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Dienstag, 29. April 2025

Nostalgie - Steiff-Holzspielzeug

Vor einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte, hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich Vintagestücke gezeigt habe.
Im Laufe der Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen, aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt, manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere.
Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.

In meinem Post über die Teddies for tomorrow hatte ich erwähnt, daß es Zeiten gab, in denen Material für Steiff-Plüschtiere knapp wurde, weil Mohair und Filz für andere Zwecke genutzt wurden, zum Beispiel Uniformen (Plüschtiere wären soviel besser gewesen), und daß sie Ersatzmaterialien verwendeten, aber auch Holzspielzeug herstellten.
Heute möchte ich euch nur ein paar zeigen, die ich aus meinen Vitrinen gezogen habe - buchstäblich gezogen, was nicht einfach war, weil sie natürlich alle ganz hinten standen, es wird spaßig werden, sie wieder hineinzubekommen - und andere zumindest zu erwähnen.

Fangen wir mit dem "Pyramidenkubus", auch unter dem Namen "Satzkubus" erhältlich, in seiner Originalschachtel an - ein Satz von six hohlen Würfeln, denen eine Seite fehlt, damit man sie in der Schachtel ineinanderstecken kann.
Wenn man bedenkt, daß sie wahrscheinlich gestapelt und dann umgeworfen wurden, ist es erstaunlich, daß noch Farbe übrig ist.



Wir bleiben noch etwas länger in der Bauwelt.
Hier haben wir den "Bausack", der von 1951 bis 1958 aus Leinen und mit 100 kleinen Bauklötzchen gefüllt war, später war er auch mit großen Klötzchen in einem Plastiksack erhältlich.
Ich habe übrigens nie nachgezählt, ob alle 100 da sind.


Könnt ihr euch noch keine eigene Schiffahrtslinie leisten? Fangt klein an mit dem "Schiffsbaukasten"! Es ist immer gut, vorbereitet zu sein.


Und noch ein Baukasten, der "BiBau", der wahrscheinlich so heißt, weil die Klötze aus zwei unterschiedlichen natürlichen Hölzern in zwei Farben sind - Mahagoni und Ahorn.
Ich schätze, daß der Ahorn nie so hell wie auf der Schachtel war, weil ich eine andere Schachtel mit Klötzen ähnlicher Farbe gesehen habe. Wie ihr sehen könnt, wurde die Schachtel nicht mal geöffnet, also denke ich, es hat nichts mit dreckigen Kinderpfoten zu tun
😉



Habt ihr wie ich zehn schwarze Daumen? Kein Problem.
Baut euch eure eigenen Blumen aus Plastikstengeln und Holzblättern und -blüten!
Schaut, sogar ich kann das.
Natürlich ist die Schachtel eine grobe Übertreibung dessen, was man mit dem Kasten machen kann. Mein Set ist vollständig und ich konnte nicht mal eine Blume in einer Farbe bauen. Wahrscheinlich bräuchte man drei Schachteln, um das hinzubekommen, was auf dem Bild ist.



Steiff hat einen nicht nur dazu gezwungen, Dinge zu bauen.
Sie haben auch wunderschöne Holztiere gemacht, vor allem vor dem Krieg, aber davon habe ich keine.
Ich habe aber zwei aus der späteren Holzbrennserie.
Es gab noch viel mehr, Wisente, Hunde, Bären, Katzen, Hasen, Zebras, Löwen, Eichhörnchen, Kamele, Elefanten, Kühe, und wer weiß was noch (ohne nachzugucken) - und diese zwei Süßen.
Seht ihr die Metallstreifen anstatt "Knopf im Ohr"?


Das ist natürlich nicht alles.
Steiff hat kleine und größere Züge gemacht, landwirtschaftliche und Baufahrzeuge, Puzzle, winzige Vogelhäuschen, Spielzeugkisten, Steckenpferde, Bollerwagen (so einen habe ich, aber er wird gerade als Ablageeinheit mißbraucht, also sorry, kein Bild), kleine oder etwas größere Roller (ich habe ein paar, schwierig zu fotografieren), YoYos, Pferdewägelchen.
Wenn ihr Interesse daran habt, schaut euch diese Seite an, auf der Steiff-Holzspielzeuge aufgeführt werden.

Ich glaube, mein Lieblings-Steiff aus Holz ist das hier. Ihr werdet sehen warum.


Sieht harmlos genug aus, nicht wahr?
Es kann aber sehr gefährlich sein, wenn man morgens versucht, zu seinem Feld zu fahren und überfallen wird!
😂


Samstag, 6. Juni 2020

Das Kästchen

Vor ein paar Monaten brachte mir ein Kollege ein Holzkästchen und fragte, ob ich es haben wolle. Ich weiß nicht, ob es mal zu einer Bibliothek gehörte, aber es war etwas ramponiert, hatte einen etwas rostigen Schnappverschluß, und trotzdem dachte ich nur daran, daß ich irgendwann vielleicht mal Perlenstickerei ausprobieren würde, also sagte ich ja.
Seither war das Kästchen offen in meinem Flur herumgestanden, sodaß ich jedes Mal, wenn ich vorbeilief, daran erinnert wurde. Ich schätze, das war auch der Grund, warum ich das Stiff Stuff gekauft hatte (ein Untergrund für die Perlenstickerei), das ich kürzlich in einer Schachtel auf meinen Vorratsschubladen gefunden habe, und außerdem einige Cabochons aus dichroischem Glas.

Also probierte ich das mal aus. Erst kümmerte ich mich um all die Cabochons, und von da an nähte ich einfach drauf los, entschlossen, meine Vorräte an Stäbchenperlen und Rocailles zu dezimieren, und nachdem ich die "Tentakel" improvisiert hatte, erinnerte ich mich noch an ein paar Muschelkernperlen, die ich hatte, und fügte die der Mischung auch noch hinzu.
Hätte ich mich vorher für einen Hintergrund entschieden, hätte ich wahrscheinlich mehr hellere Farben für die Tentakel benutzt. Ich hatte einfach nicht darüber nachgedacht, wieviele Rocailles ich dafür brauchen würde, und die einzigen Farben, die ich in größeren Mengen hatte, waren schwarz und hämatit - ich hatte schon schwarze und hämatitfarbene Stäbchenperlen in den Tentakeln verwendet, das stand also nicht zur Wahl - und meine geliebten hämatit AB. Ich bekomme Entzugserscheinungen, wenn ich nicht genug Rocailles und Delicas von dieser Farbe im Haus habe, es war die erste, in die ich mich verliebt habe, und ich liebe es, die Perlen für Nachthimmel zu benutzen.
Der Hintergrund war eine gute Übung für das Kurvensticken.


Als ich das Stück fertig hatte, was ich so viele Stunden kostete, sah ich mir das Kästchen noch einmal an. Die Farbe des Holzes sah nun ganz falsch aus. Was nun? Eine Freundin von mir riet mir, Kreidefarbe in Erwägung zu ziehen.
Ich schaute mich um und bestellte dann welche, weil sie sich sogar für mich einfach genug in der Verwendung anhörte. Als sie ankam, war ich etwas überrascht, weil ich vom Bild her eine dunklere Farbe erwartet hatte, aber was soll's?
Ich schliff das Kästchen ein bißchen ab und trug ein paar Schichten Farbe aus, wobei ich diese zwischendurch immer trocknen ließ. Der Vorteil von Kreidefarbe ist, daß sie recht schnell trocknet (ein Vorteil, der mir die Idee wirklich schmackhaft machte ;-)). Anschließend schrubbte ich sie nur leicht mit der rauhen Seite eines Küchen-schwamms, weil ich nicht den vollen Shabby Chic-Look wollte, ich wollte nur, daß die Farbe nicht so einheitlich und langweilig aussah.

Ich bin keine Malerin und dies ist nicht perfekt, aber ich habe es nicht auf Perfektion abgezielt. Um es perfekt zu machen, hätte ich viel mehr mit dem Kästchen tun müssen. Es hat Macken hier und da, da ist noch der Schnappverschluß, der zögerte, all seinen Rost loszuwerden, während ich zögerte, nach einem neuen Schnappverschluß zu schauen, und so sind auch meine Pinselstriche nicht glatt. Das paßt ziemlich gut zu mir.

Als nächstes klebte ich das bestickte Stück auf. Da haben wir's nun. Oder nicht.
Ich war nicht mit dem Schnappverschluß nicht ganz glücklich, als ich beschloß ich, einfach einen Teil davon anzupinseln und ein paar Rocailles darauf zu verteilen. Bis jetzt sind keine heruntergefallen, aber ich glaube nicht, daß ich Gundel zu nah ranlassen werde!
Ich habe die Farbe nicht versiegelt, weil ich auch nicht vorhabe, sie Wasser auszusetzen (Kreidefarbe ist wasserlöslich). Nun muß ich nur noch eine Perlenmatte einkleben, weil das Innere auch etwas ramponiert aussieht.
Natürlich habe ich noch keine Idee, wofür ich das Kästchen benutzen soll ... was würdet ihr damit tun?

Mittwoch, 23. November 2016

Oldies but Goodies - Holz

Wir alle wissen, daß es Schmuck seit Tausenden von Jahren gibt. In den frühen Zeiten vor Edelsteinen und Metallen benutzten Menschen dafür, was sie finden konnten, Pflanzen, Federn, Muscheln, Knochen, Steine - und Holz.
Keins dieser Materialien ist aus dem heutigen Schmuck verschwunden.
Diese Woche ging es bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge um Holz, behandelt oder unbehandelt, bemalt oder in der ursprünglichen Farbe.
Mögt ihr Holzschmuck? Erzählt uns davon!


1 und 7 Jewelry Art by Dawn
2 und 3 Cat's Wire
4 und 6 Violetmoon's Corner
5 MC Stoneworks