Posts mit dem Label Strickliesel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Strickliesel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 18. April 2021

Technikpannen

"Wir kennen sie alle, Techniken, die wir einfach nicht mehr betreiben können oder wollen, entweder weil wir nicht gut darin sind oder weil sie uns langweilen oder vielleicht sogar weil wir ihnen über die Jahre entwachsen sind."
Das war das Thema für den neuen Jewelry Artisans Community Blog Carnival. Es ist nicht unbedingt Versagen, weswegen wir bestimmte Techniken aufgeben, es kann alle möglichen Gründe außer den erwähnten haben, warum wir eine Technik hinter uns lassen oder auch ein anderes Handwerk, denn das passiert ja nicht nur beim Schmuckmachen. Ich habe zum Beispiel das Fimo auch wegen Katzenhaaren aufgegeben, was einfach dazukam, daß ich meiner Meinung nach nicht so gut mit Fimo konnte ;-)

Eine Schmucktechnik, die ich aufgab, ist in meinem Alltag immer noch recht sichtbar. Diese Strickliesel ist schon lang ein Katzenspielzeug und liegt deshalb immer auf dem Boden herum. Gundel ist allerdings nicht sehr interessiert, ich schätze also, es ist an der Zeit, sie wegzupacken. Ich habe sie sowieso nie viel benutzt, sie war bei einer kleineren Spule dabei.




Anders als viele Kinder hatte ich nie gelernt, eine Strickliesel zu benutzen. Nicht daß das schwierig wäre, ich hatte einfach nur keine.
Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, warum ich die Spulen kauften, um sie für Draht zu benutzen, vielleicht war das einfach eine natürlich Entwicklung, nachdem ich mit Drahthäkeln angefangen hatte. Es ist schwer zu glauben, daß das mehr als zehn Jahre her ist!

Ich habe Stricklieselschläuche ohne und mit verschiedenen Perlen gemacht, in Silber und farbigem Kupfer, mit Bändern im Draht, aber meine Lieblingsstücke waren die, die ich nur aus Geschenkbändern gemacht habe. Leider stellten sich diese als überraschend anstrengend zu machen heraus, vor allem mein Favorit. Die Schlaufen war wegen der Breite des Bandes so breit, daß es schwere Arbeit war, sie von den Klammern zu heben, und ich mußte viele Pausen machen.
Hier sind ein paar meiner Stücke.
Wie ihr sehen könnt, sind die aus Draht sehr luftig, tatsächlich fast zu luftig für meinen Geschmack. Ich liebe regelmäßige "Maschen" und diese Schlaufen bekam einfach nicht regelmäßig hin. Wahrscheinlich hätte ich eine Strickliesel mit sehr kleinen Klammern gebraucht.
Entschuldigt auch die Bilder. Es sind frühe, ich bin inzwischen besser geworden ;-)




Mein liebster Bänderschlauch ... wißt ihr nun, warum ich diese so mag? Sehr regelmäßig!


Irgendwann lernte ich neue Techniken, die Strickliesel - die, die ich tatsächlich benutzte - wurde weggepackt, der Bilderordner wanderte ins "Archiv" und ich zog weiter.
So laufen die Dinge.
Tatsächlich war das letzte Jahr voller Perlen und sehr wenig Draht. Meine Häkelhaken haben einen langen Urlaub, es wird nicht viel gehäkelt oder gestrickt. Ich bin mir aber sicher, daß sich das wieder ändern wird. Ich plane nicht, meine Haken in die Vorratsschublade abzuschieben.
Wer weiß, vielleicht hole ich ja irgendwann sogar wieder die Strickliesel raus?

Wie oben schon erwähnt ist dies ein Blog Carnival. Wenn ihr wissen möchtet, welche Geschichten die anderen zu erzählen haben, schaut hier. Ich werde die (englischsprachigen) Links so hinzufügen, wie sie hereinkommen.

Silver Jewellery Girl (es ist nicht ein bestimmter Blogpost, also schaut euch um oder guckt in den JAC-Thread!)
My Bijou Life


Freitag, 21. November 2014

Es war einmal ...

... eine Halskette. Sie war fertig, aber dann sah die Künstlerin, daß der Anhänger nicht perfekt saß, und die Kette wurde vorläufig weggelegt. Von Zeit zu Zeit wurde sie herausgenommen, aber immer wieder zurückgelegt, bis ein besserer Moment kommen würde. Der Moment kam nicht, und die Kette lag lange Zeit in einer Schublade.

Das Warten ist jetzt vorbei, was meine anderen WIPs irgendwie hoffen läßt, daß sie auch eine Chance haben, wieder aufzutauchen ;-)



Diese Kette mit dem Saphiranhänger ist aus Feinsilber gehäkelt und mit der Strickliesel gearbeitet.
Sie ist jetzt in meinem Zibbet-Shop erhältlich.

Freitag, 18. November 2011

Feinarbeit

Ihr wißt, daß ich von Zeit zu Zeit versuche, Stücke fertigzustellen. Ganz bestimmt bin ich nicht die einzige, die einen Haufen unfertiger Stücke herumliegen hat oder einen Vorrat an Perlen etc., der mir meinen eigenen Tennisplatz finanzieren würde (nein, ich spiele nicht Tennis, das erleichtert die Entscheidung für den Vorrat), und hin und wieder kommt dann der Moment, in dem man sein schlechtes Gewissen beruhigt und ein Stück fertigstellt oder ein paar Perlen aus dem Vorrat verbraucht (Draht, Cabochons, Clay, Wolle, was auch immer euer Gift sein mag). Danach kann man glücklich vierzehn neue WIPs anfangen und einen Haufen neue Perlen bestellen, und es wird sich so richtig anfühlen!

Ich habe tatsächlich beides fertiggebracht (UND sogar ein Stück gelistet), und ich hoffe, daß ihr so beeindruckt von mir seid wie ich selber. Ich glaube, ich habe mir das Recht verdient, nachher im Überfluß Delicas zu bestellen. Wenn ich nun noch genug Ruhe bekäme, um Fotos zu machen, wäre alles gut, aber es ist schwierig, sich auf das richtige Licht zu konzentrieren, wenn eine heulende Katze vor der Tür sitzt. Also bekommt ihr jetzt erstmal nur von einem Stück Bilder zu sehen.

Diese Kette fing ursprünglich als Muster für eine Bestellung an. Der Mittelteil ist Feinsilber, mit der Strickliesel verarbeitet, zusammen mit meinen geliebten dunkelroten und schwarzen Swarovskikristallen, eine Farbkombination, nach der ich verrückt bin, weil sie so fantastisch aussieht. Für jede Seite häkelte ich einen sehr feinen Silberschlauch und wo das Gestricklieselte (nein, das ist wohl kein Fachausdruck) auf den Häkelschlauch traf, habe ich noch einen kleinen Blickfang eingearbeitet, indem ich zwei Reihen an Kristallen herumwickelte.
Es ist zierlich, es ist elegant, es funkelt ... und es wird hoffentlich morgen in meinem Shop gelistet sein!




Montag, 31. Januar 2011

Frühjahrsputz

Es ist noch nicht Frühling und ich putze auch nicht meine Wohnung, wie ihr jetzt vielleicht denkt.
Der Hausputz, den ich machen möchte, ist in meinem Inventar. Ich habe das Gefühl, da gibt es ein paar ältere Stücke, die ein wenig Verjüngung vertragen könnten. Ich bin im Moment nicht sicher, wie weit das gehen wird, es kommt sehr darauf, was Mabel dazu sagt.

Habe ich euch jemals erzählt, daß sie sich gern in Schubladen und kleinen Tüten versteckt, auf Drahtspulen und in Schachteln? Ich muß es zugeben, manchmal bin ich nicht sehr organisiert.
Heute fand ich also ein Tütchen, das nichts enthielt außer einer Drahtspule mit etwas neunkarätigem Gold, daß ich mir vor Monaten besorgt habe, um zu schauen, ob es für Häkeleien geeignet ist (ist es nicht ....) - mit ein paar facettierten Granaten darauf! Ich erinnere mich, daß ich damals dachte, wie Gold und dieses Rot perfekt zusammenpassen würden, dann ließ ich mich davon entmutigen, daß der Draht ständig brach und packte ihn weg, nur um ihn zu vergessen. Wie meine Großmutter zu sagen pflegte "Das Haus verliert nichts".

Einer der Patienten auf meiner Verjüngungsliste war eine Kordel, mit der Strickliesel aus dunkelrotem Band gemacht. Rote Granate ... rotes Band ... hm ... was ist mit dem Tigeraugestein, der immer noch hier rumliegt. Rot und dunkel ... dunkle Stimmung ... ein dunkler Anhänger auf milchig-weißer Haut (dabei dachte ich an meinen zweiten Puppenkopf, Lilith) ... kein Silber ... brünierter Draht! Wie ihr sehen könnt, war Mabel hier schwer am Werkeln, was keine leichte Aufgabe war, da mein Kopf derzeit nicht das beste Werkzeug ist.

Hier ist nun das Ergebnis - die "Lady Jean"-Kette, jetzt in meinem ArtFire-Studio.


Donnerstag, 20. Januar 2011

Schatz

Es war wie ein Abenteuerfilm gewesen - der Dschungel, die Schlangen und die Spinnen, ein konkurrierendes Team (auch wenn sie keine vergifteten Pfeile trugen, sondern Laptop und elektronische Geräte), die Hitze, die Aufregung, und nun waren sie hier am Tor des Tempels.
Sie sahen einander an. Wer sollte zuerst hineingehen? Es würde keine Falle geben, es würde keinen Fluch geben. Dies war das 21. Jahrhundert, keiner von ihnen glaubte an Flüche und keiner von ihnen trug eine Peitsche und trug einen verbeulten Hut. Sie waren Wissenschaftler und dennoch ... in dieser Umgebung konnten sogar hartgesottene Wissenschaftler plötzlich von Zweifeln überfallen werden, was in diesem uralten Tempel zu erwarten war.
Wieder schauten sie einander an und lachten, leicht peinlich berührt. Zusammen öffneten sie das schwere Steintor und, ihre Taschenlampen hochhaltend, schritten sie ins Dunkel.
Plötzlich fing eine der Taschenlampen ein Funkeln ein, also gingen sie darauf zu und da war es - das Gesicht des Gottes.



Als ich dieses Stück fertiggemacht hatte, erinnerte es mich so sehr an eine antike maske, daß mir auf einmal dieses Bild in den Sinn kam. Ich selber wäre zu feige, mir meinen Weg durch einen Dschungel zu kämpfen (die Käfer wären mein kleinstes Problem, aber die Hitze und die Feuchtigkeit und seltsames Essen), aber wir alle haben wahrscheinlich von einem Moment geträumt, in dem wir einen Schatz finden.

Dieser Schatz ist jetzt in meinem Zibbet-Shop, wo ihr auch mehr Bilder sehen könnt.

Sonntag, 16. Mai 2010

Mary Poppins und die Strickliesel

Wenn ihr euch jetzt fragt, was die beiden miteinander zu tun haben, ist das tatsächlich eine gerechtfertigte Frage.

Als ich meine ersten auf der Spule gestrickten Stücke auf Flickr postete, wurde ich gebeten, meine Bilder in einem Gruppenpool für Spulenstricken hinzuzufügen. Ich wurde Mitglied der Flickr-Gruppe, später auch der Yahoo-Gruppe (die ich schmählich vernachlässigt habe, wie ich zugeben muß)
.
Als die Administratorin der Flickr-Gruppe, Maz,
ein Bild ihrer neuen Stricklieseln veröffentlichte, wurde ich sofort an Mary Poppins erinnert. Mary Poppins war immer eine meiner Heldinnen. Sie ist magisch, sie ist stur, sie ist streng und ernst und hat eine sehr hohe Meinung von sich selbst und trotzdem ist sie liebenswert und ich hätte so gern ein Kindermädchen wie sie gehabt. Ich habe alle Bücher und ich kann nicht einmal zählen, wie oft ich sie gelesen habe und ja, von Zeit zu Zeit lese ich sie immer noch.
Es war schwer, nur eine Farbe zu wählen, sie sahen alle so großartig aus, aber schließlich beschloß ich, eine rote Strick"mary" zu bestellen und jetzt ist sie da.
Als ich das Päckchen öffnete, fand ich eine Schachtel, die hatte ich auch erwartet, ich war nur ein bißchen überrascht über die Höhe.
Dann öffnete ich die Schachtel und was ich darin fand, hatte ich überhaupt nicht erwartet!

Statt nur meiner "Mary Poppins" war soviel mehr darin!
Ich werde einfach die Bilder für sich selber sprechen lassen.




Danke Maz, dies war eine phantastische Überraschung und Mary wird auf jeden Fall einen besonderen Platz in einer meiner Vitrinen bekommen!! Ich wünschte, du hättest mein Gesicht sehen können, als ich die Schachtel öffnete, es hätte soviel mehr ausgedrückt als meine paar Worte ....

Und hey, Leute, wenn ihr mehr über die Geschichte von Stricklieseln wissen möchtet, schaut auf jeden Fall bei Maz' Blog vorbei!

Dienstag, 1. Dezember 2009

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein

Ich spreche von den zwei Ketten, die ich heute auf Zibbet gelistet habe.
Es war eine impulsive Entscheidung, mich bei Zibbet anzumelden, aber nun, da ich dort bin, versuche ich den Shop ein bißchen aufzufüllen, und da ich noch ein paar Sachen herumliegen hatte, die nur aus ihrem Winterschlaf erweckt werden mußten (obwohl er im Sommer und Herbst war, aber das ist ok, ihr wißt, was ich meine), habe ich festgestellt, daß ich den Aufbau mag.

Heute habe ich dieses "alte" Stück aus meinen frühen Tagen gelistet. Die Farben und die Perlen sind so leuchtend und kräftig, daß ich dachte, ein einfaches Design wäe das Beste.
Es ist aus zwei verzirbelten Strängen von gehäkeltem Kupferdraht und die Perlen sind Glas, das mit Farbe und Glitter "gefüllt" ist (na, bin ich nun ein Glasexperte oder was? *lol*)
Es anzuschauen gibt einem ein Gefühl von Sommer, daß jetzt, da die Tage hier sehr dunkel sind, nicht zu schlecht ist.


Die andere Kette ist neu. Als ich diese mattierten brasilianischen Amethyste bekam, haben sie mich sofort an gefrorene Beeren erinnert. Nur haben sie nicht zusammengeklebt.
Verglichen mit der anderen Kette ist dies ein sehr feminines Design. Klassisches Understatement mit einem Kick.


Warum schaut ihr euch nicht meinen Zibbet-Shop an?

Hmmm, diese braunen Tigeraugen auf meinem Schreibtisch .... ich muß doch irgendwo braunen Draht haben .....

Mittwoch, 25. November 2009

Spiel mit Saphiren

Vor einer ganzen Weile habe ich einen halben Strang kleiner facettierter Saphire in allen Farben des Herbstes gekauft, orange, gelb, grünlich, fast alles außer blau. Zu dieser Zeit hatte ich keine Ahnung, was ich damit machen sollte. Immer wieder mal holte ich sie heraus und wartete auf die Muse, damit sie mir sagen würde, wie ich sie ihrer Meinung nach benutzen sollte.
Ihr kennt meine Muse inzwischen (zumindest die Leser meines englischen Blogs haben sie schon öfter erleben dürfen ;-))
. Wenn sie nicht in Laune ist, bleibt sie einfach ruhig, und wenn sie es ist, wird sie leicht gewalttätig ;-)
Als ich also letztens einen Blick auf die Steine warf, befahl sie mir, sie auf den Draht zu ziehen und sie dann übernehmen zu lassen (sie haßt den Teil, in dem man zuerst die Perlen auffädeln muß, ich nehme an, es ist zu langweilig für sie). Und Junge, hat sie plötzlich übernommen!
Ich hatte eine vage Idee gehabt, als ich zu der geschlossenen Navetteform aus Silberdraht griff und ich hatte darüber nachgedacht, ihr ein bißchen Funkeln zu verpassen, aber plötzlich war überall Funkeln.


Dann erinnerte ich mich, daß ich noch eine auf der Strickliesel gefertigte Kette hatte, und obwohl ich nicht glücklich über den letzten Anhänger gewesen war, mit dem ich sie kombiniert hatte, gab sie der Sache in diesem Fall doch den richtigen Extrakick.




Nun waren noch ein paar Saphire auf dem Draht, als ich ihn also ein paar Tage später herausholte, fragte ich mich, was für eine Kleinigkeit ich daraus machen könnte.
Hier ist das Ergebnis - ein "Ball" aus Feinsilberdraht mit Tupfen. Nicht ganz das, womit man seine Kinder spielen läßt. Ich bezweifle auch, daß er sehr gut springt.



Dies ist ein Nachtbild, ich hoffe, ihr könnt euch vorstellen, wie es im Licht aussehen wird ....