Samstag, 18. August 2012

Mein Vorrat

Für diesen Monat ist das Thema für den Jewelry Artisans Community Blogring der Vorrat an Materialien, den man hat.
Ich muß ehrlich sein, das ist ein bißchen ein Problem. Als wir uns für das Thema entschieden, dachte ich noch - in meiner typisch naiven Art - daß ich meinen Vorrat organisieren könnte, bevor ich Bilder machte, damit es nicht ganz so peinlich würde. Ich hatte das zwar schon vor eine Weile gemacht, also ist es zumindest kein komplettes Durcheinander, aber ungefähr drei Nanosekunden nachdem ich das getan hatte, ging mir der Platz aus ... und die neue Schubladenbox, tja, die ist noch immer in der Tüte.
Das bedeutet, ihr werdet nicht alles zu sehen bekommen, nur ein paar sorgfältig ausgewählte Happen.

Vor etwas über einem Jahr hätte ich gedacht, daß die nächsten paar Bilder gefälscht sind. Rocailles und ich schienen damals unmöglich in einem Satz zu nennen zu sein, jedenfalls die von Miyuki.
Nachdem ich mein erstes Armband gewoben hatte, besorgte ich mir widerstrebend ein paar Farben, mit dem Gedanken, sie gleich aufzubrauchen. Kein Anlegen von neuen Vorräten, ich bin ja schließlich kein Eichhörnchen. Jetzt bin ich bei ungefähr 150 Farben, mehr oder weniger natürlich, da ich sie benutze oder auch neue kaufe. Sag niemals nie, hm?!
Sehen sie aber nicht gut genug zum Essen aus?


Ich freue mich so auf mein nächstes Bollywood-Armband, damit ich das Hot Pink benutzen kann ... wenn ich nur im Moment eine wirklich gute Idee für ein Muster hätte!

Um euch zu zeigen, daß ich tatsächlich organisiert sein KANN!
Miyuki-Würfelchen - noch eine Obsession. Mit ins Bild drängt sich, lang nicht benutzt, meine Strickliesel.

Miyuki 11 runde Rocailles. Zuerst dachte ich, sie kämen nicht an die Delicas ran, aber jetzt glaube ich,d aß ich davon noch soviel mehr Farben brauche!!

Natürlich darf ich den Draht nicht vergessen. Wo wäre ich ohne meinen wunderbaren Draht in allen Arten von Farben? Glaubt mir, auch da ist noch viel mehr!
Ich hoffe, ihr habt diesen winzigen Blick in meinen Vorrat genossen. Wer weiß, vielleicht wird das Wunder passieren und ich organisiere meine Lampworkperlen, damit ich euch nächstes Mal all die Schönheiten zeigen kann, die darauf warten, daß ich etwas damit mache!

Schaut euch an, was die anderen über ihre Vorräte zu erzählen haben. Ihr findet ihre Posts hier, viel Spaß!

Sonntag, 12. August 2012

Zitat der Woche

Wenn ihr meinem Blog schon eine Weile folgt, wißt ihr, wie ich über Aliens denke. "Ich will glauben." (Ich habe gerade mein Akte X-Poster wiedergefunden, das gleiche, das bei Mulder im Büro hängt ;-)) Tatsächlich ist das einfach, wenn man fast täglich Kontakt zu einem Alien hat. Ich winke mal, sie weiß schon, daß sie gemeint ist.
Nun bleibt die Frage, wie Aliens wirklich über uns denken und wie sie mit Menschen umgehen?
Fragen wir doch die Solomons. Sie mögen wie eine gewöhnliche Familie erscheinen - tja, ok, tun sie nicht. Die Solomons sind Aliens, die auf die Erde gekommen, um das Alltagsleben der Menschen zu studieren.
Es gibt ja so viel zu lernen, zum Beispiel wie man das erste mal rumknutscht ... wollt ihr hören, was ein außerirdischer Informationsoffizier, der in einen menschlichen Teenager verwandelt wurde, dazu zu sagen hat?

Dick (das ist der High Commander): Also, nun erzähl mal alles, aber ganz detailliert.
Tommy: Ich war anfänglich noch im Zweifel, und zwar, weil wir von ausgesprochen unterschiedlicher Herkunft sind. Ich bin Außerirdischer, sie eine Presbyterianierin. Ich habe einen hochentwickelten Verstand, und sie verfügt über diesen ... großen Schmollmund. Ich sag' dir, Dick, das war 'ne schwere Entscheidung.
Sally (ein hochrangiger Armeeoffizier, der beim Ziehen verloren hat und darum den weiblichen Körper übernehmen mußte): Was gab den Ausschlag?
Tommy: Sie ließ mich ran.
Dick: Ja, aber was passierte dann?
Tommy: Ich weiß nicht, was über mich gekommen ist, aber sie waren so prall und rund und wunderschön, daß ich sie einfach anfassen mußte.
Dick: Und w-w-was dann??
Tommy: Sie schrie bloß 'Au, meine Augen!' - und das hat im Grunde alles vermiest.
Dick: Verdammt.




Samstag, 11. August 2012

Samstagnachtgedanken

Ah ... ein netter, ruhiger Abend. Mit einem Drink und einem quasi-fast-pseudo-gesunden Snack. Hört sich gut an, nicht? Das dachte ich auch.
Der Drink war leicht. Die Wahl des Snacks auch. Um zu vermeiden, daß die Paprikaschoten im Kühlschrank schlecht werden und anfangen, wie ein Zombie zu stöhnen, so wie der vernachlässigte Blumenkohl es tat, beschloß ich, sie mit einem Dip zu essen. Die Paprika sind der gesunde Teil, ein Sauerrahmdip der nicht so wirklich gesunde, aber ich hatte kein Joghurt mehr. Nur ein bißchen Salz und Pfeffer in den Sauerrahm mischen, und ich bin ein glückliches Mädchen.
Ich machte den Schrank über dem Herd auf und holte das Salz heraus. Zu dumm, daß die Tüte mit den Pfefferkörnern daran angelehnt war, und daß "wiederverschließbar" nicht immer funktioniert. Ihr könnt es erraten, runter kam es und überall waren Pfefferkörner. Springfreudige kleine Mistkerle, der ganze Haufen, sie hätten an der Olympiade teilnehmen können. Sie hatten sogar Publikum in all meinen Katzen, die sich zu fragen schienen, was die Alte jetzt wieder anstellte. Ich wette, sie hätten zur Show gerne einen Snack genossen.
Schließlich hatte ich alles gefunden und war bereit, mit meinem simplen Dip weiterzumachen. Ich stellte das Salz zurück und griff nach der Pfeffermühle. Da fiel dann die Tüte mit dem Kümmel herunter. Könnt ihr "wiederverschließbar" sagen? Die Tüte konnte es nicht. Erinnert mich doch bitte daran, daß ich beim nächsten Einkauf an den Kümmel denken muß. Er war überall. Ich bin so froh, daß niemand da war, um ein Bild von mir zu machen, ich bin mir sicher, daß ich wie ein großer Vollidiot dreingeschaut habe. Also fing ich erneut an zusammenzusuchen. Das Publikum hatte sich verzogen, sie schienen zu denken, daß es langsam etwas peinlich wurde. Darum verpaßten sie auch, wie ich die Pfeffermühle zurückstellte und die Tüte mit dem losen Tee herunterkam. Keine Sorge, die war noch nicht offen ... aber irgendwie hatte sie es geschafft, einen Teil des Kümmels aufzufangen. Zu diesem Zeitpunkt fing ich an, unkontrolliert zu kichern. Ich meine, ernsthaft, wie stehen die Chancen?
Ihr werdet euch freuen zu hören, daß ich meine Paprika und den Dip genieße, während ich dies schreibe. Um mit einem Zitat aus einem meiner Lieblingsfilme zu sprechen "Alles ist gut".

Nun kommen wir zum Neuesten aus meinem Webstudio. Tatsächlich habe ich zwei Dinge zu erzählen.
Laßt mich erstmal meinen weißen Laborkittel anziehen und auf unglaublich böse Weise lachen. Mwahahahaaaaaa!
Das Stück, das ich heute fertiggemacht habe, wurde von meiner Schwester und zwei Filmen aus meiner Kindheit inspiriert (Wiederholungen, so alt bin ich nun auch wieder nicht). Wer könnte Riesenameisen widerstehen, die coole Geräusche von sich geben, und einer riesigen Tarantel? (Formicula and Tarantula - und kann mir jemand sagen, warum die "Formicula"-DVD immer noch so unglaublich teuer ist??)
Ich dachte, ich müßte meinerseits zum Mythos beitragen, und was könnte besser Furcht in der Leute Herzen erzeugen als ein riesiger Marienkäfer?? ;-) Ich hatte ja schon zuvor an einem großen Fimo-Marienkäfer geübt und nun war es Zeit, das auch in Perlen umzusetzen.
Habt ihr Angst? Habt ihr? Nun, hier ist er, und hoffentlich wird er auch bald in meinem Shop landen.


Für die zweite Nachricht brauche ich meinen Laborkittel nicht, nur ein Sekunde. So. Die meisten von euch wissen es vielleicht schon, aber ich kann nichts machen, ich bin einfach so happy zu sagen, daß mein "Möhrendieb"-Armband ausgewählt wurde, bei der BEADERS BEST Perlenkunst-Messe gezeigt zu werden. Ich habe dieses Armband letztes Jahr gemacht, nachdem ich grad mal ein paar Monate gewoben hatte, also ja, ich bin aufgeregt deswegen!!


Ok, genug jetzt. Wenn ihr es bis zum Ende dieses Posts geschafft habt, danke! ;-)

P.S. Übrigens, ich habe mir gerade Sauerrahmdip auf mein T-Shirt gekleckert *mit dem Kopf ein paar Mal auf den Schreibtisch hau*

Mittwoch, 1. August 2012

Wickel dich mit Perlen ein

Ich habe euch schon eine Weile nichts mehr über meine neuen Arbeiten erzählt. Habt ihr die Pause genossen? Tja, jetzt ist sie vorbei. Ich war nicht faul in den letzten Monaten, Armbänder, Ringe, Ketten, Ohrringe, alles dabei.
Ich habe zum Beispiel viel mit Bernsteinimitat gearbeitet, nachdem ich ein Tütchen mit Cabochons bekam, die Farben sind so schön und die Formen recht unterschiedlich.

Heute abend möchte ich euch aber etwas anderes zeigen. Es ist noch nicht gelistet, weil ich versuchen möchte, noch bessere Bilder davon zu machen, vorzugsweise nicht bei Nacht.
Ich hatte diese Spule mit gunmetalfarbenem Kupferdraht schon eine ganze Weile bei mir herumstehen, voll mit einer Ladung von Miyuki-Dreiecksperlen, ihr wißt schon, die so geheimnisvoll im Licht funkeln. Ich glaube, es sind fünf verschiedene Farben, von einer Beerenfarbe bis hin zu einem Braun mit schwarzem Einzug, was für eine sehr erdige Mischung sorgt.

Ich machte mich also ans Werk und strickte und strickte und strickte,  entschlossen alle Perlen auf dieser Spule aufzubrauchen, und hier ist das Ergebnis - ein Perlenschal! Er ist nicht zu schwer - ich hatte Steinketten in der Hand, die viel schwerer waren - er ist erstaunlich bequem und man kann ihn auf verschiedene Arten tragen. Je nach Größe kann man ihn sogar als Gürtel tragen!
Ich habe noch eine Spule voller Perlen ..........




Sonntag, 29. Juli 2012

Zitat der Woche

Habt ihr hierauf gewartet? Habt ihr meine wöchentlichen Zitate vermißt? Kommt schon, tut mir den Gefallen! ;-)

Heute habe ich einen neuen Freund mitgebracht. Er weiß nicht, daß ich ihn gern zum Freund hätte, und tatsächlich hat er den Planeten auch schon verlassen, aber ich wäre gern mit ihm einen trinken gegangen. Oh, es hätte auch ein Problem werden können, daß er ein animierter Charakter ist.
Sagt hallo zu Paul.

Zwei Engländer - Simon Pegg und Nick Frost als nerdiges Science-Fiction-Schreiber/Illustrator-Team - erfüllen sich einen ihrer Träume. Sie besuchen die Comic-Con, und danach wollen sie den ultimativen Roadtrip machen, um die Wunder der USA zu sehen, den berüchtigten "Schwarzen Briefkasten" (von dem ich noch nie zuvor gehört hatte), die Gegend um die Area 51 herum, ihr versteht schon. Sie haben keine Ahnung, was ihnen bald passieren wird.
Nochmal - sagt hallo zu Paul.

Paul hat die letzten 60 Jahre als Gast auf dem Militärstützpunkt verbracht, nachdem sein Raumschiff abgestürzt ist, zumindest war das, was er dachte. Er gab Spielberg die Idee für E.T., er erfand Agent Mulder, er gewann Freunde. Dann findet er heraus, daß er in Wirklichkeit ein Gefangener war und daß das Militär jetzt, da sie alles von ihm erfahren haben, noch mehr wollen, also entkommt er. So trifft er Graeme (Pegg) und Clive (Frost), und sie haben die Fahrt ihres Lebens.

Eine der witzigsten Szenen ist meiner Meinung nach diese hier, kurz nachdem sie Paul aufgegabelt haben, die wieder mal ein Fahrzeug geschrottet hat, diesmal ein Auto.
Clive ist nicht glücklich und Paul läßt ihn mit Graeme allein, damit sie reden können.

Graeme: Was ist mit dir los, Clive?
Clive: Da ist ein Alien in der Kochnische und macht Bagels und Kaffee.
Graeme: Willst du lieber Tee?
Clive: Nein, ich will keinen Tee!
Graeme: Eben, denn der Tee ist merkwürdig in Amerika, oder? Die, die lassen den Teebeutel drin.


Gut getroffen, Graeme, ich glaube, damit hast du das Problem auf den Nagel getroffen! ;-)

Und ein besonderes Bonuszitat für meinen Freund Iain: "Oooh, Marmite!" (In Wirklichkeit sagt Paul in der deutschen Synchronisation: "Oooh, Nierchen!" Hä??)


Noch was. Jason Bateman ist so heiß in diesem Film *glücklicher Seufzer*


P.S. "Wer zum Teufel ist Adam Shadowchild?"

Samstag, 28. Juli 2012

Bewegung

Überraschuuuuung! Ich bin's! Am Leben ... so halb, die Hitze hilft nicht. Strampelnd und tretend ... sicher, meistens Dinge, die meinem Fuß nicht weh tun, mir aber dabei helfen, etwas Frust abzubauen. Entschlossen ... wie blöd!
In Bewegung? Hm.

Tatsächlich ist Bewegung das Thema des Monats für den Blogring in meinem Jewelry Artisans Community-Forum.
Dinge bewegen sich ständig. Planeten, Sterne, Flüsse, Tiere - nicht meine Katzen im Moment, sie werden überwiegend von der Hitze darniedergestreckt - Autos und Socken. Ich bin mir nicht sicher, welche Art der Fortbewegung Socken vorziehen, aber sie müssen sich bewegen oder ich hätte nicht nach dem Zusammenlegen der Wäsche einen schwarzen und einen weißen Socken übrigbehalten.
Ich bewege mich manchmal, wenn nicht das ganze Ich, dann zumindest meine Hände ;-) Tippen, Weben, Häkeln, Stricken.
Ich bin sicher, ihr habt die ungeheuer clevere Brücke bemerkt, die ich mir selber geschlagen habe, um zum Schmuck überzuleiten.

Ich habe niemals zuvor so richtig über Bewegung im Schmuck nachgedacht. Spontan fallen mir Spinnerringe ein, bei denen sich ein Ring im Kanal eines anderen bewegt, dann diese goldenen Clown/Harlekin-Anhänger mit den beweglichen Armen und Beinen, die so beliebt waren, keine Ahnung, ob sie das noch sind, ich hab's nicht so mit Clowns. Vielleicht erinnert ihr euch ja auch an meinen Teddyanhänger, ebenfalls mit beweglichen Armen und Beinen.


Für mich geht es hauptsächlich ums Baumeln, schätze ich. Ich war schon immer fasziniert von baumelnden Ohrringen. Ich erinnere mich, als ich 12 oder so war. Ein Laden hatte Ohrclips, aber nicht diese dicken Dinger, die man nur zum Kostüm tragen konnte und die einen alt machten, mindestens 25. Nein, da war der kleine Clip, davon hing ein langes Kettchen herunter und daran ein Anhängerchen. Ah, sie waren so teuer für ein junges Mädchen, 15 DM damals, aber ein Paar mußte ich haben, mit winzigen vierblättrigen Kleeblättern dran.
Als ich dann meine Ohren stechen ließ, konnte mich nichts mehr halten. Als ich kürzlich Sachen einpackte, fand ich ein paar meiner "Schätze" aus dieser frühen Zeit, und außer ein paar Creolen waren sie alle von der baumelnden Sorte.

Und dann kam da das Perlenweben und die kleinen Extras, die ich an die Kette für den Verschluß meiner Armbänder hängte. Lampwork, Swarovski-Kristalle, keine Chance, daß ich eine Kette unbebaumelt gelassen hätte.
Was aber den Vogel abschoß kam, nachdem ich gelernt hatte, Erweiterungen im Ziegelsteinstich zu machen, die so perfekt dafür waren, etwas daran zu hängen. Ich lasse die folgenden Bilder für sich sprechen und nur sagen, ihr könnt euch fürchten oder aufgeregt sein - neue Designs formen sich schon in meinem Kopf.

Bleeding Hearts

Bollywood Bells

I vill bite you

Schaut euch auch die Posts der anderen JAC-Mitglieder und ihre Gedanken zu "Bewegung" an! Ich werde die Links nach und nach hinzufügen, so wie ich sie bekomme.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Drahtstricken und Drahthäkeln

Als ich ein Bild eines aus Draht gestrickten Rings postete, fragte mich eine Onlinefreundin, ob es nicht heißen müßte "aus Draht gehäkelt", weil er mit einem Häkelhaken gemacht wurde.
Danke, Tina (Tina ist selbst eine talentierte Häklerin, schaut euch ihren Shop auf Flia Design an!), ich glaube, das ist das perfekte Thema, um mal wieder zu bloggen!

Laßt mich zunächst sagen, daß es zu diesem Thema verschiedene Auffassungen gibt. Ich kenne Leute, die es wegen des benutzten Hakens als Drahthäkeln bezeichnen, es gibt Leute, die glauben, es ist gestricklieselt ... strickgelieselt ... ähm, mit der Strickliesel gemacht, wie es auch aussieht, wenn es sich um einen Schlauch handelt, aber diese Erklärung würde für flache Stücke nicht hinhauen, und ich benutze keine Strickliesel (auch wenn ich das schon getan habe), es gibt Leute, die Stricknadeln benutzen, zum Beispiel Bethany von BooJay Knits (das habe ich für Schläuche noch nicht gesehen, weil ich mir vorstelle, daß es mit einem Nadelspiel ziemlich schwierig hinzubekommen wäre - das erinnert mich zum Beispiel an die winzigen Kleider im Film "Coraline") ... und kürzlich habe ich gelernt, daß es etwas gibt, was sich "Knooking" oder auch "Sträkeln" nennt, welches hier erklärt wird.

Für mich hat es mit der Art von Maschen zu tun, die ich mache. Ja, ich benutze einen gewöhnlichen abgeriebenen Häkelhaken und Draht, aber am Ende sieht es gestrickt aus, gerade so als ob ich Stricknadeln benutzt hätte.
Ich habe mit der Technik Anfang dieses Jahres begonnen, und sie wächst mir immer mehr ans Herz, wenn ich kleine Variationen, zum Beispiel für das Setzen von Perlen in flachen Stücken, ausprobiere, aber auch weil es für manche Cabochonformen besser geeignet ist als mein Drahthäkeln.

Ich zeige euch mal den Unterschied zwischen einem meiner Strick- und einem meiner Häkelschläuche (es ist nicht dieselbe Drahtstärke und ich habe nicht die gleiche Hakendicke benutzt, aber laßt euch das nicht drausbringen, schaut euch einfach nur die Maschen selber an). Wie ihr sehen könnt, verbraucht der Strickschlauch weniger Draht und paßt darum besser, wenn man Perlen in den Schlauch füllen will, weil man sie besser sehen kann. Der Häkelschlauch ist jedoch viel stabiler, wenn es um Druck von außen geht. Versucht mal, beide Schlauchsorten zwischen zwei Fingern zu drücken, und ihr werdet sehen, welche zuerst platt ist - hm, vielleicht probiert ihr es doch nicht, sondern glaubt mir einfach, ich weiß, wovon ich rede.
Wenn es um die Geschwindigkeit geht, würde ich mal sagen, daß ich beim Häkeln ein ganzes Stück schneller bin, dafür tut es meinen Händen mehr weh.
Wie immer haben beide Techniken ihre Vor- und Nachteile, und es ist immer eine persönliche Sache, welche man lieber mag. 
Ich wende beide unheimlich gern an, und wie so oft kombiniere ich sie auch gern.
Sie sind wie Geschwister für mich, könnte man sagen ... und sie sind beide in meinem Studio willkommen ;-)