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Montag, 28. Mai 2012

Fundstücke der Woche - und Erinnerungen an Fips

Das war Fips als Baby (es ist ein altes eingescanntes Foto, bitte entschuldigt die Qualität).


Es war 1996. Ich hatte einen kleinen Eingriff am Arm gehabt und konnte daher am Samstag nicht in den Tierpark gehen. Ich war deshalb ziemlich überrascht, als mich der Lange anrief und sagte, ich müsse sofort hochkommen. "Jemand braucht Liebe", sagte er.
Das machte mich natürlich neugierig. Als ich hinkam, wurde mir ein winziges Bündel überreicht, und als ich hineinschaute, sah ich ein Präriehundbaby. Die Präriehunde waren, ohne uns zu fragen, aus ihrem Gehege ausgezogen (obwohl wir dachte, es sei sicher mit Betonverstärkung im Boden, wir lernten durchaus etwas aus dieser Erfahrung) und hatten sich bei den Emus häuslich eingerichtet. Dieses bestimmte Baby hatte sich aus dem Nest begeben und war vermutlich von einem der Emus getreten worden. Er blutete, und als ich ihn zur Tierärztin brachte, stellte sie fest, daß sein Kiefer gebrochen war. Es heilte recht schnell, aber natürlich bestand keine Chance, daß er zurück ins Nest konnte.
So kam ich dazu, einen Präriehund mit der Flasche aufzuziehen. Ich schleppte ihn wegen der Wärme viel herum oder hielt ihn, und ich nahm ihn sogar mit zur Arbeit, damit ich ihn tagsüber füttern konnte. Mehr als einmal entkam er von seinem Käfig (ich weiß bis heute nicht, wie er es geschafft hat, sich durch die Stäbe zu quetschen), aber da er in einem extra Raum eingesperrt war, konnte er nicht viel anstellen. Da es nicht möglich gewesen war, seinen Kiefer ganz zu richten, wuchs er ein bißchen schief zusammen, was bedeutete, daß wir regelmäßig seine Zähne schneiden mußten.
Der Name Fips kam von dem Fiiiiiiiiep, daß er immer ausstieß, wenn er uns, die Katzen, oder was auch immer hörte.
Ich wünschte, ich könnte auch ein Bild von ihm zeigen, als er ausgewachsen war, aber ich habe keins, ich habe ihn nur auf einem sehr dunklen Video.
Er war der einzige, der sogar unsere Mim zum Rennen brachte, indem er sich einfach nur aufsetzte und sie anstarrte.
Ich vermisse dich, Fips. Du warst wirklich was Besonderes.

Ihm zu Ehren habe ich mir aus Perlen dieses Armband gewoben.




Jedes Mal, wenn ich an ihn denke, erinnere ich mich auch an diesen tollen Druck von Anthony Falbo. Ich komme immer wieder dazu zurück und liebe ihn wirklich.


Lobpreisende Präriehunde

Und nun noch zwei Dinge, die mich total nerven ... Erdmännchen sind NICHT dasselbe wie Präriehunde, und Präriehunde bellen NICHT! Danke ;-)

Donnerstag, 7. Januar 2010

Mein kleiner Zoo daheim


Mr. Pigster, der hoffentlich bald in seinem neuen Zuhause ankommt, nicht mitgerechnet, ist mein kleiner Zoo jetzt auf sechs Tiere angewachsen. Zwei von ihnen werden mich ebenfalls in einer Weile verlassen. Ich bin sicher, sie werden bald ersetzt, aber nicht vergessen sein.
Neuzugänge zum Haushalt seit dem letzten Mal sind noch ein Schwein, der Elefant (er hat mich vielleicht Nerven gekostet!), ein Fisch und ein runder kleiner Vogel. Pigpig - hey, ich habe nie behauptet, gut bei der Namensvergabe zu sein - als der größte ist ungefähr 5 cm lang.
Ich wünschte, sie wären einfacher zu fotografieren, aber egal von welcher Richtung aus man ein Bild macht, man sieht Draht durch Draht hindurch und das macht es ein bißchen schwierig.

Ich hoffe, ihr habt trotzdem euren Spaß dran!

Sonntag, 27. Dezember 2009

Im Garten

Die erste nähere Begegnung mit einem Igel, an die ich mich lebhaft erinnere, - außer sie überfahren auf der Straße zu sehen :-( - war vor vielen Jahren in unserem örtlichen Zoo, dem Tierpark in Göppingen. Es war Winter und ich mistete den Känguruhstall aus. Natürlich ist dort im Winter noch mehr Heu als während des Sommers, um unsere kleinen Bennetts warmzuhalten. Ich mistete also vor mich hin und steckte gerade meine Mistgabel in den Heuhaufen im Eck, als der Haufen sich plötzlich bewegte.

Natürlich wißt ihr schon, was es war, aber ich damals nicht. Ich war schon früher von Ratten angesprungen worden und sprang automatisch zurück. Aber anstelle einer Ratte sah ich einen Igel, einen ziemlich großen Burschen sogar. Kein Wunder, daß die Känguruhs im vorderen Stallteil geblieben waren!

Wir entschieden, ihm woanders ein neues Nest zu machen, wo er nicht die ganze Zeit gestört würde.
Ich kann mir nicht sicher sein, aber ich möchte gern glauben, daß er es war, die viele Jahre lang immer wieder zurückkam, um den Winter im Tierpark zu verbringen.

Dann war da natürlich noch der kleine Kerl, der von Frieda hochgezogen wurde, der guten Seele des Tierparks über viele, viele Jahre. Als er (oder sie, ich erinnere mich nicht) kräftiger war, brach er jede Nacht aus seiner Kiste aus und verwüstete die Küche. So ein kleines Wesen, aber so voller Energie. Sie muß ihn tatsächlich gut gefüttert haben!

Im Garten bei meiner Schwester waren auch immer wieder einmal Igel. Sie erschreckten ab und zu die Katzen, wenn sie laut grunzten. Das geschah den Katzen recht, man stört ein Paar nicht in intimen Momenten, auch wenn Katzen denken, es ist ihnen immer und überall erlaubt, sich einzumischen.

Eine sehr enge Begegnung mit einem Igel war, als wir einen "retten" mußten. Meine Schwester und Mutter begleiteten mich eines Nachts nach Hause und da saß er mitten auf der Straße. Meine Schwester und ich haben beide weiche Herzen und wir waren sicher, daß er überfahren werden würde. Natürlich hatte ich keine Handschuhe dabei, aber zu guter Letzt saß er in einem Garten neben der Straße (ich war so froh, daß keiner herauskam und fragte, was ich in ihrem Garten machte!), vermutlich ein bißchen verwirrt darüber, was ihm jetzt widerfahren war.

Gestern fragte sich eine liebe Plurk-Freundin, die auch Igel liebt, ob ich ein Ornament aus Draht machen könnte. Das war eine Herausforderung, der ich nicht widerstehen konnte.
Ich verwendete gunmetal- und elfenbeinfarbenen Kupferdraht. Das Problem war, daß der elfenbeinfarbige anders beschichtet ist, was bedeutet, daß es schwerer ist, mit ihm zu arbeiten. Der Draht fühlt sich auch nicht so biegsam wie der gunmetalfarbene an. Einem Konzert von Max Raabe und seinem Orchester zuzuhören half mir, entspannt genug zu bleiben, um das Stück fertigzustellen.

Heute beschloß ich, es auf andere Art zu probieren, außerdem mit Bronzedraht anstelle des elfenbeinfarbenen. Der Bronzedraht ist auch nicht so glatt wie mein geliebter Kupferdraht und außerdem benutzte ich kleinere Haken, also dauerte es etwas länger, aber am Ende war ich ziemlich glücklich mit dem Design. Ich denke, ich war von meinen Steiffigeln inspiriert.
Ich schätze, ich bin noch nicht fertig mit dem Experimentieren. Ich brauche einen guten Weg, Ohren und Füße zu befestigen. Und dann war da noch die Idee, ein paar Bauernhoftiere zu machen .... hmm ........


Hier seht ihr sie zusammen auf ihrem kleinen Stück (künstlichem) Gras und Blumen.