Mittwoch, 31. Dezember 2014

Oldies but Goodies "Feuerwerk" - Das einunddreißigste Türchen


Willkommen zum letzten Tag des alten Jahres 2014, zum letzten Tag des diesjährigen Adventskalenders und zur letzten Jewelry Artisans Community's Oldies but Goodies Challenge dieses Jahres!

Was wäre ein besseres Thema gewesen als Feuerwerk?
Um ehrlich zu sein, mir gefällt Feuerwerk in Schmuck - sprich viele Farben - viel besser als das echte. Jepp, ich muß mich hier als eine Art Feuerwerk-Grinch outen. Ich mag Farben, aber ich mag den Rauch nicht, der dazu gehört, und ich mag den Krach nicht.
Die letzten paar Jahr hat das Feuerwerk in meiner Nachbarschaft gefühlte Stunden gedauert. Sogar meine Katzen, denen das früher egal war, die es manchmal sogar vom Fensterbrett aus betrachteten, werden inzwischen nervös dabei. Ich fühle mich schlecht dabei, wenn ich sehe, wie sie sich unter dem Bett verstecken, was normalerweise für Notfälle wie Tierarztbesuche oder Pillen reserviert ist.

Dieses Feuerwerk an Farben ist schön und macht überhaupt keinen Krach.


1 Violetmoon's Corner
2 MC Stoneworks
3 Cat's Wire
4 Galadryl Design
5 The Crafty Chimp

 
Nun möchte ich euch ein Frohes Neues Jahr wünschen. Wir sehen uns drüben 2015, und Daumen gedrückt, daß es ein großartiges Jahr für uns alle wird!

Dienstag, 30. Dezember 2014

Gedanken zum Jahresende


Wieder ist ein Jahr vorbei. Die Leute machen Vorsätze für das neue Jahr und denken über das alte nach.
Welche Erfahrungen habe ich gemacht? War es ein glückliches Jahr? Habe ich große Hoffnungen für das neue? Raus mit dir, 2014, ich hoffe, du wirst einen besseren Job machen, 2015?

Tatsächlich gehöre ich nicht zu ihnen. Ich habe es längst aufgegeben, Vorsätze zu machen, die mich nur frustrieren, wenn sie nicht hinhauen. Ich erinnere mich, als ich noch in der Schule war und den Vorsatz faßte, daß meine Schulhefte ab dem nächsten Jahr einwandfrei aussehen würden. Ich begann dieses Jahr mit einem dicken Tintenklecks und einem Schreibfehler auf der ersten Seite. Da beschloß ich, daß Vorsätze einfach nichts für mich sind.
Ich grüble das ganze Jahr hindurch zuviel nach und neige dazu, zu nostalgisch zu werden, also halte ich nichts von Grübeleien an nur einem Tag des Jahres. Ich möchte nicht "mein Jahr" auf Facebook sehen (es wären vermutlich Katzen- und Perlenbilder), und ich möchte nicht wirklich über alles, das geschehen ist, nachdenken, weil es da einige unglückliche Erinnerungen gibt.

Warum also, fragt ihr euch vielleicht, höre ich nicht auf, davon zu reden? Es ist Zeit für den Blog Carnival der Jewelry Artisans Community, darum, und jetzt sehe ich, daß ich nicht wirklich etwas zu sagen habe.

Laßt mich stattdessen Picmonkeys Vorsätze von ihrem Blog mit euch teilen.
Mein Favorit ist definitiv Nummer 1 ;-)

1. Lose Wait
Enough is enough. We’re getting rid of the whole concept of queues, delays, checkpoints, intermissions, pauses, hiatuses, suspensions, and stops.


Wartezeiten loswerden (bei "lose wait" handelt es sich natürlich um ein Wortspiel mit "lose weight" = abnehmen, was wohl ganz oben auf den Vorsatzlisten steht)
Genug ist genug. Wir werden das ganze Konzept von Schlangen, Verzögerungen, Kontrollstellen, Unterbrechungen, Pausen, Auszeiten, Verschiebungen und Haltepunkten los.

Schauen wir mal, was andere JAC-Mitglieder zu sagen haben!

Bead Sophisticate
Jewelry Art by Dawn 

Sonntag, 28. Dezember 2014

Zitat der Woche - Das achtundzwanzigste Türchen


Wir allen kennen die Geister der Weihnacht aus der Geschichte von Charles Dickens, aber Mulder und Scully besuchen ein paar andere Geister an Heiligabend. Mulder hat von einem heimgesuchten, verfluchten Haus gehört, in dem einst ein junges Paar wohnte und einen Pakt schloß, zusammen an diesem Tag zu sterben, um sicher zu sein, daß sie niemals Weihnachten ohne einander verbringen müssen.
Scully ist wie immer skeptisch, aber als sie das Paar treffen, das hartnäckig versucht, sie zu ihrem eigenen Pakt zu überreden, ist sie sich nicht mehr so sicher.
Am Ende wird es dann richtig schwierig, als Mulder auf sie und sie auf ihn schießt, aber er bringt sie dazu, aus dem Haus zu flüchten, wonach auf einmal alles gut ist, als wäre nichts geschehen? Ein ziemlich anderes Weihnachten!

Scully (an Mulders Wohnungstür): Ich, ähm, ich konnte nicht schlafen. Ich war, ähm ... *seufzt* Kann ich reinkommen?
Mulder: Ja. Sollten Sie jetzt nicht mit Ihrer Familie Weihnachtsgeschenke auspacken?
Scully: Mulder ... nichts von alledem ist heute nacht wirklich geschehen. Das war alles nur Einbildung, nicht wahr?
Mulder (unsicher): Ja, so muß es gewesen sein.
Scully: Nicht daß es mich besonders freut, Ihnen zu beweisen, daß Sie unrecht hatten.
Mulder: Wann haben Sie mir das denn bewiesen?
Scully: Naja, warum haben Sie mich sonst gebeten, Sie zu begleiten?
Mulder: Wollten Sie mich nicht begleiten? Ah, das ist, ähm, selbstgerecht und narzißtisch von mir, das zu sagen, nicht wahr?
Scully: Nein, ich meine ... vielleicht wollte ich Sie ja wirklich dorthin begleiten
Mulder: Wissen Sie ... ich weiß, wir haben zwar gesagt, daß wir uns nicht schenken wollen, aber, ähm ... ich hab hier eine Kleinigkeit für Sie.
Scully: Mulder ...
Mulder: Frohe Weihnachten.
Scully: Und hier ist auch eine Kleinigkeit für Sie.
Mulder (leise lachend): Oh ...


Sie setzen sich, um ihre Geschenke auszupacken, und es beginnt zu schneien, während man Bing Crosby singen hört "And have yourself a merry little Christmas now".

Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI, USA/Canada, 1993 - 2002

Samstag, 27. Dezember 2014

Sterne - Das siebenundzwanzigste Türchen


Sterne sind überall in der Weihnachtszeit, noch mehr als gewöhnlich das Jahr über.
Wenn ich an Sterne und Weihnachten denke, stelle ich sie mir in oder auf einem Baum vor oder draußen in einer kalten Winternacht.

Aus Draht gestrickter und gehäkelter Stern mit Kristallen von Cat's Wire

Der Stern, über den ich jedoch heute sprechen möchte, ist der Zimbelstern in der Kirche, in die ich als Kind ging. Damals wußte ich nicht, ja, dachte nicht einmal daran, was Zimbel waren. Alles, was wir sahen, war der kleine Stern ganz oben an der Orgel mit den kleinen Glöckchen, nicht was dahinter steckte. Wenn wir "O du fröhliche" sangen, begann der Stern sich zu drehen, die Zimbel fingen an zu klingen, und der besondere Klang, der so ausschließlich zu Weihnachten gehörte, gab uns ein ganz warmes und geborgenes Gefühl.
Obwohl ich ihn seit vielen Jahren nicht mehr persönlich gehört habe, ist das Gefühl immer noch da ...


Prototyp Sternanhänger von Jewelry Art by Dawn

Freitag, 26. Dezember 2014

Frohe Feiertage - Das sechsundzwanzigste Türchen


Ich habe euch schon Fröhliche Weihnachten und Frohes Chanukka in meinem Adventskalender gewünscht, aber wo sind die anderen Feiertage, die zu dieser Zeit des Jahres gefeiert werden, fragen vielleicht manche von euch?
Ich möchte nicht besser hinstellen als ich bin, also gebe ich einfach zu, daß ich nicht viel über sie weiß und wahrscheinlich von manchen nicht einmal jemals gehört habe (nicht mal all die christlichen, wenn sie katholisch sind).
Ich bin mit Weihnachten aufgewachsen, mit den Dekorationen und den Liedern und der Geschichte, und ich weiß darüber am meisten. Die Tradition des Adventskalenders gehört auch dazu, und darum handelt dieser Adventskalender ebenfalls überwiegend von Weihnachten.

Heute jedoch möchte ich Frohe Feiertage wünschen, allen von euch.
Ich zögere, Feiertage aufzuzählen, da ich niemanden vergessen möchte. Ich bin sicher, daß es da draußen Listen gibt, die das viel besser können.
Ich wünsche euch fröhliche Feierlichkeiten, wundervolle Familienzusammenkünfte, Frieden, Harmonie, und es ist mir egal, wie kitschig sich das für manche anhören mag. Wir brauchen alle diese Momente, und ich hoffe, ihr könnt sie auf vollste genießen. Nicht alle von uns auf diesem Planeten können es.

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Fröhliche Weihnachten - Das fünfundzwanzigste Türchen


Nehmen wir uns heute eine kleine Auszeit. Keine Traditionen und ich werde euch nicht dazu zwingen, etwas zu lernen, versprochen.

Ich möchte einfach nur jedem, der es feiert, wirklich Messy Kweznuz wünschen!! Oh wartet, mein Gehirn ist noch beim Weihnachtsspecial von Blackadder ;-)
 
Fröhliche Weihnachten und ich hoffe, ihr habt einen wundervollen Tag!

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Heiligabend - Das vierundzwanzigste Türchen


Als ich ein Kind war, verbrachten wir einen Teil des Heiligabend-Tages bei meiner Oma, wo wir auf den Anruf warteten, der uns mitteilte, daß wir nach Hause kommen sollten. Meine Oma schaute mit uns Fernsehen, wir spielten Brettspiele und wurden von Sekunde zu Sekunde nervöser und aufgeregter.  Natürlich ging gar nichts ohne "Warten auf's Christkind" im Fernsehen, wo Weihnachtsfilme und ähnliches für Kinder gezeigt wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich half, und meine Oma, die mit uns fertigwerden mußte, tut mir heute noch leid.

Jetzt bin ich natürlich total erwachsen und viel cooler.
Für mich heißt es nicht mehr "Warten auf's Christkind", stattdessen sehe ich mir Weihnachten bei der Familie Hoppenstedt und bei der Familie Heinz Becker an.
"Früher war mehr Lametta!" ;-)


 

Habt ihr auch Heiligabendtraditionen, vielleicht ein typisches Essen? Warum erzählt ihr uns nicht davon?

Dienstag, 23. Dezember 2014

Oldies but Goodies "Zuckerstangen" - Das dreiundzwanzigste Türchen


Diese Woche gibt es die Oldies but Goodies Challenge bei JAC einen Tag früher. Ich bin sicher, das macht euch nichts aus.
Die Herausforderung hatte als Thema Zuckerstangen. Als ich so darüber nachdachte, fiel mir auf, daß ich nichts über Zuckerstangen wußte. Stellt euch meine Überraschung vor, als ich herumsuchte und eine Geschichte über einen deutschen (schon wieder!?) Chorleiter im 17. Jahrhundert fand, der einen Süßwarenmacher bat, süße Stangen für die Kinder machen, damit sie in der Kirche während des Heiligabend-Gottesdienstes ruhig blieben.
Ich habe auch Geschichten über den Symbolismus hinter den Farben gefunden - weiß für Jesus' Reinheit, rot für sein Blut - und über die Form - J für Jesus oder der Stock soll an einen Schäferstock erinnern (was in einer Geschichte, sehr zu meinem kindischen Vergnügen, im Deutschen als Stock eines Schäferhunds übersetzt war, es lebe Google Translate) - und sogar darüber, warum Pfefferminz eine gängige Geschmacksrichtung für Zuckerstangen ist.
Diesmal schicke ich euch jedoch hinüber zu Snopes, wo mehr Informationen stehen, leider nur auf Englisch, und wo wir erzählt bekommen, daß keine dieser Geschichte tatsächlich bewiesen sind.

Wie ihr hier in der Jewelry Artisans Community sehen könnt, wo noch mehr Bilder sind, scheinen rot und weiß keine gängige Farbkombination zu sein, manche Stücke sind also nur rot oder weiß, was ihrer Schönheit keinen Abbruch tut!


1 RioRita
2 Cat's Wire
3 Jewelry Art by Dawn
4 The Crafty Chimp
5 Violetmoon's Corner
6 MC Stoneworks
7 Galadryl Design

Sonntag, 21. Dezember 2014

Zitat der Woche - Das einundzwanzigste Türchen


In meiner Familie war es früher Tradition, den Baum an Heiligabend aufzustellen. Ich erinnere mich, daß es immer mit etwas Mühe verbunden war abzusägen, was nötig war, damit der Baum gerade stand, dann holten wir den alten Weihnachtsschmuck heraus.
Ich weiß jedoch, daß nicht jeder einen Weihnachtsbaum hat ...

Penny: Hey Sheldon! Stellt ihr bei euch einen Weihnachtsbaum auf?
Sheldon: Nein, weil wir das antike heidnische Fest, basierend auf den Saturnalien, nicht feiern.
Penny (verwirrt): Saturnalien?
Howard: Kommet, ihr Kinder! Es ist Zeit für Sheldons geliebtes Weihnachts-Special.
Sheldon: Wenn in der vorchristlichen Zeit die Wintersonnenwende nahte und die Blätter abstarben, brachten Heiden immergrüne Zweige in ihr Heim. Eine auf dem Analogiezauber beruhende Handlung, um die Lebensessenzen der Pflanzen bis zum Frühjahr zu beschützen. Später machten sich die Nordeuropäer diesen Brauch zu eigen und schließlich wurde daraus der sogenannte Weihnachtsbaum.
Howard: Und jetzt, Charlie Brown, konntest du erfahren, was Langeweile bedeutet.


The Big Bang Theory, USA, 2007 -

Samstag, 20. Dezember 2014

Der Schwibbogen - Das zwanzigste Türchen


Der erste Schwibbogen oder Lichterbogen wurde im 18. Jahrhundert - ich habe unterschiedliche Jahre gefunden und kann nicht sagen, welches das richtige ist - von einem Bergschmied namens Johann Teller hergestellt. Teller arbeitete im Erzgebirge und stellte Werkzeug und Ausrüstung für die Bergleute her.
Der Schwibbogen ist vom Stolleneingang inspiriert, der für die Mettenschicht, eine alte Tradition der Bergleute, geschmückt wurde. Es ist die letzte Schicht vor Weihnachten, die früher endete und mit einem Mahl gefeiert wurde.

Frühe Schwibbogen waren aus Eisen, aber seit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Holz mehr und mehr populär.
Über die Jahre änderten sich auch die Designs. Eins der berühmtesten Designs wurde 1937 von Paula Jordan kreiert, es zeigte typische Berufe des Erzgebirges und traditionelle Symbole.
Heutzutage findet man alles vom traditionellen Design bis hin zu Stadtansichten oder Waldszenen und zwar in allen möglichen Größen!
Ebenso findet man Vorlagen, um seinen eigenen Schwibbogen zu machen.

Eine Freundin von mir war so nett, mir zu erlauben, daß ich ein paar Bilder von Schwibbögen zeige, die ihr Mann und sein Vater gemacht haben.


Das ist mein Favorit, gemacht vom Mann meiner Freundin. Ist er nicht wunderschön?

Nach dem Paula Jordan-Entwurf vom Schwiegervater meiner Freundin gemacht. Es sind Bergleute, eine Klöpplerin und ein Holzschnitzer dargestellt.

Ein 3D Schwibbogen mit indirekter Beleuchtung zwischen den zwei Holzschichten, vom Mann meiner Freundin gemacht.

Freitag, 19. Dezember 2014

Weihnachtsstrümpfe - Das neunzehnte Türchen


Der Weihnachtsstrumpf in englischsprachigen Ländern ... um ehrlich zu sein, ich habe mich nie zuvor gefragt wo, wann oder warum diese Tradition entstand. Erst als ich den Post für den Nikolaustag vorbereitete und an die Schuhe dachte, die Kinder hinausstellen, damit der Nikolaus sie füllt, sah ich plötzlich die mögliche Verbindung und machte mich daran,  mehr herauszufinden.
Tatsächlich scheint die Legende, daß der Heilige Nikolaus, der gerade eine Erbschaft gemacht hatte, drei Goldklumpen in eines armen Mannes Haus warf, die Quelle für beide Traditionen zu sein.
Die Details der Legende sind etwas unterschiedlich, je nachdem wo man sie findet. Der Heilige Nikolaus warf das Gold durch das Fenster, es waren Goldstücke, er kletterte selbst den Kamin hinunter, um das Gold in die Strümpfe zu werfen oder er warf das Gold in den Kamin und es landete in die dort zum Trocknen aufgehängten Strümpfe. Das Ergebnis war immer das gleiche, die drei Töchter des Mannes hatten genug Gold, um zu heiraten.

Strümpfe gehören dort, wo es die Tradition gibt, seit Jahrhunderten zu Weihnachten, obwohl sie zwischendurch mit dem Weihnachtsbaum um ihren Platz streiten mußten. Ich habe diesen witzigen Link auf der Seite des Smithsonian Mag gefunden.
Heutzutage gibt es keinen Streit zwischen Strumpf und Baum, sie haben beide in manchen Ländern ihren Platz unter den Weihnachtstraditionen.
Strümpfe gibt es in allen Größen, Mustern und Farben. Ein paar historische Bilder findet ihr in diesem Artikel im Smithsonian Mag.


Weihnachtsstrumpf von Holiday Stocking Company

Habt ihr auch eine Weihnachtsstrumpf-Tradition, obwohl das in Deutschland (meines Wissens) nicht so geläufig ist? Erzählt uns davon!

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Oh Tannenbaum - Das achtzehnte Türchen


Letztes Jahr war ich mutig und kaufte mir spontan einen kleinen künstlichen Weihnachtsbaum. Obwohl meine pelzigen Gören keine Jungspunde mehr sind, wissen sie doch immer noch, wie man das ein oder andere abräumt, vor allem Ponder in einem seiner einsamen Rennen, wenn er seine verrückten fünf Minuten hat.
Tatsächlich lief es gut. Der Baum fiel nicht und nur zwei von den Christbaumsternen verließen für kurze Zeit auf mysteriöse Weise ihre Plätze. Das Nette an meinen aus Draht gestrickten Sternen ist aber, daß man sie zurückbiegen kann. Es ist ein wenig traurig für mich, daß  ich kein Lametta verwenden kann, aber ich schätze, ich kann nicht alles haben.




Während wir "Oh Tannenbaum" singen ... woher kommt der Weihnachtsbaum?
Nun das ist tatsächlich eine Tradition, von der ich weiß, daß sie ursprünglich deutsch ist. Es war nicht ungewöhnlich in unterschiedlichen Kulturen, Immergrün in die Häuser zu bringen, aber die erste schriftliche Erwähnung eines Christbaums, die noch existiert, ist von 1527, obwohl die Möglichkeit besteht, daß es eine frühere gab, was jedoch nicht mehr nachgewiesen werden kann.
Seit den 1750ern fand der Weihnachtsbaum mehr und mehr Erwähnung. Im 19. Jahrhundert hatte sich der Brauch nach Österreich, dann Neuengland, England, Frankreich, Italien, in die Niederlande und nach Rußland verbreitet.
Zunächst wurden Bäume mit Süßigkeiten, Äpfeln und Nüssen geschmückt, von denen manche versilbert und vergoldet waren. Die Legende sagt, daß ein Glasbläser in Lauscha, einer Stadt, die immer noch für ihre Glaskunst und ihren Weihnachtsschmuck bekannt ist,  sich die Äpfel und Nüsse für seinen Baum nicht leisten konnte und sie stattdessen aus Glas machte. Wahr oder nicht, die erste schriftliche Aufzeichnung von Glaskugeln ist in einem Auftragsbuch von 1848.

Heutzutage können sich viele von uns Weihnachten nicht ohne einen Baum vorstellen, mag er groß oder klein, echt oder künstlich sein. Schließlich hat Linus van Pelt uns beigebracht, daß selbst der traurigste kleine Baum nur ein bißchen Liebe braucht ... ;-)
"Ich fand nie, daß er so ein schlechter, kleiner Baum war. Er ist wirklich gar nicht schlecht."

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Oldies but goodies "Schmuck und Weihnachtsschmuck" - Das siebzehnte Türchen


Diese Woche ging es bei der JAC Oldies but Goodies Challenge um Christbaumschmuck. Ja, wir sind immer noch ein Schmuckforum, aber habt ihr schon mal bemerkt, wie hübsch so mancher Schmuck in einem Baum aussehen würde?
Die Herausforderung war es also, etwas zu finden, das sowohl getragen als auch im Baum gut aussieht. Den ganzen Thread könnt ihr hier finden, vielleicht wird es euch überraschen, wie unterschiedlich die gewählten Stücke sind.
Wie immer gibt es hier ein kleines Schnupperbild.


1 Violetmoon's Corner
2 MC Stoneworks
3 Jewelry Art by Dawn
4 The Crafty Chimp
5 Cat's Wire

Dienstag, 16. Dezember 2014

Frohes Chanukka - Das sechzehnte Türchen



Heute werden wir uns einen Tag von Weihnachten freinehmen. Stattdessen möchte ich meinen jüdischen Freunden ein Frohes Chanukka wünschen.

Chanukka, auch als Lichterfest bekannt, beginnt am 25. Tag des hebräischen Kalendermonats Kislew und dauert acht Tage lang. Dieses Jahr ist das von Sonnenuntergang am 16. Dezember bis zum Einbruch der Nacht am 24. Dezember.
Es erinnert an die Rebellion der Makkabäer gegen das Reich von Antiochus IV. Als die Makkabäer den Heiligen Tempel in Jerusalem von ihren Unterdrückern zurückeroberten, geschah ein Wunder. Obwohl die Kämpfer nur genug Öl fanden, um damit die Lampe im Tempel einen Tag lang brennen zu lassen, reichte das Öl für acht Tage.

Es gibt fünf Traditionen an Chanukka.
Da ist einmal das Anzünden der Menorah, einem Leuchter mit neun Kerzen. Am ersten Tag wird eine Kerze entzündet, zwei am zweiten Tag und so fort. Eine der neun Kerzen, die Shamash, wird höher oder tiefer gesetzt als die anderen und wird dazu benutzt, die anderen Kerzen zu entzünden.
Chanukka hat seine eigenen besonderen Lieder, die mit der Familie gesungen werden.
Traditionelles Essen während des Fests ist ölig, um das Wunder im Tempel zu ehren, wie Latkes (Kartoffelpfannkuchen) und Sufganyot (runde Krapfen mit Marmelade).
Es ist üblich, mit Dreidels oder Kreiseln zu spielen. Jede Seite des Kreisels trägt einen hebräischen Buchstaben.
Es gibt auch noch den Brauch, Chanukka Gelt zu geben, das entweder aus echten Münzen oder Münzen aus Schokolade besteht.

Versteht das nicht falsch, ich weiß nicht viel über Chanukka und mußte etwas nachforschen, aber genauso wußte ich auch nicht viel über andere Themen in diesem Adventskalender. Wenn ich etwas Falsches geschrieben habt, vergebt mir bitte und sagt mir Bescheid. Mir ist auch klar, daß dieser Post nur an der Oberfläche kratzt.

Sonntag, 14. Dezember 2014

Zitat der Woche - Das vierzehnte Türchen


Erinnert ihr euch, wie ihr ein Kind wart und etwas wirklich unbedingt zu Weihnachten haben wolltet? Ihr habt euch vorgestellt, wie es wäre, es in der Hand zu halten, damit zu spielen, es zu lesen oder anschauen oder zu tun, was man eben damit tun konnte. Ihr wart praktisch schon fast am Ziel. Ihr hattet euren Wunsch geäußert und daran zu zweifeln hätte bedeutet, einen Fluch darüber zu legen.

Ralphie, unser Held, möchte etwas. Er hat Tagträume darüber und er arbeitet sogar einen cleveren Plan aus, die Aufmerksamkeit auf seinen Wunsch zu lenken, um sicherzustellen, daß sich seine Träume erfüllen.

Ralphie als Erwachsener (Erzähler): In der Zwischenzeit bemühte ich mich um genau den richtigen Hinweis auf ein Luftgewehr. Er mußte solide und doch subtil sein.
Ralphie: Flick sagt, daß er ein paar Grizzlybären in der Nähe von Pulaskis Süßwarenladen gesehen hat.
Jeder starrt ihn an.
Ralphie als Erwachsener: Sie sahen mich an, als ob Hummer aus meinen Ohren krabbelten. Ich konnte sehen, daß ich in unmittelbarer Gefahr war, mein Blatt zu überreizen. Beiläufig änderte ich meine Taktik.


Wird es klappen? Wird Ralphie am Weihnachtstag ein Luftgewehr in den Händen halten? Findet es selbst heraus.

Fröhliche Weihnachten, USA/Canada, 1983

P.S. Da dieser Film unglaublicherweise immer noch nicht auf Deutsch herausgekommen ist, ist dies eine eigene Übersetzung.

Samstag, 13. Dezember 2014

Santa Baby - Das dreizehnte Türchen


 
Ich bin immer ein Fan von Eartha Kitts "Santa Baby" gewesen, obwohl ich nicht so ganz mit allem auf ihrer Liste einverstanden bin ....

   

.... aber ich wußte noch nicht, daß sie im Jahr darauf eine Fortsetzung aufnahm, in der sie über das, was sie im Jahr zuvor bekommen hat, sang! Wußtet ihr das? Viel Spaß!


 

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Die zwölf Weihnachtstage - Das elfte Türchen

 
Die Zwölf Weihnachtstage, auch die Zwölften, umspannen im christlichen Kalender den Zeitraum vom Weihnachtsabend (25. Dezember) bis zum Morgen des 6. Januar (Epiphanie) und waren in ländlichen Gegenden häufig mit Bräuchen und Sagen verbunden.
Das sagt Wikipedia mir. Hier ist ein Link mit mehr Information.

Wenn ich von zwölf Weihnachtstagen höre, denke ich an das populäre englische Lied "Twelve Days of Christmas", und wenn ich an das populäre Lied denke, denke ich an eine meiner allerliebsten Disney-Weihnachtsgeschichten je. Ich war immer ein großer Fan der alten Donald Duck und Dagobert Duck Weihnachtsgeschichten. In einem Jahr - 1988, um genau zu sein - hatte mein kleiner Bruder ein besonderes Geschenk für mich. Er schnitt Weihnachtsgeschichten aus meinen Micky-Maus-Heften und steckte sie zusammen in einen Hefter. Während ein Teil von mir sich bei dem Gedanken immer noch krümmt, zieht der andere Teil diesen Hefter jedes Jahr wieder gern zu Weihnachten heraus. Es ist eine meiner ganz persönlichen Traditionen. Die Geschichte, die ich oben erwähnt habe, ist jedoch nicht in diesem Hefter. Das bedeutet, ihr werdet mich für ein paar Stunden entschuldigen müssen, während ich meine (nicht so kleine) Sammlung von Donald-Duck-Comics durchgehe. Hier ist etwas für euch zum Anschauen, während ich weg bin.

    

Ich bin zurück!
Okay, die Geschichte geht also folgendermaßen.
Nach einem erfrischenden Bad in seinem Geld, um ihn auf die Schrecken der Weihnachtsgeschenke vorzubereiten, macht Dagobert Duck seine Liste ... ein Golfball für Donald, je eine Murmel für Tick, Trick und Track, eine Haarklammer für Daisy und ein Druckknopf für seine Schwester. 
Da Donald sich Dagoberts Geiz bewußt ist, hat er einen Plan. Er besorgt sich einen Hypnotisator und steckt ein Bild von sich selber hinein. 
Unglücklicherweise vertauschen die Neffen dieses Bild aus Versehen mit dem Bild des Hundes, der Donald auf der Hundeausstellung gebissen hat und der zufällig der Hund von Dagoberts Nachbarin ist. Als Donald also Dagobert hypnotisiert, überzeugt er ihn davon, nicht ihn, sondern den Hund großzügig zu beschenken.
Dagobert beschließt, daß eine solch edle Kreatur ein besonderes Geschenk verdient, und als er zufällig auf einer Weihnachtskarte auf das Lied "The Twelve Days of Christmas" stößt,  ist er wild entschlossen.
Donald beobachtet Dagoberts Vorbereitungen und ist schockiert bei dem Gedanken, daß er 12 trommelnde Trommler, 11 pfeifende Pfeifer, 10 frohlockende Herren, 9 tanzende Damen, 8 melkende Maiden, 7 schwimmende Schwäne, 6 grasende Gänse, 5 goldene Ringe, 4 sprechende Vögel, 3 französische Hühner, 2 turtelnde Täubchen und ein Rebhuhn auf einem Birnbaum geschenkt bekommen soll. Das sind ein Haufen Mäuler zu stopfen!
Um die Liste von hungrigen Mäulern zu minimieren bringt er seine Neffen dazu, sich als die 3 französischen Hühner zu verkleiden, während er selber die Rolle des Rebhuhns übernimmt. Als er versucht, die Parade zu sabotieren, wird er an seinen Baum gebunden.
 
Stellt euch seinen Schock vor, als die gesamte Parade nicht zu seinem Haus geht, sondern zu dem von Dagoberts Nachbarin, die so glücklich über den Spaß ist, den ihr Hund hat, daß sie Dagobert zehn Ölquellen überschreibt!
 
Donald selber entkommt knapp der Pfanne, während Dagobert wieder zu Sinnen kommt und versucht zu ergründen, was passiert ist. Als er es nicht herausfindet, kehr er zu seiner Liste zurück ... ein Golfball für Donald, je eine Murmel für Tick, Trick und Track ......

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Oldies but Goodies "Weihnachtsgrün" - Das zehnte Türchen



Heute möchte ich über Weihnachtsfarben sprechen. Wenn ich euch bitten würde, typische Weihnachtsfarben aufzuzählen, würdet ihr wahrscheinlich rot, grün, weiß, silber und gold sagen.
Jedes Jahr gibt es neue Trends. Für 2014 habe ich alles von "aufregend und kühn" in lila, rosa, türkis, rot und smaragdgrün bis hin zu "ruhig" wie einen weißen Baum, in Pastellfarben geschmückt, gefunden.
Es ist komisch. Mein Baum war lange Zeit silber und blau, einfach weil mir die Farbkombination gefiel, hätte mich aber jemand nach Weihnachtsfarben gefragt, hätte ich zweifelsohne rot und grün gesagt.
Es scheint als könnten Trends das nicht wirklich aus unserem Köpfen vertreiben, aber weshalb?

Immergrün ist im Winter schon immer wichtig für die Menschen gewesen. Sie benutzten es, um ihre Häuser damit zu schmücken, damit es diese aufhellte, und um sie daran zu erinnern, daß es im Frühling neues Grün geben würde. Das ist der Grund dafür, daß wir mit Weihnachten ein dunkles Grün verbinden statt zum Beispiel einem Apfelgrün.

Rot steht in erster Stelle für Jesus' Blut. In mittelalterlichen Zeiten gab es Aufführungen, in denen die Geschichte von Adam und Eva erzählt wurde. Kiefern wurden aufgestellt und mit roten Äpfeln geschmückt. Die Beeren der Stechpalme sind rot. Bischöfe trugen rot.

Weiß wird oft mit Unschuld, Frieden und Reinheit in Verbindung gebracht, aber auch mit Winter und Schnee.

Gold war eines der Geschenke, die die drei Weisen Jesus brachten, als er geboren wurde, und ein goldener Stern führte sie dorthin.

Silber glänzt noch mehr als gold, ist aber keine so warme Farbe. Ich schätze, der Grund dafür, daß es eine Weihnachtsfarbe ist, ist, daß es oft neben oder anstatt von gold genutzt wird.

Heute jedoch geht es um das dunklere Weihnachtsgrün, da dies das Theme für unsere JAC Oldies but Goodies Challenge war, die ihr hier finden könnt. Die Stücke mußten nicht zwangsläufig weihnachtlich in ihrem Design sein und natürlich gibt es auch verschiedene Art von Grün.


 1 MC Stoneworks
2 Violetmoon's Corner
3 RioRita
4 Cat's Wire
5 Jewelry Art by Dawn
6 The Crafty Chimp


Dienstag, 9. Dezember 2014

Die Adventskerze - Das neunte Türchen


Wir lernen nie aus.
Wie ihr euch vorstellen könnt, ist der Adventskalender nichts, was ich einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Es muß recherchiert werden, Bilder müssen gemacht werden, dann ist da das tatsächliche Schreiben (mit Ablenkung durch alle möglichen Dinge natürlich), und glaubt nicht, daß es leicht ist, erstmal überhaupt vorher ein Thema auszuwählen!
Als ich so herumsuchte, fand ich dies im englischen Wikipedia. Ich habe es mal für euch übersetzt:
Eine Adventskerze ist eine Kerze, die mit den Dezembertagen bis Heiligabend markiert ist. Sie wird gewöhnlich eher im Haushalt als in der kirchlichen Umgebung gebraucht: an jedem Tag im Dezember wird die Kerze ein wenig mehr abgebrannt, bis hin zur Markierung für den Tag, um das Verstreichen der Tage auf Weihnachten hin zu zeigen [...] Adventkerzen sind traditionell weiß, obwohl andere Weihnachtsfarben populär geworden sind. Der Brauch der Adventskerze scheint in Deutschland entstanden zu sein, wo Kinder traditionell eine kleine Kerze in eine dekorierte Orange stecken. Diese Kerze nennt man "Christingle". Er ist jetzt in einigen anderen europäischen Ländern wie dem Vereinigten Königreich weitverbreitet.

Hä?
Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich Deutsche bin. Erst die Weihnachtsgurke, jetzt das?
Aber wartet nur ab. Ich bin einkaufen gegangen wegen so wichtiger Dinge wie Küchentücher und was erwartete mich da in einem Regal? Eine Adventskerze! Nun ja, eigentlich ein ganzer Haufen davon in hellem und dunklem Rot und weiß.
Ich weiß, daß heute der neunte ist, aber ich wollte sie euch im ungenutzten Glanz zeigen.


Jetzt muß ich etwas über das "Christingle" herausfinden, weil das eine weitere Tradition ist, von der ich noch nie zuvor gehört habe. Deutschland scheint größer zu sein als ich dachte! ;-)

Sonntag, 7. Dezember 2014

Zitat der Woche - Das siebte Türchen


Weihnachtsdeko - ich schätze, wir haben alle eine klare Vorstellung davon, was uns gefällt. Vielleicht nur einen Baum mit ein paar Ornamenten, vielleicht mehrere große und kleine Bäume über das ganze Haus verteilt, den Schlitten des Weihnachtsmanns auf dem Dach, Elfen im Garten, und manchmal ändern sich die Dinge über die Jahre, weil man Kinder hat oder mehr Platz oder weniger Platz oder Katzen.

Frasiers Vater freut sich darauf, seinen Enkel zu sehen, und holt alles an Weihnachtsschmuck heraus, was er finden kann, aber er ist immer noch nicht ganz zufrieden.

Martin: Weißt du, es wird nochmal jemand runter in den Lagerraum gehen müssen. Es fehlt immer noch etwas.
Frasier: Du machst Scherze, Dad. Mein Gott, die Wohnung könnte nicht alberner aussehen.


Martin: Nachdem ich gemerkt hatte, daß diese weißen Haare an seinem Kinn wie ein Bart aussehen, kam der Rest wie von selber!

Frasier, USA, 1993 - 2004

P.S. Da ich die deutsche Version nicht vorliegen habe, handelt es sich hier um eine eigene Übersetzung.

Samstag, 6. Dezember 2014

Nikolaustag - Das sechste Türchen


Heute ist Nikolaustag.
Um den Heiligen Nikolaus ranken sich viele Legenden, aber für uns war, als wir Kinder waren, nur wichtig, daß er etwas für uns im Schuh oder Stiefel zurückließ.
Natürlich ist es noch immer so, daß wir einander kleine (oder größere) Schokoladennikoläuse schenken, auch wenn wir (scheinbar) erwachsen sind.

Zeit für ein paar Erinnerungen!

Da war dieses Mädchen in der Schule, die uns von ihrer "Sammlung" von Schokoladennikoläusen und -osterhasen erzählte. Sie konnte den Gedanken daran, sie zu essen, einfach nicht ertragen, und hatte sie seit Jahren in einem Regal gesammelt.
Ich kann euch nicht sagen warum, aber ich habe selber das gleiche jahreland mit Osterhasen gemacht (irgendwann war ich drüber weg), und ich war nicht mal mehr ein Kind. Ich hatte jedoch keinerlei Skrupel wegen der Nikoläuse!

Dann fiel mir jetzt gerade ein, daß sich, als ich in der Schule war, es muß wohl die 6. Klasse gewesen sein, unser Klassenlehrer tatsächlich als Nikolaus verkleidete. Er nahm ein paar Kinder mit sich in die Stadt, zum Einkaufen und zum Kostümverleih, dann stellten wir für alle kleine Geschenktüten zusammen, mit einer Mandarine, ein paar Süßigkeiten und Nüssen.
Am 6. Dezember, statt Englischunterricht, zogen wir die Vorhänge zu, zündeten Kerzen an und sangen Weihnachtslieder.
(Glaubt es oder nicht, aber bei diesem Klassenlehrer hatten wir sogar ein Klassenlied.)

Natürlich sind die Kinder hier heutzutage manchmal ein bißchen verwirrt. Ist es der Heilige Nikolaus oder Santa Claus?
Stellen wir das ein für allemal klar.
Es ist natürlich Santa Greebo!


Freitag, 5. Dezember 2014

Herausforderung Backen - Das fünfte Türchen


Herausforderung, fragt ihr euch jetzt vielleicht? Sehen wir den Dingen ins Auge, obwohl in der Linie meiner Großmutter väterlicherseits Bäckergene sind, bin ich nicht diejenige, die sie geerbt hat. Ich habe vor Jahren mit dem Backen aufgehört, nicht weil, was ich gemacht habe, so schrecklich oder nicht eßbar war, sondern weil es jedesmal eine Herausforderung war.
Ich hoffe, ihr wißt es zu schätzen, was ich hier für euch durchmache!
Dieses Rezept ist aus dem Gas-Koch- und Backrezeptkalender. Ihr habt diesen Kalender schon früher kennengelernt, in der Ausgabe von 1952 und 1958.

Das braucht ihr für die Zimttäfelchen
150 g Margarine (oder Butter)
120 g Zucker (ich würde jedoch weniger empfehlen)
1 oder 2 Eier (das Rezept verlangt nach einem, aber mein Teig verlangte unmißverständlich nach zweien)
2 1/2 TL Zimt
1/2 TL Kardamom
1 Prise Salz
175 g Mehl

Die Margarine oder Butter schaumig schlagen.
Zucker, Ei und Gewürze hinzufügen und schlagen, bis sich der Zucker aufgelöst hat.


Gesiebtes Mehl hinzufügen.


Kopf (vorzugsweise den eigenen) auf die Arbeitsplatte hauen, wenn man wie ich Streusel bekommt, dann tapfer ein zweites Ei hinzufügen ... und den Teig schlagen, bis er glatt ist.
Sicherstellen, daß man sich die Stellen an der Wand und auf der Platte einprägt, wo kleine Fetzen von Teig hinfliegen, damit man sie sofort wegputzen kann, bevor man Teig auf dem Shirt hat, weil man keine Schürze besitzt.

 
Den Teig sehr dünn auf einem gefetteten Backblech ausstreichen und 20 Minuten lang bei 180° C in der Mitte des Ofens backen.


Aus dem Ofen holen und gleich in Rhombenform oder was auch immer ästhetisch ansprechend ist schneiden.


Mir schmecken die knusprigen Enden am besten, ich hätte wahrscheinlich versuchen können, den Teig noch dünner in die Ecken auszustreichen, und die Täfelchen - naja, mehr Tafeln - sind mir etwas zu süß, aber im ganzen denke ich, ich habe das ganz okay hinbekommen.
Gibt es einen speziellen Siegestanz für miese Bäcker wie mich?


P.S. Als Romantikerin, die ich bin, ziehe ich es vor, im Halbdunkel zu backen (möglicherweise unterstützt durch die Tatsache, daß die Birne in meiner Deckenlampe schon lang tot ist, aber ich mag sowieso die kleinen Lichter unter den Hängeschränken lieber), was auch meinem Teig ein leicht romantisches (damit meine ich dunkles) Aussehen gibt. Ich hoffe, ihr verzeiht mir das.
P.P.S. Einige der Schritte sind nicht genau gleich wie im Rezept, wie ihr wahrscheinlich schon vermutet habt.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Ein Kuß unterm Mistelzweig - Das vierte Türchen


Neulich kam ich heim und fand Misteln an unserer Haustür hängen.
Wir alle kennen die Tradition des Küssens unterm Mistelzweig, aber woher kommt diese Tradition? Tatsächlich gibt es dazu mehr als eine Geschichte.


Für die alten keltischen Druiden waren Misteln heilige Pflanzen mit Heilkräften und hilfreich für die Fruchtbarkeit. Sie schnitten sie mit einer goldenen Sichel, aber sie küßten sich nicht darunter.
Im alten Griechenland wurden sie ebenfalls mit Fruchtbarkeit assoziiert und die Menschen küßten sich während der Saturnalienfeiern darunter oder in Hochzeitszeremonien.
Für Skandinaver waren Misteln eine Friedenspflanze, unter der Waffenstillstände verkündet wurden.
Im 18. Jahrhundert gab es "Kußkugeln", Kugeln aus Mistelzweigen, die mit Bändern, Immergrün und Ornamenten geschmückt waren. Junge Damen, die unter einer solchen Kußkugel standen, konnten einen Kuß nicht ablehnen. Blieb eine Dame ungeküßt, bedeutete das, daß sie im nächsten Jahr nicht heiraten würde, tatsächlich mieden Leute sie sogar und sagten, sie würde wahrscheinlich eine alte Jungfer bleiben.

Meine Lieblingsgeschichte ist die von Frigga, einer nordischen Göttin. Als der Gott Loki ihren Sohn Baldur töten wollte, nahm sie jedem Tier und jeder Pflanze auf der Erde das Versprechen ab, Baldur nicht zu schaden. Die Mistel jedoch, die in Bäumen wächst, vergaß sie. Loki fertigte einen Pfeil aus einem Mistelzweig und brachte den blinden Gott des Winters, Hoder, dazu, Baldur zu erschießen. Die Tränen, die Frigga über ihm vergoß, sollen sie in die weißen Mistelbeeren verwandelt haben.



Als es ihr nach drei Tagen gelang, Baldur ins Leben zurückzuholen, war sie so glücklich, daß sie jeden küßte, der unter dem Baum entlangging, auf dem die Mistel gewachsen war, und bestimmte, daß dem, der unter dem Mistelzweig steht, nicht geschadet werden darf, sondern daß er einen Kuß bekommt.

Ich muß gestehen, daß die englische Tradition, nach jedem Kuß eine Beere vom Mistelzweig zu pflücken, neu für mich war. Wenn alle Beeren weg sind, ist es vorbei mit der Küsserei. Grund genug, einen großen Mistelzweig mit vielen Beeren zu besorgen, richtig?