Ich entrümpelte Schubladen, als ich den Stein fand. Jaspis vielleicht? Fossile Koralle? Ich habe keine Ahnung, genau wie ich keinen Schimmer habe, woher dieser Stein überhaupt ursprünglich kam. Er war in einer kleinen Blechschachtel mit diesem und jenem Modeschmuck, den ich erkannte, aber der Stein sah für mich überhaupt nicht vertraut aus.
War er ein Geschenk gewesen? Ich kaufe sehr selten gebohrte Steine, und die, die ich habe, waren mir üblicherweise geschenkt worden. Oder hatte ich ihn selber gekauft? Wenn ja, muß das weit vor meinen Schmuckmacherzeiten gewesen sein, weil all die anderen Stücke so alt waren, daß ich einen 80er-Flashback bekam. Vielleicht hatte ich ihn ja als Geschenk für jemanden gekauft?
Was auch immer die Geschichte dazu ist, der Stein war hübsch und verlangte nach gewebtem Draht. Also webte ich ... und nahm es wieder ab ... versuchte eine andere Idee ... schnitt es wieder auseinander ... das erste Mal war nicht symmetrisch genug für meinen Geschmack gewesen, beim zweiten Mal gefiel mir die Idee zwar irgendwie, aber ich fing falsch an und beschloß dann, daß ich an der Idee wohl noch etwas arbeiten mußte.
Beim dritten Mal klappte es dann reibungslos. Weniger Gewebtes, damit der Stein nicht zu sehr abgedeckt wurde, eine größere Öse mit einer Perle als Akzent, und drei baumelnde Perlen für die Bewegung.
Eine einfache Kette schien mir nicht auszureichen, also häkelte ich eine Schlauchkette für den Anhänger und oxidierte dann das gesamte Kupfer.
Und nun bin ich damit zufrieden. Vielleicht sollte ich noch ein paar Schubladen entrümpeln, damit ich mehr Schätze finden kann ;-)
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Freitag, 20. Juli 2018
Dienstag, 25. April 2017
Das andere Hobby
Glaubt es oder nicht, es gab eine Zeit, in der man 1. hier keine Straße überqueren konnte, ohne einen Wolleladen zu sehen, und 2. ich an einem Wolleladen nicht vorbeigehen konnte, ohne wenigstens die Sonderangebote durchzuschauen.
Es waren die 80er und Stricken war sehr en vogue. Ich war selber nie eine Freundin von Wolle gewesen, aber umgeben von Freundinnen, die eifrige Strickerinnen waren - dies waren die Zeiten, als noch die halbe Klasse während der Schulstunden strickten - versuchte ich mich schließlich auch daran.
Mein erster Versuch war frustrierend. Es machten sich nicht nur ein paar Mitschülerinnen lustig über meine Farbauswahl, sondern da war auch noch ein Fehler ganz am Anfang. Diese Kombination reichte mir, ich schmiß das ganze Teil fort.
An der FH fing ich wieder an, und dieses Mal klappt es sehr gut. Ich strickte wie verrückt, hauptsächlich Pullover (ich habe auch noch einen von ihnen und trage ihn von Zeit zu Zeit), für mich selber, für andere als Geschenk und sogar ein paar Auftragsarbeiten.
Ich hatte Stapel von Strickzeitschriften, und, wie oben erwähnt, war ich süchtig nach Wolle, die ich mir leisten konnte. Ich erinnere mich an einen Pullover, dessen Ärmel einen Streifen Grau an einem Ende hatte, weil ich nicht mehr genug Rot hatte. Ein paar Leute machten mir deshalb sogar ein Kompliment, weil sie dachten, es wäre Absicht gewesen.
Und dann gab es noch die Outlets von ein paar Firmen nicht weit von hier. Einer davon war einfach toll. Es gab einen Ladenteil mit regulären Outlet-Regalen. Viel interessanter war der Raum mit den Tüten. Es gab alle möglichen Reste. Kleine Tüten, Mischtüten, riesige Tüten. Sogar ich, die es nie mit Menschenmengen hatte, war mittendrin. Tüten wurden herumgeworfen und immer wieder mal hörte man glückliche Ausrufe. Ah, gute Zeiten. Heute würde ich vermutlich eine Panickattacke bekommen.
Dann hörte ich plötzlich auf und strickte ein paar Jahre lang gar nicht. Es kam immer phasenweise, die letzte Phase war nach einer großen OP, als ich nicht viel schlafen konnte und zu viel Zeit übrig hatte.
Ihr habt vielleicht bemerkt, daß ich kein Häkeln erwähnt habe. Das kommt davon, daß ich nicht häkelte. Ich mochte es schon als Kind in der Grundschule nicht und das änderte sich nicht.
Dann entdeckte ich das Drahthäkeln. Ich kann immer noch nicht erklären, warum Häkeln mit Draht so viel mehr Spaß machte als mit Wolle. Meine Wolle zog sich also wieder einmal in den Winterschlaf zurück, bis ich schließlich die ganze Ladung verschenkte. Ich dachte, die Sucht sei vorüber, und da Stricken allgemein wieder am Verschwinden war, gab es in der Stadt auch ohnehin nur noch einen Wolleladen.
Irgendwann kamen das Stricken und Häkeln jedoch mächtig zurück, und ich ertappte mich wieder dabei, wie ich Wolle anschaute. Ich kaufe aber nicht in dem einen Laden, den ich erwähnt hatte, und ich komme selten ins Kaufhaus, was es einfacher für mich macht zu widerstehen. Jedenfalls meistens ...
Ein Post ist ohne Bilder nutzlos.
Hier ist meine neueste Wollkreation. Nicht nur ist dieser Hut gehäkelt (ich konnte daheim kein Nadelspiel in der richtigen Größe finden), sondern auch in der Waschmaschine gefilzt, da ich zufällig auf ein paar Knäuel "wash and filz it!" Wolle gestoßen war. Ich hatte das noch nie zuvor ausprobiert, hatte keine Ahnung von der Größe, und als ich mit dem Filzen fertig war, überließ ich alles meiner Muse, um daraus etwas zu machen, das ich tatsächlich tragen konnte (soll heißen, ich machte ein bißchen hier was und ein bißchen da was, ohne zu wissen, was ich eigentlich tat) - und es klappte! Das ist bei Mützen und mir nicht immer unbedingt der Fall. Oft genug machen mein großer Kopf und meine Haare Probleme, der Hut wird hinten nach oben und vorne über meine Augen geschoben, was unheimlich nervt.
Meine Muse faltete und nähte, faltete und nähte noch etwas mehr und wählte ein paar blaue Perlen und metallic-AB Rocailles für einen kleinen Akzent hinten. Ihr werdet mir das mit dem Passen aber einfach so glauben müssen. Ich mache keine Selfies, das wißt ihr, und meine Puppe Jo macht einen so viel besseren Job als Mannequin, auch wenn sie etwas begeisterter dreinschauen könnte ;-)
Ich bin stolz - okay, ich gebe zu, daß ich wohl viel Glück hatte, vor allem mit der Größe!
Oh, und ich vergaß zu erwähnen, daß dieser Post Teil des Jewelry Artisans Community Blog Carnival ist. Möchtet ihr wissen, was die anderen Mitglieder so machen außer Schmuck?
Schaut hier hinein!
Jewelry Art by Dawn
Violetmoon's Corner
Es waren die 80er und Stricken war sehr en vogue. Ich war selber nie eine Freundin von Wolle gewesen, aber umgeben von Freundinnen, die eifrige Strickerinnen waren - dies waren die Zeiten, als noch die halbe Klasse während der Schulstunden strickten - versuchte ich mich schließlich auch daran.
Mein erster Versuch war frustrierend. Es machten sich nicht nur ein paar Mitschülerinnen lustig über meine Farbauswahl, sondern da war auch noch ein Fehler ganz am Anfang. Diese Kombination reichte mir, ich schmiß das ganze Teil fort.
An der FH fing ich wieder an, und dieses Mal klappt es sehr gut. Ich strickte wie verrückt, hauptsächlich Pullover (ich habe auch noch einen von ihnen und trage ihn von Zeit zu Zeit), für mich selber, für andere als Geschenk und sogar ein paar Auftragsarbeiten.
Ich hatte Stapel von Strickzeitschriften, und, wie oben erwähnt, war ich süchtig nach Wolle, die ich mir leisten konnte. Ich erinnere mich an einen Pullover, dessen Ärmel einen Streifen Grau an einem Ende hatte, weil ich nicht mehr genug Rot hatte. Ein paar Leute machten mir deshalb sogar ein Kompliment, weil sie dachten, es wäre Absicht gewesen.
Und dann gab es noch die Outlets von ein paar Firmen nicht weit von hier. Einer davon war einfach toll. Es gab einen Ladenteil mit regulären Outlet-Regalen. Viel interessanter war der Raum mit den Tüten. Es gab alle möglichen Reste. Kleine Tüten, Mischtüten, riesige Tüten. Sogar ich, die es nie mit Menschenmengen hatte, war mittendrin. Tüten wurden herumgeworfen und immer wieder mal hörte man glückliche Ausrufe. Ah, gute Zeiten. Heute würde ich vermutlich eine Panickattacke bekommen.
Dann hörte ich plötzlich auf und strickte ein paar Jahre lang gar nicht. Es kam immer phasenweise, die letzte Phase war nach einer großen OP, als ich nicht viel schlafen konnte und zu viel Zeit übrig hatte.
Ihr habt vielleicht bemerkt, daß ich kein Häkeln erwähnt habe. Das kommt davon, daß ich nicht häkelte. Ich mochte es schon als Kind in der Grundschule nicht und das änderte sich nicht.
Dann entdeckte ich das Drahthäkeln. Ich kann immer noch nicht erklären, warum Häkeln mit Draht so viel mehr Spaß machte als mit Wolle. Meine Wolle zog sich also wieder einmal in den Winterschlaf zurück, bis ich schließlich die ganze Ladung verschenkte. Ich dachte, die Sucht sei vorüber, und da Stricken allgemein wieder am Verschwinden war, gab es in der Stadt auch ohnehin nur noch einen Wolleladen.
Irgendwann kamen das Stricken und Häkeln jedoch mächtig zurück, und ich ertappte mich wieder dabei, wie ich Wolle anschaute. Ich kaufe aber nicht in dem einen Laden, den ich erwähnt hatte, und ich komme selten ins Kaufhaus, was es einfacher für mich macht zu widerstehen. Jedenfalls meistens ...
Ein Post ist ohne Bilder nutzlos.
Hier ist meine neueste Wollkreation. Nicht nur ist dieser Hut gehäkelt (ich konnte daheim kein Nadelspiel in der richtigen Größe finden), sondern auch in der Waschmaschine gefilzt, da ich zufällig auf ein paar Knäuel "wash and filz it!" Wolle gestoßen war. Ich hatte das noch nie zuvor ausprobiert, hatte keine Ahnung von der Größe, und als ich mit dem Filzen fertig war, überließ ich alles meiner Muse, um daraus etwas zu machen, das ich tatsächlich tragen konnte (soll heißen, ich machte ein bißchen hier was und ein bißchen da was, ohne zu wissen, was ich eigentlich tat) - und es klappte! Das ist bei Mützen und mir nicht immer unbedingt der Fall. Oft genug machen mein großer Kopf und meine Haare Probleme, der Hut wird hinten nach oben und vorne über meine Augen geschoben, was unheimlich nervt.
Meine Muse faltete und nähte, faltete und nähte noch etwas mehr und wählte ein paar blaue Perlen und metallic-AB Rocailles für einen kleinen Akzent hinten. Ihr werdet mir das mit dem Passen aber einfach so glauben müssen. Ich mache keine Selfies, das wißt ihr, und meine Puppe Jo macht einen so viel besseren Job als Mannequin, auch wenn sie etwas begeisterter dreinschauen könnte ;-)
Ich bin stolz - okay, ich gebe zu, daß ich wohl viel Glück hatte, vor allem mit der Größe!
Oh, und ich vergaß zu erwähnen, daß dieser Post Teil des Jewelry Artisans Community Blog Carnival ist. Möchtet ihr wissen, was die anderen Mitglieder so machen außer Schmuck?
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Violetmoon's Corner
Freitag, 27. Januar 2017
Pack die Vorräte an - Feinsilber, Glas und Perlen
Ich liebe Art Nouveau. Die Muster in diesem Glascabochon (gemacht von Deronda
O'Neill) hat mich schon immer an Art Nouveau-Blumen erinnert, so schön fließend auf dem mattschwarzen Hintergrund.
Ich hatte das Gefühl, daß der Cabochon nach etwas Organischerem verlangte, nicht symmetrisch, selber fließend.
Zunächst häkelte ich eine Fassung aus Feinsilberdraht, machte die Maschen hier und da etwas weiter und füllte dann den gesamten oberen Teil mit willkürlich plazierten Perlen - Perle für Perle einzeln befestigt.
In unterschiedlichen Farben schimmernd passen diese kleinen Perlen so gut zu dem Muster im Cabochon und sind so schön. Ich neige dazu, auf ihnen zu sitzen wie ein Drache auf seinem Hort, aber Perlen brauchen Licht, keine verschlossene Schublade.
Zuletzt wickelte ich eine Öse, sehr klein diesmal, damit sie nicht zu sehr von den Perlenclustern ablenken würde.
Und hier nun der Anhänger ...
Verpaßt nicht die neue Episode der Vorratsfresser-Serie nächste Woche! ;-)
Ich hatte das Gefühl, daß der Cabochon nach etwas Organischerem verlangte, nicht symmetrisch, selber fließend.
Zunächst häkelte ich eine Fassung aus Feinsilberdraht, machte die Maschen hier und da etwas weiter und füllte dann den gesamten oberen Teil mit willkürlich plazierten Perlen - Perle für Perle einzeln befestigt.
In unterschiedlichen Farben schimmernd passen diese kleinen Perlen so gut zu dem Muster im Cabochon und sind so schön. Ich neige dazu, auf ihnen zu sitzen wie ein Drache auf seinem Hort, aber Perlen brauchen Licht, keine verschlossene Schublade.
Zuletzt wickelte ich eine Öse, sehr klein diesmal, damit sie nicht zu sehr von den Perlenclustern ablenken würde.
Und hier nun der Anhänger ...
Verpaßt nicht die neue Episode der Vorratsfresser-Serie nächste Woche! ;-)
Dienstag, 27. September 2016
Der Haken
Die Zeit ist wieder mal gerannt, könnt ihr glauben, daß September fast schon vorbei ist?
Ihr wißt, was das bedeutet, ein neuer Jewelry Artisans Community Blog Carnival, bei dem es diesmal um Werkzeuge geht.
Ich habe ja nun ein paar Werkzeuge. Ich habe einen Hammer, eine Feile, einen Ringstock und ein Armbandmaß, Zangen ... und ich habe die Haken. Ein paar dieser Haken machen einen Großteil meines Lebens als Schmuckmacherin aus, ich beschloß also, daß sie das Rampenlicht bekommen.
Einer von ihnen, um genau zu sein. Der Haken. Der Eine Haken. Der 1,75 mm Haken, mit dem alles begann.
My ursprünglicher Plan war also, diesen Post "Ode an den Haken" zu nennen. Dann fiel mir ein, daß ich in Poesie echt schlecht bin, sogar wenn ich nicht versuche zu reimen.
Mein nächster Plan war es, euch die Geschichte Des Hakens zu erzählen. Wo er herkam, was er gesehen hatte, was er vom Leben erwartete, aber dann fiel mir ein, daß ich keine Ahnung hatte, woher er kam. Er war einfach da. Es besteht die Chance, daß er für Den Babyschuh benutzt wurde. Ja, ich habe nie gern mit Wolle gehäkelt. Der Babyschuh bliebe Single und lebte sehr lange bei mir daheim, weil ich es irgendwie nicht über mich brachte, ihn wegzuwerfen. Bis Das Baby ungefähr 25 oder so war. Die Chancen standen schlecht, daß sie da noch ihre Füße reinbekommen würde. Ich schweife ab.
Vielleicht machte also Der Haken Den Babyschuh. Ich weiß nicht mehr, das ist so lang her, daß ich da sogar noch in einer anderen Stadt wohnte.
Was zählt ist, daß Haken da war, als ich ihn brauchte. (An dieser Stelle erkläre ich in der englischen Version, warum Haken männlich ist, denn dort wäre er ja eigentlich ein Es, aber das kann ich mir hier ja sparen, also weiter im Text ...)
Und wenn ich ihn brauchte, kam er mir nicht mit einer billigen Ausrede wie "ich kann nicht, es läuft ein Fußballspiel" oder "ich muß dieses Computerspiel fertigmachen" oder am schlimmsten "ich mach' es irgendwann".
Nicht Haken. Er machte seinen Job und hielt zu mir durch Dick und Dünn und durch ein paar unglaublich häßliche Übungsstücke. Er war nie eifersüchtig, nicht als ein paar dickere alte Kerle (2,nochwas mm-Typen, die ich von meiner Ex-Schwiegermutter geerbt hatte) einzogen, nicht als ein neues Etui mit glänzenden neuen Haken einzogen und schließlich übernahmen, jünger und auch noch etwas schlanker als er es war.
Er faßte es nicht falsch auf, fühlte sich nicht verraten.
Stattdessen ging er anmutig in Rente und jetzt hängt er stehend in Draht- oder Fadenrollen herum, zusammen mit ein paar seiner anderen Ruheständler-Freunde (die dickeren alten Kerle, um genau zu sein).
Vielleicht wird es Zeit, ihn doch mal wieder ein bißchen arbeiten zu lassen ...
Ihr möchtet wissen, was meine anderen JAC-Mitglieder zu sagen haben? Schaut hier. Ich wußte, ihre Posts würden ein bißchen ernsthafter sein ....
Violetmoon's Corner
Jewelry Art by Dawn
Ihr wißt, was das bedeutet, ein neuer Jewelry Artisans Community Blog Carnival, bei dem es diesmal um Werkzeuge geht.
Ich habe ja nun ein paar Werkzeuge. Ich habe einen Hammer, eine Feile, einen Ringstock und ein Armbandmaß, Zangen ... und ich habe die Haken. Ein paar dieser Haken machen einen Großteil meines Lebens als Schmuckmacherin aus, ich beschloß also, daß sie das Rampenlicht bekommen.
Einer von ihnen, um genau zu sein. Der Haken. Der Eine Haken. Der 1,75 mm Haken, mit dem alles begann.
My ursprünglicher Plan war also, diesen Post "Ode an den Haken" zu nennen. Dann fiel mir ein, daß ich in Poesie echt schlecht bin, sogar wenn ich nicht versuche zu reimen.
Mein nächster Plan war es, euch die Geschichte Des Hakens zu erzählen. Wo er herkam, was er gesehen hatte, was er vom Leben erwartete, aber dann fiel mir ein, daß ich keine Ahnung hatte, woher er kam. Er war einfach da. Es besteht die Chance, daß er für Den Babyschuh benutzt wurde. Ja, ich habe nie gern mit Wolle gehäkelt. Der Babyschuh bliebe Single und lebte sehr lange bei mir daheim, weil ich es irgendwie nicht über mich brachte, ihn wegzuwerfen. Bis Das Baby ungefähr 25 oder so war. Die Chancen standen schlecht, daß sie da noch ihre Füße reinbekommen würde. Ich schweife ab.
Vielleicht machte also Der Haken Den Babyschuh. Ich weiß nicht mehr, das ist so lang her, daß ich da sogar noch in einer anderen Stadt wohnte.
Was zählt ist, daß Haken da war, als ich ihn brauchte. (An dieser Stelle erkläre ich in der englischen Version, warum Haken männlich ist, denn dort wäre er ja eigentlich ein Es, aber das kann ich mir hier ja sparen, also weiter im Text ...)
Und wenn ich ihn brauchte, kam er mir nicht mit einer billigen Ausrede wie "ich kann nicht, es läuft ein Fußballspiel" oder "ich muß dieses Computerspiel fertigmachen" oder am schlimmsten "ich mach' es irgendwann".
Nicht Haken. Er machte seinen Job und hielt zu mir durch Dick und Dünn und durch ein paar unglaublich häßliche Übungsstücke. Er war nie eifersüchtig, nicht als ein paar dickere alte Kerle (2,nochwas mm-Typen, die ich von meiner Ex-Schwiegermutter geerbt hatte) einzogen, nicht als ein neues Etui mit glänzenden neuen Haken einzogen und schließlich übernahmen, jünger und auch noch etwas schlanker als er es war.
Er faßte es nicht falsch auf, fühlte sich nicht verraten.
Stattdessen ging er anmutig in Rente und jetzt hängt er stehend in Draht- oder Fadenrollen herum, zusammen mit ein paar seiner anderen Ruheständler-Freunde (die dickeren alten Kerle, um genau zu sein).
Vielleicht wird es Zeit, ihn doch mal wieder ein bißchen arbeiten zu lassen ...
Ihr möchtet wissen, was meine anderen JAC-Mitglieder zu sagen haben? Schaut hier. Ich wußte, ihre Posts würden ein bißchen ernsthafter sein ....
Violetmoon's Corner
Jewelry Art by Dawn
Freitag, 23. September 2016
Pack die Vorräte an - Wasser und Sand
Wem würde kein Überraschungspaket gefallen? Und noch besser, wenn man Schmuckmacherin ist, ein Überraschungspaket mit ... ihr habt's erraten, Perlen darin? Einem eklektischen Perlenmix. Wie ich anderswo sagte "Totenschädel und Blumen, Schnecken und Blätter ... was sich anhört wie die Zutaten für einen interessanten Trank ist tatsächlich ein Paket ..."
Ein Projekt, das ich für mich selber aus einigen dieser Perlen begonnen habe, um zu sehen, ob das Design so funktionieren würde, wie ich es mir vorgestellt hatte, braucht noch einen Verschluß und konfrontierte mich mit einem interessanten Problem, aber darum geht es heute gar nicht.
Die letzte Oldies but Goodies Challenge ist vorbei, scheint mich aber immer noch inspiriert zu haben.
Schreit das nicht geradezu Strand?
Anstatt silbernem Draht, den ich normalerweise mit den hellblauen/grünlichen Steinsplittern benutzt hätte, wählte ich einen warmen Kupferdraht, daher der Titel dieses Posts, da das Blau für das Wasser und das Kupfer für den Sand steht.
Zusammen verhäkelte ich sie in eine Schlauchkette.
Das verbrauchte allerdings keinen Vorrat, da das Paket ja erst vor kurzem ankam und es der Steinstrang noch nicht mal von meinem Schreibtisch in die berüchtigte Schublade geschafft hatte.
Nicht daß ich davon besessen wäre, partout Vorräte zu benutzen, aber in diesem Fall, schien mir, würde eine meiner Muscheln tatsächlich eine perfekte Ergänzung für die Kette abgeben. Ich suchte eine heraus, die wunderbar zum Kupferdraht paßt und strickte dafür eine Fassung, die ich dann am Schlauch befestigte.
Eine einfache weiße Perle ist die einzige Verzierung.
Voilà!
Ein Projekt, das ich für mich selber aus einigen dieser Perlen begonnen habe, um zu sehen, ob das Design so funktionieren würde, wie ich es mir vorgestellt hatte, braucht noch einen Verschluß und konfrontierte mich mit einem interessanten Problem, aber darum geht es heute gar nicht.
Die letzte Oldies but Goodies Challenge ist vorbei, scheint mich aber immer noch inspiriert zu haben.
Schreit das nicht geradezu Strand?
Anstatt silbernem Draht, den ich normalerweise mit den hellblauen/grünlichen Steinsplittern benutzt hätte, wählte ich einen warmen Kupferdraht, daher der Titel dieses Posts, da das Blau für das Wasser und das Kupfer für den Sand steht.
Zusammen verhäkelte ich sie in eine Schlauchkette.
Das verbrauchte allerdings keinen Vorrat, da das Paket ja erst vor kurzem ankam und es der Steinstrang noch nicht mal von meinem Schreibtisch in die berüchtigte Schublade geschafft hatte.
Nicht daß ich davon besessen wäre, partout Vorräte zu benutzen, aber in diesem Fall, schien mir, würde eine meiner Muscheln tatsächlich eine perfekte Ergänzung für die Kette abgeben. Ich suchte eine heraus, die wunderbar zum Kupferdraht paßt und strickte dafür eine Fassung, die ich dann am Schlauch befestigte.
Eine einfache weiße Perle ist die einzige Verzierung.
Voilà!
Freitag, 10. Juni 2016
Pack die Vorräte an - Ein Knopf??
Ich habe Knöpfe nie gemocht. Ich toleriere sie, aber wenn möglich vermeide ich sie. Okay, das ist nicht die ganze Wahrheit. Ich mochte nie Knöpfe an meiner Kleidung. Es gibt wunderschöne vintage Knöpfe, aber die, die mir beim Stöbern gefielen, waren mir immer zu teuer dafür, sie in meinen Vorratsschubladen verschwinden zu lassen.
Als ich also las, daß das Thema für eine Challenge im Mai "Knopf/Knöpfe benutzen" war, verkündete ich sofort, daß ich raus war. Ich bin ein Reißverschluß-Mädchen. Sorry, Leute. Nicht ein Knopf hier, den ich verwenden könnte, und mir war auch nicht danach, einen Knopf einzukaufen.
Der Mai ging vorüber und immer noch hatte kein Knopf meinen Pfad gekreuzt. Juni kam, und ich dachte nicht mehr darüber nach, die Challenge war ja ohnehin vorbei (obwohl wir Fristen ziemlich locker nehmen, wir waren alle schon mal zu spät dran). Bis gestern.
Ich spielte mit meiner Little BigShot-Linse herum und griff mir willkürlich Turmalinperlen aus der Muschel neben meinem Lichtzelt, in der auch ein paar Schweizer Münzen liegen. Ich habe nicht die leiseste Idee, woher die kamen. Ich habe noch weniger eine Idee bezüglich des nächsten Dings, das ich herausnahm. Tatsächlich weiß ich nicht mal, warum ich gerade das nahm.
Es war ein Knopf, und ich starrte ihn an, als hätte ich noch nie in meinem Leben einen Knopf gesehen.
Er war einer alten österreichischen Münze nachempfunden, 20 Kreuzer von 1926, und zeigte den Doppelkopf-Adler mit "GAL.LOD.IL.REX.A.A. 1826" auf der einen und "HVN.BOH.LOMB.ET.VEN." auf der anderen Seite davon.
Das bedeutet Hungariae, Bohemiae, Lombardiae et Venetiae, Galiciae, Lodomeriae, Ilyriae, Rex A.A. = König von Ungarn, Böhmen, Lombardei und Venedig, Galizien, Lodomerien, Illyrien, Erzherzog von Österreich.
Einiges davon wußte ich selber, aber das andere mußte ich googlen (Lodomerien? - nie zuvor gehört).
Das ist kein Schatz, aber es war dennoch ein interessanter Fund und nochmal - wo kam das Ding überhaupt her?? Es ist schade, daß ich nicht herausfinden konnte, wann es produziert wurde, anstatt also über seine Vergangenheit nachzuhirnen, fing ich an, über seine Zukunft nachzudenken.
Ich hielt unterschiedliche Drahtfarben daran und beschloß, einen dunklen Kupferton für eine gehäkelte Fassung zu verwenden. Winzige orangene Karneolperlen für ein bißchen Farbe. Und zu guter Letzt eine bronzefarbene Kugelkette, um die Messingfarbe des Knopfes aufzugreifen.
Voilà!
Als ich also las, daß das Thema für eine Challenge im Mai "Knopf/Knöpfe benutzen" war, verkündete ich sofort, daß ich raus war. Ich bin ein Reißverschluß-Mädchen. Sorry, Leute. Nicht ein Knopf hier, den ich verwenden könnte, und mir war auch nicht danach, einen Knopf einzukaufen.
Der Mai ging vorüber und immer noch hatte kein Knopf meinen Pfad gekreuzt. Juni kam, und ich dachte nicht mehr darüber nach, die Challenge war ja ohnehin vorbei (obwohl wir Fristen ziemlich locker nehmen, wir waren alle schon mal zu spät dran). Bis gestern.
Ich spielte mit meiner Little BigShot-Linse herum und griff mir willkürlich Turmalinperlen aus der Muschel neben meinem Lichtzelt, in der auch ein paar Schweizer Münzen liegen. Ich habe nicht die leiseste Idee, woher die kamen. Ich habe noch weniger eine Idee bezüglich des nächsten Dings, das ich herausnahm. Tatsächlich weiß ich nicht mal, warum ich gerade das nahm.
Es war ein Knopf, und ich starrte ihn an, als hätte ich noch nie in meinem Leben einen Knopf gesehen.
Er war einer alten österreichischen Münze nachempfunden, 20 Kreuzer von 1926, und zeigte den Doppelkopf-Adler mit "GAL.LOD.IL.REX.A.A. 1826" auf der einen und "HVN.BOH.LOMB.ET.VEN." auf der anderen Seite davon.
Das bedeutet Hungariae, Bohemiae, Lombardiae et Venetiae, Galiciae, Lodomeriae, Ilyriae, Rex A.A. = König von Ungarn, Böhmen, Lombardei und Venedig, Galizien, Lodomerien, Illyrien, Erzherzog von Österreich.
Einiges davon wußte ich selber, aber das andere mußte ich googlen (Lodomerien? - nie zuvor gehört).
Das ist kein Schatz, aber es war dennoch ein interessanter Fund und nochmal - wo kam das Ding überhaupt her?? Es ist schade, daß ich nicht herausfinden konnte, wann es produziert wurde, anstatt also über seine Vergangenheit nachzuhirnen, fing ich an, über seine Zukunft nachzudenken.
Ich hielt unterschiedliche Drahtfarben daran und beschloß, einen dunklen Kupferton für eine gehäkelte Fassung zu verwenden. Winzige orangene Karneolperlen für ein bißchen Farbe. Und zu guter Letzt eine bronzefarbene Kugelkette, um die Messingfarbe des Knopfes aufzugreifen.
Voilà!
Freitag, 1. April 2016
Pack die Vorrate an - Rosa Drahthäkelohrringe
Es war nicht das erste Mal, daß man mir sagte, ich solle mehr Farbe tragen, und wieder einmal erzählte ich die Geschichte von der Freundin, die sagte "ich liebe alle Farben, vorausgesetzt sie sind schwarz". Es stimmt. Ich neige zu Schwarz, vielleicht einem dunklen Blau, und wenn ich dann tatsächlich mal eine kräftigere Farbe trage, bemerken es die Leute, sogar die, die nicht mal bemerken, wenn ich eine neue Brille trage.
Ihr wollt Farbe? Ihr sollt Farbe bekommen.
Diese zwei Perlen waren Teil eines Überraschungspakets. Wegen der Stäbchenform war mein erster Impuls, sie einfach an Metallringe und Ohrhaken zu hängen, aber ihr kennt mich, so etwas mache ich so gut wie nie. Also fragte ich mich, was die Metallringe ersetzen könnte und beschloß stattdessen ein paar meiner Drahthäkelringe zu machen.
Mein zweiter Impuls war, silberfarbenen Draht für diese Ringe zu verwenden, aber ich wollte mehr Farbe als das, also nahm ich auch noch rosa Rocailles dazu.
Ich hab euch ja gesagt, ihr kriegt Farbe ;-)
Ihr wollt Farbe? Ihr sollt Farbe bekommen.
Diese zwei Perlen waren Teil eines Überraschungspakets. Wegen der Stäbchenform war mein erster Impuls, sie einfach an Metallringe und Ohrhaken zu hängen, aber ihr kennt mich, so etwas mache ich so gut wie nie. Also fragte ich mich, was die Metallringe ersetzen könnte und beschloß stattdessen ein paar meiner Drahthäkelringe zu machen.
Mein zweiter Impuls war, silberfarbenen Draht für diese Ringe zu verwenden, aber ich wollte mehr Farbe als das, also nahm ich auch noch rosa Rocailles dazu.
Ich hab euch ja gesagt, ihr kriegt Farbe ;-)
Freitag, 18. März 2016
Pack die Vorräte an - Native Copper und Porzellanjaspis
Mehr als einmal habe ich euch von den Cabochons in meiner kleinen Schublade erzählt.
Jetzt bin ich jedoch wild entschlossen. Ich bin so entschlossen, daß ich verspreche, in den nächsten paar Wochen nur Cabochons aus meinem Vorrat zu verwenden. Vielleicht sollte ich ja keine Versprechungen machen, aber ich bin wirklich willig.
Schaut euch das doch mal an. Nicht nur ein Cabochon, sondern gleich zwei!
Native Copper hat reines Kupfer in einer Steinmatrix. Könnt ihr die kleinen Flecken erkennen?
Natürlich machte es Sinn, hierfür Kupferdraht zu benutzen, aber nochmal einen Anhänger wollte ich nicht machen. Stattdessen ließ ich mir dieses aus Draht gestrickte und gehäkelte Armband einfallen. Und wißt ihr was, ich habe sogar diese braunen Rocailles (an die ihr euch vielleicht von letzter Woche erinnert) aufgebraucht.
Ich weiß nicht, was ihr seht, aber ich fühle mich hier fast an eine kleine (asymmetrische) Krabbe erinnert ;-)
Porzellanjaspis ist so ein wunderschöner Stein. Ich habe mehr als einen und ich sitze drauf wie ein Drache auf seinem Hort. Ich fühlte mich immer zu schwarz und grau hingezogen und liebe dieses Muster.
Findet ihr nicht auch, daß die Perlen einfach perfekt dazu passen?
Jetzt bin ich jedoch wild entschlossen. Ich bin so entschlossen, daß ich verspreche, in den nächsten paar Wochen nur Cabochons aus meinem Vorrat zu verwenden. Vielleicht sollte ich ja keine Versprechungen machen, aber ich bin wirklich willig.
Schaut euch das doch mal an. Nicht nur ein Cabochon, sondern gleich zwei!
Native Copper hat reines Kupfer in einer Steinmatrix. Könnt ihr die kleinen Flecken erkennen?
Natürlich machte es Sinn, hierfür Kupferdraht zu benutzen, aber nochmal einen Anhänger wollte ich nicht machen. Stattdessen ließ ich mir dieses aus Draht gestrickte und gehäkelte Armband einfallen. Und wißt ihr was, ich habe sogar diese braunen Rocailles (an die ihr euch vielleicht von letzter Woche erinnert) aufgebraucht.
Ich weiß nicht, was ihr seht, aber ich fühle mich hier fast an eine kleine (asymmetrische) Krabbe erinnert ;-)
Porzellanjaspis ist so ein wunderschöner Stein. Ich habe mehr als einen und ich sitze drauf wie ein Drache auf seinem Hort. Ich fühlte mich immer zu schwarz und grau hingezogen und liebe dieses Muster.
Findet ihr nicht auch, daß die Perlen einfach perfekt dazu passen?
Dienstag, 26. Januar 2016
Projekt meiner Träume
Habe ich euch jemals erzählt, wie ich damit angefangen habe, Schmuck zu machen und warum ich Drahthäkeln für den Anfang ausgewählt habe? Ich weiß, daß ich die Geschichte schon auf anderen Blogs erzählt habe, bin mir aber nicht sicher, ob ich es je hier getan habe.
Der Blog Carnival der Jewelry Artisans Community ist eine gute Gelegenheit, das zu tun.
Es begann mit einem Fernsehbericht über Etsy. Ich hatte noch nie davon gehört und schaute es mir gleich einmal an, nur so ein bißchen Stöbern. Ziemlich bald stieß ich auf einen aus Draht gehäkelten Anhänger. Offen gesagt erinnere ich mich weder daran, wie er aussah noch wie der Shop hieß. Es war nicht so sehr das Stück selber, sondern die Faszination, daß man mit Draht häkeln konnte.
Bis dahin hatte ich nur eine sehr kurze Phase des "Schmuckmachens" durchlebt, soll heißen, ich hatte Perlen für ein paar Ketten und Armbänder aufgezogen. Nichts sehr Aufregendes. (Ich sage nicht, daß solcher Schmuck nicht aufregend sein kann, aber meiner war es definitiv nicht.) Ich hatte es schnell aufgegeben, weil es mein Interesse nicht fesseln konnte und weil es auch nicht die Art von Schmuck war, die ich tragen wollte.
Jetzt hingegen ertappte ich mich dabei, wie ich immer wieder zu diesem Anhänger zurückkam, und ich begann mich zu fragen, ob dies eine kreative Beschäftigung für mich sein könnte. Wärt ihr meine Handarbeitslehrerin in der Grundschule gewesen, hättet ihr mich ausgelacht.
Sagen wir mal, daß Häkeln nicht mein Ding war. Stricken ging etwas besser, aber Häkeln, danke nein. Tatsächlich gab ich das alles auf, sobald ich aus der Grundschule kam. Ab der fünften Klasse war der Kurs nicht mehr Pflicht, und ich bekam die offizielle Erlaubnis von daheim, aus dieser persönlichen Hölle zu entkommen.
Obwohl ich nie mehr zum Häkelhaken griff, habe ich durchaus wieder gestrickt, überwiegend Pullover, aber selbst mein Wollevorrat hatte jahrelang geschlafen, als ich über den Anhänger stolperte, der mich verfolgte.
Ich weiß nicht, was geschehen wäre, wenn die Shop-
Inhaberin nicht einen Buchtitel in der Beschreibung aufgeführt hätte.
Arline M. Fisch: Crocheted wire jewelry.
Bevor ich wußte, was ich tat, hatte ich es bestellt. Ich habe ein paar Dinge aus diesem Buch gelernt, über Drahtstärken, über die unterschiedlichen Größen von Häkelhaken (mir war nie bewußt gewese, daß es dafür keine internationalen Standards gab), aber ich habe nie versucht, auch nur ein Projekt daraus zu mache. Ihr wißt, daß ich immer noch schlecht darin bin, mit Tutorials zu arbeiten. Ich nahm meinen 1,75 mm Häkelhaken, von dem ich nicht mal mehr gewußt hatte, daß ich ihn besaß, nahm etwas Kupferdraht und fing mit dem Experimentieren an.
Ich schaute mir aber gern die Fotos an. Fotos von Stücken, die von internationalen Designern gemacht waren. Und wieder faszinierte mich ein Stück am meisten, ein elisabethanisches Kleid, das von Jesse Mathes aus Draht gehäkelt worden war.
Ich sage nicht, daß ich nun ein Kleid als Traumprojekt machen möchte, aber irgendwie blieb mir dieses Kleid immer als Inspiration oder Erinnerung im Hinterkopf. Dabei ist es egal, welche Technik ich anwende, Drahthäkeln, Drahtstricken oder Perlenweben.
Tatsächlich habe ich nicht nur ein Traumprojekt. Es gibt mehrere. Ein Lieblingsgemälde in Perlen, ein großer Ast voller Lampionblumen, eine riesige Wand voller perlengewebter Porträts, ein großer Krake, ein Weihnachtsbaum (mit Spike-Kugeln? ;-)), um nur ein paar zu nennen.
Warum hast du dann noch nicht mit einem davon angefangen, mögt ihr jetzt fragen (außer mit der Fanwand). Tja, wißt ihr, vielleicht habe ich ja schon dafür experimentiert ....
Ich wünschte jedoch, ich hätte das früher getan. In letzter Zeit habe ich festgestellt, daß mein Daumen nicht immer sehr glücklich ist, nicht mal mit dem Perlenweben. Dennoch werde ich das Träumen nicht aufgeben. Ich werde an ein elisabethanisches Kleid denken, an meine Experimente und daran, wieviel Spaß ich daran habe. Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages ja doch mehr zu zeigen haben als diese kleine Auswahl.
Ihr möchtet wissen, welche Geschichten die anderen JAC-Mitglieder zu erzählen haben? Schaut hier vorbei :-)
Violetmoon's Corner
Echoes of Ela
Jewelry Art by Dawn
Der Blog Carnival der Jewelry Artisans Community ist eine gute Gelegenheit, das zu tun.
Es begann mit einem Fernsehbericht über Etsy. Ich hatte noch nie davon gehört und schaute es mir gleich einmal an, nur so ein bißchen Stöbern. Ziemlich bald stieß ich auf einen aus Draht gehäkelten Anhänger. Offen gesagt erinnere ich mich weder daran, wie er aussah noch wie der Shop hieß. Es war nicht so sehr das Stück selber, sondern die Faszination, daß man mit Draht häkeln konnte.
Bis dahin hatte ich nur eine sehr kurze Phase des "Schmuckmachens" durchlebt, soll heißen, ich hatte Perlen für ein paar Ketten und Armbänder aufgezogen. Nichts sehr Aufregendes. (Ich sage nicht, daß solcher Schmuck nicht aufregend sein kann, aber meiner war es definitiv nicht.) Ich hatte es schnell aufgegeben, weil es mein Interesse nicht fesseln konnte und weil es auch nicht die Art von Schmuck war, die ich tragen wollte.
Jetzt hingegen ertappte ich mich dabei, wie ich immer wieder zu diesem Anhänger zurückkam, und ich begann mich zu fragen, ob dies eine kreative Beschäftigung für mich sein könnte. Wärt ihr meine Handarbeitslehrerin in der Grundschule gewesen, hättet ihr mich ausgelacht.
Sagen wir mal, daß Häkeln nicht mein Ding war. Stricken ging etwas besser, aber Häkeln, danke nein. Tatsächlich gab ich das alles auf, sobald ich aus der Grundschule kam. Ab der fünften Klasse war der Kurs nicht mehr Pflicht, und ich bekam die offizielle Erlaubnis von daheim, aus dieser persönlichen Hölle zu entkommen.
Obwohl ich nie mehr zum Häkelhaken griff, habe ich durchaus wieder gestrickt, überwiegend Pullover, aber selbst mein Wollevorrat hatte jahrelang geschlafen, als ich über den Anhänger stolperte, der mich verfolgte.
Ich weiß nicht, was geschehen wäre, wenn die Shop-
Inhaberin nicht einen Buchtitel in der Beschreibung aufgeführt hätte.
Arline M. Fisch: Crocheted wire jewelry.
Bevor ich wußte, was ich tat, hatte ich es bestellt. Ich habe ein paar Dinge aus diesem Buch gelernt, über Drahtstärken, über die unterschiedlichen Größen von Häkelhaken (mir war nie bewußt gewese, daß es dafür keine internationalen Standards gab), aber ich habe nie versucht, auch nur ein Projekt daraus zu mache. Ihr wißt, daß ich immer noch schlecht darin bin, mit Tutorials zu arbeiten. Ich nahm meinen 1,75 mm Häkelhaken, von dem ich nicht mal mehr gewußt hatte, daß ich ihn besaß, nahm etwas Kupferdraht und fing mit dem Experimentieren an.
Ich schaute mir aber gern die Fotos an. Fotos von Stücken, die von internationalen Designern gemacht waren. Und wieder faszinierte mich ein Stück am meisten, ein elisabethanisches Kleid, das von Jesse Mathes aus Draht gehäkelt worden war.
Ich sage nicht, daß ich nun ein Kleid als Traumprojekt machen möchte, aber irgendwie blieb mir dieses Kleid immer als Inspiration oder Erinnerung im Hinterkopf. Dabei ist es egal, welche Technik ich anwende, Drahthäkeln, Drahtstricken oder Perlenweben.
Tatsächlich habe ich nicht nur ein Traumprojekt. Es gibt mehrere. Ein Lieblingsgemälde in Perlen, ein großer Ast voller Lampionblumen, eine riesige Wand voller perlengewebter Porträts, ein großer Krake, ein Weihnachtsbaum (mit Spike-Kugeln? ;-)), um nur ein paar zu nennen.
Warum hast du dann noch nicht mit einem davon angefangen, mögt ihr jetzt fragen (außer mit der Fanwand). Tja, wißt ihr, vielleicht habe ich ja schon dafür experimentiert ....
Ich wünschte jedoch, ich hätte das früher getan. In letzter Zeit habe ich festgestellt, daß mein Daumen nicht immer sehr glücklich ist, nicht mal mit dem Perlenweben. Dennoch werde ich das Träumen nicht aufgeben. Ich werde an ein elisabethanisches Kleid denken, an meine Experimente und daran, wieviel Spaß ich daran habe. Und wer weiß, vielleicht werde ich eines Tages ja doch mehr zu zeigen haben als diese kleine Auswahl.
Ihr möchtet wissen, welche Geschichten die anderen JAC-Mitglieder zu erzählen haben? Schaut hier vorbei :-)
Violetmoon's Corner
Echoes of Ela
Jewelry Art by Dawn
Freitag, 22. Januar 2016
Pack die Vorräte an - Der Manati
Habt ihr gehört, daß beantragt wurde, Manatis von der amerikanischen Liste der gefährdeten Tierarten zu nehmen? Natürlich ist der erste Gedanke "oh gut, das heißt, es geht ihnen besser, nicht wahr" und dann beginnt man darüber nachzudenken, was genau das bedeuten mag. Werden sie weniger geschützt werden? Was bedeutet "gefährdet" eigentlich überhaupt? Was ist die nächste Ebene, wenn sie heruntergestuft werden? Es ist "bedroht". Oh, hört sich nicht SOVIEL besser an, nicht? Hier ist ein Artikel, falls ihr mehr wissen möchtet.
Nun fragt ihr euch vielleicht, was das mit meinen Vorräten zu tun hat und warum ich meine Regel breche, in diesem Blog hauptsächlich über Kreatives zu sprechen, auch wenn es nur um eine kleine Einführung geht?
Zuerst war da dieser Vorrat an größeren, unregelmäßigen Rocailles in Meeresfarben. Dunkelblau mit einer Spur von AB-Lüster, ein transparentes Himmelblau und ein helles Blau mit Silbereinzug. Ich hätte kein anderes Design finden können, um sie darin zu verwenden, also häkelte ich eine lange Schlauchkette aus Draht damit.
Dann stieß ich auf die Nachricht über die Manatis und erinnerte mich an den schönen Lampworkanhänger von Tom Heath bei Sanctuary Glass Designs, den ich immer noch in einem meiner Schatzkästchen hatte. Tatsächlich ist er mehr als nur schön. Es ist klares Glas über einem Grund, der einem das Gefühl gibt, man blicke in Wasser, auf dem das Licht spielt.
Nun muß ich mir auch noch etwas ausdenken, wie ich Tom's Hai-Anhänger benutzen kann, der ebenfalls viel zu lang im Kästchen ausharrt ...
Nun fragt ihr euch vielleicht, was das mit meinen Vorräten zu tun hat und warum ich meine Regel breche, in diesem Blog hauptsächlich über Kreatives zu sprechen, auch wenn es nur um eine kleine Einführung geht?
Zuerst war da dieser Vorrat an größeren, unregelmäßigen Rocailles in Meeresfarben. Dunkelblau mit einer Spur von AB-Lüster, ein transparentes Himmelblau und ein helles Blau mit Silbereinzug. Ich hätte kein anderes Design finden können, um sie darin zu verwenden, also häkelte ich eine lange Schlauchkette aus Draht damit.
Dann stieß ich auf die Nachricht über die Manatis und erinnerte mich an den schönen Lampworkanhänger von Tom Heath bei Sanctuary Glass Designs, den ich immer noch in einem meiner Schatzkästchen hatte. Tatsächlich ist er mehr als nur schön. Es ist klares Glas über einem Grund, der einem das Gefühl gibt, man blicke in Wasser, auf dem das Licht spielt.
Nun muß ich mir auch noch etwas ausdenken, wie ich Tom's Hai-Anhänger benutzen kann, der ebenfalls viel zu lang im Kästchen ausharrt ...
Freitag, 6. November 2015
Pack die Vorräte an - Die kleine Hand
Ich habe mir gedacht, daß ich eine neue Kategorie "Experimentieren" zu meinem Blog hinzufügen sollte. Es könnte interessant sein. Vielleicht ein bißchen gruselig, manchmal frustrierend, und möglicherweise würdet ihr dabei hin und wieder die Brauen hochziehen.
Experimente betreffen meistens meine gehäkelten Drahtskulpturen. Ein kleines Gesicht hier, ein Auge dort, ein Handschuh, ein Tier - und als neuestes zwei Hände. Eine größere und eine kleinere.
Wo geht es dabei um die Vorräte, werdet ihr fragen. In Form einer schönen blauen Bubble-Lampworkperle. Schaut selbst.
Ich habe dieses Bild schon auf Facebook gepostet. Ihr habt keine Ahnung, wie schwierig manche Drahtkreationen zu fotografieren sind.
Ich bin noch nicht völlig glücklich mit den Proportionen, schließlich war das der erste Versuch in dieser Größe. Ich werde schon ans Ziel kommen, also bleibt dran.
Experimente betreffen meistens meine gehäkelten Drahtskulpturen. Ein kleines Gesicht hier, ein Auge dort, ein Handschuh, ein Tier - und als neuestes zwei Hände. Eine größere und eine kleinere.
Wo geht es dabei um die Vorräte, werdet ihr fragen. In Form einer schönen blauen Bubble-Lampworkperle. Schaut selbst.
Ich habe dieses Bild schon auf Facebook gepostet. Ihr habt keine Ahnung, wie schwierig manche Drahtkreationen zu fotografieren sind.
Ich bin noch nicht völlig glücklich mit den Proportionen, schließlich war das der erste Versuch in dieser Größe. Ich werde schon ans Ziel kommen, also bleibt dran.
Freitag, 9. Oktober 2015
Pack die Vorräte an - Anhänger Kosmische Spirale
Fragt mich nicht, woher der Name kommt. Vielleicht hatte ich noch Donovans Cosmic Wheels von meiner Playlist im Kopf oder vielleicht erinnerte mich die Lampworkperle an einen kleinen Planeten mit der Perle als einem seiner Monde?
Tatsache ist, daß die zartrosa Lampworkbubbleperle zu lang ein Waisenkind in meiner Schublade war und wirklich benutzt werden mußte.
Ich habe schon eine Weile nicht mehr mit Draht gearbeitet, also fing ich an, einen Schlauch zu häkeln, um zu sehen, wohin das führen würde. Tatsächlich war ich mir nicht einmal sicher, wie weit ich mit dieser Spule Draht noch kommen würde. Ob es wohl genug für eine Kette war? Ein Armband?
Ich mußte mir darüber gar keine Gedanken mehr machen, nachdem die Idee mit der Spirale in meinen Kopf schoß. Ich arbeite nicht oft asymmetrisch, aber manchmal hört es sich einfach gut an.
Was seht ihr?
Tatsache ist, daß die zartrosa Lampworkbubbleperle zu lang ein Waisenkind in meiner Schublade war und wirklich benutzt werden mußte.
Ich habe schon eine Weile nicht mehr mit Draht gearbeitet, also fing ich an, einen Schlauch zu häkeln, um zu sehen, wohin das führen würde. Tatsächlich war ich mir nicht einmal sicher, wie weit ich mit dieser Spule Draht noch kommen würde. Ob es wohl genug für eine Kette war? Ein Armband?
Ich mußte mir darüber gar keine Gedanken mehr machen, nachdem die Idee mit der Spirale in meinen Kopf schoß. Ich arbeite nicht oft asymmetrisch, aber manchmal hört es sich einfach gut an.
Was seht ihr?
Freitag, 31. Juli 2015
Pack die Vorräte an - Aus Draht gehäkelte Mini-Anhänger mit Perlen
Da war diese Perlenkette. Groß, auffallend, mit einem riesigen Kristall. Vom ersten Mal an, da ich einen Blick darauf warf, war ich entschlossen, sie aufzutrennen und mit den Perlen etwas anderes zu machen.
Ihr wißt, wie das so läuft. Vom ersten Mal bis jetzt bedeutete ein paar Jahre, in denen ich sie in die Hand nahm, wieder hinlegte, wieder hochnahm ... bis ich schließlich das Gefühl hatte, daß ich versuchte, das in die falsche Richtung zu zwingen. Warum dachte ich, daß eine weitere große Perlenkette dabei herauskommen müßte? Warum verwendete ich die Perlen nicht einzeln?
Manchmal brauchen wir Farbe und es muß nicht mal unbedingt viel sein. Also hatte ich schließlich kleine erschwingliche Anhänger, nur jeweils eine Süßwasserperle in einer farbigen Drahthäkelfassung an einer Kugelkette. Kein silber, kein gold, sondern Rosatöne, lila, orange, grün, helles blau ... und wer weiß, vielleicht folgen ja noch mehr.
Welche Farbe gefällt euch am besten?
Ihr wißt, wie das so läuft. Vom ersten Mal bis jetzt bedeutete ein paar Jahre, in denen ich sie in die Hand nahm, wieder hinlegte, wieder hochnahm ... bis ich schließlich das Gefühl hatte, daß ich versuchte, das in die falsche Richtung zu zwingen. Warum dachte ich, daß eine weitere große Perlenkette dabei herauskommen müßte? Warum verwendete ich die Perlen nicht einzeln?
Manchmal brauchen wir Farbe und es muß nicht mal unbedingt viel sein. Also hatte ich schließlich kleine erschwingliche Anhänger, nur jeweils eine Süßwasserperle in einer farbigen Drahthäkelfassung an einer Kugelkette. Kein silber, kein gold, sondern Rosatöne, lila, orange, grün, helles blau ... und wer weiß, vielleicht folgen ja noch mehr.
Welche Farbe gefällt euch am besten?
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| Erhältlich in meinem Zibbet-Shop |
Freitag, 5. Juni 2015
Pack die Vorräte an - Aus Draht gehäkelte Igelfamilie
Sogar ein paar Perlen zählen! In diesem Fall sind es die Hämatitperlen, die ich für die Nasen und Augen dieser kleinen Igelfamilie benutzt habe.
Ich sehe nicht so oft Igel. Unser kleiner Garten besteht hauptsächlich aus höhergelegenen Stellen und Töpfen und ist nicht sehr interessant für sie. Manchmal, wenn ich wirklich früh zum Zug laufe, sehe ich aber einen von ihnen die leere Straße überqueren. Sie kommen aus einem Garten und gehen den nächsten anschauen.
Neulich war einer ein wenig verwirrt und kämpfte sich die paar Treppen zum Friseur hinauf, aber ich schätze, er hatte seine Schlüssel vergessen ;-) Stattdessen kam er wieder herunter und verschwand um die Ecke.
Diese drei hier sind aber ein bißchen kleiner als die übliche Sorte ...
Ich sehe nicht so oft Igel. Unser kleiner Garten besteht hauptsächlich aus höhergelegenen Stellen und Töpfen und ist nicht sehr interessant für sie. Manchmal, wenn ich wirklich früh zum Zug laufe, sehe ich aber einen von ihnen die leere Straße überqueren. Sie kommen aus einem Garten und gehen den nächsten anschauen.
Neulich war einer ein wenig verwirrt und kämpfte sich die paar Treppen zum Friseur hinauf, aber ich schätze, er hatte seine Schlüssel vergessen ;-) Stattdessen kam er wieder herunter und verschwand um die Ecke.
Diese drei hier sind aber ein bißchen kleiner als die übliche Sorte ...
Freitag, 17. April 2015
Pack die Vorräte an - Zurück zu den Wurzeln
Was meine ich damit, zurück zu den Wurzeln
Ich denke, daß Leute, die mit Draht häkeln, oft als erstes Armbänder machen. Ich bin keine Ausnahme. Zwar habe ich mich schnell an anderen Dingen versucht, aber Armbänder kamen zuerst.
Also habe ich mir heute ein paar Glastropfen herausgesucht und mich daran gemacht, ein Armband zu häkeln, bunt und so witzig zu tragen!
Es ist in meinem DaWanda shop erhältlich.
Ich denke, daß Leute, die mit Draht häkeln, oft als erstes Armbänder machen. Ich bin keine Ausnahme. Zwar habe ich mich schnell an anderen Dingen versucht, aber Armbänder kamen zuerst.
Also habe ich mir heute ein paar Glastropfen herausgesucht und mich daran gemacht, ein Armband zu häkeln, bunt und so witzig zu tragen!
Es ist in meinem DaWanda shop erhältlich.
Donnerstag, 26. März 2015
Drahtstricken, Drahtweben oder Wikingerstricken und Netztechnik
"Warum nennst du es Stricken, wenn du einen Häkelhaken benutzt?" "Ich mag deine Häkelsachen." "Ist das gewebter Draht?" "Man kann nicht mit einem Häkelhaken stricken." "Es wird Knooking genannt." "Ist das Stricklieseln?" "Oh, aber das ist doch Wikingerstricken!"
Ich gebe zu, daß es verwirrend sein kann. Ich habe schon früher über den Unterschied zwischen Drahtstricken und Drahthäkeln gebloggt, in diesem und ausführlicher in diesem Blogpost. Ich möchte mich hier nicht wiederholen, also schaut bitte dort nach, wenn ihr mehr darüber wissen möchtet.
Das Drahtstricken, das ich mache, ist auch nicht das gleiche wie Wikingerstricken oder, wie es hier auch genannt wird, Drahtweben, obwohl ich verstehe, warum jemand das zunächst denken könnte. Stricken ist schließlich stricken, nicht wahr?
Tatsächlich ist dem nicht so.
Ein paar Dinge, bevor ich euch meine Probestückchen zeige:
Ich bin mitnichten eine Expertin für Drahtweben, bisher habe ich gerade mal so meinen Zeh eingetaucht. Für das Probestückchen habe ich das Anfertigen der Basis frech übersprungen. Dies ist KEIN Tutorial, es soll euch nur zeigen, wie unterschiedlich Drahtstrick, Wikingerstrick und Netztechnik aussehen.
Ich stricke mit einem Häkelhaken. Ich könnte Stricknadeln verwenden und würde am Ende den gleichen Look bekommen, aber ich habe das Gefühl, daß ich mit einem Häkelhaken mehr Kontrolle über den Draht habe. Ich nenne es stricken, weil das Endergebnis keine Häkel-, sondern Strickmaschen sind.
Dies ist ein Beispiel für einen gestrickten Drahtschlauch, und dies ist eine sehr kurze Erläuterung dafür, wie er mit einem gewöhnlichen Häkelhaken gemacht wird.
Zunächst macht man eine Reihe von Luftmaschen (was anders ist als die erste Reihe, wenn man mit Nadeln strickt) und schließt sie (wenn man ein flaches Stück macht, arbeitet man in Reihen vor und zurück, aber die Technik ist diesselbe). Dann zieht man den Draht mit dem Haken durch die erste Schlaufe, auf einen selber zu, und biegt ihn über der Schlaufe nach oben, um zu vermeiden, daß der Draht wieder herausrutscht. Ihr werdet sehen, daß das schon wie eine Strickmasche aussieht, und so macht man dann auch weiter. Man geht mit dem Haken durch die nächste Schlaufe, fängt den Draht ein, zieht ihn hindurch und biegt ihn nach oben.
Der Draht in der letzten Reihe ist in keiner Weise an den anderen Maschen befestigt und ist leicht wieder aufgezogen, wenn man nicht aufpaßt.
Für diese Technik muß man keinen Draht von der Spule schneiden. Wenn man jedoch mit Perlen arbeitet, muß man diese auf den Draht aufziehen, bevor man mit dem Stricken anfängt.
Man kann ein Ziehholz benutzen, um den Schlauch zu glätten oder ihn länger und schmäler zu machen.
Dies ist ein Beispiel für einfaches Wikingerstricken.
Die Schlaufen werden um die Schlaufen der letzten Reihe herumgewebt. Man kann einen Rundholzstab, ein spezielles Werkzeug für Drahtweben, das einem mit dem Anfang hilft, einen Bleistift verwenden ... ich habe hierfür eine dicke Stricknadel benutzt.
Es gibt verschiedene Variationen wie das Doppel- oder Dreifachstricken.
Man muß eine Länge Draht von der Spule schneiden, um die Schlaufen weben zu können, kann aber zwischendurch Draht anweben. Um die Kette zu glätten, sie länger zu machen und ihr ein anderes, dichteres Aussehen zu geben, kann man ein Ziehholz benutzen.
Zu guter Letzt habe ich ein kleines Stück in Netztechnik gemacht. In diesem Fall werden nicht Schlaufen um Schlaufen gewoben, sondern um den Draht zwischen den Schlaufen, was dies zu einem sehr offenen Netz macht.
Ich hoffe, ich habe die Unterschiede wenigstens ein bißchen klarer gemacht, solltet ihr aber Fragen haben, werde ich mein Bestes tun, sie zu beantworten!
Ich muß allerdings sagen, da ich immer wieder mal gefragt werde, daß ich keine Tutorials mache und auch nicht vorhabe, damit anzufangen.
Danke für das Verständnis.
Ich gebe zu, daß es verwirrend sein kann. Ich habe schon früher über den Unterschied zwischen Drahtstricken und Drahthäkeln gebloggt, in diesem und ausführlicher in diesem Blogpost. Ich möchte mich hier nicht wiederholen, also schaut bitte dort nach, wenn ihr mehr darüber wissen möchtet.
Das Drahtstricken, das ich mache, ist auch nicht das gleiche wie Wikingerstricken oder, wie es hier auch genannt wird, Drahtweben, obwohl ich verstehe, warum jemand das zunächst denken könnte. Stricken ist schließlich stricken, nicht wahr?
Tatsächlich ist dem nicht so.
Ein paar Dinge, bevor ich euch meine Probestückchen zeige:
Ich bin mitnichten eine Expertin für Drahtweben, bisher habe ich gerade mal so meinen Zeh eingetaucht. Für das Probestückchen habe ich das Anfertigen der Basis frech übersprungen. Dies ist KEIN Tutorial, es soll euch nur zeigen, wie unterschiedlich Drahtstrick, Wikingerstrick und Netztechnik aussehen.
Ich stricke mit einem Häkelhaken. Ich könnte Stricknadeln verwenden und würde am Ende den gleichen Look bekommen, aber ich habe das Gefühl, daß ich mit einem Häkelhaken mehr Kontrolle über den Draht habe. Ich nenne es stricken, weil das Endergebnis keine Häkel-, sondern Strickmaschen sind.
Dies ist ein Beispiel für einen gestrickten Drahtschlauch, und dies ist eine sehr kurze Erläuterung dafür, wie er mit einem gewöhnlichen Häkelhaken gemacht wird.
Zunächst macht man eine Reihe von Luftmaschen (was anders ist als die erste Reihe, wenn man mit Nadeln strickt) und schließt sie (wenn man ein flaches Stück macht, arbeitet man in Reihen vor und zurück, aber die Technik ist diesselbe). Dann zieht man den Draht mit dem Haken durch die erste Schlaufe, auf einen selber zu, und biegt ihn über der Schlaufe nach oben, um zu vermeiden, daß der Draht wieder herausrutscht. Ihr werdet sehen, daß das schon wie eine Strickmasche aussieht, und so macht man dann auch weiter. Man geht mit dem Haken durch die nächste Schlaufe, fängt den Draht ein, zieht ihn hindurch und biegt ihn nach oben.
Der Draht in der letzten Reihe ist in keiner Weise an den anderen Maschen befestigt und ist leicht wieder aufgezogen, wenn man nicht aufpaßt.
Für diese Technik muß man keinen Draht von der Spule schneiden. Wenn man jedoch mit Perlen arbeitet, muß man diese auf den Draht aufziehen, bevor man mit dem Stricken anfängt.
Man kann ein Ziehholz benutzen, um den Schlauch zu glätten oder ihn länger und schmäler zu machen.
Dies ist ein Beispiel für einfaches Wikingerstricken.
Die Schlaufen werden um die Schlaufen der letzten Reihe herumgewebt. Man kann einen Rundholzstab, ein spezielles Werkzeug für Drahtweben, das einem mit dem Anfang hilft, einen Bleistift verwenden ... ich habe hierfür eine dicke Stricknadel benutzt.
Es gibt verschiedene Variationen wie das Doppel- oder Dreifachstricken.
Man muß eine Länge Draht von der Spule schneiden, um die Schlaufen weben zu können, kann aber zwischendurch Draht anweben. Um die Kette zu glätten, sie länger zu machen und ihr ein anderes, dichteres Aussehen zu geben, kann man ein Ziehholz benutzen.
Zu guter Letzt habe ich ein kleines Stück in Netztechnik gemacht. In diesem Fall werden nicht Schlaufen um Schlaufen gewoben, sondern um den Draht zwischen den Schlaufen, was dies zu einem sehr offenen Netz macht.
Ich hoffe, ich habe die Unterschiede wenigstens ein bißchen klarer gemacht, solltet ihr aber Fragen haben, werde ich mein Bestes tun, sie zu beantworten!
Ich muß allerdings sagen, da ich immer wieder mal gefragt werde, daß ich keine Tutorials mache und auch nicht vorhabe, damit anzufangen.
Danke für das Verständnis.
Freitag, 13. März 2015
Pack die Vorräte an - Drahthäkelschläuche mit Rocailles in verschiedenen Größen
In
meinem Vorrat habe ich eine kleine Sammlung von Rocailles in unterschiedlichen Größen. Wie ihr wißt, mache ich hauptsächlich Perlenwebarbeiten und benutze dabei selten Perlen in verschiedenen Größen, es sei denn, ich mache ein Kanalarmband.
Anstatt neue Perlen zu kaufen, die zu den alten passen, beschloß ich für dieses Rot, Blau und Gold ein klassisches Design, gehäkelte Drahtschläuche, wobei die Ohrringe die schmalsten sind, um zu vermeiden, daß sie zu schwer werden, der Armreif ist groß und dick und die Kette sogar noch etwas dicker.
Da ich noch nicht ganz auf dem Damm war, war dies das perfekte Projekt.
Und findet ihr nicht auch, daß die Farben ein bißchen wie Frühling sind, so leuchtend und fröhlich?
Ich warte noch auf Endkappen für die Halskette, dann kommen diese Stücke einzeln in meinen Shop.
Anstatt neue Perlen zu kaufen, die zu den alten passen, beschloß ich für dieses Rot, Blau und Gold ein klassisches Design, gehäkelte Drahtschläuche, wobei die Ohrringe die schmalsten sind, um zu vermeiden, daß sie zu schwer werden, der Armreif ist groß und dick und die Kette sogar noch etwas dicker.
Da ich noch nicht ganz auf dem Damm war, war dies das perfekte Projekt.
Und findet ihr nicht auch, daß die Farben ein bißchen wie Frühling sind, so leuchtend und fröhlich?
Ich warte noch auf Endkappen für die Halskette, dann kommen diese Stücke einzeln in meinen Shop.
Freitag, 27. Februar 2015
Pack die Vorräte an - Im tiefen Meer
Ist es nicht toll, wie manchmal alles ineinanderpaßt, auch wenn man das gar nicht erwartet hätte?
Diesmal war es die Farbe Blau, die alles unter einen Hut brauchte.
Als allererstes fand ich diese blaugefärbte Achatscheibe in meinem Vorrat. Neulich hatte ich schon eine Brosche mit einer lila Achatscheibe in einer Drahtstrickfassung gemacht. Die unregelmäßige Form der Achate ist leichter in gestricktem Draht zu fassen, also entschied ich mich hier wieder dafür.
Von da an nahm meine Muse die Dinge in die Hand. Ich erinnerte mich an die blauen Perlen in meiner Schublade, und wie ich es gern mache, zog ich gleich eine ganze Reihe auf meinem Draht auf. Wie ihr aber feststellen könnt, brauchte ich schließlich gar nicht so viele. Mein Plan war gewesen, eine extra Umrandung auf die Fassung zu häkeln und sie mit Perlen zu füllen, aber die Form der Scheibe schien mir nach einem Freiform-Rand zu verlangen.
Da begann ich das Meeresthema zu sehen. Ich weiß nicht, was ihr in diesem Anhänger seht, aber für mich wurde er Teil eines Korallenriffs und ich wußte, daß ich noch etwas anderes darauf haben wollte. Ich zerbrach mir den Kopf, um mich daran zu erinnern, ob ich vielleicht irgendwo ein Fisch- oder vielleicht ein Krabbenanhängerchen versteckt hatte, und ich war fast schon soweit, mir eins zu bestellen - was nicht gut zu meinem Ziel, meine Vorräte zu benutzen, gepaßt hätte - als mir meine Fische von Melissa Vess einfielen.
Von all ihren wunderschönen Perlen, von denen ich bei weitem nicht genug habe, waren Melissas Fische immer meine Lieblinge. Ich hatte immer das Gefühl, daß ihre Liebe zum Meer und zum Tauchen sie noch besonderer machten.
Leider ist Melissa keine Lampworkerin mehr, weswegen ich noch genauer darüber nachdem, wie ich ihre Perlen in meiner Arbeit verwende.
Und da war er, ein blauer Fisch, der perfekt zum Blau des Achats paßte, als wäre er dafür gemacht worden, durch diese Unterwasserwelt zu schwimmen. Bingo!
Dieser Anhänger, ein Einzelstück, ist jetzt in meinem DaWanda-Shop erhältlich.
Diesmal war es die Farbe Blau, die alles unter einen Hut brauchte.
Als allererstes fand ich diese blaugefärbte Achatscheibe in meinem Vorrat. Neulich hatte ich schon eine Brosche mit einer lila Achatscheibe in einer Drahtstrickfassung gemacht. Die unregelmäßige Form der Achate ist leichter in gestricktem Draht zu fassen, also entschied ich mich hier wieder dafür.
Von da an nahm meine Muse die Dinge in die Hand. Ich erinnerte mich an die blauen Perlen in meiner Schublade, und wie ich es gern mache, zog ich gleich eine ganze Reihe auf meinem Draht auf. Wie ihr aber feststellen könnt, brauchte ich schließlich gar nicht so viele. Mein Plan war gewesen, eine extra Umrandung auf die Fassung zu häkeln und sie mit Perlen zu füllen, aber die Form der Scheibe schien mir nach einem Freiform-Rand zu verlangen.
Da begann ich das Meeresthema zu sehen. Ich weiß nicht, was ihr in diesem Anhänger seht, aber für mich wurde er Teil eines Korallenriffs und ich wußte, daß ich noch etwas anderes darauf haben wollte. Ich zerbrach mir den Kopf, um mich daran zu erinnern, ob ich vielleicht irgendwo ein Fisch- oder vielleicht ein Krabbenanhängerchen versteckt hatte, und ich war fast schon soweit, mir eins zu bestellen - was nicht gut zu meinem Ziel, meine Vorräte zu benutzen, gepaßt hätte - als mir meine Fische von Melissa Vess einfielen.
Von all ihren wunderschönen Perlen, von denen ich bei weitem nicht genug habe, waren Melissas Fische immer meine Lieblinge. Ich hatte immer das Gefühl, daß ihre Liebe zum Meer und zum Tauchen sie noch besonderer machten.
Leider ist Melissa keine Lampworkerin mehr, weswegen ich noch genauer darüber nachdem, wie ich ihre Perlen in meiner Arbeit verwende.
Und da war er, ein blauer Fisch, der perfekt zum Blau des Achats paßte, als wäre er dafür gemacht worden, durch diese Unterwasserwelt zu schwimmen. Bingo!
Dieser Anhänger, ein Einzelstück, ist jetzt in meinem DaWanda-Shop erhältlich.
Freitag, 30. Januar 2015
Pack die Vorräte an - Crab Agate in Drahthäkelfassung
Ich liebe Batikshirts. Ich habe nie selber Shirts gebatikt, aber ich hatte zwei, die ich vor langer Zeit auf dem Marin County-Flohmarkt gekauft hatte, der immer einer der Höhepunkt jedes Besuchs in Californien war. Tatsächlich habe ich eins davon noch, auch wenn ich es jetzt nur noch daheim trage.
Diese Hippieliebe zog mich wahrscheinlich zu diesem Stein hin, einem Crab Agate (Krabbenachat), was nur ein anderes Wort für einen behandelten Spinnwebachat ist. Man findet sie auch als Crab Fire Agate, aber mit dem Feuerachat haben sie überhaupt nichts zu tun.
Ich kann nicht einmal sagen, wieviele Jahre dieser Achat in meinem Vorrat verbracht haben muß.
Keine Ahnung, ob es die warmen Farben waren, die mich jetzt dazu greifen ließen - geh weg, Winter! - aber um diese Sommervibrationen zu verstärken wählte ich einen orangefarbenen Kupferdraht aus und dazu schöne ziegelrote und topasfarbene Rocailles, Überbleibsel aus anderen Projekten, um eine Fassung zu häkeln, die von beiden Seiten unterschiedlich aussieht und einem damit die Wahl überläßt, wie man den Anhänger trägt.
Let the sunshine in! ;-)
Der Anhänger ist in meinem Zibbet-Shop erhältlich.
Diese Hippieliebe zog mich wahrscheinlich zu diesem Stein hin, einem Crab Agate (Krabbenachat), was nur ein anderes Wort für einen behandelten Spinnwebachat ist. Man findet sie auch als Crab Fire Agate, aber mit dem Feuerachat haben sie überhaupt nichts zu tun.
Ich kann nicht einmal sagen, wieviele Jahre dieser Achat in meinem Vorrat verbracht haben muß.
Keine Ahnung, ob es die warmen Farben waren, die mich jetzt dazu greifen ließen - geh weg, Winter! - aber um diese Sommervibrationen zu verstärken wählte ich einen orangefarbenen Kupferdraht aus und dazu schöne ziegelrote und topasfarbene Rocailles, Überbleibsel aus anderen Projekten, um eine Fassung zu häkeln, die von beiden Seiten unterschiedlich aussieht und einem damit die Wahl überläßt, wie man den Anhänger trägt.
Let the sunshine in! ;-)
Der Anhänger ist in meinem Zibbet-Shop erhältlich.
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