Montag, 14. Oktober 2019

Zibbet-Fundstücke der Woche

Ja, es stimmt. Es ist mehr als drei Jahre her, daß ich das letzte Mal die Fundstücke der Woche gepostet habe, aber ich dachte, es würde Spaß machen, sie an den Montagen zurückzubringen.
Allerdings sind es jetzt nicht mehr die DaWanda-Fundstücke, denn DaWanda gibt es ja nun nicht mehr.
Was wäre besser geeignet für den Start als ein paar Posts, die auf Hallowe'en hinführen? Ich wünsche mir immer noch, es wäre eine große Sache hier in meiner Stadt, mit Verkleiden und allem Drum und Dran. Ich lebe nicht auf dem Land, wo Rübengeister (statt Kürbissen) an manchen Stellen noch Tradition haben, und tatsächlich ist es auch keine Tradition, an der ich jemals teilhaben konnte. Ich weiß nicht, ob sie sie vor meiner Geburt hier in der Stadt hatten, aber ich kann mich nicht daran erinnern, je welche gesehen zu haben.

Beginnen wir diesen Hallowe'en-Countdown mit ein paar Hexen und ihrer Ausstattung, die ich auf Zibbet gefunden habe. Bereit? Dann schnappt euch euren Besenstiel und fliegt!

"Witch"-Armreif von Feathered Gems

Perlen-Hexenstiefelohrringe von Chickamoo

Mother Goose songs and stories antike Lithographie bei Petit Poulailler

Kleine Calico-Hexe von Kilkenny Cat Art

Silberringe Hexe auf dem Besenstiel von Zahour

Halloween-Schild von Sleepy Hollow Prims

Anhänger mit Hexe und Katze auf einem Besenstiel von Cat's Wire

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Oldies but Goodies - Downton Abbey

Ich gehe nicht mehr oft ins Kino. Ein Grund ist, daß ich meine Film gern in kleinen Gruppen oder sogar allein anschaue, in der Bequemlichkeit meines Heims, wo ich meine Füße hochlegen kann wie ich will, wo ich mich nicht mit großen Leuten, die sich immer vor mich setzen, herumschlagen muß, wo niemand sein Handylicht auf die Leinwand richtet, weil er es für lustig hält. Okay, ich übertreibe, aber auch wenn das nicht immer passiert, kommt es doch vor.
Natürlich ist es anders, einen Film im Kino zu sehen, da ist die große Leinwand, und abhängig vom Publikum und seinen Reaktionen kann die perfekte Stimmung entstehen.
Vor etwas mehr als einer Woche ging ich spontan direkt nach der Arbeit ins Kino. Es gab da nur ein kleines Problem. Es war die frühe Nachmittagsvorstellung und ich war allein, erfuhr jedoch, daß sie ein Zwei-Personen-Minimum haben. Warum wartete ich nicht, vielleicht würde ja noch jemand auftauchen. Irgendwie wollten die Elternteil-Kinder-Gruppen, die auftauchten, Downton Abbey nicht sehen. Was für eine Überraschung. Ich ging schließlich zu dem Angestellten hinter der Theke, nicht um mich zu beschweren, aber um doch zu fragen, was denn bei einer Filmvorführung der Unterschied zwischen einer und zwei Personen sei, und er deutete auf seinen Chef, der zufällig dasaß. Ich mache es kurz, am Ende hatte ich soviel Glück, ganz allein in diesem großen Saal zu sitzen (und ich versichere euch, es war eine höfliche Unterhaltung, ich bin selbst kein Fan von penetranten Leuten), und es war eine ganz besondere Erfahrung.

Die heutige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge verlangte von uns Stücke, die von der Ära von Downton Abbey inspiriert wurden.
Bitte denkt daran, daß unsere Regeln ganz schön dehnbar sind. Zum Beispiel habe ich keinen Flapper auf Downton Abbey Charleston tanzen gesehen, aber beide gehören doch in die Zeit. Keiner stellte ein Diamantendiadem vor, das von denen inspiriert wurde, die Maggie Smith trug (ich frage mich warum ;-)). Nichtsdestotrotz kann ich mir nicht vorstellen, daß euch nicht gefällt, was ihr seht.


1 Cat's Wire
2 CymberRain
3 The Crafty Chimp
4 Ganison Atelier
5 Jewelry Art by Dawn
6 RioRita
7 Bijou Bead Boutique

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Lust auf Schwimmen?

Eine Erkältung ärgert mich jetzt schon beinahe eine Woche lang. Ich erspare euch die Details, ich sage nur, daß ich ziemlich kaputt war. Ich fühlte mich nicht groß nach Aufstehen, also schlief ich hauptsächlich, schaute Fernsehen, und ab und zu spielte ich mit Draht oder Delicaperlen.

Das Fläschchen war eine spontane Idee. Ich habe mehrere, die ich von meiner Schwester bekommen habe. Es waren Rocailles darin, also machte es irgendwie Sinn, drumherum zu fädeln. Mein erster Plan war es, etwas für eine, möglicherweise zwei Challenges zu machen, aber das wurde zurückgestellt, als meine Muse beschloß, mir eine neue Idee zu geben.

Ich bin ein Haifan, seit ich ein Kind war, dank der Faszination meines ältesten Bruders mit Haien. Er zeigte mir Bilder und erzählte mir Geschichten von ihnen, und in der 7. Klasse, als wir eine Art Magazin im Deutschunterricht machen mußten, schrieb er für mich einen ganzen Artikel über Haie (es war ein Tiermagazin, was sonst). Denkt dran, daß dies die 70er waren, wir hatten kein Internet und es war nicht so einfach, passende Bilder zu finden - weshalb ich glaube, daß im Band 4 von "Grzimeks Tierleben" (1970) in der Stadtbücherei die Haibilder fehlen, weil wahrscheinlich noch jemand ein Referat über Haie hielt. Ich bekam diese Bilder erst dann zu Gesicht, als ich 1983 meine Ausbildung in der Universitätsbibliothek begann!

In einem Artikel las ich, daß niemand vergessen kann, wie sie das erste Mal "Der weiße Hai" sahen. Ich schätze, ich bin "niemand", weil ich keine Ahnung habe. Ich weiß, daß es nicht im Kino war, weil ich zu jung war, aber ich erinnere mich daran, wie mein Bruder heimkam und total begeistert war. Er sah ihn auch nicht nur das eine Mal.
Ich erinnere mich außerdem, das ich von den Reaktionen der Leute darauf las, zum Beispiel des Vaters, der schrieb, daß seine Tochter erst wegen Psycho das Duschen und nun auch noch das Schwimmen im Meer verweigerte oder der Frau, die ihn zwanzig Mal sah und sich jedesmal übergab.
Auf jeden Fall ist meine halbe Familie Fan, wir nennen ihn of einfach nur "den Fischfilm".

Genug geredet, hier ist nun ein Bild. Nicht perfekt, aber das Beste, was ich auf so kleinem Platz fertigbrachte (der gefädelte Teil ist etwa 3 1/2 cm) und mit einem geschwächten Kopf ;-)

Die Idee für den Meerschaum - ich mag die Abnahmen nicht und dachte daran, sie mit kleinen Perlen abzudecken, keine Peyoteexpertin hier, Leute - kam von meiner Freundin Caroline, danke dafür!!


Bruce, dies ist für dich :-D

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Oldies but Goodies - Der Sommer ist vorbei

Der Sommer ist vorbei auf der nördlichen Halbkugel, and um ihn ein letztes Mal in diesem Jahr zu ehren, war er das Thema in der dieswöchigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge.
Dies ist eine Auswahl davon, was die Teilnehmer als Beiträge ausgesucht haben. Ihr werdet Wasser, Sommerfarben und Blumen finden - eine würdige Hommage an den Sommer, denke ich.


1 und 8 Ganison Atelier
2 und 6 Jewelry Art by Dawn
3 und 7 Cat's Wire
4 und 10 RioRita
5 und 9 Bijou Bead Boutique

Sonntag, 29. September 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Laub

"Laub? Das kriege ich hin!"
Als ich das September-Thema für die Art Elements Design Challenge, das Caroline uns gab, sah, war ich voll und ganz zuversichtlich, daß ich das glänzend hinbekommen würde. Ich hatte schon zuvor Blätter und Blattmuster in Draht und in Perlen gemacht, und ich dachte sogar, daß ich dieses Mal mehr als ein Stück schaffen würde.

BUMM! Leider ist das kein "ich hab's geschafft" BUMM, sondern eins von der Sorte "das Leben kommt dazwischen".
Dies ist also der Teil, in dem ich zu den billigen Entschuldigungen komme, in diesem Fall Arbeit und Gesundheit oder eigentlich eine Kombination von beidem, die dazu neigt, zwar nicht meine Kreativität abzutöten, dafür aber die Fähigkeit, meine Ideen in tatsächliche Dinge umzusetzen. Ich hatte zum Beispiel gehäkelte Drahtblätter in Herbstfarben vor meinem inneren Auge gesehen, aber nachdem ich eins zweimal wieder aufgeribbelt hatte, war mir nicht nach einem neuerlichen Versuch.

Ich vergaß sogar, daß ich schon etwas angefangen hatte, das ich an meinen Puppenkopf hängte, um mich dann für einen Verschluß und Verzierungen zu entscheiden.
Erst vor ein paar Tagen sah ich es zufällig wieder (und ich laufe ständig an diesem Kopf vorbei!) und hatte geplant, gestern nach der Rückkehr von der Arbeit noch etwas daran zu arbeiten, aber dank einer liegengebliebenen S-Bahn brauchte ich drei Stunden, um nach Hause zu kommen, und alles, was ich dort noch wollte, war etwas zu essen und Schlaf.
Heute morgen nun war ich mir nicht einmal mehr sicher, ob es mir ohne ein paar größere Änderungen überhaupt gefiel. Nun fürchte ich, daß es in die Schublade der Ewigen WIPs wandern wird, was kein schöner Aufenthaltsort ist, wie ich gehört habe ;-)

Ich bin froh, daß ich nicht vor euch stehe - naja, tatsächlich sitze - ohne irgendetwas vorweisen zu können.
Ich mache diese Sorte von Blättern gern, man kann sie großartig in Ohrringen, Anhängern oder Halsketten verwenden, und es macht immer Spaß, sie mit dem zu verzieren, was ich gerade so finde.
Hier habe ich für das perfekte Herbstgefühl schokoladenbraune Süßwasser- und matte Karneolperlen verwendet. Schließlich ist Herbst meine liebste Jahreszeit!


Nun kommt das gute Zeug, eine Liste all der anderen Challenge-Teilnehmer, und ich bin mir sicher, daß sie viel mehr zu zeigen haben. Ich freue mich schon darauf, all die Posts und Bilder zu durchstöbern!
Bitte schaut vorbei, ich weiß, ihr werdet nicht enttäuscht werden!

Gäste

Alison - Alysen - Anita - Beth and Evie - Cat (that's me ;-)) - Dawn - Divya - Hope - Jill - Karen - Kathy - LaurieMary - Michelle - Sarah - Sarajo - Tammy 

AE-Teammitglieder

Claire - Cathy - Caroline - Jenny - Lesley - Marsha - Niky - Susan

Donnerstag, 26. September 2019

Oldies but Goodies - Noch mehr Kupfer

Kupfer ist nichts Neues bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, tatsächlich ist es schon das dritte Mal, daß es auftaucht, was kein Wunder ist.
Schließlich ist Kupfer kein neues Material im Schmuckdesign. Oft fangen Schmuckkünstler damit an, daß sie Kupfer benutzen, weil es erschwinglicher als Silber ist, und verlieben sich dann in sein warmes Aussehen, das so schön zu so vielen Farben paßt. Ein Rot oder Grün wird in Kombination mit Kupfer ein völlig anderes Aussehen haben als mit Silber.

Offen gesagt habe ich mich selber immer als Silber- oder Weißgold-frau gesehen. Tatsächlich fing ich das Schmuckmachen mit beschichtetem Kupferdraht an, wenn ich etwas Farbe wollte, aber auch Sterling- und dann Feinsilber. Irgendwann wendete sich das dann, ich merkte, wie sich mir die Schönheit von Kupfer aufdrängte. Vielleicht hatte ich das Gefühl, daß es besser zu dem paßte, was ich machte, vielleicht war ich von den wunderschönen Kupferstücken von anderen inspiriert, auf jeden Fall hatten sich meine Gefühle seit der Zeit, in der ich dauernd ein schwarzes Handgelenk von dem einzigen Kupferarmreif bekam, den ich je als Teenager besaß, völlig verändert.

Die heutige Auswahl zeigt, daß ich mit diesem Gefühl Kupfer gegenüber nicht allein bin. Viel Spaß beim Anschauen.



1 Bijou Bead Boutique
2 RioRita
3 Cat's Wire
4 Jewelry Art by Dawn
5 The Crafty Chimp
6 MC Stoneworks

Donnerstag, 19. September 2019

Oldies but Goodies - Schwarz und blau

Die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge in dieser Woche war kinderleicht. Oder?
Das Thema war schwarz UND blau, nicht schwarz ODER blau, aber wir hatten Glück, das hieß nicht, daß andere Farben im Stück gar nicht erlaubt waren.
Schwarz und blau ist tatsächlich eine ziemlich coole Farb-kombination, wie ihr an den geposteten Bildern erkennen könnt, und vielleicht sollte ich das ja als Inspiration nutzen. Ich denke hierbei an Perlenweben ....
Für den Moment aber habe ich diese Collage von fabelhaften Stücken für euch. Die Auswahl war wieder mal ganz schön schwierig!


1 Jewelry Art by Dawn
2 CymberRain
3 Bijou Bead Boutique
4 MC Stoneworks
5 RioRita
6 Cat's Wire
7 The Crafty Chimp

Donnerstag, 12. September 2019

Oldies but Goodies - Festliche Farben

Was gibt es über die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge dieser Woche zu sagen? Ich denke, der Titel spricht für sich selber ... festliche Farben.
Obwohl ich gerne sage, daß Schwarz meine Lieblingsfarbe ist - ja, ich weiß, es ist nicht wirklich eine Farbe - brauchen wir alle etwas Farbe in unserem Leben, vielleicht noch mehr in dieser Zeit.
Ich hoffe, ihr werdet die heutige Auswahl mögen (und bitte klickt für mehr Detail auf das Bild)!


1 Bijou Bead Boutique
2 RioRita
3 Ganison Atelier
4 MC Stoneworks
5 Cat's Wire
6 Jewelry Art by Dawn

Montag, 9. September 2019

Nostalgie - 50er Jahre Figuren

Vor einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte, hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich Vintagestücke zeigte. Über die Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen, aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt, manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere. Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.

Diesmal wollte ich euch zwei sehr alte Freunde von mir vorstellen.
Messingpferd und -babyelefant gehörten meiner Großmutter. Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind mit ihnen spielte. In meiner Vorstellung war der kleine Elefant eine Waise, die vom Pferd adoptiert worden war. Ich ließ sie überall in der Wohnung meiner Oma herumlaufen - die allerdings nicht sehr groß war - und wenn sie eine Pause machten, trank das Baby Milch bei dem Pferd. Fragt mich nicht warum, ich war ja auch das Kind, das die kleinen Spielkarten bei meinen anderen Großeltern wie Puppen benutzte, die Unterhaltungen führten und ausgingen (mir gefielen die Bilderkarten so gut). Ich hatte eine Menge Vorstellungskraft und konnte manchmal stundenlang so spielen.


Leider sind sie nicht markiert. Ich weiß, daß sie nicht Walter Bosse sind, weil der Stil realistischer ist. Es überrascht mich nur, daß ich sie bisher noch nirgendwo anders finden konnte oder zumindest etwas im selben Stil, denn ich bin überzeugt, daß diese Figuren in den 50ern genauso populär waren wie die wunderbar verspielten Bosse-Stücke. Hier ist eine Katze, die in meiner Küche hart arbeiten, Geschirrtücher und Topflappen halten muß, ich glaube, sie ist immer noch überrascht über diesen Job ;-)


Bei einem Flohmarkt vor ungefähr zehn Jahren fand ich diese Katze. Ich schätze, sie ist jünger als meine alten Freunde, da ihre Oberfläche rauher aussieht, aber ich habe mich in ihre elegante Haltung verliebt und der Preis war sehr vernünftig.
Wie ihr sehen könnt, ist sie auch viel größer als Pferd und Elefant, also habe ich sie nicht zusammen aufgestellt. Sie hat gewöhnlich den Job, meine beiden wunderbaren Erinnerungsketten von Merlin und Meffi zu halten, von meiner Freundin Dawn gemalt, während Pferd und Elefant einen Teil meiner persönlichen Bibliothek bewachen, sicher hinter Glas.


Einige Zeit bevor meine Großmutter starb, gab sie mir den kleinen Elefant. Etwas später sah ich dann das Pferd im Bücherregal meines jüngeren Bruders stehen. Ich konnte es nicht ertragen, sie getrennt zu sehen und bettelte ihn praktisch an, es mir zu geben. Glücklicherweise hatte er nicht nur keinerlei sentimentale Bindung dazu, anders als ich, sondern er war auch in einem Alter, in dem er an einer solchen Figur überhaupt nicht interessiert war. Keine Sorge, er hat es noch nicht bereut, sie mir gegeben zu haben ;-)
Wann immer ich diese beiden nun zusammen sehe, trägt mich das in der Zeit zurück, in die Wohnung meiner Oma. Ich sehe ihren Fernsehsessel, ihren Plattenspieler, das Tischtuch mit den Fransen (noch etwas, womit ich gerne spielte), und der Wohnzimmerschrank, wo sie darauf warteten, daß ich sie herunterholte und mit ihnen spielte.

Freitag, 6. September 2019

Pack die Vorräte an - Lampwork, Silber und Kristalle

In letzter Zeit habe ich daran gearbeitet, mehr Ohrringe zu machen. Ihr wißt, daß ich manchmal ein Problem damit habe, das gleiche Stück zweimal zu machen. Als ich also wieder einmal auf der Suche nach Inspiration meinen Lampworkvorrat durchforschte, fand ich diese wunderschönen Tropfen-Headpins in Sterlingsilber von Iced Moments.
Der einfachste Weg, sie zu benutzen, ist es, einfach das Silber zu Ohrhaken zurechtzubiegen, auf diese Art habe ich für mich selber ein Paar Ohrringe "gemacht". Für diese hier wollte ich etwas mehr, nicht zuviel aber, damit die Tropfen die Hauptattraktion bleiben.

In meinem Kristallvorrat habe ich immer noch ein paar 2 mm Kristalle, und diese drei Farben - ein Saphirblau und ein Grau und Hellblau in einer Art Opalitschimmer - schienen perfekt für die Ohrringe zu sein, also wickelte ich sie mit einem feinen Sterlingsilberdraht auf.
Nur noch ein Paar meiner handgemachten Ohrhaken und da habt ihr es. Man braucht gar nicht immer viel.

Donnerstag, 5. September 2019

Oldies but Goodies - Muster

Habt ihr ein Lieblingsmuster? Ich erinnere mich an ein großartiges Paar Caprihosen mit breiten blauen und weißen Streifen, damals in den 80ern. Ich habe sie so geliebt! Oder die feingestreiften Jeans in grau und schwarz, eine in den 80ern, die andere in den 90ern, ich vermisse beide!
Oder dieser karierte Rock - den vermisse ich nicht so sehr. Für mich selber mochte ich auch Blumen nicht so gern, aber dieses weite Kleid aus den frühen 80ern in einem hellen Karo war so hübsch. Ich trug jedoch nie "Punkerkaro" oder die damals modernen Karottenhosen mit Tartanmuster.

Natürlich gibt es aber soviel mehr da draußen als nur Blümchen, Streifen oder Karo, das waren einfach nur die ersten, die mir eingefallen sind. Ihr wollt Beweise? Dann schaut euch einfach diese Collage aus der neuesten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge an, wo wir diesmal Muster zeigten. Wie immer möchte ich euch dazu ermutigen, auch den Originalthread zu besuchen, denn eine Collage reicht einfach nicht dazu aus, alles zu zeigen!


1 Togan
2 The Crafty Chimp
3 Jewelry Art by Dawn
4 Cat's Wire
5 MC Stoneworks
6 RioRita
7 Bijou Bead Boutique

Samstag, 31. August 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Oktopusse

Erstens ... es steht euch frei, sie als Oktopoden zu bezeichnen, falls ihr das bevorzugt, aber während ich das immer selber sagte, mag ich jetzt, wie witzig es sich anhört, wenn man Oktopusse sagt, und es ist nicht mal falsch (danke, Duden)

Zweitens, als Claire das Thema für die Art Elements August Themenchallenge ankündigte - Oktopus - legte ich in meinem Sessel einen kleinen Tanz hin. Nicht nur liebe ich Oktopusse, sondern ich bin vielleicht auch ein klein wenig besessen davon, sie zu machen.
Anfangs wurde ich von dem Polymer Clay-Oktopus inspiriert, den meine Freundin Star machte und der mich genau in diesem Moment anschaut.
 


Ich brauchte schon einige Stunden, um meinen Oktopus aus Draht zu häkeln. Der Mann kam später dazu und es war nicht gedacht, daß er in den Tentakeln endet, aber ihr wißt ja, wie solche Dinge passieren. Sie sind bis heute in ihrer tödlichen (?) Umarmung und sitzen in der Meeresabteilung meiner Steiffsammlung.



Dann kam Hank, der kleine Lampworkdieb, ebenfalls aus Draht gehäkelt.



Nach einer langen Pause vom Oktopusmachen (aber ohne je die Liebe zu ihnen zu verlieren) fing ich mit dem Drahtweben an, und das setzte mich erst richtig in Gang. Anstatt euch jede einzelne Geschichte zu erzählen habe ich eine kleine Collage gemacht (minus einem, von dem ich anscheinend kein Bild gemacht habe). Da ist der winzige Barney ganz oben, und nun könnt ihr sehen, wie ich mehr und mehr davon besessen war, diese Tentakel zu verdrehen. Mann, es macht aber auch Spaß, sie zu weben!!



Also beschloß ich, ein großes Stück für diese Challenge zu machen, und vielleicht noch ein kleines. Das kleine ist noch nicht passiert, und ich dachte ehrlich nicht mal, daß ich das große rechtzeitig hinbekommen würde, obwohl ich diesmal wirklich früh angefangen habe. Mein erster Schritt war es, kleine Cabochons zu bestellen.


Warum? Das hier ist warum.




Ich wollte meine eigenen Oktopusbabys, aber statt sie alle in einer Farbe zu machen, entschied ich mich für eine Vielzahl an Farben. Ich wählte Achat, Sodalith, Zoisit, Jaspis, Aventurin, Amethyst, Rosenquarz und mehr. Jeder Cabochon bekam sein eigenes Webmuster, und voilà, eine Armee von Oktopusbabys, bereit, die Welt zu übernehmen, muahahaaaaaa!



Tatsächlich war das der einfache Teil. Wie sollte ich sie jetzt zusammensetzen? Ich könnte sie von einer Kette baumeln lassen, aber eine Tentakelarmee ist nicht ganz so effektiv, wenn sich diese Tentakel immer verheddern. Ich legte sie immer wieder aus, mal so, mal so, ich glaube, sie wurden meiner ziemlich müde.

Erst vor zwei Tagen wußte ich plötzlich, was ich tun wollte. Das Video hätte mich viel eher auf die Idee bringen sollen. Diese Babys brauchten eine Mutter!
Eine meiner leichtesten Übungen - nun ja, nicht wirklich, denn jetzt wurde ich so langsam nervös, ob ich das rechtzeitig hinkriegen würde. UND ich wußte immer noch nicht, wie ich das alles letztendlich zusammensetzen sollte.
Ein wenig tiefes Einatmen, eine Menge Fluchen und etwas dramatisches Brüllen "Ich kann das hier nicht, ich bin nutzlos!" später hatte ich es dann - fast. Schwer zu glauben und doch wahr, es kann einem genau die Kettensorte ausgehen, die man braucht, während alle anderen noch reichlich da sind. Ich fand aber gerade noch genug, um meine Babys an den Enden zu verbinden. Puh.

Ich mache selten große übertriebene Halsketten, aber das hier ist eine davon, und ich liebe jeden kleinen Tentakel.
Ein Bild zu machen war jedoch nicht einfach, es war etwas überfüllt im Lichtzelt und etwas zu früh am Morgen, um ein Foto im Garten zu mache, und außerdem hatte ich nur vier Stunden Schlaf.
Ich versuche es später nochmal besser hinzubekommen, also habt bitte Geduld mit mir.





Meine Damen und Herren, dies ist ein Blog Hop. Wieder einmal bitte, nein, befehle ich euch, zu diesen Links zu gehen und zu sehen, was die anderen Teilnehmer so zu bieten haben. Es ist es wert, ehrlich. Tut es jetzt. Danke ;-)

Gäste
 
Cat (das bin ich ;-)) - Evie und Beth - Hope - Karen - Kathy - Melissa - Michelle - Rozantia - Sarajo - Tammy

AE Teammitglieder
 
Cathy - Claire - Jenny - Laney - Lindsay - Marsha

Zu guter Letzt möchte ich Claire für dieses fantastische Thema danken. Ich habe so ein Gefühl, daß sie und ich dieselbe Liebe für Oktopusse teilen ....

P.S. Ups, ich habe beinahe meinen eigenen Fimo-Oktopus vergessen. Das geht gar nicht, er ist so schon grummelig genug! ;-)


Donnerstag, 29. August 2019

Oldies but Goodies - Mehr monochrome Schönheiten

Wir hatten das Thema monochrom schon früher in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, und da ich heute etwas in Eile bin, werde ich aus meinem letzten Post klauen, in dem ich von Wikipedia geklaut habe ;-)
Monochrom beschreibt Bilder, Zeichnungen, Design oder Fotografien in einer Farbe oder verschiedenen Tönen einer Farbe. Bilder, die nur Grauschattierungen verwenden (mit oder ohne Schwarz und Weiß) werden Graustufenbilder (oder in der Malerei auch Grisaille) oder Schwarweißbilder genannt.

Ohne weiteres Aufheben also, auf zu den Bildern!


1 CymberRain
2 RioRita
3 Cat's Wire
4 MC Stoneworks
5 Togan
6 The Crafty Chimp
7 Bijou Bead Boutique
8 Jewelry Art by Dawn

Donnerstag, 22. August 2019

Oldies but Goodies - Wir lieben Lila!

Letztes Mal war Lila 2016 das Challengethema, es wurde vom Song Purple Haze inspiriert.
Dazu weiß ich diesmal nichts, aber ich weiß, daß wir in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ein paar echte Schönheiten haben - lila Schönheiten.
Nun muß ich etwas gestehen. Lila verwirrt mich. Nicht die Farbe oder vielleicht doch die Farbe, denn ... was ist Lila? Was ist der Unterschied zwischen Purpur und Violett und Lila?
Es ist nicht das erste Mal, daß ich mich das gefragt habe, das geht schon so, seit ich ein Kind war. Ich beschloß schließlich nach dem, was ich gehört hatte, daß Lila blauer war und Violett röter. Ja, nein. Schätze ich. Ich weiß nicht. Wenn man hinaus ins Internetland geht, findet man alle möglichen Erklärungen und Meinungen, und es schien mir als wären sie sogar unterschiedlich abhängig davon, ob ich Deutsch oder Englisch suchte.
Was glaubt ihr denn, was es ist?
Hier ist ein Link, der euch vielleicht hilft. Ich dachte, er hilft mir, aber dann fand ich den nächsten und den nächsten, und ich bin so verwirrt wie zuvor.
Worüber ich nicht verwirrt bin ist, daß wir bei JAC zum Glück recht offen mit den Regeln sind, also mußte ich mir keine Gedanken darüber machen, etwas Falsches abzuliefern, und meine JAC-Kollegen genauso wenig :-) Bitte sehr.


1 MC Stoneworks
2 Jewelry Art by Dawn
3 Cat's Wire
4 Bijou Bead Boutique
5 Togan
6 The Crafty Chimp
7 RioRita

Donnerstag, 15. August 2019

Oldies but Goodies - Es baumelt wieder

Wir sind zurück! Die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge hatte eine kleine Pause eingelegt, aber nun sind wir zurück. Ich freue mich sagen zu können, daß ich euch ein paar wirklich schöne Stücke zeigen kann, und da sind ja noch soviel mehr im ursprünglichen Thread, die ich nicht in die Collage packen konnte, ohne daß die einzelnen Bilder sehr klein geworden wäre, also schaut doch bitte bei JAC vorbei!
Das Thema war in dieser Woche "Baumeln". Wir hatten es schon mal vor etwas weniger als einem Jahr und wieviele baumelnden Dinge kann man haben? Nie genug! ;-)

Letztes Mal habe ich euch die Geschichte von einem Paar Baumelohrringe erzählt, die ich einer Freundin geschenkt hatte.
Diesmal erzähle ich euch davon, wie meine Freundin (eine andere) und ich uns Ohrlöcher stechen ließen. Zunächst sollte ich erwähnen, daß wir diesbezüglich beide kleine Angsthasen waren. Wir hatten sogar eine Übereinkunft, daß wir uns die Ohren nicht stechen lassen würden, bevor wir, nun ja, alt wären. Alles ist alt, wenn man ein Teenager ist. Dann jedoch beschleunigte meine Freundin die Sache. Zu meinem Geburtstag schenkte sie mir einen Gutschein fürs Ohrlochstechen, wobei sie sehr genau wußte, daß ich ihr einfach einen zu ihrem Geburtstag zurückschenken würde, der nur acht Tage später ist!

Wir zogen also zusammen los. Um ehrlich zu sein erinnere ich mich nicht daran, meine Mutter um Erlaubnis gefragt zu haben, aber das muß ich wohl getan haben, sonst hätten sie es gar nicht gemacht. Wir hatten uns schon unsere "medizinischen" - sprich antiallergenen - Ohrstecker ausgesucht, einfach kleine gefaßte Straßsteine, die es in allen möglichen Farben gab. Meine waren hellblau.
Wir gingen mit dem ganzen sehr verantwortungsvoll um. Wir hatten das Fläschchen mit dem Desinfektionsmittel und säuberten unsere Ohrläppchen und Ohrringe jeden Tag. Wir drehten die Stifte in unseren Ohren, um sicherzustellen, daß sich das Loch nicht drumherum schließen würde. Ja, das wurde uns damals so als echte Gefahr verkauft, und wir stellten uns vor, wie die Ohrstecker auf ewig in unseren Ohren festsitzen würden, aaaaaaah!
Nach einem Monat dann, als uns "offiziell" erlaubt war, die Stecker zu entfernen, gingen wir zu einem Laden, um uns echte Ohrringe zu kaufen, soll heißen, verrückt, modern, lang, auffallend, baumelnd! Ich vermisse diesen Laden. Sie hatten Klamotten und Modeschmuck, und ich probierte dort oft Sachen an, die ich mir nie hätte kaufen können. Es ist witzig, denn sogar damals war ich schon nicht so wild auf Mode. Ich erinnere mich, daß sie ein Paar lila Jeans hatten, die ich so liebte, aber ich konnte sie mir nicht leisten.

Genug gequatscht jetzt aber, Zeit für ein paar Bilder. Trommelwirbel bitte!


1 The Crafty Chimp
2 Jewelry Art by Dawn
3 MC Stoneworks
4 Togan
5 RioRita
6 Bijou Bead Boutique
7 Cat's Wire

P.S. Zu eurer Unterhaltung dachte ich, ich zeige euch ein paar der Ohrringe, die ich in den alten Zeiten getragen hatte, nur die baumelnden. Natürlich sind das bei weitem nicht alle, die ich besaß oder die ich vielleicht noch in einer Schublade habe. Manche davon sind nur noch in Teilen übrig, oft fehlt einer oder sie haben ihre Ohrhaken verloren -  ich habe wahrscheinlich die größte Sammlung an einzelnen Ohrringen auf der Welt ;-) - aber sie nehmen in meiner kleinen Ohrring-Erinnerungsschachtel ja nicht viel Platz weg.
Amüsant ist, daß ich mich noch erinnere, wo ich die meisten davon gekauft habe, oder ich weiß noch eine Geschichte, die mit ihnen zusammenhängt, zum Beispiel wo ich den zweiten verloren habe. Ich bin selber überrascht, daß doch einige davon Sterlingsilber sind, wahrscheinlich habe ich die kaputten billigen längst hinausgeworfen.
Und ehrlich jetzt, wer würde denn nicht ein Paar Silberhummer in den Ohren tragen wollen? ;-)


P.P.S. Unglaublich. Ich dachte, ich hätte mir eingebildet, daß ich noch einen meiner ersten Ohrringe habe, aber hier ist er, 40 Jahre alt.


 

Donnerstag, 8. August 2019

Weltkatzentag

Ich hatte die Ehre, über die Jahre vielen Tieren mein Heim zu öffnen. Einige davon kamen sehr jung zu uns, andere waren schon alt. Einige davon gingen viel zu früh - obwohl es immer zu früh ist - andere begleiteten mich viele Jahre lang. Einige davon vermisse ich ... vergeßt es, ich vermisse sie alle.
Es sind so viele Erinnerungen, gute, schlechte, glückliche, traurige.

Heute is Weltkatzentag und ich möchte die Gelegenheit nutzen, all den Katzen in meinem Leben zu danken. Es gab Zeiten, in denen ihr mich in den Wahnsinn getrieben habt, denn das steht in eurer Stellenbeschreibung, aber es gab auch all diese kostbaren Momente, in denen ihr euch an mich gekuschelt habt, wenn ich traurig war, in denen ihr mich zum Lachen gebracht habt, weil ihr albern wart, oder zum Quietschen, wenn ihr so goldig war, daß ich euch einfach drücken oder festhalten wollte.
Ich habe das Präteritum verwendet, was wirklich nicht fair ist, da Ponder und Gundel hier sind, um mich wahnsinnig zu machen und zum Lächeln zu bringen.

Auf euch alle!

Dude - der Gentlekater aus Kalifornien, mit dem alles begann, indem du mein Herz auf den ersten Blick erobertest, woraufhin ich vier Stunden mit dir in den Armen unter dem Zitronenbaum verbrachte, während du, so nach Liebe hungernd, auf mein Shirt sabbertest. Wir hatten nicht geplant, mit Katze heim nach Deutschland zu kommen, bereuten es aber keinen Moment lang.

Mim - die Katze, die zweimal ins Tierheim zurückkam, weil sie "gemein war", die keine Schoßkatze war, aber die liebste Katze ohne einen (!) gemeinen Knochen im Leib, die erst lernen mußte, Menschen wieder zu vertrauen, die immer dort sein mußte, wo wir gerade waren. Ich werde nie vergessen, wie dein Dad sich in Fechtklamotten mit dir unter die Dusche stellte, um ein "Milchbad" auf deine gereizte Haut aufzutragen, weil der Versuch im Waschbecken so kläglich gescheitert war.

Jester - das einäugige Katzenkind so voller Energie, das uns nur ein paar Monate schenkte. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt und ich hätte dir mehr geben können. Wenigstens mußtest du nicht auf der Straße leben, wo du gefunden worden warst, und du wurdest geliebt.

Magica - das Kätzchen, das jede Nacht bei mir schlief, um an meinem Shirt zu nuckeln. Du kamst zusammen mit Jester zu uns und trugst leider dieselbe Krankheit in dir. Du hast uns viel zu früh verlassen, mein süßes Mädchen.

Gandalf - wir holten dich am Tag nachdem wir Jester verloren hatte, weil Magica zu jung war, um nur zwei ältere Katzen als Gesellschaft zu haben. Daß du nur ein Auge hattest, schien ein Zeichen zu sein. Du warst erst so schüchtern und schätztest deine Privatsphäre, als du älter wurdest, aber dann bist du aufgetaut, und ehrlich, du warst der einzige Kater, der je meinen Arm besprungen hat! ;-)

Merlin - mein Herz. Du schliefst jede Nacht in meinem Arm, nachdem wir dich als Kätzchen aus einem ländlichen Hinterhof "gestohlen" hatten (mit Erlaubnis des Hauseigentümers, dessen Mieter die Katzen vernachlässigte), ohne zu wissen, daß deine Familie am nächsten Tag von der Katzenhilfe abgeholt werden würde. Du warst der ruhigste, entspannteste Kater, den ich je kennengelernt habe. Du warst der Klebstoff in unser kleinen Katzengesellschaft, der Vermittler, und natürlich Meffis und meine große Liebe.

Mephista - du warst die Königin und ein absolutes Papakind, bevor er uns verließ, danach warst du sowas von mein Mädchen (danke nochmal dafür, daß du ihm einmal die kalte Schulter zeigtest). Merlin und du wart ein Traumpaar, der große schwarz-weiße Kater und die kleine Tigerdame. Nachdem er nicht mehr da war, warst du sehr allein, aber wenigstens hattest du noch mich.

Greebo - das ewige Katzenkind. Du warst so sehr mein Baby, schmusig und knuddling und verspielt, fast bis zum Schluß. Das einzige Mal, daß ich wirklich das Raubtier in dir sah, war, als ich euch Eintagsküken mit nach Hause brachte. Du warst der, der eine Viertelstunde lang mit dem Küken im Maul unter dem Tisch saß und mich anknurrtest! Du warst außerdem ein Papierknabberer und der beste Gummibandapportierer rundherum.

Esme - du warst meine Prinzessin, mein umwerfendes Mädchen. Wenn du aber deine fünf Minuten hattest, konntest du dich in ein Monster verwandeln, wenn ich zum Beispiel wagte zu pfeifen. Dank dir bin ich mir immer noch sicher, daß unsere vintage Kommode von einem Geist besessen war, weil du ausflipptest, wenn ich ihr zu nahe kam (gut, daß dein Dad sie mitgenommen hat). Auch du warst ein Papakind, lerntest aber, es zu lieben, wenn du dich an meinem Bein entlang ausgestreckt schlafen konntest, wobei mein Arm auf deinem Bauch lag.

Ponder - du, mein Herr, bist die lauteste Katze von ihnen. Ein Nein hast du nie gelten lassen, nicht mal als Kätzchen. Quarantäne? Keine Chance! Deine Karriere als Ausbruchskünster hast du in sehr jungem Alter begonnen. Du nimmst dir, was du haben willst. Du bist groß und tough, aber dahinter steckt ein weiches kleines Herz. Als Gandalf ging, war das so schlimm für dich, daß du dir den gesamten Bauch kahl lecktest. Du bist mein großer Junge.

Gundel - manchmal denke ich, du bist eine Mischung aus Meffi und Esme mit deinem ganz eigenen Dreh. Du bist entzückend und bringst mich zum Lachen. Du bist so süß, daß ich dich fressen könnte. Dank an meine Schwester dafür, daß sie diese kleine Streunerin in mein Leben gebracht hat.



Okay, ich habe geheult, während ich das hier geschrieben habe. Ich vermisse sie alle so sehr, aber sie haben mein Leben auch soviel besser gemacht. Ich schäme mich nicht, das zuzugeben.

Habt ihr eine Erinnerung, die ihr mit uns in den Kommentaren teilen möchtet? Ich würde sie gern hören! Fröhlichen Weltkatzentag!

Dienstag, 6. August 2019

Nostalgie - Die Tote aus der Seine

Vor einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte, hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich Vintagestücke zeigte.
Über die Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen, aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt, manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere.
Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.

Ich fange mit der "Unbekannten aus der Seine" an, "L'Inconnue de la Seine".
Man findet die Geschichte tausendfach im Netz, das schöne junge Mädchen, das in der Seine ertrank, wahrscheinlich ein Freitod, da keine Gewaltanwendung zu erkennen war, der Pathologe im Pariser Leichenschauhaus, der so verzaubert von ihrem wunderschönen Gesicht und Lächeln war, daß er einen Gipsabdruck von ihrem Gesicht machte, von dem wiederum Abgüsse zum Verkauf hergestellt wurden.
So traurig, so geheimnisvoll - genau die Art Legende, die wir heute noch mögen, also wird sie immer wieder einmal erzählt.
Damals hängten die Bohemiens von Paris diese Maske in ihren Dielen auf, Künstler und Schriftsteller waren von der "ertrunkenen Mona Lisa", wie sie Camus nannte, inspirierte. Man sagt, sie sei das meistgeküßte Gesicht der Welt, nachdem die ersten Reanimations-puppen nach unserer schönen Unbekannten modelliert wurden.

Später gab es Zweifel an dem möglichen Wahrheitsgehalt der Legende. Maskenhersteller und Ärzte meinten, es gäbe einen Unterschied zwischen Lebend- und Totenmasken, einen sogar noch größeren, wenn ein Toter im Wasser war. War es nur ein schlauer Werbetrick, um mehr Masken zu verkaufen?
Was auch immer die Wahrheit ist, das Mädchen bereitete mir etwas Unbehagen, als ich ein Kind war. Ja doch, sie hing bei uns daheim, und nun wird sie bei mir hängen.
Ich weiß nicht, ob ich irgendjemanden deswegen gefragt habe, aber ich erinnere mich, daß ich dachte, das sei doch ein sehr kleines Gesicht, bevor ich alt genug war, um zu verstehen, daß das kein 1:1 Abdruck war.
Nun teilte eine Freundin von mir die Geschichte, weil sie den Teil mit der Reanimationspuppe interessant fand, und ich konnte mir nicht helfen, ich mußte sofort meine Mutter wegen der Maske belästigen. Tatsächlich war nicht viel Triezen nötig. Sie hatte sie abgenommen und weggelegt, hatte aber kein Problem, sie zu finden, und ich habe so das Gefühl, daß es ihr nicht ganz unrecht war, sie aus dem Haus zu haben, nachdem sie "sie so lange hatte anschauen müssen" ;-)
Hier ist also nun unsere Unbekannte.

Nicht alle Abgüsse sind gleich. Diese hat ein Lächeln, das mir tatsächlich besser gefällt als das des Originals.

Nun wurde ich neugierig, ob ich wohl herausfinden könnte, welcher der vielen Hersteller unsere Unbekannte gemacht hatte. Ich fand diese Keramikmarke auf der Rückseite, die erst nicht ganz einfach zu erkennen war, dann war es aber dank der Webseite Museum Europäischer Keramikkunst (es ist purer Zufall, daß der Verein, der die Seite macht, in meiner Heimatstadt sitzt!), nicht so schwer herauszufinden.
Sie gehört der Majolika Keramik Manufaktur Karlsruhe (auf deren Webseite ihr die Marke viel deutlicher sehen könnt, falls ihr daran interessiert seid). Leider gibt die Marke mir keinen Anhaltspunkt, wann genau sie diese Masken herstellten, unsere muß jedoch aus den frühen 60ern sein.


Wollt ihr noch mehr dazu lesen? Die interessantesten Artikel (das ist aber nur meine Meinung) sind leider nur auf Englisch.
So gibt es von diesem Hersteller - Felice Calchi - zwei Posts hier und hier.
Dann wäre da noch dieser Artikel aus der New York Times.
Ich könnte noch viel mehr auflisten, aber ich denke, die findet ihr leicht selber, wenn ihr mal ein bißchen Zeit habt.

Also - sehen wir uns nächstes Mal bei "Nostalgie"? :-)