Fimo zu schneiden und es endete als Ameisenbär. Ich liebe Ameisenbären, also war ich auch damit ganz glücklich ;-)
Die Schlauchkette, die zum Anhänger gehört, ist aus brüniert-farbigem Draht mit Rocailles, die rundherum gehen.


Tribal-Kette "Ameisenbär"

Diese Herausforderungen brachte mich zu einem meiner Lieblingsbücher aus der Kindheit zurück, "Rulaman".
Wie ihr vielleicht wißt oder auch nicht, lebe ich in Süddeutschland, in Schwaben. In unserer Gegend gibt es ein paar ganz schön coole Höhlen, die wir als Kinder natürlich besichtigen mußten, mit der Familie oder auf Schulausflügen. Im Jahr 1878 schrieb David Friedrich Weinland, ein schwäbischer Zoologe und Autor, über diese Höhlen, als sie noch bewohnt waren. Meine Patentante gab mir das Buch, und ich kann nicht sagen, wie oft ich es seither gelesen habe. Höhlenmenschen, Kämpfe mit Höhlenbären und -löwen, Begräbnisrituale (einer der Kämpfe lief nicht so gut), Jagdbeschreibungen, Sommertrecks an den See, um die Fischvorräte aufzufüllen, die Ankunft der ersten Cromagnons, all das war in so lebendiger Sprache beschrieben - und obendrauf noch die Tatsache, daß es genauso hätte passiert sein können, wo ich jetzt lebte .... wow.
Das Buch wird übrigens immer noch aufgelegt. Ich meine ja nur so ...

Donnerstag, 17. Februar 2011

Habt ihr Schokolade?

Ich bin vom "Nadelspitzen"-Käfer gebissen worden, kein Zweifel. Und auch wenn ihr vielleicht denkt, daß das langweilig wird, ist es eine weitere Muschel, die ich in meinem Netz gefangen habe.
Der Unterschied ist, daß diese Muschel aus Fimo gemacht ist und daß sie nicht geplant war. Tatsächlich habe ich an einer Fimo-Idee gearbeitet. Der erste Versuch wurde etwas zu groß, also machte ich mich an einen zweiten. Plötzlich wurde ich durch eine Welle von Ungeduld erfaßt. Ich griff mir das das Fimo vor mir und mischte es, dann drückte ich es genauso plötzlich auf die Muschel vor mir (nun wißt ihr, daß zum anderen Projekt eine Muschel gehört, aber das ist alles, was ich euch erzähle, für den Fall, daß es nicht klappt ;-)). Vorsichtig drehte ich mein Fimo nach außen, damit das Muster auf der richtigen Seite war und schnitt es in die richtige Form.
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mich erinnerte es definitiv an diese Schokoladenmuscheln ... Gelüste stiegen in mir auf. Die einzige Chance, meine Gedanken von Schokolade wegzulenken, war mit der Nadelspitze anzufangen, also tat ich das. Die rosa Süßwasserperlen passen perfekt zur Farbe der Muschel.
Die Herausforderung der Polymer Clay Smooshers in diesem Monat ist "Natur". Ich denke, ich habe meinen ersten Beitrag :-) Die Kette ist jetzt in meinem ArtFire-Studio erhältlich.

"Guiltfree chocolate"-Kette