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Mittwoch, 23. Mai 2018

Noch mehr Tentakel

Ich liebe es, Tentakel zu machen, und dieses Tier ist schon eine ganze Zeitlang auf meiner To-Do-Liste, sogar schon bevor ich mit dem Drahtweben angefangen habe. Ich habe mir überlegt, eines zu häkeln, eines zu stricken, ich habe einmal mit einem Muster für ein aus Perlen gewobenes begonne, aber egal wie sehr ich meine Gehirnzellen anstrengte, es kam doch nichts Überzeugendes dabei heraus, und das Projekt wurde immer wieder zurückgestellt.
Es ist schon eine ziemliche Weile her, daß ich in der Wilhelma war, aber wenn ich sie besuchte, waren die Ohrenquallen im Aquarium immer einer meiner Lieblingsstops. Ich wünschte mir oft, ich hätte einen hohen Stuhl, um mich zu setzen und zu entspannen, indem ich ihnen einfach dabei zusehe, wie sie im Wasser treiben. Es ist beinahe hypnotisierend, und ich weiß, daß auch andere das so sehen.

Nachdem ich an meinen unterschiedlichen Tintenfischen gearbeitet hatte, beschloß ich nun, einfach einmal mit den Tentakeln anzufangen, und vielleicht würde daraus ja dann eine gute Idee entstehen. Und das tat es auch!

Natürlich wußte ich, daß man diesen besonderen, fast ätherischen Look mit Draht nicht nachbilden kann. Draht und ein Cabochon sind soviel substantieller ;-) Stattdessen war die Form hier wichtiger. Nicht daß alle Quallen gleich aussehen, aber ich denke, wenn man Leute bitten würde, eine zu zeichnen, würden sie so ziemlich die gleichen Merkmale haben - einen Körper wie eine umgedrehte Schüssel und Tentakel.
Während ich das Kupfer jedoch normalerweise oxidiere, habe ich es dieses Mal glänzend gelassen, damit die Qualle wenigtens nicht so dunkel ist.

Ich fand genau die richtige Form in meinem Cabochonvorrat (ja, dies ist tatsächlich ein Vorratsfresser, aber ich wollte nicht bis Freitag warten).
Und der größte Spaß daran, Tentakel zu machen, ist, daß sie alle unterschiedlich aussehen können. Lang oder kurz, so oder anders herum gebogen, individuelle Muster (obwohl es nicht viel gibt, was man mit nur zwei Drähten machen kann), und natürlich sind da die Kringel, die ich liebe, was ihr zweifelsohne schon bemerkt habt. Ich konnte mich kaum zurückhalten, aber es gab ja nur einen begrenzten Platz am Cabochon.


Die Kette, die ich hinzufügte, hat Glieder von ungleichmäßiger Größe, weil ich dafür die Drahtstückchen verwendet habe, die von anderen Projekten übriggeblieben sind und darum verschiedene Längen hatten, eine nette Art, sie endlich zu verwenden.


Ich würde gern sagen, daß dies nicht meine letzte Qualle ist, weil ich so furchtbar gern daran gearbeitet habe, aber ich kenne mich selber zu gut, und meine Liste, die sich dauernd ändert. Andererseits - Tentakel!! :-D

Samstag, 25. August 2012

Samstagnachtgedanken

Oh schau, ein Vogel! Oh schau, ein funkelnder Stein! Oh schau!
Ja, ich lasse mich gern mal ablenken. Manchmal mache ich mir Gedanken über mein Gehirn. Mit meinem Gehirn. Wow, das ist irgendwie schräg. Ups, ich schweife ab. Es ist ja nicht so, daß ich mich gar nicht auf etwas konzentrieren kann, es kommt nur sehr darauf an, was das ist, worauf ich mich konzentriere. Mein Gehirn rattert, tickt, meine Gedanken springen hin und her.
Das Schöne an Perlen ist, daß es das bei ihnen auch darf. Außer wenn ich an einem Auftragsstück arbeite, darf mein Gehirn wandern, wie es mag, wenn ich kreativ bin. Solange es nur in meinem Kopf wandert.
Es kann passieren, daß Dinge in der überwältigenden Masse an Ideen (ich sage ja nicht, daß sie alle gut sind) untergehen, weshalb viele Leute ein Notizbuch dabei haben oder welche auf ihren verschiedenen Tischen verteilen. Ich nicht. Ich habe schon Notizbücher, aber ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal eine Designidee hineingeschrieben habe.

Erinnert ihr euch an Mabel, meine Muse? Schon eine ganze Weile macht sie jetzt Überstunden. Sie schickt mich vom Webrahmen zurück zum Häkelhaken, und in letzter Zeit hat sie des öfteren das Wort "Fimo" in einem Huster versteckt. Es sind da ein paar Ideen, Fimo-Elemente in Stücke einzuarbeiten. Vielleicht sollte ich sie in ein Notizbuch schreiben ...

Ich zeige euch mal ein paar meiner letzten Stücke, damit ihr es besser versteht. Ich weiß, ich habe schon lang nicht mehr viel gezeigt, aber keine Sorge, ich werde euch jetzt nicht mit Bildern zuspammen, ich werde nur versuchen, die Hüpfer und Sprünge, die meine Gehirnzellen machen, zu illustrieren. Offensichtlich sind sie im Sport viel besser als ich, sie hätten bei der Olympiade mitmachen sollen ;-)

Das Stricken mit Draht ist immer noch ein großes Thema. Da es noch eine relativ neue Technik für mich ist, verglichen mit dem Häkeln jedenfalls,  genieße ich es, zu spielen und auszuprobieren, was ich so machen kann. Schläuche, flache Stück, Schichten, mit Perlen, ohne Perlen, Fassungen für Cabochons, ich bezweifle, daß ich schon am Ende der Straße angekommen bin.
Heute hatte ich Fäden auf den Webrahmen gezogen, als mir auf meinem Nachttisch dieser seltsam geformte Stein unterkam. Er liegt schon seit ein paar Monaten dort, weil ich auf eine großartige Idee hoffte. Plötzlich sprang es mich regelrecht an, woran er mich erinnerte. Eine Drahtstrickfassung und fünf gehäkelte Zehen später hatte ich das hier - einen Fuß.


Diese Kette zeigt eine von Deronda O'Neill's wunderschönen Lampworkperlen. Ich schwöre, ich sitze schon ewig darauf - metaphorisch gesprochen - und liebkose sie, und endlich "passierte" ein Design dafür. Der Anhänger war nicht so geplant, darum sage ich auch, das Design "passierte". Ich versuchte etwas mit einem Drahtstrickschlauchring (das ist kein Fachterminus), und das kam dabei heraus. Eine mit Perlen gefüllte "Kette" dazu war obligatorisch. Die Perlen können sich in der Kette bewegen.


Noch ein aus Draht gestricktes Stück mit einer Implosionsperle von Deronda ist dieses, in Feinsilber. Ist es nicht toll, wie anders es aussieht als die anderen Stücke?


Während es sich nicht um eine meiner Lieblingsfolgen von Akte X handelt, ist "Teso dos Bichos" daran schuld, daß ich buchstäblich von einer Sekunde auf die andere ein Projekt von mir warf, weil ich den Drang hatte, eine schwarze Katze zu machen. Sie ist noch nicht fertig, es soll noch eine Kette daran befestigt werden, aber hey ... es gibt soviel zu tun. Oh schaut, ein Kaninchen! Naja, nicht wirklich, was auch gut ist, denn das würde ja bedeuten, daß Buster aus seinem Zimmer ausgebrochen ist.


Wenn ihr denkt, daß ich das Häkeln mit Draht schon ganz vergessen habe, habt ihr unrecht. Hier ist eine kleine Vorschau auf ein Armband im Drahthäkel- und -strickmix, die "Türkisschildkröte". Man sieht es hier nicht so genau, aber es sieht wirklich aus wie ein Schildkrötenpanzer. Wie so oft bei meinen Armbändern oder Kette fehlt noch der Verschluß, aber nicht weil ich zu faul bin, sondern weil ich mich noch nicht für eine Sorte entschieden habe.


Und dann ist da natürlich noch das Weben. Ich habe noch immer nicht alle für die Tierparktombola im Oktober fertiggemacht, aber ich bin jetzt immerhin bei sechs. Ich zeige euch ein Bild von allen zusammen, wenn ich damit fertig bin.
Schaut euch stattdessen erstmal meine Regenwolke an. Ich fürchte, wenn ich damit den Regen kontrollieren will, werde ich es irgendwo in einer Höhle oder einem Wald opfern müssen, aber dafür hat es zu lang gedauert, es fertigzumachen. Das ist nun tatsächlich auch schon im Zibbet-Shop erhältlich - hier.



Das folgende ist ein Armband, mit dem ich viel Spaß hatte, und ich liebe wirklich den Look der galvanisierten Rocailles (ich stehe so auf galvanisierte Perlen) auf den dunkelblauen Perlen mit Regenbogenlüster. Nur die Basis ist gewebt, die Schlaufen sind in Ziegelsteinstich gemacht.


Ist es überhaupt ein Armband? Wer weiß ... ich dachte erst, ich wäre albern, als ich spontan diese Bilder machte, aber oh schaut, eine neue Idee! "Leider" gab mir eine Freundin - danke, Toni - noch eine Idee gratis dazu. Ich werde mehr Zeit oder mehr Hände oder ein Wunder brauchen.
Ratet mal. Auf meinem Webrahmen ist schon ein neues Projekt.



Tja, ich habe noch mehr Neuigkeiten, aber das hebe ich mir für ein anderes Mal auf, ich möchte euch nicht überanstrengen!

Mittwoch, 23. Mai 2012

In der Hitze der Nacht

Ich wünschte, ich würde einfach nur über den Film mit Sidney Poitier reden (und könnte euch gleich noch die witzige Familiengeschichte erzählen, die ich damit verbinde), aber tatsächlich ist es /(&$$%$&$ heiß hier und ich kann nicht schlafen.
Stattdessen ging ich meine UFO-Tüte durch, die ich nach dem Organisieren meines Perlenvorrats zusammengestellt hatte, und fand eins meiner gestrickten Drahtarmbänder, an dem nur ein Verschluß fehlte.
Als ich die Schublade der Vorratsbox mit den Verschlüssen öffnete, fielen mir die großen Blätter in die Hände, nicht jedermanns Sache an einem Armband wegen ihrer Größe, aber was wenn ... ich könnte doch ... da war die Kette ... das sieht nicht so schlecht aus, aber vielleicht die andere ...

Das ist das, was ich schließlich hatte. Nicht zu schlecht für ein Brathirn mitten in der Nacht, oder?
Es ist jetzt in meinem Shop erhältlich.


Montag, 23. Mai 2011

Was ist in einem Namen?

"Das, was wir Rose nennen, es duftete als jedes andere Wort genauso süß."
Danke, Mr. Shakespeare.

Tut mir leid, euch jetzt zu enttäuschen, aber diese Rose duftet überhaupt nicht, weil sie aus Fimo ist. Ich habe ein paar Schnitzwerkzeuge bekommen und dies ist eines der ersten Ergebnisse. Ich mag keinen grünen Daumen haben, aber es kann nicht passieren, daß ich diese Rose zuviel oder zu wenig gieße. Schön, nicht?

Das andere, was ich an dieser Kette mag, ist die Art, wie die Häkelbänder in der Mitte angesetzt sind. Die Idee kam mir plötzlich und ich denke, ich bin da wirklich auf etwas für andere große Mittelstücke gestoßen. Mein Gehirn arbeitet schon ....

Summer scent

Übrigens, diese Kette wurde für die Herausforderung der Polymer Clay Smooshers gemacht, die diesmal das Thema "Fusion" (von Materialien und/oder Techniken) hat.

Freitag, 29. April 2011

Urlaubsupdate

Tja, ja ... ich wußte, es würde nicht klappen. Ich habe noch immer nicht die Mails geschrieben, zwei der Stücke für die Herausforderungen sind noch nicht fertig, aber zu meiner Verteidigung muß ich sagen, daß ich länger als einen Tag nicht daheim war.
Ich war bei einer, sagen wir mal, Art privatem Filmfestival. Wer weiß, vielleicht taucht irgendwann das eine oder andere Zitat auf.
Das heißt nicht, daß ich gar nichts fertiggekriegt habe.
Schauen wir mal.
- ein Stück für die Herausforderungen fertig, eines fast fertig, das letzte vorbereitet (nicht sicher, ob das noch klappen wird), Wäsche fertig und Truhe ausgeräumt
- Füße gründlich hochgelegt, DVDs im Übermaß angeschaut
- "Social Media" und Mails ... ähm ... *hust hust* ihr versteht schon
- Lebensmitteleinkauf erledigt, aber nicht von mir, Bücherstapel ein bißchen verkleinert
- Spielen mit Katzen erledigt, Fotos nicht wirklich
- Fimo ist immer noch auf meiner List, aber die Anrufe bei Freunden und Familie sind abgehakt
- Familie besuchen ... erledigt
- ich habe nicht wirklich daran geglaubt, daß ich einen Brief von Hand schreibe. Das ist gut, weil ich es nämlich nicht getan habe
- Onlinespiele ... nö ... Nickerchen eins, heute
- Entspannung ... ohja, es war eine sehr entspannende Woche. Kann ich jetzt noch eine haben?

Und ich habe geträumt, nicht von meiner To-Do-Liste, aber daß jemand, der ungenannt bleiben soll, Ponder im Geschäft in einem Einkaufswagen herumgeschoben hat. Ich träume seltsam.

Wenn ihr einen Beweis für etwas sehen wollt, das ich getan habe, hier ist er - ja, ich bin immer noch von Derondas wunderschönen Lampworkperlen besessen.
Diese Kette läßt man an das Bildnis von Frühling auf dem Land denken.
Sie ist jetzt in meinem ArtFire-Studio.



Montag, 28. März 2011

Der Pelikan

Laßt mich zunächst sagen, daß mich dieser Post zugleich schrecklich traurig und stolz macht.
Am 20. April des letzten Jahres explodierte BP's Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko. Geschätzte 205 Millionen Gallonen (ca. 775 Millionen Liter) flossen über die nächsten Monate in den Golf, da verschiedene Versuche, das Auslaufen des Öls zu kontrollieren, scheiterten. Nicht vor dem 19. September wurde die Quelle für "tot" erklärt.

"Tot" ist ein gutes Stichwort. Eine so große Katastrophe wirkt sich auf die gesamte Natur aus, das Meer, die Strände, die wildlebenden Tiere, die Gesundheit und die Lebensgrundlage der Menschen.
Momentan scheint die Welt alle paar Wochen von einer neuen Katastrophe getroffen zu werden, Erdbeben, Tsunamis, Überflutungen. Manchmal kommt es mir so vor, als könnten wir nur immer mit einer gleichzeitig umgehen. Das Erdbeben in Haiti, die Ölpest, die Überflutungen in Pakistan, nun starren wir alle hinüber nach Japan, denken an die Menschen dort ... und seien wir ehrlich, an uns selber, aus Angst, wie die Strahlung uns betreffen könnte.
Warum also habe ich die Ölpest für diesen Post ausgesucht?

Eine liebe Freundin von mir ist Künsterlin. Ihr habt schon zuvor von ihr gehört, in meinem Tribut an Merlin auf meinem englischen Blog (da gab es die deutsche Version noch nicht). Ihr Name ist Dawn und sie macht die schönsten Miniaturbilder für Schmuck (und anderes).
Dieses Projekt ist jedoch etwas ganz Besonderes. Es soll an die Ölkatastrophe und die Auswirkung, die sie auf die Golfregion hatte, ja, noch hat, erinnern. Es gibt eine Verlosung und der Erlös geht an die Audubon Society, welche eine Organisation ist, die eine große Rolle bei der Rettung, Säuberung und Rücksetzung von Seevögeln spielt.
Verlost wird diese Halskette, die einen braunen Pelikan zeigt, den offiziellen Vogel von Louisiana.
Ich möchte nicht viel über die folgenden Bilder sagen, aber ich hoffe, sie sprechen euer Herz genauso an wie das meine.





 

Danke, Dawn, ich bin stolz, dich meine Freundin zu nennen.

Wenn ihr mehr Informationen über die Verlosung wollt, könnt ihr mich unter cat@catswire.com erreichen.

Freitag, 25. März 2011

Mayasonne

Ich habe gemerkt, daß ich, wenn ich genug Pausen mache, wieder an neuen Stücken arbeiten kann.
Die Herausforderung des Starving Artists Teams diesen Monat war es, etwas in einer Goldfarbe zu machen, egal ob das Gold im Metal, den Perlen oder den Steinen war.
Da ich nicht wirklich eine Idee hatte und es auch noch nicht übertreiben wollte, dachte ich, ich würde einfach eine Fassung um einen hübschen glitzernden Strandkiesel machen und etwas Fancy Jaspis hinzufügen. Ich nehme an, das hätte ein nettes organisches Ergebnis gehabt.
Es sollte jedoch nicht geschehen, da ab einem gewissen Punkt während des Prozesses die Fassung zu einer Scheibe mit einem Loch in der Mitte wurde. Ich hatte gerade genug Jaspiswürfelchen, um es einmal um die Scheibe herum zu schaffen, aber was in die Mitte tun? Ein paar Dinge fielen mir ein, aber ich werde sie für mich behalten, um sie auf meine Liste der Ideen für die Zukunft zu setzen.
Ich beschloß, die beste Wahl wäre ein rot/brauner Nugget. Er hatte die richtige Größe und die Farbe paßte zu der Maya-Vision, die ich plötzlich hatte.
Ok, wenn ich es jetzt so anschaue, bringt es mich zum Nachdenken, ob ich eine Art Kristall hätte verwenden sollen, um an den "Jäger des verlorenen Schatzes" zu erinnern ;-)
Noch eine Idee für meine Liste?

Mayan sun

Montag, 31. Januar 2011

Frühjahrsputz

Es ist noch nicht Frühling und ich putze auch nicht meine Wohnung, wie ihr jetzt vielleicht denkt.
Der Hausputz, den ich machen möchte, ist in meinem Inventar. Ich habe das Gefühl, da gibt es ein paar ältere Stücke, die ein wenig Verjüngung vertragen könnten. Ich bin im Moment nicht sicher, wie weit das gehen wird, es kommt sehr darauf, was Mabel dazu sagt.

Habe ich euch jemals erzählt, daß sie sich gern in Schubladen und kleinen Tüten versteckt, auf Drahtspulen und in Schachteln? Ich muß es zugeben, manchmal bin ich nicht sehr organisiert.
Heute fand ich also ein Tütchen, das nichts enthielt außer einer Drahtspule mit etwas neunkarätigem Gold, daß ich mir vor Monaten besorgt habe, um zu schauen, ob es für Häkeleien geeignet ist (ist es nicht ....) - mit ein paar facettierten Granaten darauf! Ich erinnere mich, daß ich damals dachte, wie Gold und dieses Rot perfekt zusammenpassen würden, dann ließ ich mich davon entmutigen, daß der Draht ständig brach und packte ihn weg, nur um ihn zu vergessen. Wie meine Großmutter zu sagen pflegte "Das Haus verliert nichts".

Einer der Patienten auf meiner Verjüngungsliste war eine Kordel, mit der Strickliesel aus dunkelrotem Band gemacht. Rote Granate ... rotes Band ... hm ... was ist mit dem Tigeraugestein, der immer noch hier rumliegt. Rot und dunkel ... dunkle Stimmung ... ein dunkler Anhänger auf milchig-weißer Haut (dabei dachte ich an meinen zweiten Puppenkopf, Lilith) ... kein Silber ... brünierter Draht! Wie ihr sehen könnt, war Mabel hier schwer am Werkeln, was keine leichte Aufgabe war, da mein Kopf derzeit nicht das beste Werkzeug ist.

Hier ist nun das Ergebnis - die "Lady Jean"-Kette, jetzt in meinem ArtFire-Studio.


Dienstag, 14. September 2010

Häßliche Perlen - eine Herausforderung, Teil 3


Ich bin immer noch nicht fertig mit den "häßlichen" Perlen aus unserer SJA-Herausforderung.
Es gibt bisher noch keine Idee für die Matrioschkas, jedenfalls keine, die mir wirklich zusagt, aber ich habe heute Teil Nummer 2 für die Vasenperlen fertiggemacht.
Die Tatsache, daß diese Perlen so schwer sind, brachten mich darauf, daß sie gut an einem Lariat oder etwas Ähnlichem funktionieren würden, und das ist, worauf ich schließlich gekommen bin.


Ich häkelte einen sehr schmalen Schlauch aus braunem Kupferdraht, um den allgemein erdigen Look zu bewahren. An jedem End befestigte ich eine Vasenperle. Einfach so sah es etwas langweilig aus, also fügte ich ein paar Riverstone-Perlen hinzu und für "den Tropfen Wasser" ein paar klare Würfelperlen mit abgerundeten Ecken und Regenbogenschimmer.
Es gibt keinen Verschluß, man knotet die Kette einfach ein oder zwei Mal oder macht einen Knoten mit beiden Enden. Man kann die Enden auf der gleichen Höhe lassen oder eins etwas höher als das andere tragen.



Dies ist eine lange Kette. Allein der Schlauch ist 75 cm lang, die Vasenperlen nicht eingerechnet.

Montag, 13. September 2010

Herausforderungen

Ich mag Herausforderungen. Kreative Herausforderungen, meine ich. Die andere Sorte, hm, das kommt auf meine Stimmung an und wie es mir momentan geht. Dabei denke ich neues System bei der Arbeit oder meinen Haushalt organisieren, mit solchen Herausforderungen kämpfe ich wirklich.
Aber die kreativen Herausforderungen sind gut für mich. Oft genug überrasche ich mich selber, nicht notwendigerweise weil ich den Heiligen Gral aus Kupferdraht gehäkelt habe (hm, das wäre doch mal was ....) oder weil ich Michelangelos David in Fimo kopiert habe, sondern wegen der Umwege, die meine Kreativität gerne nimmt.

Ich habe mal einen Fernsehbericht über Picasso gesehen. Er malte live, auf Glas. Ich bin kein Fan von Picasso, aber ich liebte es, dem Prozess zuzusehen. Wo gerade noch ein Hahn war, war auf einmal etwas ganz anderes. Ich erinnere mich nicht mehr, was es war, aber ich sehe immer noch diesen Hahn vor mir. Leider kam es nie als Wiederholung oder wenn doch, dann habe ich es verpaßt. Ich hätte es gern noch einmal gesehen, vorbereiteter darauf, richtig aufmerksam zu sein.


Denkt nicht, daß ich jetzt versuche, mich mit Picasso zu vergleichen, aber was ich versuche zu sagen ist, daß es für viele von uns vermutlich das gleiche ist. Wir beginnen etwas und plötzlich sagt unsere Muse uns, wir sollen rechts gehen statt links.
Letztes Wochenende begann ich an noch einem Stück für die Häßliche-Perlen-Herausforderung zu arbeiten.
Ich bin entschlossen, all diese Perlen zu verbrauchen, und ich sah es vor mir, aber dann brach ich den Draht ab. Das wäre nun kein echtes Problem gewesen, ich hätte es leicht reparieren können, aber ganz plötzlich war da diese andere Idee, die perfekt für die Herausforderung "Ernte" von Handmade in Europe war. Natürlich hätte ich das andere Stück auch erst fertigmachen können, aber manchmal funktioniert es einfach nicht so.

Ich präsentiere "Candy Apple", ein Unikat mit der braunen "Ast"kette und dem Apfelanhänger, inklusive einen goldigen kleinen Wurm, der übrigens die Idee des Langen war :-D


Montag, 28. Juni 2010

Wild entschlossen

Diesmal bin ich wild entschlossen. Ich werde kein Material kaufen - was bedeutet, daß ich die Zubehörseiten vermeiden muß, weil sie in mir diesen seltsamen Drang aufsteigen lassen, dem ich nicht widerstehen kann, und dann merke ich, daß ich, ohne es überhaupt zu wollen, noch einen Cabochon gekauft habe oder ... ups, sorry, ich schweife ab. Nochmal. Ich werde kein Material kaufen UND ich werde die Stücke listen, die ich noch umherliegen habe, entweder weil ich noch nicht dazu gekommen bin, Bilder zu machen und weil das kleine Etwas noch nicht richtig daran ist.

Samstagabend habe ich angefangen. Zwei Stücke, die geduldig auf meinem Tisch warteten, haben es endlich in meine Shops geschafft.
Eins davon hat sich, seit ich damit angefangen hatte, etwas verändert. Ich beschloß, die Häkelscheiben und die Glasperlen auf ein Wildlederband zu ziehen anstatt auf den versilberten Kupferdraht, auf dem ich sie zuerst hatte. Irgendwie fühlte es sich um den Hals herum besser an. Ich ließ das Band lang genug, um auswählen zu können, ob man die Kette lieber lang oder kurz trägt. Ich ziehe kurz vor.



Das andere Stück ist ein Trommelstein, ein Karneol, in einer Häkelfassung aus orangefarbenem Draht. Ich war mir nicht sicher, ob das zu leuchtend ist, aber als es neben meinem Phoenix landete (an den ihr euch vielleicht erinnert), kam mir der Gedanke an ein Ei des Feuervogels in den Sinn.


Ich habe selber noch keine Vorstellung, was als nächstes drankommt, aber es gibt da schon noch ein paar Stücke, die nicht gelistet sind. Ich hoffe nur, meine Entschlossenheit hält an .....

Samstag, 5. Juni 2010

Die Regenbogenelfen


Die Idee wurde geboren, als ich ein kleines Plastiktütchen voller Perlensuppe zu sortieren begann. Ich kann mich selber nicht Perlenkünstler nennen, obwohl ich mehr als einmal Rocailles benutzt habe, und wie ahnungslos war ich, als ich beschloß, die Perlensuppe in ihre Zutaten aufzuteilen. Ich machte das nicht alles an einem Tag, es dauerte ein paar Tage, aber schließlich hatte ich all diese netten Plastiktüten, je mit einer Perlenfarbe.
Also was nun?
Ich hielt die Tütchen nebeneinander, dachte über mögliche Farbkombinationen nach und schon fand ich mich dabei, wie ich Rocailles zusammenwarf. Ich nehme an, ich hätte früher darüber nachdenken sollen, es hätte mir einige Zeit erspart.
Die erste Kette war im Blau und Grün des Ozeans und da war sie, die verrückte Idee, viele davon in verschiedenen Farbkombinationen zu machen - die Ketten für die Regenbogenelfen.


Die Regenbogenelfen haben ihren Club in einem Baumhaus auf dem höchsten Baum, den man finden kann. Bei Eintritt bekam jede von ihnen ihre besondere Kette in ihren eigenen besonderen Farben, wie ihr auf diesem Bild sehen könnt. Ich bin sicher, über die Zeit werden sie neue Mitglieder anziehen.


Und dann sind da noch die letzten übriggebliebenen Rocailles in der Tüte, die zu keiner der anderen Farben dazupaßten. Wie wäre es mit einer Elfe der Farbe? ;-)

Sie sind übrigens schon in meinem Zibbet-Shop gelistet, sollen aber auch bald in meinen anderen Shops zu finden sein.

Montag, 8. März 2010

Wißt ihr ...

.... wie schwierig es ist, konzentriert zu bleiben und nicht die Geduld zu verlieren, wenn ein sehr lauter Kater vor einer verschlossenen Tür sitzt?

Als ich anfing, mit Fimo zu arbeiten, wurde die obere Küche tabu für die pelzigen Bewohner dieses Hauses. Da der Pelz dazu neigt, unter der Tür hindurch hereinzukriechen, ist es schwer genug, ihn abzuwehren, ohne eine wilde Jagd um den Tisch herum zu haben, bei der Haare in alle Richtungen fliegen.

Die Tatsache, daß da eine geschlossene Tür ist, ist besonders hart für Ponder und Esme. Es beginnt mit einem sanften Laut, der sich ziemlich schnell in ein Jodeln -"da hab ich was, da hab ich mein Jodeldiplom", haha- (Pon) oder wildes Quietschen (Es) verwandelt. Ponder nimmt es sogar noch schwerer als seine Schwester. Sogar wenn er eine Stunde oder länger gar nicht um mich herum war, scheint er zu fühlen, daß ich plötzlich hinter "Der Tür" bin und das läßt er einfach nicht zu.

Stellt euch also vor, wie ich versuche, mit den Händen Fimo zu rollen, während nervenzerfetzendes Jodeln durch die Tür dringt, so laut, daß ich fürchte, die Nachbarn werden mich dafür drankriegen, daß ich meinen Kater quäle. Stellt euch vor, wie ich versuche, Löcher in etwa 40 Perlen zu bohren, während das Jodeln inzwischen von Kratzen an der Tür begleitet wird, um gar nicht mal den Versuch, die Tür hinaufzuklettern, zu erwähnen. Ja, Ponder läuft Türen hinauf und es ist ein unverkennbares Geräusch.
Ich bin schwach und kann das nicht lang ertragen, was der Grund dafür ist, daß ich ein paar Tage gebraucht habe, um alle Perlen zu machen
.
Ich hatte mit dem großen Mittelstück angefangen. Die kleineren sind nicht so klar in ihrem Muster, aber das ist der Grund, warum ein Mittelstück, nun ja, ein Mittelstück ist.



Die Kette ist noch nicht fertig. Ich muß die Perlen noch aufziehen und einen Verschluß anbringen, aber ich war neugierig zu sehen, wie sie rüberkommt.


Und nun habe ich einen schnurrenden schwarzen Kater in meinem Schoß, glücklich, daß ich aus dem geheimnisvollen Zimmer zurückgekommen bin, zurück zu ihm, um ihm zu dienen, in guten und in schlechten Tagen. Boah.

Dienstag, 1. Dezember 2009

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein

Ich spreche von den zwei Ketten, die ich heute auf Zibbet gelistet habe.
Es war eine impulsive Entscheidung, mich bei Zibbet anzumelden, aber nun, da ich dort bin, versuche ich den Shop ein bißchen aufzufüllen, und da ich noch ein paar Sachen herumliegen hatte, die nur aus ihrem Winterschlaf erweckt werden mußten (obwohl er im Sommer und Herbst war, aber das ist ok, ihr wißt, was ich meine), habe ich festgestellt, daß ich den Aufbau mag.

Heute habe ich dieses "alte" Stück aus meinen frühen Tagen gelistet. Die Farben und die Perlen sind so leuchtend und kräftig, daß ich dachte, ein einfaches Design wäe das Beste.
Es ist aus zwei verzirbelten Strängen von gehäkeltem Kupferdraht und die Perlen sind Glas, das mit Farbe und Glitter "gefüllt" ist (na, bin ich nun ein Glasexperte oder was? *lol*)
Es anzuschauen gibt einem ein Gefühl von Sommer, daß jetzt, da die Tage hier sehr dunkel sind, nicht zu schlecht ist.


Die andere Kette ist neu. Als ich diese mattierten brasilianischen Amethyste bekam, haben sie mich sofort an gefrorene Beeren erinnert. Nur haben sie nicht zusammengeklebt.
Verglichen mit der anderen Kette ist dies ein sehr feminines Design. Klassisches Understatement mit einem Kick.


Warum schaut ihr euch nicht meinen Zibbet-Shop an?

Hmmm, diese braunen Tigeraugen auf meinem Schreibtisch .... ich muß doch irgendwo braunen Draht haben .....

Sonntag, 8. November 2009

Meine Muse hat wieder zugeschlagen!

Eigentlich hatte ich sie gestern gar nicht erwartet. Ich arbeitete an einer Kette in einem Stil, den ich schon vorher bei anderen Ketten/Chokern verwendet hatte, nur in Feinsilber und plötzlich schlug sie mir auf den Kopf, hielt ihn fest und schrie: "Schau dir das Muster an!" Was ich nicht gesehen hatte, während ich an drei Ketten und zwei Armreifen gearbeitet hatte, war, daß es wie Schlangenhaut wirkte. Nun weiß ich, daß viele Leute ein Problem mit Schlangen haben und auch ich würde vorziehen, nicht von einer gebissen zu werden, aber ich finde trotzdem, daß sie schöne Tiere sind. Auch eine Freundin, die in dem Moment, in dem ich es bemerkte, zufällig da war, sagte dasselbe. Meine Muse lehnte sich glücklich zurück. Sie denkt, es reicht aus, eine Idee zu haben und überläßt mir, sie zu verwirklichen. Der Kopf war kein so großes Problem, aber da ich schon über den Punkt hinaus war, an dem ich einen Verschluß hätte anbringen können, benötigte ich eine Idee zum Schließen der Kette. Ich "füllte" den Silberschlauch mit einem Draht, der stabil genug ist, die Form zu halten und sich trotzdem etwas biegen läßt, also muß man jetzt nur die Enden ineinanderfügen und voilà!
Sie ist noch nicht in meinem Shop, da ich heute keine Bilder gemacht habe, aber sie wird es bald sein.


Nicht nur meine Geduld war zu dieser Zeit am Boden, sondern auch mein Handgelenk (wir sprechen über fast 10 Stunden in zwei Tagen). Also beschloß ich, es heute etwas leichter anzugehen.
Normal spreche ich auf diesem Blog nicht über's Geschäft und ich werde das jetzt nicht anfangen. Alles, was ich sagen will, ist, daß letzte Woche der Geburtstag meiner Chefin war, sie aber im Urlaub war. Sie meinte,
sie hätte gern ein paar Blumen, also sagte ich meinen Kollegen, ich würde ein kleines Extra zu dem Strauß machen, den sie bekommt. Ich dachte, ein paar Rosen in einem meiner Häkeldrahtkörbchen wären vielleicht nett, also machte ich mich an die Arbeit und hier ist das Ergebnis.



Ich hoffe so, daß sie ihr gefallen! (Und ich hoffe so, daß ich wenigstens die meisten Katzenhaare gefunden habe! Esme lief nur vorbei, ohne das Fimo irgendwie zu berühren und alles war bedeckt, argh.)