Montag, 2. März 2026

Enttäuscht!

Bitte lest den Titel in der Stimme von Kevin Kline in "Ein Fisch namens Wanda". Ich kann das Wort nicht mehr benutzen, ohne an ihn zu denken, und ich liebe, daß es für das englische Original ein Video dieses Moments auf YouTube gibt.

Kürzlich habe ich geträumt, daß ich gereist bin. Ich kann auch das Land nicht sagen und auch nicht den ersten Teil des Traums, weil da nur noch eine vage Erinnerung an den Besuch bei einer älteren Dame übrig ist.
Auf jeden Fall ging ich zu einem Strand, den ich nicht erkannte, und halb im Sand vergraben war ein kleiner offener Pappkarton, dessen Inhalt sich über den Sand verteilte. Da waren Trommelsteine, goldene Ketten (nicht echt), Anhänger, eine ziemlich wilde Mischung. Es sah aus, ob sich jemand seiner alten Vorräte zur Schmuckherstellung entledigt hätte.
Natürlich mußte ich den Karton sofort durchschauen und ich nahm Klumpen von Goldketten auseinander, suchte ein paar Steine aus und hatte einfach Spaß daran, mir alles anzuschauen.
Ihr fragt euch vielleicht, warum ich nicht einfach den ganzen Karton mitnahm, aber ich erinnere mich daran, wie ich dachte, ich müßte etwas für die nächste Person übriglassen, und tatsächlich tauchte zum Schluß auch eine weitere Person auf.

Bild über pxhere

Als ich aufwachte, war ich eine Sekunde lang ein wenig enttäuscht und wußte nicht mal warum. Dann kam es mir wieder.

Es war nicht das erste Mal, daß ich einen solchen Traum hatte. Ich weiß von anderen Sammlerinnen und Sammlern, daß sie schon ähnliche hatten.
Leute, die sammeln, sind schräg.
Im Laufe der Jahre sind eine Menge meiner Träume über alle möglichen Dinge oder Ereignisse sehr lebhaft gewesen und ich kann mich immer noch an eine ganze Reihe davon erinneren, auch weil es wiederkehrende Themen oder Orte gibt.
Keine Angst, ich werde euch die jetzt nicht alle erzählen 
😉

Einer davon ist der Kaufhaustraum.
Ich bin offensichtlich in der Zeit zurückgereist und bin in einem großen Kaufhaus in der Spielzeugabteilung. Ich erinnere mich nur schwarz-weiß daran.
Obwohl ich schon Träume in schwarz-weiß hatte, denke ich, daß mich meine Erinnerung in diesem Fall trügt, und dafür gebe ich zwei Episoden aus Fernsehserien die Schuld - "Ausverkauf des Todes" aus "Mit Schirm, Charme und Melone" und "Goldfingerhut" von "Twilight Zone", welche beide zu meinen Favoriten gehören.
(Das war noch, bevor ich "Are You Being Served?" kannte, sonst wären sie vielleicht bunt.)



Was ich aber definitiv noch weiß ist, daß ich völlig überwältigt von der Ansammlung perfekter Steifftiere (Vorkrieg) oder Barbiepuppen aus den 60ern bin - zu Preisen aus der jeweiligen Zeit.
Seltsamerweise ist es immer nur das eine oder das andere. Ich schätze, mein Gehirn denkt, ich wäre nicht imstande, mit beidem gleichzeitig fertigzuwerden, aber tatsächlich werde ich das nicht mal mit einem.
Aus irgendeinem Grund stehe ich da und weiß, daß ich kein Transportmittel habe und nicht alle haben kann, aber wie soll ich da wählen?
Es gab bisher nie ein Ende, was vielleicht auch besser ist. Möglicherweise würde es damit enden, daß man mich aus der Abteilung schleifen muß, weil ich den Verstand verliere
 😂


Andere Träume bringen mich in eine Straße ums Eck, wo ich als Kind gewohnt habe, zu verschiedenen Antiquitätenläden. Ich habe keine Ahnung, warum sie immer in dieser Straße sind, weil zu meiner Zeit dort überhaupt nie irgendein Laden war.
Nicht der an der Ecke, der eine Menge Bücher hat, aber auch ein paar Glasvitrinen, in denen kleine Steifftiere zwischen Schmuck oder Schnickschnack sitzen. Die meisten davon sind nichts Besonderes, aber es ist immer eins dabei, das mir ins Auge sticht.
Nicht der an der anderen Ecke, der eine Mischung aus Schmuck- und Antiquitätenladen zu sein scheint.
Und nicht der in einem Untergeschoß, zu dem ein paar Treppen hinunterführen (zweifelsohne von zwei echten Läden in verschiedenen Straßen inspiriert, die Schreibwaren, Bürobedarf und solche Dinge führten und die es seit Jahren nicht mehr gibt), aber mit einem Fenster auf Höhe der Straße, wo ich einmal eine Reihe von Steiff-Wollminiaturen sitzen sah, zum Originalpreise, die schönsten Vorkriegsminiaturen je. Das war eine harte Naummer, denn ich war so nah dran, und ich brauchte echt eine Weile, bis mir klar wurde, daß es nur ein Traum gewesen war. Ich erwartete fast, sie in meiner Vitrine sitzen zu sehen
.

Diese Schätzchen sind nicht mehr bei mir, was
angesichts von Gundels Vorgeschichte wahrscheinlich
besser so ist (ich beziehe mich dabei natürlich
auf das Weihnachtsmassaker von 2018)

Ich habe schon eine Weile keinen dieser Träume mehr gehabt. Ich war auch seit Jahren nicht auf Flohmärkten oder Börsen.
Das heißt icht, daß ich den Rausch der Jagd, die einen guten Teil der Sammelerfahrung ausmacht, vergessen habe oder niemals vermisse. Nun gut, ich war keine sehr gute Jägerin (ich hing zuviel vor Bücherkisten herum) und vielleicht trug das zu der Enttäuschung bei, wenn ich aus einem solchen Traum aufwachte, wenn ich dachte, ich hatte etwas echt Gutes gefunden? 
😉

Seid ihr jemals in einem Traum auf die "Jagd" gegangen?