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Dienstag, 14. April 2026

Freddie

Gundel und ich haben letzte Woche ein neues Buch angefangen, ein Kinderbuch, dessen Verfilmung in einem anderen Buch erwähnt war, das ich gerade fertig gelesen hatte (die Titel sind in diesem Zusammenhang nicht wichtig).

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Post über die Rose in einem Buch, das ich auf The Internet Archive gelesen habe.
Ich mag es immer noch, Bibliotheksstempel oder -notizen in Büchern anzuschauen, die ich dort lese, aber diesmal fand ich etwas, das ein Rätsel für mich war.


Tja, Freddie, auch von mir Glückwünsche!
Ich habe aber wieder mal Fragen.
Ich schätze, daß dieses Blatt im Buch eingeklebt war, weil es sonst vielleicht während des Scans herausgefallen wäre, es sei denn, es hätte absichtlich jemand so arrangiert. Also ist meine zweite Einschätzung, daß das Buch ein Geschenk anläßlich Freddies erfolgreichem Jahr war.

Dies ist eine gedruckte Notiz, in der man den Namen eintragen kann. Ist das etwas, für das Kinder - da es sich um ein Kinder- oder Jugendbuch handelt - regelmäßig Glückwünsche bekamen, und falls das so war, seit wann wurde es dann gemacht? Diese spezielle Ausgabe des Buchs ist von 2010. Hätte ich das aber nicht gewußt, hätte mich die Schriftart an die 1970er erinnert, aber natürlich findet man heute auch alle möglichen Retrofonts und ich bezweifle, daß jemand einen Stapel Notizen aus den 70ern herumliegen hatte 
🙃

Nun zum wirklich wichtigen Punkt, und mit wichtig meine ich für mein seltsames Gehirn um ungefähr 10 Uhr abends an einem gewöhnlichen Tag.
Worin war Freddie erfolgreich? Was genau sind "the Threes" and wie kann man ein Jahr
darin verbringen?
Vielleicht würde eine schnelle Onlinesuche weiterhelfen. Die erste Seite, auf die ich stieß, war ein Cricket-Blog mit dem Namen
 "In the Threes". Hm.
"Warum "in the threes"? Tja, weil ich da die meiste Zeit meiner Karriere im Amateur-Cricket verbracht habe."
Das war so in etwa alles, was ich auf diesem Blog verstand. Die Wörter sahen englisch aus, aber tatsächlich war es "Cricketisch". Aber hey, es hatte also wahrscheinlich mit Cricket zu tun, das war doch ein Anfang. Das Buch war britisch, also nahm ich an, daß Freddie das ebenfalls ist (ich hoffe, ihm klingeln die Ohren nicht zu sehr), also machte das Sinn.
Freddie hatte ein erfolgreiches Cricket-Jahr ... obwohl das heir ja vielleicht nicht mehr als einer dieser Teilnehmerpreise war.
Hey Freddie, du hast das ganze Jahr durchgehalten, gut gemacht, alter Junge. Guter Mann.

Ich wußte aber immer noch nicht genau, was "the Threes" sind. Wahrscheinlich irgendwie eine dritte Mannschaft. Vielleicht eine Jugendmannschaft?
Da ich kein Leben habe, mich aber an so völlig willkürlichen Themen festbeißen kann - das ist euch vielleicht schon aufgefallen - habe ich Cricketseiten durchstöbert und immer weniger verstanden.
Dann fiel mir jedoch der Begriff "the 1st XI", die 1. XI (ein Cricketteam hat elf Spieler und ich habe keine Ahnung, warum die Zahl römisch ist), und so weiter ... konnte es sein, daß "the 3rd XI" auch als "the Threes" bezeichnet wurden? Es klang auf jeden Fall plausibel, vor allem nachdem ich von "ersten XI-Spielern, die sagen, daß 'sie nicht für the twos spielen werden'" las.

Was ich immer noch nicht verstehe ist, ob ein Club nur die "first" bis "fourth XI" hat, ob das rein vom Können abhängt, ob es verschiedene "threes" usw. für Erwachsene und Kinder gibt.
Vielleicht kann jemand aus Großbritannien oder aus einer anderen Nation, wo Cricket gespielt wird, etwas dazu sagen und mich erleuchten?

Bis dahin wird sich mein komisches Gehirn Freddie einfach so vorstellen 
😉

Francis Cotes: The Young
Cricketer (1768)
,
gemeinfrei über Wikimedia
Commons

Samstag, 26. April 2025

Einfach nur so Samstag - Eine Rose zwischen den Seiten

Dieser Post ist für Ida.

Als Bibliothekarin habe ich schon eine Menge Sachen in Büchern gefunden, manche von der Bibliothek selber, alte Laufzettel, alte Lesezeichen mit Werbung, alte Fristzettel, und manche davon war recht interessant, weil sie sogar noch von vor meiner Zeit waren. Schwer zu glauben, ich weiß
😉
Andere wurden - selten absichtlich, schätze ich mal - von unserer Leserschaft hinterlassen. Kontoauszüge, Fotos, Bibliotheksausweise, Rezepte, Briefe, tatsächlich alles, was man so als Lesezeichen benutzen kann.
Manches davon erzählt eine sehr deutliche Geschichte, die uns dabei hilft herauszubekommen, wem das Fundstück gehört, denn vielleicht wird es ja noch gebraucht, andere Geschichten bleiben im Dunkel, zum Beispiel bei Fotos ... oder einer Blume.

Dank des Stummfilms dieser Woche und meiner üblichen Herumschnüffelei nach interessanten Details, was ich zu gern mache, hatte ich herausgefunden, daß Jean Webster, die Autorin von "Daddy Langbein" noch andere Bücher geschrieben hatte, und setzte ihr erstes, "When Patty Went to College", und den später veröffentlichten Band "Just Patty", der zeitlich davor liegt, auf meine Leseliste (beide Bücher sind in der Public Domain und können im The Internet Archive auf Englisch gefunden werden, es gibt aber noch gar nicht so lange auch deutsche Übersetzungen dafür).
Ich habe ein Problem damit, Bücher auf meinem Laptop zu lesen, erklärte das aber zu einem Teil meines Trainings für meine Aufmerksamkeitsspanne und bin inzwischen ein bißchen besser darin, obwohl ich gedruckte Bücher wirklich absolut vorziehe.
Ein Problem ist, daß ich schneller müde werde, aber als ich gerade mitten in der Geschichte, wie Patty eine Fabel um eine nicht-existierende Collegestudentin erfindet, am Wegnicken war, stieß ich auf das hier.


Es sind mehrere Ausgaben des Buches in The Internet Archive verfügbar. Es gab keinen besonderen Grund, das hier von 1903/04 (auf dem Titelblatt steht 1904, auf der Rückseite steht, daß es März 1903 veröffentlicht wurde) auszuwählen, aber vielleicht hat mir ja das Universum mit dieser Rose einen kleinen Gruß geschickt.


Mrs. Ida La Rua ... ich konnte den Namen auf die Schnelle nicht finden, nur eine Ida La Rua Conrad.
Warum besaß Ida das Buch (erst?) 20 Jahre, nachdem es veröffentlicht wurde? Wurde es von jemandem weitergegeben? War es ein Geschenk oder eine Hinterlassenschaft? Kam es von einem Antiquariat oder einem Wohltätigkeitsverkauf?
Warum notierte Ida einen Straßennamen, aber keine Stadt (damit ich einfacher etwas hätte herausfinden können)?
War der 8. Oktober 1924 ein besonderes Datum oder einfach nur der Tag, an dem Ida das Buch bekam?
Was ist mit der Rose? War sie schon im Buch gewesen, als Ida es bekam, falls es ein gebrauchtes Buch war? Bekam Ida die Rose von jemand Besonderem? Was ist die Geschichte der Rose?
Ist die Rose überhaupt so alt oder hat sie jemand, lang nachdem Ida es besaß, in das Buch gelegt? Und warum wurde sie beim Scannen des Buches nicht herausgenommen? Wo ist dieses Buch jetzt? Ist die Rose immer noch darin?

Meine Gedanken wanderten und Geschichten fingen an, in meinem Kopf herumzuschwirren. So funktioniert mein Kopf einfach, ich könnte das nicht abstellen, selbst wenn ich wollte.
Passiert euch das auch, wenn ihr eine Inschrift oder etwas anderes in einem alten Buch findet?