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Sonntag, 28. Dezember 2025

Vorsätze?

Ihr wißt, wie das ist. Auf dem Weg zum Jahresende fangen Menschen an, über Vorsätze nachzudenken, über ein Wort für das neue Jahr, über Ziele.
Es gibt eine Menge alte und neue Videos und Artikel da draußen, die erklären, wie man Ziele erreicht und Vorsätze durchhält.

2014 habe ich darüber geschrieben, daß ich keiner dieser Menschen bin. Wenn das für euch funktioniert, ist das toll, aber wir müssen alle unseren eigenen Weg finden.
Für mich bedeutet ein neues Jahr nur, daß ich lernen muß, eine neue Zahl zu schreiben, es ist kein Neuanfang. Ich brauche keinen Neujahrstag, um mir Ziele zu setzen oder gute Vorsätze zu machen, tatsächlich denke ich, daß es für mich besser funktioniert, wenn ich das im Laufe des Jahres machen, wann immer ich dazu bereit bin.

Die Zeiten sind für viele Menschen so schwer, es passiert soviel in der Welt, und da ich über alles immer zuviel nachdenke und eine geborene Pessimistin bin, tu ich mich oft schwer damit, das zu verarbeiten, ohne deshalb direkt in ein großes dunkles Loch zu fallen.
Also habe ich mir überlegt, daß es, wenn ich schon über das Neue Jahr nachdenke, besser wäre, wenn es dabei um die Dinge ginge, auf die ich mich freue (in willkürlicher Anordnung und ohne Anspruch auf Vollständigkeit).

Supergemütliche Nickerchen. Wer braucht schon eine Gewichtsdecke, wenn man sich von den Superschläfern beschweren lassen kann.
Bonus - Schmusesitzungen.



Bücher, Bücher, Bücher!

Bild über pxhere

Noch mehr Stummfilme (und "Talkies") anschauen.

Doug freut sich auch darauf.

Basteln, wenn es geht.


In Kaninchenlöcher abtauchen, neue Dinge lernen, ...

Valerie Hinojosa aus Washington DC, USA,
CC BY-SA 2.0, über Wikimedia Commons
"Down the Rabbit Hole"

... und darüber bloggen.


Lächeln und lachen (ja, das bin tatsächlich ich in einem alten Bild). Extrapunkte für Lachen, bis mir die Tränen kommen und der Bauch wehtut.


Nostalgie und Erinnerungen.
Ich sehe die Vergangenheit nicht durch eine rose Brille, aber das heißt nicht, daß es nicht nett sein kann, ab und zu mal in der Zeit zurückzugehen.

Nein, ich bin NICHT auf diesem Bild, auch wenn
mich das mal einer meiner Paketboten gefragt hat,
als er es im Hausflur gesehen hat 😂
Wir haben es gekauft, weil die Katze wie Dude aussah.).

Schönheit und Freude in der Welt um mich herum bemerken.
Frühling in der Luft spüren, Herbstblättern lauschen, die unter meinen Füßen knirschen, Tautropfen in einem Spinnennetz zu sehen.
Ein paar freundliche Worte im Bus mit jemandem austauschen, den ich nicht kenne. Bei einem Lieblingslied mitsingen.
Einen Vogel singen hören, an einer Blume riechen, einen meiner nächtlichen Besucher am Fenster haben
.



Mit meinen Lieblingsmenschen kommunizieren. Tut mir leid, wegen der Privatsphäre gibt es dazu kein Bild.

Nun, und natürlich freue ich mich darauf, mich mit euch zu unterhalten!
Worauf freut ihr euch?

Sonntag, 6. April 2025

Sonntagsglimmer - Whiskeymarmelade und Brötchen

Vielleicht habt ihr das Wort "Glimmer" schon mal gehört. In der Psychologie sind Glimmer das Gegenteil von Triggern, kleine Momente des Friedens oder der Freude, die positive Gefühle auslösen. Das können ganz einfache Dinge sein, die man vielleicht nicht mal bewußt bemerkt, es kann aber der geistigen Gesundheit helfen, wenn man sie bemerkt und schätzt.

Ich finde, das ist in den letzten paar Jahren besonders wichtig geworden.
Habt ihr auch das Gefühl, die Welt ist völlig verrückt geworden?
Ich gebe zu, daß ich selber dem Doomscrolling nicht immer entkommen konnte, von einer schlechten Nachricht zur nächsten. Oft merkt man ja gar nicht, daß man das macht, aber da ich von Natur aus schon Pessimistin bin, habe ich schließlich beschlossen, daß ich etwas deswegen tun müßte.
Es hört sich seltsam an, aber tatsächlich hat es mir geholfen, daß ich wegen meines dummen Daumens nicht mehr so viel kreativ arbeiten konnte, sehr zu meiner eigenen Überraschung. Natürlich ist nicht das kreative Arbeit selbst das Problem, sondern was ich nebenher manchmal so anschaute oder anhörte.
Nun bin ich zum Bloggen zurückgekommen, ich bin wieder bewußter in Bezug auf das Anschalten von nur einem Gerät, wie ihr wißt, arbeite ich an meiner Aufmerksamkeitsspanne, und am wichtigsten, ich lese wieder viel mehr.

Leider heißt das nicht, daß ich auf einmal weniger pessimistisch bin, was den Zustand der Welt betrifft, es wäre ein Wunder gewesen, wenn das geschehen wäre.
Um das also noch mehr zu bekämpfen, versuche ich meine Glimmer zu schätzen, indem ich zum Beispiel mein Buch oder Laptop weglege, wenn Gundel sich auf mich legt, was zur Zeit recht oft passiert, daß der Dekan sich wie ein Stück Sushi auf mir drapiert und sanft dabei schnurrt, die Ankunft eines neuen Päckchens mit vintage Nähnadeln, der Gesang eines Vogels oder kürzlich ein Moment absoluter Stille (schwer zu finden, wenn man Tinnitus hat).

Ich glaube nicht, daß das eine feste Kategorie auf meinem Blog wird, aber vielleicht teile ich ja ab und zu mal etwas.
Letzte Woche zum Beispiel war ich aus verschiedenen Gründen (hauptsächlich die Nachrichten, dabei habe ich gar nicht so viel gesehen) irgendwie rastlos. Dann tauchte der Paketbote mit einem Päckchen auf, von dem ich zwar gewußt, das ich aber komplett vergessen hatte. Es war ein Überraschungspäckchen von einer Onlinefreundin (die ich gerne in echt treffen würde).
Dieses Kerlchen packte ich als erstes aus und ich konnte nicht anders als zu lächeln. Wie süß ist das für einen Gruß?


Da war aber noch mehr (die Betonung liegt auf "war", denn es ist nicht mehr alles da).


Ich erinnere mich an das erste Mal, daß ich Whiskey-Orangen-Marmelade hatte. Ich kaufte mir ein paar Gläschen mit verschiedenen Marmeladen, als ich das erste Mal London besuchte und verliebte mich in die Kombination von Shortbread mit Whiskeymarmelade.
Diese hier hat dicke Stücke von Schale und ich liebe sie!
Wie es das Glück so wollte, hatte ich gerade erst ein paar selbstgemachte Vollkornwecken von meiner Nachbarin bekommen, und das letzte, das noch übrig war, gab die perfekte Kombination damit für das heutige Frühstück ab.


Ein echt leckerer Sonntagsglimmer!