Donnerstag, 22. August 2019

Oldies but Goodies - Wir lieben Lila!

Letztes Mal war Lila 2016 das Challengethema, es wurde vom Song Purple Haze inspiriert.
Dazu weiß ich diesmal nichts, aber ich weiß, daß wir in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ein paar echte Schönheiten haben - lila Schönheiten.
Nun muß ich etwas gestehen. Lila verwirrt mich. Nicht die Farbe oder vielleicht doch die Farbe, denn ... was ist Lila? Was ist der Unterschied zwischen Purpur und Violett und Lila?
Es ist nicht das erste Mal, daß ich mich das gefragt habe, das geht schon so, seit ich ein Kind war. Ich beschloß schließlich nach dem, was ich gehört hatte, daß Lila blauer war und Violett röter. Ja, nein. Schätze ich. Ich weiß nicht. Wenn man hinaus ins Internetland geht, findet man alle möglichen Erklärungen und Meinungen, und es schien mir als wären sie sogar unterschiedlich abhängig davon, ob ich Deutsch oder Englisch suchte.
Was glaubt ihr denn, was es ist?
Hier ist ein Link, der euch vielleicht hilft. Ich dachte, er hilft mir, aber dann fand ich den nächsten und den nächsten, und ich bin so verwirrt wie zuvor.
Worüber ich nicht verwirrt bin ist, daß wir bei JAC zum Glück recht offen mit den Regeln sind, also mußte ich mir keine Gedanken darüber machen, etwas Falsches abzuliefern, und meine JAC-Kollegen genauso wenig :-) Bitte sehr.


1 MC Stoneworks
2 Jewelry Art by Dawn
3 Cat's Wire
4 Bijou Bead Boutique
5 Togan
6 The Crafty Chimp
7 RioRita

Donnerstag, 15. August 2019

Oldies but Goodies - Es baumelt wieder

Wir sind zurück! Die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge hatte eine kleine Pause eingelegt, aber nun sind wir zurück. Ich freue mich sagen zu können, daß ich euch ein paar wirklich schöne Stücke zeigen kann, und da sind ja noch soviel mehr im ursprünglichen Thread, die ich nicht in die Collage packen konnte, ohne daß die einzelnen Bilder sehr klein geworden wäre, also schaut doch bitte bei JAC vorbei!
Das Thema war in dieser Woche "Baumeln". Wir hatten es schon mal vor etwas weniger als einem Jahr und wieviele baumelnden Dinge kann man haben? Nie genug! ;-)

Letztes Mal habe ich euch die Geschichte von einem Paar Baumelohrringe erzählt, die ich einer Freundin geschenkt hatte.
Diesmal erzähle ich euch davon, wie meine Freundin (eine andere) und ich uns Ohrlöcher stechen ließen. Zunächst sollte ich erwähnen, daß wir diesbezüglich beide kleine Angsthasen waren. Wir hatten sogar eine Übereinkunft, daß wir uns die Ohren nicht stechen lassen würden, bevor wir, nun ja, alt wären. Alles ist alt, wenn man ein Teenager ist. Dann jedoch beschleunigte meine Freundin die Sache. Zu meinem Geburtstag schenkte sie mir einen Gutschein fürs Ohrlochstechen, wobei sie sehr genau wußte, daß ich ihr einfach einen zu ihrem Geburtstag zurückschenken würde, der nur acht Tage später ist!

Wir zogen also zusammen los. Um ehrlich zu sein erinnere ich mich nicht daran, meine Mutter um Erlaubnis gefragt zu haben, aber das muß ich wohl getan haben, sonst hätten sie es gar nicht gemacht. Wir hatten uns schon unsere "medizinischen" - sprich antiallergenen - Ohrstecker ausgesucht, einfach kleine gefaßte Straßsteine, die es in allen möglichen Farben gab. Meine waren hellblau.
Wir gingen mit dem ganzen sehr verantwortungsvoll um. Wir hatten das Fläschchen mit dem Desinfektionsmittel und säuberten unsere Ohrläppchen und Ohrringe jeden Tag. Wir drehten die Stifte in unseren Ohren, um sicherzustellen, daß sich das Loch nicht drumherum schließen würde. Ja, das wurde uns damals so als echte Gefahr verkauft, und wir stellten uns vor, wie die Ohrstecker auf ewig in unseren Ohren festsitzen würden, aaaaaaah!
Nach einem Monat dann, als uns "offiziell" erlaubt war, die Stecker zu entfernen, gingen wir zu einem Laden, um uns echte Ohrringe zu kaufen, soll heißen, verrückt, modern, lang, auffallend, baumelnd! Ich vermisse diesen Laden. Sie hatten Klamotten und Modeschmuck, und ich probierte dort oft Sachen an, die ich mir nie hätte kaufen können. Es ist witzig, denn sogar damals war ich schon nicht so wild auf Mode. Ich erinnere mich, daß sie ein Paar lila Jeans hatten, die ich so liebte, aber ich konnte sie mir nicht leisten.

Genug gequatscht jetzt aber, Zeit für ein paar Bilder. Trommelwirbel bitte!


1 The Crafty Chimp
2 Jewelry Art by Dawn
3 MC Stoneworks
4 Togan
5 RioRita
6 Bijou Bead Boutique
7 Cat's Wire

P.S. Zu eurer Unterhaltung dachte ich, ich zeige euch ein paar der Ohrringe, die ich in den alten Zeiten getragen hatte, nur die baumelnden. Natürlich sind das bei weitem nicht alle, die ich besaß oder die ich vielleicht noch in einer Schublade habe. Manche davon sind nur noch in Teilen übrig, oft fehlt einer oder sie haben ihre Ohrhaken verloren -  ich habe wahrscheinlich die größte Sammlung an einzelnen Ohrringen auf der Welt ;-) - aber sie nehmen in meiner kleinen Ohrring-Erinnerungsschachtel ja nicht viel Platz weg.
Amüsant ist, daß ich mich noch erinnere, wo ich die meisten davon gekauft habe, oder ich weiß noch eine Geschichte, die mit ihnen zusammenhängt, zum Beispiel wo ich den zweiten verloren habe. Ich bin selber überrascht, daß doch einige davon Sterlingsilber sind, wahrscheinlich habe ich die kaputten billigen längst hinausgeworfen.
Und ehrlich jetzt, wer würde denn nicht ein Paar Silberhummer in den Ohren tragen wollen? ;-)


P.P.S. Unglaublich. Ich dachte, ich hätte mir eingebildet, daß ich noch einen meiner ersten Ohrringe habe, aber hier ist er, 40 Jahre alt.


 

Donnerstag, 8. August 2019

Weltkatzentag

Ich hatte die Ehre, über die Jahre vielen Tieren mein Heim zu öffnen. Einige davon kamen sehr jung zu uns, andere waren schon alt. Einige davon gingen viel zu früh - obwohl es immer zu früh ist - andere begleiteten mich viele Jahre lang. Einige davon vermisse ich ... vergeßt es, ich vermisse sie alle.
Es sind so viele Erinnerungen, gute, schlechte, glückliche, traurige.

Heute is Weltkatzentag und ich möchte die Gelegenheit nutzen, all den Katzen in meinem Leben zu danken. Es gab Zeiten, in denen ihr mich in den Wahnsinn getrieben habt, denn das steht in eurer Stellenbeschreibung, aber es gab auch all diese kostbaren Momente, in denen ihr euch an mich gekuschelt habt, wenn ich traurig war, in denen ihr mich zum Lachen gebracht habt, weil ihr albern wart, oder zum Quietschen, wenn ihr so goldig war, daß ich euch einfach drücken oder festhalten wollte.
Ich habe das Präteritum verwendet, was wirklich nicht fair ist, da Ponder und Gundel hier sind, um mich wahnsinnig zu machen und zum Lächeln zu bringen.

Auf euch alle!

Dude - der Gentlekater aus Kalifornien, mit dem alles begann, indem du mein Herz auf den ersten Blick erobertest, woraufhin ich vier Stunden mit dir in den Armen unter dem Zitronenbaum verbrachte, während du, so nach Liebe hungernd, auf mein Shirt sabbertest. Wir hatten nicht geplant, mit Katze heim nach Deutschland zu kommen, bereuten es aber keinen Moment lang.

Mim - die Katze, die zweimal ins Tierheim zurückkam, weil sie "gemein war", die keine Schoßkatze war, aber die liebste Katze ohne einen (!) gemeinen Knochen im Leib, die erst lernen mußte, Menschen wieder zu vertrauen, die immer dort sein mußte, wo wir gerade waren. Ich werde nie vergessen, wie dein Dad sich in Fechtklamotten mit dir unter die Dusche stellte, um ein "Milchbad" auf deine gereizte Haut aufzutragen, weil der Versuch im Waschbecken so kläglich gescheitert war.

Jester - das einäugige Katzenkind so voller Energie, das uns nur ein paar Monate schenkte. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt und ich hätte dir mehr geben können. Wenigstens mußtest du nicht auf der Straße leben, wo du gefunden worden warst, und du wurdest geliebt.

Magica - das Kätzchen, das jede Nacht bei mir schlief, um an meinem Shirt zu nuckeln. Du kamst zusammen mit Jester zu uns und trugst leider dieselbe Krankheit in dir. Du hast uns viel zu früh verlassen, mein süßes Mädchen.

Gandalf - wir holten dich am Tag nachdem wir Jester verloren hatte, weil Magica zu jung war, um nur zwei ältere Katzen als Gesellschaft zu haben. Daß du nur ein Auge hattest, schien ein Zeichen zu sein. Du warst erst so schüchtern und schätztest deine Privatsphäre, als du älter wurdest, aber dann bist du aufgetaut, und ehrlich, du warst der einzige Kater, der je meinen Arm besprungen hat! ;-)

Merlin - mein Herz. Du schliefst jede Nacht in meinem Arm, nachdem wir dich als Kätzchen aus einem ländlichen Hinterhof "gestohlen" hatten (mit Erlaubnis des Hauseigentümers, dessen Mieter die Katzen vernachlässigte), ohne zu wissen, daß deine Familie am nächsten Tag von der Katzenhilfe abgeholt werden würde. Du warst der ruhigste, entspannteste Kater, den ich je kennengelernt habe. Du warst der Klebstoff in unser kleinen Katzengesellschaft, der Vermittler, und natürlich Meffis und meine große Liebe.

Mephista - du warst die Königin und ein absolutes Papakind, bevor er uns verließ, danach warst du sowas von mein Mädchen (danke nochmal dafür, daß du ihm einmal die kalte Schulter zeigtest). Merlin und du wart ein Traumpaar, der große schwarz-weiße Kater und die kleine Tigerdame. Nachdem er nicht mehr da war, warst du sehr allein, aber wenigstens hattest du noch mich.

Greebo - das ewige Katzenkind. Du warst so sehr mein Baby, schmusig und knuddling und verspielt, fast bis zum Schluß. Das einzige Mal, daß ich wirklich das Raubtier in dir sah, war, als ich euch Eintagsküken mit nach Hause brachte. Du warst der, der eine Viertelstunde lang mit dem Küken im Maul unter dem Tisch saß und mich anknurrtest! Du warst außerdem ein Papierknabberer und der beste Gummibandapportierer rundherum.

Esme - du warst meine Prinzessin, mein umwerfendes Mädchen. Wenn du aber deine fünf Minuten hattest, konntest du dich in ein Monster verwandeln, wenn ich zum Beispiel wagte zu pfeifen. Dank dir bin ich mir immer noch sicher, daß unsere vintage Kommode von einem Geist besessen war, weil du ausflipptest, wenn ich ihr zu nahe kam (gut, daß dein Dad sie mitgenommen hat). Auch du warst ein Papakind, lerntest aber, es zu lieben, wenn du dich an meinem Bein entlang ausgestreckt schlafen konntest, wobei mein Arm auf deinem Bauch lag.

Ponder - du, mein Herr, bist die lauteste Katze von ihnen. Ein Nein hast du nie gelten lassen, nicht mal als Kätzchen. Quarantäne? Keine Chance! Deine Karriere als Ausbruchskünster hast du in sehr jungem Alter begonnen. Du nimmst dir, was du haben willst. Du bist groß und tough, aber dahinter steckt ein weiches kleines Herz. Als Gandalf ging, war das so schlimm für dich, daß du dir den gesamten Bauch kahl lecktest. Du bist mein großer Junge.

Gundel - manchmal denke ich, du bist eine Mischung aus Meffi und Esme mit deinem ganz eigenen Dreh. Du bist entzückend und bringst mich zum Lachen. Du bist so süß, daß ich dich fressen könnte. Dank an meine Schwester dafür, daß sie diese kleine Streunerin in mein Leben gebracht hat.



Okay, ich habe geheult, während ich das hier geschrieben habe. Ich vermisse sie alle so sehr, aber sie haben mein Leben auch soviel besser gemacht. Ich schäme mich nicht, das zuzugeben.

Habt ihr eine Erinnerung, die ihr mit uns in den Kommentaren teilen möchtet? Ich würde sie gern hören! Fröhlichen Weltkatzentag!

Dienstag, 6. August 2019

Nostalgie - Die Tote aus der Seine

Vor einigen Jahren, als ich noch die "Fundstücke der Woche"-Posts machte, hatte ich ein paar, "Ich bin eine Sammlerin" genannt, in denen ich Vintagestücke zeigte.
Über die Zeit sind meine Sammlungen zum größten Teil nicht mehr gewachsen, aus unterschiedlichen Gründen, aber sie sind noch da und immer noch geliebt. Ich habe auch Vintagestücke, manche geerbt, manche geschenkt, manche von Flohmärkten, manche interessanter als andere.
Ich dachte also, es könnte Spaß machen, immer mal wieder welche davon zu zeigen und ihre Geschichte zu erzählen.

Ich fange mit der "Unbekannten aus der Seine" an, "L'Inconnue de la Seine".
Man findet die Geschichte tausendfach im Netz, das schöne junge Mädchen, das in der Seine ertrank, wahrscheinlich ein Freitod, da keine Gewaltanwendung zu erkennen war, der Pathologe im Pariser Leichenschauhaus, der so verzaubert von ihrem wunderschönen Gesicht und Lächeln war, daß er einen Gipsabdruck von ihrem Gesicht machte, von dem wiederum Abgüsse zum Verkauf hergestellt wurden.
So traurig, so geheimnisvoll - genau die Art Legende, die wir heute noch mögen, also wird sie immer wieder einmal erzählt.
Damals hängten die Bohemiens von Paris diese Maske in ihren Dielen auf, Künstler und Schriftsteller waren von der "ertrunkenen Mona Lisa", wie sie Camus nannte, inspirierte. Man sagt, sie sei das meistgeküßte Gesicht der Welt, nachdem die ersten Reanimations-puppen nach unserer schönen Unbekannten modelliert wurden.

Später gab es Zweifel an dem möglichen Wahrheitsgehalt der Legende. Maskenhersteller und Ärzte meinten, es gäbe einen Unterschied zwischen Lebend- und Totenmasken, einen sogar noch größeren, wenn ein Toter im Wasser war. War es nur ein schlauer Werbetrick, um mehr Masken zu verkaufen?
Was auch immer die Wahrheit ist, das Mädchen bereitete mir etwas Unbehagen, als ich ein Kind war. Ja doch, sie hing bei uns daheim, und nun wird sie bei mir hängen.
Ich weiß nicht, ob ich irgendjemanden deswegen gefragt habe, aber ich erinnere mich, daß ich dachte, das sei doch ein sehr kleines Gesicht, bevor ich alt genug war, um zu verstehen, daß das kein 1:1 Abdruck war.
Nun teilte eine Freundin von mir die Geschichte, weil sie den Teil mit der Reanimationspuppe interessant fand, und ich konnte mir nicht helfen, ich mußte sofort meine Mutter wegen der Maske belästigen. Tatsächlich war nicht viel Triezen nötig. Sie hatte sie abgenommen und weggelegt, hatte aber kein Problem, sie zu finden, und ich habe so das Gefühl, daß es ihr nicht ganz unrecht war, sie aus dem Haus zu haben, nachdem sie "sie so lange hatte anschauen müssen" ;-)
Hier ist also nun unsere Unbekannte.

Nicht alle Abgüsse sind gleich. Diese hat ein Lächeln, das mir tatsächlich besser gefällt als das des Originals.

Nun wurde ich neugierig, ob ich wohl herausfinden könnte, welcher der vielen Hersteller unsere Unbekannte gemacht hatte. Ich fand diese Keramikmarke auf der Rückseite, die erst nicht ganz einfach zu erkennen war, dann war es aber dank der Webseite Museum Europäischer Keramikkunst (es ist purer Zufall, daß der Verein, der die Seite macht, in meiner Heimatstadt sitzt!), nicht so schwer herauszufinden.
Sie gehört der Majolika Keramik Manufaktur Karlsruhe (auf deren Webseite ihr die Marke viel deutlicher sehen könnt, falls ihr daran interessiert seid). Leider gibt die Marke mir keinen Anhaltspunkt, wann genau sie diese Masken herstellten, unsere muß jedoch aus den frühen 60ern sein.


Wollt ihr noch mehr dazu lesen? Die interessantesten Artikel (das ist aber nur meine Meinung) sind leider nur auf Englisch.
So gibt es von diesem Hersteller - Felice Calchi - zwei Posts hier und hier.
Dann wäre da noch dieser Artikel aus der New York Times.
Ich könnte noch viel mehr auflisten, aber ich denke, die findet ihr leicht selber, wenn ihr mal ein bißchen Zeit habt.

Also - sehen wir uns nächstes Mal bei "Nostalgie"? :-)

Dienstag, 30. Juli 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Blumen

Es ist ein paar Monate her, daß ich das letzte Mal an der Art Elements Design Challenge teilgenommen habe. Während meine Muse sich immer noch auf einem ausgedehnten Urlaub an einem mir unbekannten Ort befindet, reagierte ich sofort auf das Thema in diesem Monat.
Blumen, das ist sogar für mich leicht genug, dachte ich. Der Bonus war, daß ich bereits für die Jewelry Artisans Community challenge ein Blumenstück geplant hatte! Nun mußte ich es nur noch durchziehen, worüber ich mir noch nicht so ganz sicher war.
Hört euch diese Geschichte einfach an, naja, lest sie, okay?

Kurz vor meinem Geburtstag im Juni schenkte mein Kumpel mir etwas Wunderbares. Wir würden Jane Goodall, eine meiner Heldinnen seit meiner Kindheit, in München sehen gehen.
Auf dem Heimweg am nächsten Tag nahmen wir nicht die direkte Route, sondern fuhren hier und dort über die Städtchen und Dörfer (wo wir zum Beispiel entdeckten, daß es so etwas wie Fußballgolf gibt, aber das ist nicht Teil dieser Geschichte). Sommerzeit, Blumen in dn Felder, Klimaanlage im Auto, um uns vor der Hitze draußen zu bewahren ;-) es war sehr entspannt. An einer Stelle wollte ich jedoch aussteigen und ein Bild machen.
Dies war das Feld mit den meisten Mohnblumen auf dem Weg und es brachte mächtig Erinnerungen zurück. Als Kind und Teenager hatte ich eine Freundin mit Dackel. Nah dem Haus, wo wir mit Finni spazieren gingen, war ein großes Feld mit Mohn- und Kornblumen. Es war wunderschön, und ich weiß nicht warum, aber am Geburtstag meiner Freundin - wir haben uns seither aus den Augen verloren - muß ich als erstes immer an dieses Feld denken. Ich schätze, es ist eine dieser verklärten Kindheitserinnerungen an unbeschwerten Spaß.
Wir stiegen also aus und ich machte ein Bild vom Feld auf der anderen und eines von der einzelnen Mohnblume auf unserer Straßenseite. Rannte wahrscheinlich von zu Hause weg, um die Welt zu sehen.





Könnt ihr nicht regelrecht Dorothy und ihre drei Gefährten vor euch sehen, wie sie in dem Mohnfeld einschlafen, das die Böse Hexe gehext hat, damit sie es nicht bis nach Oz schaffen?



Weiter in der Geschichte. Diese Bilder wurden zur Inspiration für mein Blumen/Sommerstück.
Ich hatte einen Plan. Ich würde etwas tun, daß ich bisher erst einmal erfolgreich getan hatte. Ich würde eine Schlauchkette mit einem Muster aus stilisierten Mohnblüten aus Rocailles häkeln. Hört sich auch wieder einfach genug an, nicht wahr?
Das war es nicht. Ihr müßt wissen, daß ich das Perlenhäkeln schon mehrere Male probiert und nie kapiert hatte, weshalb ich immer nach ein paar Reihen aufgab. Dabei hatte ich nicht mal versucht, ein Muster zu machen. Schließlich probierte ich es noch einmal, als ich ein Stück zerlegte, daß ich mit 8er Rocailles gemacht hatte, eine gute Übungsgröße.

Jetzt war ich wild entschlossen. Ich öffnete mein vernachlässigtes Perlenhäkelprogramm, bereit loszulegen - und es funktionierte nicht. Ich konnte es nicht einmal neu herunterladen, aber so Kleinigkeiten würden mich nicht aufhalten, neeeein, nicht dieses Mal! Ich lud die alte Version herunter und entwar eine sehr einfaches Mohnmuster mit den Farben an 11er Rocailles, die ich in meinem Vorrat hatte.
Ich hatte kein Garn außer dem, das noch von meinem Perlenstrickkurs übrig war, gelb oder weiß. Gelb war ganz offensichtlich nicht die richtige Wahl. Ein helleres Blau wäre besser gewesen als Weiß, aber es würde schon gehen.

Das Muster war für mich nicht einfach genug, schien es. Es ist erstaunlich, wie oft man sich verzählen kann, wenn man Perlen aufzieht, oder mitten in einer einfachen Perlenabfolge durcheinanderkommt, sodaß man zum Beispiel etwas wiederholt, was nicht hätte wiederholt werden sollen.
Da gab es einen Moment, in dem ich nur zu bereit war, diese Perlenschnur an die Wand zu werfen. Wieder einmal wurde geflucht, aber endlich hatte ich es geschafft. Es war das erste Wunder.

Ich fing also an zu häkeln und auch wenn die Spannung an manchen Stellen weniger als perfekt ist - schließlich war ich nur daran gewöhnt, mit Draht zu häkeln - und es gelang mir, die Kette fertigzumachen. Das war das zweite Wunder.

Nächster Halt, Klebetrauma. Es gibt keine Möglichkeit zu beschreiben, wie sehr ich Klebstoff hasse und Klebstoff mich haßt. In diesem Fall merkt man das am Verschluß. Mein Kleber war eine Weile nicht in Benutzung und ich mußte erst einen Stopfen entfernen, damit der Kleber überhaupt zu fließen begann. Was er dann auf höchst großzügige und nicht geplante Weise tat. Ihr wärt so stolz auf mich gewesen. Ich habe nur ein klein wenig geflucht und dann mein Bestes getan, den Verschluß zu säubern (und mein Shirt, danke vielmals). Auf den Perlen am Verschluß ist zwar noch etwas, aber dieses Stück ist natürlich sowieso nicht für den Verkauf, also atmete ich tief durch und machte weiter.
Als nächstes feilte ich den Verschluß herunter. Ich hatte nur einen goldfarbenen in der richtigen Größe gehabt, und ich habe es nicht so mit Gold und noch weniger mit glänzendem Gold, also wollte ich wenigstens ein mattes Finish erreichen.

Ursprünglich hatte ich vorgehabt, etwas an der Kette zu befestigen, einen 3D-Effekt, eine gefädelte Mohnblume vielleicht, nicht unbedingt etwas Großes, nur so als kleines Extra. Nachdem ich drei Versuche mit gefädelten Blüten gemacht hatte, gab ich auf. Mir gefiel der Look einfach nicht, und auch wenn das jetzt eine einfache Kette ist, so ist es für mich doch eine ziemliche Errungenschaft, sie überhaupt fertigbekommen zu haben.
Hier habt ihr es also - eine sehr lange Geschichte und ein sehr einfaches Ergebnis.



Ich hätte noch mehr Blumen machen können. Ich habe Blumenmuster aus Perlen gewebt, ich habe Blumen aus Draht gehäkelt und gestrickt. Ich habe sie aus Fimo gemacht. Mein einziges Tutorial je ist ein Blümchen.
Diese einfache Schlauchkette hatte es diesmal jedoch verdient, der Star zu sein.

Nicht nur eine Designchallenge, sondern auch ein Blog Hop - bitte schaut euch an, was die anderen Teilnehmerinnen zu zeigen haben. Es wird sein als gehe man in einem wunderschönen Garten spazieren! :-)

Gäste

Alysen - Cat (das bin ich ;-)) - Divya - Evie and Beth - Hope - Jill - Kathy - Linda - Martha - Melissa - Michelle - Rozantia - Sarah - Sarajo - Tammy

AE Teammitglieder

Caroline - Cathy - Claire - Jenny - Laney - Lesley - Marsha - Susan

Samstag, 13. Juli 2019

Einfach nur so Samstag - Vandalen

Ich gestehe, daß mein Bibliothekarinnenherz eine Sekunde lang aussetzte, als ich eine Nadel holen wollte (ja, ich verstecke mein Perlentablett in einem Fach meiner Bücherschränke) und auf diesen Akt von Vandalismus stieß. Ich bin nur froh, daß es nicht der Schrank mit dem Perlentablett war!!
Wie das überhaupt passieren konnte, fragt ihr? Nun, diese Schränke sind fast 50 Jahre alt, und aus irgendeinem Grund schaffe ich es nicht mehr, alle Türen so abzuschließen, daß sie auch wirklich abgeschlossen bleiben.
Aus irgendeinem weiteren Grund waren es schon immer die schwarzen Katzen, die von diesen Schränken fasziniert waren. Ponder versucht sich regelmäßig den Zugang dazu zu erkämpfen, sobald ich eine Tür öffne, aber in diesem Fall vermute ich, daß es Gundel war, die heute nicht in der Stimmung war, ein Nein gelten zu lassen.


Oh, und ja, falls ihr genau hinschaut und alt genug seid, erkennt ihr vielleicht, daß die Bücher obendrauf zur Fernsehserie "Lieber Onkel Bill" aus den späten 60ern gehören, da dies zufällig mein Schrank mit den Kinderbüchern ist. Für mich wird "Lieber Onkel Bill" immer mit einem samstäglichen Bad und einem blauen Bademantel mit weißen Pudeln darauf verbunden bleiben.
Und nochmal ja, ich besitze tatsächlich zwei Exemplare von "Wilbur and Charlotte", eines auf Englisch, eines auf Deutsch.

Nun entschuldigt mich, während ich eine kleine schwarze Katze interviewen gehe ...

Dienstag, 25. Juni 2019

Habt ihr euch je gefragt ...

... woher die Wolle für meine Wollkörbchen kommt?
Vielleicht seid ihr mir ja über die Jahre hinweg etwas gefolgt und hattet die Gelegenheit, ein paar der Schafe zu treffen, ohne die ich es nicht geschaff hätte? Dies sind nur drei davon, Belle, Spots und Myrtle.



Es war immer eine glückliche kleine Herde, und keins sieht wie die anderen aus.
Diese drei haben mich bereits für die große Welt da draußen verlassen, Belle und Spots leben nun in den USA und Myrtle ist in Kanada. Ich schätze, es gefällt ihnen dort, weil sie sich nie die Mühe gemacht haben zu schreiben, die kleinen Biester. Ich weiß aber, daß sie in guten Händen sind, also ist das in Ordnung.

Und immer mal wieder taucht dann ein neues Schaf auf, um mir auszuhelfen.
Laßt mich euch Minnie vorstellen. Sie ist echt eine Süße mit ihren himmelblauen Augen (ja, ihr könnt nur eins davon sehen). Wie ihr seht, hatten wir auch schon ein kleines Gemeinschaftsprojekt. Ich hoffe, ich habe sie nicht zu hart arbeiten lassen bei der Hitze!


Wißt ihr, was komisch ist, ich habe gerade bemerkt, daß bisher all meine Schafe außer einem in eine Richtung schauen ... ich frage mich, was sie dort sehen ...

Freitag, 10. Mai 2019

Pack die Vorräte an - Baumelohrringe

Autsch, ist es tatsächlich schon mehr als einen Monat her, daß ich das letzte Mal hier war?
Zugegeben, ich habe eine Menge Zeit mit einem persönlichen Projekt verbracht, Perlenwebporträts von meinen Geschwistern und mir (eins fehlt noch), die ich aber nicht zeigen darf.

Ich habe jedoch Zeit für einen kleinen Vorratsfresser gefunden.
Dieser Mix aus kleinen Schmucksteintropfen hatte ungefähr zehn Jahre lang in meinem Vorrat verbracht. Ein paar von ihnen hatte ich verwendet, den Rest aber vergessen, bis ich ihn zufällig vor erst ein paar Tagen in einer Schublade - ja, ich weiß, ich und meine Schubladen - fand. Dieses Tütchen war ständig von hier nach dort gewandert, und nun landete es auf dem Tischchen neben meinem Computersessel (der nur für mein altes Laptop gedacht war, aber zur Zwischenstation für andere Dinge wurde, Bücher, DVDs, CDs und mehr).
Zehn Jahre Wanderung sind genug ;-) Ich beschloß spontan, die Steine in Kupfer zu wickeln, das ich leicht patinierte, und sie an ein Kettchen zu hängen.
Ich liebe baumelnde Ohrringe!

Freitag, 5. April 2019

Pack die Vorräte an - Hugos Nickerchen

Sowohl Hugo als auch sein geliebter Ball sind schon eine Weile bei mir, der eine aus Glas, der andere eine schimmernde Polarisperle, und sie hatten genug davon, auf ihren Lieblingsplatz für ein Nickerchen warten zu müssen..
Das Körbchen gibt es auch schon etwas länger, es wartete darauf, gefüllt zu werden.
Was hat mich also aufgehalten, möchtet ihr wissen? Das ist leicht erzählt. Ich kann nicht nähen.

Mein Plan hierfür war es gewesen, Hugo ein nettes Kissen zum Draufsitzen zu geben. Ich schnorrte etwas Stoff von meiner nähenden Nachbarin und - versagte. Oh so kläglich. Ich kann nicht nähen. Ich habe es nie gelernt, aber man sollte doch meinen, ich wäre imstande, ein kleines Kissen hinzubekommen? Vielleicht habe ich zu früh aufgegeben, ich weiß nicht.
Am Ende tat ich jedoch eines der Dinge, die ich am besten kann. Ich häkelte einfach eine kleine Decke in zwei Blautönen. Hugo scheint das in Ordnung zu finden, er hat sich direkt darin eingemummelt, wie ihr sehen könnt. Blau scheint ohnehin seine Lieblingsfarbe zu sein. Ich meine, schaut euch seinen Ball an, er paßt so gut dazu!

Donnerstag, 4. April 2019

Oldies but Goodies - Frühlingsfarben

Wieder einmal sehnt sich die nördliche Hemisphäre nach dem Frühling. Egal ob der Winter voll Schnee oder Regen war, die Menschen wollen wieder Farben sehen, blauen Himmel, Bienen summen und Vögel singen hören, und das Rauschen des Frühlings in ihren Adern spüren.
Es ist irgendwie ironisch, daß ich einen regnerischen Tag sehe, wenn ich aus meinem Fenster schaue, aber wie ich schon früher sagte, ich liebe Regen, also ist das für mich in Ordnung.
Nichtsdestotrotz ist es schön, eine andere Luft zu atmen, die Blumen zurückkehren zu sehen, winzige Veilchen, Märzenbecher, Glockenblümchen, und den Gesang der Vögel zu hören, wenn ich frühmorgens zum Zug gehe.
Nicht daß April nicht noch seine Überraschungen für uns im Gepäck haben kann ;-)

Heute geht es bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ausschließlich um Frühlingsfarben. Ich hoffe, meine Auswahl gefällt euch.
Wie ist das Wetter jetzt in eurer Gegend? Spürt ihr schond en Frühling?


1 und 8 MC Stoneworks
2 und 4 Jewelry Art by Dawn
3 und 5 Cat's Wire
6 und 7 RioRita

Donnerstag, 21. März 2019

Oldies but Goodies - Aqua

Das heutige Thema in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge ist die Farbe Aqua. Ich hoffe, euch gefällt meine Wahl aus dem Schmuck, den die Mitglieder gezeigt haben.
Gebt mir aber nicht die Schuld, falls ihr hinterher den Drang verspürt, in einen See zu springen! ;-)


1 und 6 RioRita
2 und 5 Jewelry Art by Dawn
3 und 8 Cat's Wire
4 und 7 MC Stoneworks

Freitag, 8. März 2019

Pack die Vorräte an - Cantera-Opalanhänger mit Perle

Ich habe einen winzigen Vorrat an Cantera-Opalen, das sind mexikanische Opale in ihrer Matrix aus leicht rosafarbenem Rhyolith, und ich liebe sie. Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich sie herausgeholt und dann wieder zurückgelegt habe, um sie vor der Welt da draußen in Sicherheit zu bringen ;-) Meine zwei liebsten haben ein gutes Zuhause gefunden und ich vermisse sie immer noch. Albern, ich weiß ja.

Es war an der Zeit, tief Luft zu holen und sie - naja, wenigstens einen - sehen zu lassen, was außerhalb der Vorratsschublade liegt - aber nur um dann in die Schublade mit dem fertigen Schmuck zu wandern, es sei denn, jemand nähme diese kleine Schönheit mit nach Hause.

Dieser Cantera-Opal ist fast klar. Er sieht wie ein Wassertropfen auf einem geborstenen Untergrund aus, wenn man ihn aber bewegt, kann man ein paar kleine Funken von Farbe sehen, grün, gelb und rot. Leider habe ich es nicht geschafft, ein wirklich gutes Bild davon zu machen, es sieht so aus als wolle der Stein sein Geheimnis behalten!
Da er nicht sehr groß ist - diese Opale sind das meistens nicht - hielt ich die gewebte Fassung recht einfach, machte dafür aber wegen der Balance eine größere Öse, und natürlich konnte ich einer kleinen Verzierung nicht widerstehen, einer sehr hellrosanen Perle.

Noch drei Opale übrig ...



Donnerstag, 28. Februar 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Raubvögel

Raubvögel, was für ein großartiges Thema für die neue Art Elements Design Challenge! Ich hatte keine Idee, was ich machen könnte, aber ich fand Raubvögel immer toll, also konnte doch gar nichts schiefgehen, oder? Danke, Cathy!
Ich war sogar mutig genug, auf der AE-Facebookseite zu posten, daß ich diesmal gut in der Zeit lang. Yay!
Dieses yay wurde ziemlich schnell zu einem nooooo. Laßt mich das erklären.

Ich hatte zufällig einen "Farbencabochon" (wie ein Fordit, aber kein echter und nicht so farbenfroh), schon in gewebtem Draht gefaßt. Die Tropfenform schien ideal für einen Eulenkörper. Ich liebe Eulen, obwohl ich keine Gelegenheit habe, sie oft zu sehen, auch wenn ich gar nicht so weit vom Wald entfernt wohne. Ich erinnere mich aber, wie wir einmal spätabends nach Hause kamen und einen leisen Ton von einem Baum, der im Hof des Kindertagheims die Straße hinunter stand, hörten. Als wir hinaufschauten, saß dort eine riesige Eule. Ich weiß nicht, ob sie versuchte, uns zu vertreiben oder ob sie Beute entdeckt hatte, aber wir beschlossen, sie nicht lange zu stören, obwohl ich ewig dort hätten stehen können, um sie anzustarren. Sie war wundervoll!

Zurück zu meinem Farbencabochon. Ich hatte den Körper und jetzt brauchte ich nur noch einen Ast, um ihn daraufzusetzen, große Flügel und einen Kopf. Ich brachte ein paar Flügel an, über die ich nicht vollkommen glücklich war.
Leute, die mich kennen, wissen auch, daß ich nicht dazu neige, WIP-Bilder zu machen. Das hat mehrere Gründe. Ich bin zu ful, ich möchte nicht, daß der Kreativitätsfluß gestört wird, ich möchte damit nichts beschreien, und ich bin zu faul, ups, das hab ich schon gesagt.
Es tut mir also leid, aber ich kann euch weder Flügel noch Körper zeigen. Oder den Ast, den ich angefangen hatte, den ich aber aufgab, weil ich keine gute Möglichkeit sah, die Eule daran festzumachen, ohne daß sie dauernd vornübergekippt wäre. Die Flügel sahen, hmm, allerhöchstens okay aus, der Kopf war ganz gut. Dann brach die Perle für den Schnabel, genau nachdem der letzte Draht abgeknipst war. Nennt es Schicksal.
Ihr wollt nicht wissen, was als nächstes passiert ist. Es war kein Riesen-Wutanfall, aber es kam ihm ziemlich nahe. Es mögen ein paar leichte oder weniger leichte Flüche gefallen sein, und als der Seitenschneider in Aktion trat ... es reicht zu wissen, daß ich mich tatsächlich bei der armen Kreatur entschuldigte, bevor ich sie zerschnitt, weil ich in der Hinsicht eben verrückt bin. In einem solchen Fall, wenn ich schon zu lange herumgenoddelt habe und endlich beschließe, dem hier und jetzt ein Ende zu setze, schneide ich. Ich versuche nicht einmal mehr, irgendwas zu retten. Mal rettet man, mal heißt es "zerstöre dieses Ding oder es wird auf ewig zurückkommen, um deine Seele zu verfolgen".
Enschuldigt mich, während ich mal tief Luft hole. Okay. Auf zum nächsten Kapitel.

Im allgemeinen hatte mir die Idee ja gefallen und, was am wichtigsten war, die Zeit war mal wieder fast abgelaufen. Also schaute ich in meinem Cabochonvorrat und fand einen Labradorit in Tropfenform, so geschnitten, daß er aussah wie ein Blatt. Oder - haHA!! - wie Federn.
Als ob die Eule in dem Baum vor so vielen Jahren mir als Inspiration im Geiste beistand, lief es diesmal wesentlich glatter. Ich webte meine Fassung, formte ein paar Äste (Ähnlichkeiten mit Tentakeln sind reiner Zufall, hust hust) und brachte ein paar tschechische Glasblätter an. Ich machte ein kleines Gesicht, bestehend aus Augen - die etwas an einen Kneifer erinnerten, wenn ich mir das so überlege - die ich mit zwei gelben Kristallen "füllte", und einem Schnabel. Der Plan war es, dies an der Fassung zu befestigen, aber auf dem Stein wirkte es irgendwie falsch, also machte ich stattdessen einen kleinen Kopf um das Gesicht herum, was mir wesentlich besser gefiel, vor allem weil ich finde, daß der gewebte Teil im Gesicht nun auch an Federn erinnert.
Zu guter Letzt patinierte ich das Kupfer. Da ich wegen meines Hand- und Daumengelenks ein paar Pausen einlegen mußte, machte ich dies wieder mal am Abend vor der Enthüllung fertig, aber ich hab's geschafft. Jetzt kann ich es also wirklich sagen, YAY!
Dieser Anhänger macht mir große Freude, muß ich gestehen, und ich muß mich zurückhalten, damit ich nicht gleich noch einen mache! ;-)



Dies ist nicht nur eine Challenge, sondern auch ein Blog Hop, also schaut euch doch bitte auch die Post all der anderen Hopper an!

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Samstag, 16. Februar 2019

Einfach nur so Samstag - Handgeschriebene Briefe

Letzten September habe ich euch von meinem neuen Logosiegel und ein paar Erinnerungen an mein erstes Siegel und meine Brieffreunde erzählt, und vor ein paar Wochen habe ich erwähnt, daß ich wieder dazu übergegangen bin, einen Füller und Tinte zu benutzen.

Das hatte nicht nur nostalgische Gründe.
Meine Handschrift ist nie schön gewesen. In der Grundschule, als wir noch Schönschreibdiktate machten, schaffte ich nie eine 1, egal wie sehr ich mir Mühe gab. Über die Jahre veränderte sich meine Handschrift. Ich probierte dies und das aus, lehnte meine Buchstaben nach links und nach rechts, ich änderte einzelne Buchstaben hin und her (noch heute sieht mein großes E aus wie das meines ersten Chefs bei der Arbeit, weil ich mochte, wie es aussah, und mein großes M ist amerikanisch angehaucht. Ganz früher gab es sogar mal eine kurze Zeit, in der ich kleine Kringel über meinen "i"s malte, nie aber Herzchen.

Natürlich liebten wir es auch, farbige Tinten auszuprobieren. Ich erinnere mich, daß ich mal mehrere in sehr kleinen Gläschen hatte, aber ich erinnere mich nicht, ob ich sie je benutzt habe oder ob ich sie nur gern anschaute. Auf jeden Fall hatten wir aber Patronen nicht nur in blau und schwarz, sondern lila, türkis, hellblau, grün. Rot war nicht erlaubt, weil die Lehrer das zur Korrektur benutzten ... obwohl es einen Lehrer gab, der grün benutzte, aber er war in mehrerer Hinsicht anders, zum Beispiel trug er Latzhosen in der Schule.
Ein Tagebuch führte ich nicht sehr lange, aber wenn ich es tat, schrieb ich auch das in Tinte.

Als mir mein Bruder einen Füller schenkte, tat ich mich schwer, Farben für die Tinte auszusuchen. Schließlich hielt ich mich an die alten Lieblinge, lila und schwarz, schreibe jedoch zur Zeit nur in lila, was man auch meinem Schreibtisch und manchmal meinen Fingern ansieht. Ist es nicht hübsch?


Tja, meine Handschrift hat sich mit der Zeit nicht verbessert, wofür ich am meisten dem Computer die Schuld gebe. Ich hätte nie gedacht, daß es so anstrenged für meine Hand sein könnte, einen Brief zu schreiben, wenn ich doch früher, wie bereits einmal erwähnt, jeden Tag Zehn-Seiten-Briefe schrieb. Ja, das ist lange her, aber plötzlich waren es schon ein paar Zeilen, bei denen sich meine Hand verkrampfte.
Ich beschloß, daß ich das nicht wollte. Ich wollte die Handschrift, die heutzutage kaum noch gelehrt wird, nicht verlieren, ich wollte die Fähigkeit, etwas ohne Computer zu schreiben, ich wollte nicht so schreiben, daß ich es nicht mal mehr selber lesen konnte! Also fing ich damit an, all meine Listen mit Füller und Tinte zu schreiben.
Was ich als erstes daraus lernte war, um es nett auszudrücken, daß Kalligraphie immer noch nichts für mich war. Ich bewundere sie, ich finde, sie ist wundervoll anzuschauen, aber das gehört definitiv nicht zu meinen Talenten, nicht einmal mit sehr viel Übung.

Stattdessen holte ich mein altes Briefpapier heraus. Nicht jedes Papier, das ich habe, ist so alt wie dieses. Ich habe es buchstäblich seit Jahrzehnten beschützt. Es ist aus den 70ern und ich erinnere mich noch daran, als ich es gekauft habe. Der Laden ist schon lang nicht mehr da. An seiner Statt folgten einige andere Läden, und jetzt ist da einfach nur ein Lagerraum mit einem Schaufenster.
Damals in den 70ern konnte man dort Silberringe bekommen, Schnickschnack, die Baumwolltücher, die wir so liebten (außer das hellblaue mit dem Lurex, das trotz einer Zillion Wäschen nie aufhörte, meinen Hals zu färben), und dann gab es da noch ein Holzregal mit WWF-Sachen, Notizbücher, Briefpapier, Ordner etc. aus Recyclingpapier. Ich konnte dem Tiger nicht widerstehen. Ich werde dieses Papier bestimmt nicht komplett aufbrauchen, sondern wenigstens einen Bogen für mich behalten.
Ich habe auch noch Katzen-Briefpapier aus den 90ern, bezweife also, daß mir das Papier so schnell ausgehen wird.


Dann waren die Zeiten der Brieffreunde vorbei. Wir wurden erwachsen, drifteten auseinander und fanden es nicht mehr nötig, jede kleine Information zu teilen (was traurig/witzig ist, wenn man sich heute so die sozialen Medien anschaut, und ich spüre die Ironie darin, daß ich diesen Post schreibe).
Ich weiß, daß ich diese Zeiten nicht zurückbringen werden, das beabsichtige ich auch nicht. Ich möchte nur einen kleinen Splitter davon für mich selber zurück haben. Mit fleckigen Fingern und allem *grins*
Also paßt auf, wer weiß, wer als nächster einen Brief von mir bekommen wird? ;-)

Donnerstag, 14. Februar 2019

Oldies but Goodies - Zwanglos

Habt ihr ein Lieblingsschmuckstück? Etwas, das ihr jeden Tag tragen könnt, zur Arbeit, wenn ihr einkaufen geht, im Park, wenn ihr mit dem Hund spazieren geht, Freunde auf einen Schwatz trefft, wenn ihr euch ein Spiel anschauen geht?
Zwangloser Schmuck ist toll. Es muß ja nicht immer das Diamantendiadem sein, das ihr tragt, wenn ihr euch mit der Königin von England trefft ;-)

Hier sind ein paar Beispiele aus der neuesten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge. Ich würde sofort alle tragen! Vergeßt nicht, euch anzuschauen, was sonst noch gezeigt wurde, klickt einfach den Link.



1 The Crafty Chimp
2 MC Stoneworks
3 Jewelry Art by Dawn
4 RioRita
5 Cat's Wire

Donnerstag, 31. Januar 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Mond

Ich liebe den Mond. Es ist nicht das erste Mal, daß ich das auf meinem Blog erwähne. 2009 sprach ich über mein allerliebstes Perigäum, es war ein magisches Erlebnis, das ich nie vergessen habe - ein RIESIGER Mond und wir direkt auf dem Weg hinein. Naja, nicht wirklich, aber es fühlte sich so an. Ich hatte den Mond noch nie so groß gesehen und auch seither nicht mehr, und nein, obwohl es etwa 5 Uhr morgens war, weiß ich, daß es kein Traum war.
Es stand also außer Frage, daß ich an der Art Elements Design Challenge teilnehmen würde, für die Lindsay das Thema Mond wählte. Diesmal würde ich aber nicht nur teilnehmen, ich würde dies meistern wie eine Große, indem ich früh beginnen würde. Ich hatte massenhaft Ideen.

Die Kuh, die über den Mond springt, war die erste, sogar noch bevor ich das Bild im Post sah. Meine Inspiration kam aus einer anderen Quelle, Mary Poppins. Es würde aber ein großer Mond sein müssen, damit ich eine Kuh in einer guten Größe hinbekommen würde, und wie sollte ich sie befestigen? Ich grüble noch darüber nach.
Dann war da Peterchens Mondfahrt von Gerdt von Bassewitz über einen Maikäfer, der zwei brave Kinder mit zum Mond nimmt. Hans Baluscheks Illustrationen hätten eine großartige Inspiration abgegeben. Ich hatte das Buch aber nicht, hätte es jedoch der Details wegen haben wollen. Noch eins für die Liste.
Theodor Storm. Der kleine Häwelmann, in dem es um das Bübchen ging, das nicht schlafen wollte und sein Wägelchen für einen kleinen Ausflug auf dem Mondstrahl benutzt. Noch eine Inspiration. Grmpf. Das wurde schwieriger als ich es geplant hatte.

Sollte es denn eigentlich wieder ein Vollmond werden? Als ich ein Kind war, machte ich aus dem C meines Vornamens einen abnehmenden Mond (unter dem ich übrigens geboren wurde, was ich heute das erste Mal nachgeschlagen habe) mit großer Nase, einem rollenden Auge und einem breiten Grinsen zu meiner Signatur. Es wäre lustig, ihn zu machen, wenn ich erst einmal besser beim Löten war, aber nicht jetzt. Wollte ich denn überhaupt Draht benutzen?
Entscheidungen, Entscheidungen!
Ich dachte immer länger nach und wartete auf die richtige Idee, aber dann wurde mir klar, daß ich nicht einmal einen Mond hatte, den ich benutzen konnte. Ich hatte ziemlich kleine Magnesitperlen, die dem noch am nächsten kamen, aber sie überzeugten mich nicht. Fimo kam nicht in Frage, ich war nicht in der Stimmung für helle Farben und schwarze Katzenhaare. Ich hatte einen Rosenquarzcabochon. Gab es so etwas wie einen "pink moon"? Ein Lied von Nick Drake, Pink Moon, aus seinem gleichnamigen dritten und letzten Studioalbum. Noch nie gehört. Was tat ich?? Ich ging in die falsche Richtung und die Zeit ging mir aus.

Dann hatte ich Glück (war auch Zeit!). Bei der Suche nach etwas anderem fand ich den Cabochon, den ich die ganze Zeit im Sinn gehabt hatte, ein geschnitztes Mondgesicht mit geschlossenen Augen. Es schrie nach einem Nachthimmel, Kratern und Sternen. Endlich kam ich der Sache näher!
Zunächst fädelte ich eine einfache Peyote-Fassung mit meinen geliebten Hämatit AB und klaren AB Rocailles in Größe 11 und 15.
Nächster Halt - Mondsteine. Ich hatte keine, aber ich hatte einen Ring, den ich ohnehin schon eine Weile lang auseinandernehmen wollte. Ich kreierte "Krater", indem ich Rocailles um die Mondsteine herumfädelte, die ich auf die Fassung genäht hatte. Zu guter Letzt mußten noch ein paar Fransen mit einer Mischung aus allen Perlen dazu.

Wieder ein Projekt in letzter Minute fertig, ich werde gut darin! ;-)

 




Bitte stattet auch all den anderen Teilnehmern an dieser Challenge einen Besuch ab. Ich verspreche, daß es eure Zeit wert sein wird.
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Jenny - Melissa - Kathy - Sarajo - Hope - Sarah - Rebecca - Divya - Anita - Rozantia - Raven - Cat (das bin ich!) - Evia - Alysen - Beth - Tammy

 
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P.S. Kennt ihr den Mond von The Mighty Boosh? Der könnte mich mit noch mehr Ideen versorgen ...