Dies ist aus unterschiedlichen Gründen nicht mein Monat gewesen. Das Leben kam mir in die Quere und hat meine Motivation, meine Konzentration und meine Kreativität gefressen.
Es wäre einfacher gewesen, rechtzeitig eine Mail zu schicken und zu sagen, sorry, aber ich bekomme es dieses Mal nicht hin. Andererseits kann ich aber auch so stur sein. Ich kann das. Ein bißchen strecken, den Kopf gegen die Spinnweben durchblasen, nach dem Draht greifen und ... hm, könnt ihr auch diese Grille im Hintergrund hören? Und wo kommt dieser Steppenläufer her, wenn man bedenkt, daß ich nicht mal in der Wüste bin? Oh, Wollmäuse. Wartet mal, wie lang bin ich eigentlich genau hier mit diesem Draht in der Hand gesessen??
Es ist seltsam, daß Wirbel - das Thema für August beim Art Elements Design Challenge and Blog Hop, das Marsha uns vorgab - mich nicht vor lauter Ideen durch die Gegend hüpfen ließen. Ihr wißt, daß ich es zum Beispiel liebe, Tentakel zu machen, die vielleicht ein Weg aus diesem Dilemma gewesen wären, aber diesmal kamen nicht einmal sie mir zu Hilfe. Mein Kopf war vollkommen leer.
Also fing ich an, eine kleine Spirale zu machen, in der Hoffnung, daß das irgendein kreativen Funken erwecken würde - heute, am Tag der Abgabe! - und da war er.
Ich habe schon lang aus Draht gewebte Behälter bewundert. Mary Tuckers Arbeit gehörte zu ersten dieser Art, die mir auffielen.
Korbflechten, in Draht ausgeführt, faszinierte mich und ich machte ein paar sehr schwache Versuche darin, lang bevor ich auch nur daran dachte, tiefer in die Welt des Drahtwebens einzutauchen. Vielleicht war es Zeit für noch einen, hoffentlich diesmal nicht ganz so schwach.
Dies ist ein Prototyp oder vielleicht ein WIP. Das Stückchen ist von beiden Seiten geschlossen, ist also kein Körbchen, sondern mehr wie ein großer, ziemlich schwerer Knopf. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es in einem Schmuckstück verwenden möchte oder ob ich es als Erinnerung und als Inspiration dafür behalten werde, daß ich damit weitermache und versuche, dieses auf meine Art hinzukriegen. Eins weiß ich, auf meinem Schreibtisch darf ich es nicht lassen oder Gundel wird es ratzfatz hier in der Wohnung herumkicken! Sie schaut schon so ...
Wie ihr seht, habe ich ja auch noch keine Öse dran, ich habe nicht oxidiert, es war erstmal nur ein bißchen Drahtspielerei, aber wer weiß schon, was als nächstes geschehen wird? :-)
Weitere Challengeteilnehmer sind nicht so unmotiviert oder unkreativ wie ich gewesen, bitte schaut also bei ihren Blogs vorbei und seht euch an, was ihnen eingefallen ist. Ich werde jetzt dasselbe tun, und ich glaube fest, daß sie einen großen Inspirationsschub anzubieten haben!
Gäste
Alison - Anita - Cat (also ich) - Caroline - Jill - Kathy - Karin - Kimberly - Mischelle - Raven - Sarajo - Susan - Tammy
AE Team-Mitglieder
Cathy - Caroline -
Claire - Jen - Jenny and Lesley - Laney - Marsha - Susan
Donnerstag, 30. August 2018
Donnerstag, 23. August 2018
Oldies but Goodies - Schmetterlinge
Ich habe Schmetterlinge schon immer geliebt. Ich bin nicht gut darin, sie zu bestimmen, aber ich liebe ihre Farben und fragile Schönheit. Tatsächlich mag ich auch Motten gern (außer denen, die versuchen, meine Steiffs zu fressen). Erst neulich, als ich zum Bahnhof ging, sah ich eine ziemlich große (groß gemessen daran, was ich normal so sehe) an einer Wand sitzen. Sie fragte sich wahrscheinlich, was ein Mensch hier um die Zeit zu suchen hatte, beschloß aber letztendlich, mich einfach zu ignorieren.
Das letzte Mal, als meine Schwester und ich durch unseren Wald spazierten, sahen wir auch einige Schmetterlinge, der einzige, dessen ich mir jedoch ganz sicher war, war der Zitronenfalter.
Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, woher das Wort Schmetterling eigentlich kommt, also habe ich mal nachgeschaut und fand dies bei "Sælde und êre":
"Von wegen schmettern - wir haben es hier eher mit einem verstohlenen Heimlichtuer zu tun. Schmetten meint nämlich den Rahm auf der Milch, entlehnt aus dem tschechischen smetana, die in früherer Zeit in offenen Krügen und Kannen aufbewahrt wurde und durch ihren Geruch manch begehrlichen Insektenrüssel angezogen hat. In vielen Gegenden sah man den Schmetterling dann als Hexe, die in dieser Gestalt den Menschen die Milch bzw. den Rahm stiehlt. In die deutsche Literatursprache findet der Schmetterling übrigens um die Mitte des 18. Jahrhunderts, nachdem er sich um 1500 lokal als Schmettenling findet."
(Obwohl ich tatsächlich auch einen Eintrag aus einem alten etymologischen Wörterbuch gefunden habe, das den Schmetterling großzügig dem Schmettern zuordnet, das scheint allerdings ein Ausreißer zu sein ;-)).
Als Erklärung für den englischen Namen hätte ich dann noch das hier (from Online Etymology Dictionary):
"Or, less creatively, simply because the pale yellow color of many species' wings suggests the color of butter. Another theory connects it to the color of the insect's excrement, based on Dutch cognate boterschijte."
Das erste würde zum Zitronenfalter passen, das zweite, ähm, interessant ...
Nun habe ich ein paar unterschiedliche Schmetterlinge aus der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge für euch. Da gibt es zwar nicht viel Butter zu sehen, aber ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem.
1 und 5 Cat's Wire
2 und 4 und 6 MC Stoneworks
3 The Crafty Chimp
Das letzte Mal, als meine Schwester und ich durch unseren Wald spazierten, sahen wir auch einige Schmetterlinge, der einzige, dessen ich mir jedoch ganz sicher war, war der Zitronenfalter.
Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, woher das Wort Schmetterling eigentlich kommt, also habe ich mal nachgeschaut und fand dies bei "Sælde und êre":
"Von wegen schmettern - wir haben es hier eher mit einem verstohlenen Heimlichtuer zu tun. Schmetten meint nämlich den Rahm auf der Milch, entlehnt aus dem tschechischen smetana, die in früherer Zeit in offenen Krügen und Kannen aufbewahrt wurde und durch ihren Geruch manch begehrlichen Insektenrüssel angezogen hat. In vielen Gegenden sah man den Schmetterling dann als Hexe, die in dieser Gestalt den Menschen die Milch bzw. den Rahm stiehlt. In die deutsche Literatursprache findet der Schmetterling übrigens um die Mitte des 18. Jahrhunderts, nachdem er sich um 1500 lokal als Schmettenling findet."
(Obwohl ich tatsächlich auch einen Eintrag aus einem alten etymologischen Wörterbuch gefunden habe, das den Schmetterling großzügig dem Schmettern zuordnet, das scheint allerdings ein Ausreißer zu sein ;-)).
Als Erklärung für den englischen Namen hätte ich dann noch das hier (from Online Etymology Dictionary):
"Or, less creatively, simply because the pale yellow color of many species' wings suggests the color of butter. Another theory connects it to the color of the insect's excrement, based on Dutch cognate boterschijte."
Das erste würde zum Zitronenfalter passen, das zweite, ähm, interessant ...
Nun habe ich ein paar unterschiedliche Schmetterlinge aus der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge für euch. Da gibt es zwar nicht viel Butter zu sehen, aber ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem.
1 und 5 Cat's Wire
2 und 4 und 6 MC Stoneworks
3 The Crafty Chimp
Donnerstag, 16. August 2018
Oldies but Goodies - Kleines Etwas
Die heutige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge braucht keine große Geschichte, denn manchmal ist ein kleines Etwas einfach genug. Es muß nicht immer groß und auffällig sein.
Findet ihr nicht auch?
1 und 6 MC Stoneworks
2 und 7 Jewelry Art by Dawn
3 RioRita
4 und 5 Cat's Wire
Findet ihr nicht auch?
1 und 6 MC Stoneworks
2 und 7 Jewelry Art by Dawn
3 RioRita
4 und 5 Cat's Wire
Donnerstag, 9. August 2018
Oldies but Goodies - Die Farben von Eiscreme
Wir sind in einer Hitzewelle gefangen, und wenn ich noch länger jammere, verliere ich wahrscheinlich Freunde und Familie ;-)
Eine Art, die Hitze zu bekämpfen, ist Eiscreme. Ich bin selber kein so großer Eisesser, aber im moment habe ich selbst ich eine große Packung Vanille in meinem Gefrierschrank, die ich gewöhnlich zu meinem Kaffee verwende oder in selteneren Fällen mit einer Sesamsauce esse, für die ich das Rezept aus dem internationalen japanischen Fernsehkanal habe.
Diese Woche ist das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge die Farben von Eiscreme.
Es ist schwierig, nicht von einer großen Auswahl in einem Eiscafé verführt zu werden, einfach weil die Farben so schön sind. Und ich spreche NICHT von Schlumpfeiscreme (ich weiß nicht einmal, was das für einen Geschmack hat).
Gewöhnlich zeige ich euch einfach meine Auswahl und linke zu denen, die die einzelnen Stücke gemacht haben. Heute bekommt ihr eine Legende dazu, schauen wir mal, vielleicht kann ich euch den Mund so wäßrig machen, daß ihr ins nächste Eiscafé rennt. Oder natürlich einfach euer Gefrierfach plündert.
1 Vanille mit roten Johannisbeeren
2 Blaubeere
3 Fruchtsorbet
4 Caramel
5 Erdbeeren und Vanille
6 Zitronensorbet
7 Vanille mit schwarzen Johannisbeeren
8 Schokoladenstrudel
9 Schokoladesahne
10 Pfirsichsahne
11 Zitronensorbet
1/3/7 Cat's Wire
2/4/6/10/11 Jewelry Art by Dawn
5/8 MC Stoneworks
9 RioRita
Eine Art, die Hitze zu bekämpfen, ist Eiscreme. Ich bin selber kein so großer Eisesser, aber im moment habe ich selbst ich eine große Packung Vanille in meinem Gefrierschrank, die ich gewöhnlich zu meinem Kaffee verwende oder in selteneren Fällen mit einer Sesamsauce esse, für die ich das Rezept aus dem internationalen japanischen Fernsehkanal habe.
Diese Woche ist das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge die Farben von Eiscreme.
Es ist schwierig, nicht von einer großen Auswahl in einem Eiscafé verführt zu werden, einfach weil die Farben so schön sind. Und ich spreche NICHT von Schlumpfeiscreme (ich weiß nicht einmal, was das für einen Geschmack hat).
Gewöhnlich zeige ich euch einfach meine Auswahl und linke zu denen, die die einzelnen Stücke gemacht haben. Heute bekommt ihr eine Legende dazu, schauen wir mal, vielleicht kann ich euch den Mund so wäßrig machen, daß ihr ins nächste Eiscafé rennt. Oder natürlich einfach euer Gefrierfach plündert.
1 Vanille mit roten Johannisbeeren
2 Blaubeere
3 Fruchtsorbet
4 Caramel
5 Erdbeeren und Vanille
6 Zitronensorbet
7 Vanille mit schwarzen Johannisbeeren
8 Schokoladenstrudel
9 Schokoladesahne
10 Pfirsichsahne
11 Zitronensorbet
1/3/7 Cat's Wire
2/4/6/10/11 Jewelry Art by Dawn
5/8 MC Stoneworks
9 RioRita
Donnerstag, 2. August 2018
Oldies but Goodies - Rubinrot
Rubine sind die Geburtssteine für Juli, daher war ihre wundervolle Farbe das Thema für die letzte Juliwoche der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge.
Alles, an was ich momentan denken kann, wenn ich rot sehe, ist, wie heiß es hier und anderswo immer noch ist (weshalb ich dies hier auch kurz halten werden, damit ich zu meiner Klimaanlage zurückeilen kann ... ich habe keine Ahnung, wie die Katzen in den warmen Räumen bleiben können!!).
Die wunderschönen Rottöne der heutigen Auswahl mögen nicht ausschließlich von Rubinen kommen, aber sie sind auf jeden Fall heiß ;-) Viel Spaß damit!
1/7 RioRita
2/4 Cat's Wire
3/5/6 Jewelry Art by Dawn
8 The Crafty Chimp
Alles, an was ich momentan denken kann, wenn ich rot sehe, ist, wie heiß es hier und anderswo immer noch ist (weshalb ich dies hier auch kurz halten werden, damit ich zu meiner Klimaanlage zurückeilen kann ... ich habe keine Ahnung, wie die Katzen in den warmen Räumen bleiben können!!).
Die wunderschönen Rottöne der heutigen Auswahl mögen nicht ausschließlich von Rubinen kommen, aber sie sind auf jeden Fall heiß ;-) Viel Spaß damit!
1/7 RioRita
2/4 Cat's Wire
3/5/6 Jewelry Art by Dawn
8 The Crafty Chimp
Dienstag, 31. Juli 2018
Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Samenkapseln
Ein weiterer Monat, eine weitere Design-Challenge von Art Elements.
Das Thema "Samenkapseln", ausgewählt von Jen, die großartige Bilder und Geschichten zur Inspiration zeigte, ist ziemlich faszinierend, aber ich erinnert euch ja vielleicht daran, daß ich keine Gärtnerin bin. Ich wußte über die Löwenmaul-Köpfchen, die wie kleine Totenschädel aussehen können, wenn die Pflanze stirbt, aber es wäre wahrscheinlich etwas faul gewesen, einfach ein paar geschnitzte Howlithschädel zu nehmen und sie an so eine Art Stengel zu hängen (andererseits laßt mich das doch schnell für die Zukunft notieren, es ist vielleicht einen zweiten Gedanken wert).
Welche andere Samenkapseln gab es, die ich als Idee nutzen könnte? Nun, tatsächlich hatte man mir vor fünf Jahren eine Idee geschenkt. Damals machte mich eine Freundin auf Lampionblumen oder Physalis aufmerksam. Sie sagte, sie könne sich vorstellen, daß ich welche aus Draht stricken würde, und so tat ich denn mein Bestes, um das erst an einem Prototyp zu entwickeln, bestellte ein paar Achatperlen und machte drei Stück. Ich verteilte das Bild im gesamten Netz, dann legte ich sie weg und vergaß sie. Gelegentlich fand ich sie wieder und versuchte, mir etwas auszudenken wie sie an eine Art Zweig zu stecken - kommt euch das bekannt vor? - und dann als Dekoration hinaus in den Hausflur zu stellen. Ich wußte schon, daß ich Ponder mit ihnen nicht vertrauen konnte, sie waren zu sehr wie Bälle, aber der Draht, den ich verwendet hatte war zu dünn, um dieses Risiko einzugehen und auch zu dünn, um sie in Schmuck zu verwenden.
Nun war die Idee zurück. Vor ein paar Jahren hatte ich Glück mit einem Überraschungs-Vorratsauflösungs-Paket (sucht dieses Wort nicht im Duden). Es war ein wilder Mix aus Silberteilchen, Kristallen, Glasperlen, ein paar facettierten Steinperlen, einer Silberkette mit Blumenanhänger, WIPs (einer der Ohrringe gab erst kürzlich ein echt süßes Mittelteil für eine Halskette ab, die ich für einen guten Zweck spendete). Und dann waren da noch vier orangefarbene Glasperlen, die die perfekte Größe für die Kapsel"füllung" hatten (ach, falls jemand eine Idee hat, wo ich die drei letzten übriggebliebenen Achatperlen vom ersten Projekt hingesteckt habe, laßt es mich wissen - sie sind wahrscheinlich an einem sehr sicheren Ort).
Also schnappte ich mir meinen Häkelhaken, strickte vier Lampionblumen in unterschiedlichen Größe und oxidierte das Kupfer für einen natürlicheren Look. Für meine ersten drei hatte ich einen beschichteten, nicht anlaufenden Kupferdraht benutzt und sie schienen mir immer etwas zu sehr zu glänzen. Schließlich bedeutet dieser filigrane Look, daß die Kapseln vertrocknet sind. Diese Skelettkapseln sind übrigens nicht immer gräulich, ich habe sie auch schon in bräunlichem Ton gesehen. Es ist auf jeden Fall ein schöner Anblick. Mutter Natur ist eine echte Künstlerin.
Was nun damit tun?
Ich hatte mehrere Ideen. Eine war eine Kette mit den Kapseln, die von einer Art Zweig hingen :-P Ich weiß ja, immer noch dieselbe Idee. Aber hey, das ist nun mal das, was sie auch in der Natur machen.
Vielleicht könnte ja eine von meinen gehäkelten Schlauchketten funktionieren. Spoileralarm - tat es nicht. Ja, ich nahm ein paar der Kapseln und kombinierte sie mit einer, für die ich orangefarbene Rocailles verwendete, in der Hoffnung, daß das an eine vertrocknete, aber nicht skelettierte Kapsel erinnern würde - was mich aber nicht hunderprozentig überzeugte - und zwar an zwei verschieden langen Schläuchen. Die Kapseln sollten dann an unterschiedlichen Stellen befestigt werden, aber egal was ich tat, es gefiel mir einfach nicht. War der Schlauch zu dick, waren nur die Schlauchenden zu dick, waren es zu viele Kapseln, ich wußte es einfach nicht.
Also wurde es Zeit für eine Pause davon, in der ich stattdessen ein Paar Ohrringe machte, was mir schon besser gefiel.
Die Pause war länger als ich mir vorgestellt hatte. Nicht nur die Hitze und eine Erkältung kamen dazwischen, sondern auch die WIP-Trödelei. Es ist eine Krankheit, die äußerst gefährlich für Künstler und Kunsthandwerker ist, sie hält einen davon ab, zu einem WIP zurückzugehen, das man vielleicht schon verhunzt hat.
Symptome sind Kreativitätsmangel, kleine Wutausbrüche, Phasen der Verzweiflung, wenn man merkt, daß das Fristdatum immer näher rückt, was dann wiederum gewöhnlich zu noch schlimmeren Kreativitätsblockaden führt, verbunden mit Anfällen von Zögern, das WIP auch nur zu berühren oder anzuschauen.
Wenn man Glück hat, ist man stark genug, den Teufelskreis zu durchbrechen, das Stück eine Weile zu halten, ohne es in eine Ecke zu pfeffern, zu atmen, und dann kommt vielleicht die Lösung.
Ein kleines Weilchen schien das ein Halsringdesign aus gedrehtem Draht zu sein, aber nö *hier bitte Wutausbruch einfügen* ;-)
Ich dachte beinahe schon, das wäre es dann für die Halskette, bis ich heute eine Erleuchtung hatte. Ich schnitt die schon befestigten zwei Kapseln vom Schlauch, natürlich sehr vorsichtig, weil sich nicht sagen läßt, was ich getan hätte, hätte ich den falschen Draht zerschnitten.
Dann hängte ich sie an eine Kette, ganz simpel. Es war in dem Moment die beste Entscheidung. Mein Verstand hätte mir gefehlt, wenn ich ihn komplett verloren hätte. Anzeichen gab es schon.
Voilà, eine Halskette.
Danke dafür, daß ihr mir in meine kleine Welt des Wahnsinns und Dramas gefolgt seid ;-)
Bitte schaut euch auch die Posts der anderen Teilnehmer an. Das ist etwas zum drauf Freuen!
Gäste
Tammy - Raven - Alysen - Anita - Cat (aka me) - Kimberly - Rozantia - Sarajo - Divya - Caroline - Catherine - Kathy - Norma - Jill
AE-Teammitglieder
Claire - Caroline - Lesley - Niky - Laney - Susan - Marsha - Jenny - Cathy - Jen
Das Thema "Samenkapseln", ausgewählt von Jen, die großartige Bilder und Geschichten zur Inspiration zeigte, ist ziemlich faszinierend, aber ich erinnert euch ja vielleicht daran, daß ich keine Gärtnerin bin. Ich wußte über die Löwenmaul-Köpfchen, die wie kleine Totenschädel aussehen können, wenn die Pflanze stirbt, aber es wäre wahrscheinlich etwas faul gewesen, einfach ein paar geschnitzte Howlithschädel zu nehmen und sie an so eine Art Stengel zu hängen (andererseits laßt mich das doch schnell für die Zukunft notieren, es ist vielleicht einen zweiten Gedanken wert).
Welche andere Samenkapseln gab es, die ich als Idee nutzen könnte? Nun, tatsächlich hatte man mir vor fünf Jahren eine Idee geschenkt. Damals machte mich eine Freundin auf Lampionblumen oder Physalis aufmerksam. Sie sagte, sie könne sich vorstellen, daß ich welche aus Draht stricken würde, und so tat ich denn mein Bestes, um das erst an einem Prototyp zu entwickeln, bestellte ein paar Achatperlen und machte drei Stück. Ich verteilte das Bild im gesamten Netz, dann legte ich sie weg und vergaß sie. Gelegentlich fand ich sie wieder und versuchte, mir etwas auszudenken wie sie an eine Art Zweig zu stecken - kommt euch das bekannt vor? - und dann als Dekoration hinaus in den Hausflur zu stellen. Ich wußte schon, daß ich Ponder mit ihnen nicht vertrauen konnte, sie waren zu sehr wie Bälle, aber der Draht, den ich verwendet hatte war zu dünn, um dieses Risiko einzugehen und auch zu dünn, um sie in Schmuck zu verwenden.
Nun war die Idee zurück. Vor ein paar Jahren hatte ich Glück mit einem Überraschungs-Vorratsauflösungs-Paket (sucht dieses Wort nicht im Duden). Es war ein wilder Mix aus Silberteilchen, Kristallen, Glasperlen, ein paar facettierten Steinperlen, einer Silberkette mit Blumenanhänger, WIPs (einer der Ohrringe gab erst kürzlich ein echt süßes Mittelteil für eine Halskette ab, die ich für einen guten Zweck spendete). Und dann waren da noch vier orangefarbene Glasperlen, die die perfekte Größe für die Kapsel"füllung" hatten (ach, falls jemand eine Idee hat, wo ich die drei letzten übriggebliebenen Achatperlen vom ersten Projekt hingesteckt habe, laßt es mich wissen - sie sind wahrscheinlich an einem sehr sicheren Ort).
Also schnappte ich mir meinen Häkelhaken, strickte vier Lampionblumen in unterschiedlichen Größe und oxidierte das Kupfer für einen natürlicheren Look. Für meine ersten drei hatte ich einen beschichteten, nicht anlaufenden Kupferdraht benutzt und sie schienen mir immer etwas zu sehr zu glänzen. Schließlich bedeutet dieser filigrane Look, daß die Kapseln vertrocknet sind. Diese Skelettkapseln sind übrigens nicht immer gräulich, ich habe sie auch schon in bräunlichem Ton gesehen. Es ist auf jeden Fall ein schöner Anblick. Mutter Natur ist eine echte Künstlerin.
Was nun damit tun?
Ich hatte mehrere Ideen. Eine war eine Kette mit den Kapseln, die von einer Art Zweig hingen :-P Ich weiß ja, immer noch dieselbe Idee. Aber hey, das ist nun mal das, was sie auch in der Natur machen.
Vielleicht könnte ja eine von meinen gehäkelten Schlauchketten funktionieren. Spoileralarm - tat es nicht. Ja, ich nahm ein paar der Kapseln und kombinierte sie mit einer, für die ich orangefarbene Rocailles verwendete, in der Hoffnung, daß das an eine vertrocknete, aber nicht skelettierte Kapsel erinnern würde - was mich aber nicht hunderprozentig überzeugte - und zwar an zwei verschieden langen Schläuchen. Die Kapseln sollten dann an unterschiedlichen Stellen befestigt werden, aber egal was ich tat, es gefiel mir einfach nicht. War der Schlauch zu dick, waren nur die Schlauchenden zu dick, waren es zu viele Kapseln, ich wußte es einfach nicht.
Also wurde es Zeit für eine Pause davon, in der ich stattdessen ein Paar Ohrringe machte, was mir schon besser gefiel.
Die Pause war länger als ich mir vorgestellt hatte. Nicht nur die Hitze und eine Erkältung kamen dazwischen, sondern auch die WIP-Trödelei. Es ist eine Krankheit, die äußerst gefährlich für Künstler und Kunsthandwerker ist, sie hält einen davon ab, zu einem WIP zurückzugehen, das man vielleicht schon verhunzt hat.
Symptome sind Kreativitätsmangel, kleine Wutausbrüche, Phasen der Verzweiflung, wenn man merkt, daß das Fristdatum immer näher rückt, was dann wiederum gewöhnlich zu noch schlimmeren Kreativitätsblockaden führt, verbunden mit Anfällen von Zögern, das WIP auch nur zu berühren oder anzuschauen.
Wenn man Glück hat, ist man stark genug, den Teufelskreis zu durchbrechen, das Stück eine Weile zu halten, ohne es in eine Ecke zu pfeffern, zu atmen, und dann kommt vielleicht die Lösung.
Ein kleines Weilchen schien das ein Halsringdesign aus gedrehtem Draht zu sein, aber nö *hier bitte Wutausbruch einfügen* ;-)
Ich dachte beinahe schon, das wäre es dann für die Halskette, bis ich heute eine Erleuchtung hatte. Ich schnitt die schon befestigten zwei Kapseln vom Schlauch, natürlich sehr vorsichtig, weil sich nicht sagen läßt, was ich getan hätte, hätte ich den falschen Draht zerschnitten.
Dann hängte ich sie an eine Kette, ganz simpel. Es war in dem Moment die beste Entscheidung. Mein Verstand hätte mir gefehlt, wenn ich ihn komplett verloren hätte. Anzeichen gab es schon.
Voilà, eine Halskette.
Danke dafür, daß ihr mir in meine kleine Welt des Wahnsinns und Dramas gefolgt seid ;-)
Bitte schaut euch auch die Posts der anderen Teilnehmer an. Das ist etwas zum drauf Freuen!
Gäste
Tammy - Raven - Alysen - Anita - Cat (aka me) - Kimberly - Rozantia - Sarajo - Divya - Caroline - Catherine - Kathy - Norma - Jill
AE-Teammitglieder
Claire - Caroline - Lesley - Niky - Laney - Susan - Marsha - Jenny - Cathy - Jen
Freitag, 27. Juli 2018
Pack die Vorräte an - Das Gesicht
Dieses Stück hat nicht als Vorratsfresser begonnen. Es begann als ein Paar Lippen, und ich weiß nicht mal, wo diese Idee plötzlich herkam, denn mein ursprünglicher Plan war es gewesen, noch einen Versuch mit einer Olivenholzscheibe zu machen (von einem meiner allerersten Anhänger, den ich grausam auseinandernahm ;-)), und jedes Mal war da dieses eine Problem, daß das Gewebte nicht so wie ich es wollte auf der Scheibe blieb, und schließlich war die Scheibe zerkratzt und ich fing an, sie zu hassen, und warf sie weg, nachdem ich sie noch mehr zerkratzt hatte, um sicherzugehen, daß ich sie nicht wieder aus dem Papierkorb holen würde, um es zum xten Mal zu probieren und ... ja, tut mir leid, ich habe mich da jetzt vielleicht etwas reingesteigert ;-)
Wie ihr sehen könnt, waren Lippen in dieser Situation eine sehr ungewöhnliche Designidee, aber da waren sie nun, und ich frgte mich, ob ich eine Nase dranmachen könnte .... und Augenbrauen .... und wie könnte man die Augen machen? .... und all das, während im Hintergrund True-Crime-Dokumentationen liefen, weil ich besessen wurde, also nicht aufstehen konnte, um eine DVD auszusuchen.
Ihr wißt, wie manche Dinge auf immer mit etwas anderem verbunden sein werden? An dem weißen Perlenwebchoker arbeitete ich, während ich die Akte X-Folge mit den Hunden anschaute und Das Dorf der Verdammten von 1960, meine allererste aus Draht gehäkelte Schweinchenskulptur erblickte das Licht der Welt an Weihnachten zu den Klängen eines Max Raabe-Konzerts, und dieses Gesicht wird mich vielleicht für immer an einen französischen Serienkiller erinnern *Augenrollen* Ich werde darüber hinwegkommen.
Vielleicht wundert ihr euch jetzt noch wegen des Vorrats.
Ich kaufte diese schönen Perlen im März 2012. Ich weiß das so genau, weil ich meine alte Bewertung gefunden habe. Melissa, die sich machte, hörte kurz danach mit dem Lampworken auf, was ich immer noch sehr traurig finde, darum klammere ich mich auch an die Perlen, die ich noch von ihr habe. Diese hier waren jedoch die einzigen Linsen, die ich hatte, und zufällig paßten sie auch noch in der Größe.
Sonst hätte ich, nein, ich weiß wirklich nicht, was ich getan hätte. Perlen bestellt, mir etwas anderes ausgedacht, es ist müßt, sich darüber Gedanken zu machen, weil diese es waren, und sie gaben dem Gesicht ein interessantes Aussehen.
Keine Ahnung, was ich damit tun werde. Wenn ich den richtigen Hintergrund finde, stecke ich es vielleicht ohne das Glas in einen Rahmen und hänge es draußen im Flur auf, um die Nachbarn zu verwirren ;-)
Die Augen lassen mich an eine Maske denken, wahrscheinlich wegen ägyptischer Totenmasken, also vielleicht so etwas wie Sand für den Hintergrund? Natürlich müßte er hell oder dunkel genug sein, um den Kontrast zu behalten, selbst wenn das Kupfer anfängt, eine Patina zu bekommen.
Laßt mich wissen, was ihr denkt!
Wie ihr sehen könnt, waren Lippen in dieser Situation eine sehr ungewöhnliche Designidee, aber da waren sie nun, und ich frgte mich, ob ich eine Nase dranmachen könnte .... und Augenbrauen .... und wie könnte man die Augen machen? .... und all das, während im Hintergrund True-Crime-Dokumentationen liefen, weil ich besessen wurde, also nicht aufstehen konnte, um eine DVD auszusuchen.
Ihr wißt, wie manche Dinge auf immer mit etwas anderem verbunden sein werden? An dem weißen Perlenwebchoker arbeitete ich, während ich die Akte X-Folge mit den Hunden anschaute und Das Dorf der Verdammten von 1960, meine allererste aus Draht gehäkelte Schweinchenskulptur erblickte das Licht der Welt an Weihnachten zu den Klängen eines Max Raabe-Konzerts, und dieses Gesicht wird mich vielleicht für immer an einen französischen Serienkiller erinnern *Augenrollen* Ich werde darüber hinwegkommen.
Vielleicht wundert ihr euch jetzt noch wegen des Vorrats.
Ich kaufte diese schönen Perlen im März 2012. Ich weiß das so genau, weil ich meine alte Bewertung gefunden habe. Melissa, die sich machte, hörte kurz danach mit dem Lampworken auf, was ich immer noch sehr traurig finde, darum klammere ich mich auch an die Perlen, die ich noch von ihr habe. Diese hier waren jedoch die einzigen Linsen, die ich hatte, und zufällig paßten sie auch noch in der Größe.
Sonst hätte ich, nein, ich weiß wirklich nicht, was ich getan hätte. Perlen bestellt, mir etwas anderes ausgedacht, es ist müßt, sich darüber Gedanken zu machen, weil diese es waren, und sie gaben dem Gesicht ein interessantes Aussehen.
Keine Ahnung, was ich damit tun werde. Wenn ich den richtigen Hintergrund finde, stecke ich es vielleicht ohne das Glas in einen Rahmen und hänge es draußen im Flur auf, um die Nachbarn zu verwirren ;-)
Die Augen lassen mich an eine Maske denken, wahrscheinlich wegen ägyptischer Totenmasken, also vielleicht so etwas wie Sand für den Hintergrund? Natürlich müßte er hell oder dunkel genug sein, um den Kontrast zu behalten, selbst wenn das Kupfer anfängt, eine Patina zu bekommen.
Laßt mich wissen, was ihr denkt!
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