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Sonntag, 11. Dezember 2022

Weihnachtszitat der Woche - Das elfte Türchen


Vor fast genau acht Jahren habe ich euch von der Geschichte des Weihnachtsbaums erzählt.
Heutzutage, da die Tradition, einen Weihnachtsbaum aufzustellen, weitverbreitet ist, ist es ungewöhnlich, sich eine Zeit vorzustellen, als es keine Bäume gab. Aber nicht jedem gefiel die Sache mit dem Baum.

Inspektor Brackenreid: Hey Jackson! Was glauben Sie, was Sie da tun?
Constable Jackson: I ... Ich messe die Höhe der Decke, Sir. Für den Baum.
Inspektor Brackenreid: Eh ... es wird hier keinen Baum geben.
Constable Jackson: Wa... Kein Baum?
Inspektor Brackenreid: Verdammte Deutsche und ihre idiotischen Traditionen. Jackson, runter da!
Detective Murdoch: Sir, ein Baum wäre keine so schlechte Idee.
Inspektor Brackenreid: Das ist ein Arbeitsplatz, Murdoch, kein verdammtes Herbarium.


Murdoch Mysteries - A Merry Murdoch Christmas, Kanada, 2015


Nun, ihr wißt vielleicht, daß die Tradition des Weihnachtsbaums aus Deutschland stammt (weil ihr vielleicht meinen alten Post gelesen habt), ein Land, das der Inspektor nicht sehr mag, aber als Engländer und treuer Untertan seines Monarchen Edward VII. (dies ist das Jahr 1903), der von seiner Mutter Queen Victoria und ihrem deutschen Ehemann Albert in dieser Tradition aufgezogen wurde, sollte man doch meinen, daß er dem etwas offener gegenübersteht, oder?
Victoria und Albert schmückten den Baum sogar selber, bevor sie die Kinder hereinließen, um ihn zu sehen.

Zeichnung von Joseph Lionel Williams (über Wikicommons)

Tatsächlich finden wir später heraus, daß der Inspektor Weihnachten an sich nicht mag ... noch nicht.

Sonntag, 4. Dezember 2022

Weihnachtszitat der Woche - Das vierte Türchen


Ich habe die Zitate der Woche extra für den Adventskalender wiederbelebt und das heutige Zitat ist einfach perfekt als Folge zum gestrigen Post.
Stellt euch ein kleines englisches Dorf vor und wie seine Frauengilde ein Aschenputtel-Panto im Dorfsaal auf die Beine stellt.
Es beginnt mit dem Vorsprechen/Vorsingen, ein Schauspieler muß unter einem Vorwand herbeigelockt werden, da er nicht wirklich mitmachen möchte, es gibt talentierte und nicht so talentierte Leute, die alles Mögliche vom Tanz bis zum Gesang vorführen.

Mein liebstes Vorsingen ist das des jungen Mädchens, das "Morning has broken" singt, nur um dann zum Echsenlakai bestimmt zu werden.
Ich wünsche wirklich, sie hätten dieses Kostüm gezeigt, es klingt faszinierend! ;-)

Es ist ebenfalls ziemlich faszinierend, daß in der Ballsaalszene Skelette, Meerjungfrauen und hawaiianische Tänzerinnen sein werden ....


Jam and Jerusalem, Special "Christmas Panto", UK, 2006

Sonntag, 23. Dezember 2018

Zitat der Woche - Das dreiundzwanzigste Türchen


Habt ihr je "Das Wunder von Manhattan" gesehen? Wahrscheinlich, ich jedoch nicht. Manny auch nicht. Also will Jay ihn mit ihm anschauen.

Vom Bildschirm: Oh nein, Susie, es ist ein anderer Prozeß. Es ist nur, weil er sagt, er ist der Nikolaus. - Aber ich glaube jetzt fast, er ist doch der Nikolaus, Mutti. - Aber viele Menschen glauben's nicht ...
Manny: Weinst du, Jay?
Jay: Bist du ein Roboter? Das ist ein zutiefst bewegender Film.
Gloria: Manny, mi amor, du mußt mir in der Küche helfen.
Jay: Wir müssen den Film zu Ende gucken. Der Junge hat noch nie Das Wunder von Manhatten gesehen.
Gloria: Ja, weil er an Weihnachten immer in Colombia bei meinen Eltern war, und da sieht man immer "Salazar und El Oso retten Weihnachten".
Jay: Klingt nach einem Klassiker.
Gloria: Oh ja.
Manny: Mom, können wir den Film zu Ende sehen?
Gloria: Okay.
From the screen: Er ist anders als die meisten. Er muß es bestimmt sein. - Ja, womöglich hast du recht, Susie.
Ein Monster erscheint auf dem Bildschirm.
Jay (schreit): Oh! Was zur Hölle ist das? Was zur Hölle ist das?
Manny: Inocente!
Gloria und Manny lachen.

Manny: Als du mir gesagt hast, daß wir diesen Film sehen, hab' ich mir 'ne Juxversion aus dem Internet geladen. Du bist der Inocente.
Jay: Vielleicht blicke ich im Moment nicht ganz durch. Was soll dieser Inocente-Quatsch?
Gloria (immer noch lachend): In Colombia sind Streiche dieser Art Weihnachtstradition. Wer reingelegt wird, ist der Inocente.
Jay: Bei uns legt man andere am 1. April rein. Also macht das nie wieder!


Modern Family, USA, 2009 -

Natürlich mußte ich nachschauen, ob es eine solche Tradition wirklich gibt.
1. Es gibt keine Show "Salazar und El Oso".
2. Es gibt tatsächlich eine Tradition mit Streichen und Scherzen, aber nicht an Weihnachten selber. Der 28. Dezember ist der katholische Tag der Unschuldigen Kinder, der an die unschuldigen Kinder erinnert, die zu töten Herodes befahl. Er wird nicht nur in Kolumbien auf diese Weise gefeiert, sondern auch anderen Ländern wie Spanien, Mexiko, Puerto Rico und mehr.
Falls ihr mehr über kolumbianische Weihnachtsbräuche wissen möchtet, schaut hier bei Medium vorbei.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Zitat der Woche - Das sechzehnte Türchen

Ich frage mich, was für Feiertage sie auf anderen Planeten haben und wie wir uns dort anpassen würden.
Unsere liebste Alienfamilie auf der Erde, die Solomons, feiert das allererste Mal Weihnachten. Wenn man die Solomons kennt, weiß man, daß das nicht glattgehen kann.
Dick zum Beispiel nimmt am Wichteln teil. Obwohl zwanzig Dollar das Limit sind, hat sein Geschenk nur ein wenig mehr gekostet, hundertzwanzig Dollar mehr, und natürlich ist Dick deshalb auch bescheiden wie immer. Gar nicht.


Mary: Mein Dad hat immer den größten Weihnachtsbaum besorgt, den er finden konnte. Es wurden Lieder gesungen und für die Nachbarn Tor und Türen aufgemacht. All diese Großzügigkeit in der Weihnachtszeit.

Dick (überwältigt von Gefühl): Das ist so wundervoll. Sieh doch nur, wie großzügig ich bin! Seht her, ich BIN Weihnachten!!


Nun, ein fröhliches Alien-Weihnachten für dich, Dick! Er ist allerdings nicht mehr so fröhlich, als die Polizei ihn sich holt, weil er seinen Weihnachtsbaum aus dem Garten eines Nachbarn nehmen will ;-)
Er ist nicht der einzige, der seine Illusionen bezüglich Weihnachten verliert. Tommy verzweifelt daran, das perfekte Geschenk für seine Freundin zu finden. Harry findet heraus, daß der Weihnachtsmann im Einkaufszentrum nicht der echte Weihnachtsmann ist, und Sally, die im Zentrum Geschenke einpackt, kann nicht fassen, wie einfallslos die Leute sind.

Wird es denn trotzdem noch ein gutes Weihnachten werden? Ja, das wird es!



Hinterm Mond gleich links, USA, 1996 - 2001

Sonntag, 9. Dezember 2018

Zitat der Woche - Das neunte Türchen


Was wißt ihr über den Weihnachtsmann? Woher kam er? War er jemals ein Kind?
Natürich könnten wir jetzt die üblichen Geschichten aufwärmen. Ich könnte euch nochmal von dem Heiligen Nikolaus erzählen, ich könnte euch davon erzählen, daß er entweder als der Bischof gekleidet ist, der wirklich lebte, oder daß er früher verschiedene Farben wie braun oder blau trug und daß Coca Cola wirklich die Firma war, die den Weihnachtsmann dazu gemacht hat, wie die meisten von uns ihn sich heute vorstellen, im roten Mantel mit weißem Pelz, mit weißen Haaren und einem langen Bart, ho-ho-ho und Kinder auf seinem Knie, die ihm ihre Wünsche erzählen.

Diese Weihnachtsgeschichte aber ist anders. Stellt euch Lappland vor Hunderten von Jahren vor.
Ein Junge names Nikolas verliert seine Eltern und die kleine Schwester durch einen tragischen Unfall an Weihnachen, also beschließt das ganze Dorf, sich um ihn zu kümmern. Nikolas bleibt ein Jahr lang bei jeder Familie, dann zieht er weiter. Um seine Dankbarkeit zu zeigen, schnitzt er Spielzeug für die Kinder in seinen früheren Familien. Nach sechs Jahren aber bedeuten eine schlechte Ernte und Mißerfolg beim Fischfang, daß sich niemand leisten kann, ihn aufzunehmen.
Da bietet der Tischler Iisakki, der weit entfernt vom Dorf wohnt, das er nur besucht, um seine Waren zu verkaufen, an, den Jungen für ein Jahr zu nehmen.
Obwohl die Beziehung anfangs nicht leicht ist, da Iisakki Kinder nicht besonders mag, lehrt er Nikolas das Tischlerhandwerk. Eines Nachts ertappt er ihn in der Werkstatt, wo Nikolas an den Weihnachts-geschenken für die Dorfkinder arbeitet. Zuerst verbietet er ihm das, beschließt dann aber, ihm zu helfen. Auch bittet er den Jungen zu bleiben, obwohl das Jahr vorüber ist.
Als Iisakki alt wird, zieht er fort, hinterläßt sein Haus, die Werkstatt und sein Geld aber Nikolas, der für ihn wie ein Sohn geworden ist. Nikolas, der schon immer etwas von einem Einsiedler hatte, nimmt das als Anlaß, sein Leben Weihnachten zu widmen und den Kinder aller Dörfer in der Umgebung Geschenke zu bringen.

Um den roten Anzug kommen wir aber nicht herum! Da die Entfernung zwischen den Dörfern recht groß ist, besorgt sich Nikolas von Hilla vier Rentiere für seinen Schlitten. Er meint, sie würden recht einfach zu dressieren sein, die Rentiere jedoch haben dazu ihre eigene Meinung.


Erst als Nikolas Hillas Rat folgt und sich einen roten Anzug machen läßt, beginnen sie auf ihn zu hören und die Legende vom Weihnachtsmann nimmt ihren Anfang.


Wunder einer Winternacht - Die Weihnachtsgeschichte, Finnland, 2007

Sonntag, 2. Dezember 2018

Zitat der Woche - Das zweite Türchen


Pettersson und Findus (Pettson und Findus im Original) leben auf einem kleinen Hof in Schweden, mit strickenden Hennen und kleinen Kreaturen, die nur Findus, der Kater, sehen kann - die Mucklas.
Findus, der nach einer Erbsenmarke benannt ist, weil er als Kätzchen in einer Schachtel auf dem Hof ankam, auf der deren Name stand, hat von den Kindern vom Weihnachtsmann erzählt bekommen, und nun möchte er wirklich gern, daß der Weihnachtsmann in ihr Haus kommt, damit er ihn sehen kann.
Pettersson beschließt, eine Weihnachtsmannmaschine zu bauen, aber obwohl er oft Dinge erfindet, funktioniert sein Plan nicht. Eines der hölzernen Zahnräder geht kaputt, ein kleines Holzzahnrad wird von einem Muckla stibizt, und um alles noch schlimmer zu machen, hat sein Nachbar Gustavsson auch noch versprochen, daß Pettersson hundert Weihnachtsmänner für den Weihnachtsbazar schnitzen wird!

Was für ein Glück, daß Findus diesen seltsamen Briefträger im Wald trifft, den er aus einer Eiche retten muß ... oder vielleicht ist es ja gar kein Briefträger?
Eine Menge passiert, bis Pettersson und Findus endlich darauf warten, daß der Weihnachtsmann ankommt. Pettersson, der seine Erfindung mit Hilfe von Mirakelöl aus einem Paket, das der Briefträger Findus gegeben hat, zum Laufen gebracht hat, denkt, es wird sein mechanischer sein, aber stattdessen ...

Findus: Hallo, Herr Weihnachtsmann!
Pettersson: Er bewegt sich sehr geschmeidig. Äh, Findus, kann sein, daß die Stimme vom Weihnachtsmann ein wenig ...
Findus: Sei still, Pettersson!
Weihnachtsmann: Fröhliche Weihnachten!
Findus: Fröhliche Weihnachten!
Pettersson: Sei nicht traurig, er weiß nicht, daß du ein Kater bist. Er fragt wahrscheinlich, ob du ein braves Kind warst.
Findus: Sei jetzt still!
Weihnachtsmann: Warst du ein braver Kater?
Pettersson: Tja, eigentlich ist er ein ...
Findus: Ja! Ich war sehr brav!
Weihnachtsmann: So wie ich es mir gedacht habe. Du bist ein sehr netter Kater und ich hab auch ein Geschenk für dich. Bitte schön. Eine Überraschung.
Findus: Vielen Dank, daß du gekommen bist.
Weihnachtsmann: Hab ich gern gemacht. Ho-ho-ho! Helfer helfen den Helfern, wie wir Weihnachtsmänner sagen!
Findus: Das sagen Briefträger auch immer.
Weihnachtsmann: Ach ja, wirklich? *lacht* Ho, ho, ho!


Morgen, Findus, wird's was geben, D/DK/S, 2006

Sonntag, 26. März 2017

Zitat der Woche

Wenn ich meinen Fernseh-Guide so durchschaue, scheint es mir manchmal, daß ein Großteil im Fernsehen aus "Reality TV", Kochshows, Modeumgestaltung und -shopping, und verschiedenen Arten von Quizzen besteht. Naja, und natürlich Sitcoms und Krimis.
Was ist dran an Quizzen - und was ist eigentlich der Nominativ Plural von Quiz? Die Quiz, umgangssprachlich die Quizze. So, jetzt wißt ihr das auch. Warum sind sie so beliebt? Geht es nur darum zu sehen, wie jemand die Millionen-Euro-Frage knackt oder trainieren wir einfach nur gern auch mal unser eigenes Gehirn?

Als Inspektor Lewis und Sergeant Hathaway wegen eines Mordes an einem Quizteilnehmer in einem College in Oxford gerufen werden, hat Lewis eine Frage für seinen Sergeant.

Lewis: Was halten Sie von Quiz?
Hathaway: Finde ich überflüssig und sinnlos. Genauso wie Nacktschnecken und Blutwurst.


Lewis, UK, 2006 - 2015


P.S. Manchmal vermisse ich das Pubquiz, zu dem wir früher immer gegangen sind. Selbst wenn wir keine Million gewinnen konnten, hatten wir immer Spaß dabei - und waren am nächsten Morgen ganz schön müde!

Sonntag, 26. Februar 2017

Zitat der Woche

Die Geschichten waren ein Teil meiner Kindheit (das ist wichtig, um euch eine Zeitvorstellung zu geben) und ich besitze die meisten der Bücher, aber ich muß zugeben, ich hatte vollkommen vergessen, was für kleine Anarchisten Nick und seine Freunde sein konnten. Sie streiten sich und sie prügeln sich, sie lassen ihrer Phantasie freien Lauf und haben Spaß, nicht immer zur Freude ihrer Eltern und Lehrer.
Manchmal sind sie traurig, manchmal haben sie Angst, sie sind Kinder und Nick erzählt ihre Geschichte - wie das eine Mal, als er mit seiner Mutter auf Besuch ging und mit Marie-Hedwig, der Tochter des Hauses, spielen mußte.
Als Marie-Hedwig vorschlägt, Krankenschwester und verletzter Soldat zu spielen, sagt Nick ihr, daß er lieber Karten spielt.

Marie-Hedwige: Na gut. Was kannst du denn?
Nick: Schwarzer Peter?
Marie-Hedwig: Ich kenn' ein viel besseres.
Nick als Erzähler: Das Spiel von Marie-Hedwig war sehr schwer. Nämlich, sie durfte mir in die Karten gucken und auch Karten gegen meine tauschen. Ich durfte das nicht. Außerdem hatten die Karten auch nicht den gleichen Wert wie sonst. Mit einer Drei nahm die mir den König weg!
Nick: Aber ...
Marie-Hedwig: Is' was?
Nick als Erzähler: Und der Gewinner konnte sich was wünschen. Ich hab' nie gewonnen.

Dumm gelaufen, Nick. Ich glaube, irgendwas hat mit diesem Spiel nicht ganz gestimmt, oder du hättest nicht als Marie-Hedwigs Pferd geendet oder als ihr Makeup-Mannequin ...



Der kleine Nick, Frankreich, 2009

P.S. Ich habe gelesen, daß Sempé, der die Zeichnungen zu Goscinny's Geschichten schrieb, gesagt hat, daß er die Kindheit einfangen wollte, der er gerne selber gehabt hätte. Keine Ahnung, ob das so stimmt, aber ich wäre nicht überrascht.

Sonntag, 19. Februar 2017

Zitat der Woche

Wahr im Jahr 1960, wahr heute. Wann werden wir es lernen?

"Die Werkzeuge der Eroberung werden nicht unbedingt nur von Bomben und Explosionen und Fallout begleitet. Es gibt Waffen, die einfach Gedanken sind, Einstellungen, Vorurteile, die man nur im menschlichen Geist findet. Für das Protokoll, Vorurteile können töten, Verdächtigungen können zerstören, und eine gedankenlose, ängstliche Suche nach einem Sündenbock bewirkt ihren ganz eigenen Fallout, für die Kinder, und die Kinder, die noch nicht geboren sind. Und schade dabei ist, daß diese Dinge nicht auf die Twilight Zone beschränkt sind."

 

Unwahrscheinliche Geschichten, USA, 1959 - 1964

P.S. Da mir die deutsche Version nicht vorliegt, ist dies eine eigene Übersetzung von mir.

Sonntag, 12. Februar 2017

Zitat der Woche

Vor einiger Zeit habe ich euch Hedwig Courths-Mahler vorgestellt (vielleicht kennt ihr sie ja auch schon), eine Autorin, die - wie sie es ausdrückte - Märchen für Erwachsene schrieb. Das bedeutet, daß sie Geschichten schrieb, die voller Tragödie, Liebe, Verrat, Heldenhaftigkeit, Mißverständnissen, Geheimnissen waren, ihr kennt die Sorte vermutlich.
In den 70ern wurden fünf ihrer Romane verfilmt, voller Tragödie, Liebe ... nun, das habe ich ja schon erwähnt. Man bekommt jedoch das Gefühl, daß die Regisseure und Schauspieler ihre Arbeit nicht immer zu ernst nahmen (wie äußerst seltsam ;-)). Ich sage mal nur übertriebene Darstellung. Und dann ist da natürlich noch der Erzähler, die blumige Sprache und die Musik. Tatsächlich ist es schwer zu beschreiben, aber man muß sich vor Augen halten, daß der Roman dazu im Herbst 1914 geschrieben wurde. Wenn man ein gutes Kichern schätzt und in der richtigen Gesellschaft mit derselben Art von Humor ist, macht es Spaß.

Die junge, arme Waise Rose von Lossow lebt bei ihren wohlhabenden Verwandten. Sie ist in ihren Cousin Hasso, einen Militär, verliebt, der jedoch macht einer russischen Dame einen Antrag. Leider ist diese Dame eine Spionin, die  hinter seiner neuesten Erfindung für die militärische Luftfahrt her ist und die Hassos "heiligste Gefühle" benutzt, um Zugang zu den Plänen bekommen. Darüber hinaus verspottet sie ihn auch noch, indem sie ihn ein "interessantes Intermezzo" nennt.


Zum Glück hat Roses Eintreten zum rechten Moment Schlimmeres verhindert, aber dennoch quittiert Hasso den Dienst, um stattdessen auf Falkenried, dem Familiengut, an seinen Flugzeugentwürfen zu arbeiten.


Hassos Mutter stirbt, dann bricht der Krieg aus. Hasso beschließt, Rose zu heiraten, um sicherzustellen, daß sie im Falle seines Todes versorgt ist. Erst als es Zeit für ihn ist zu gehen, wird ihm bewußt, daß er Rose liebt, seit langem geliebt hat - aber liebt sie auch ihn? Er muß es wissen.


Hasso: Nein, so kann ich nicht von dir geh'n. Erst muß ich dir noch sagen, daß ich dich liebe. Meine scheue, stolze Rose. In dieser Stunde erst ist mir ganz klar geworden, was die letzte Zeit in mir gewühlt hat. Ich liebe dich schon lange, das weiß ich jetzt. Ich liebte dich schon, eh' ich es selber wußte. Ich Tor! Ich blinder Tor! Sag mir ein einziges Mal, in dieser schmerzlich-süßen Abschiedsstunde, was in deiner Seele für mich lebt. Sag mir die Wahrheit, Rose.
Rose: In meiner Seele lebst nur du. Ich liebe dich, habe dich immer geliebt und werde dich lieben in Ewigkeit. Du nimmst mein Herz mit dir, und wenn du mir genommen wirst, dann mag ich auch nicht mehr leben.
Erzähler: Es war als wollten sich ihre Seelen in diesem Kuß für alle Zeit vermählen.


Die Kriegsbraut, Deutschland, 1974

P.S. Ihr habt es erraten, es gibt ein Happy End. Die russische Spionin wird doch noch gefaßt, und Hasso kommt nach Hause zu seiner Rose (nochmal, denkt daran, dies wurde 1914 geschrieben, als der Krieg gerade begonnen hatte und noch niemand wußte, WIE schrecklich er sein würde).

Sonntag, 5. Februar 2017

Zitat der Woche

Es war einmal ein Sender, der Nickelodeon hieß. Und es waren einmal Freitage. Okay, die gibt es immer noch, aber jetzt sind sie anders. Laßt mich erklären. In dem Jahr, in dem Nickelodeon in Deutschland startete, begann ich mit der Dialyse. Dreimal die Woche ging ich direkt nach der Arbeit zur Dialyse, außer freitags. Freitags versuchte ich immer früher zu gehen. Das war mein kleines, privates Zeitfenster, wenn ich heimkam und mit ein paar Nick-Serien reinzog, die Verrücktheit genoß, lachte und etwas ruhiger wurde, bevor ich wieder gehen mußte.
Das heutige Zitat ist aus einer dieser Serien.

Ickis, Krumm und Oblina sind junge Monster, die in die Schule gehen, um zu lernen, wie man ein gutes Monster wird und Leute erschreckt. Natürlich stolpern sie von einem Abenteuer ins nächste, wie das eine Mal, als sie auf dem Land enden.
Sie wollen doch nur ein paar Menschen erschrecken. Die Menschen denken jedoch, sie seien Aliens, schließlich jagt also eine Gruppe die andere. Schließlich schaffen es die kleinen Monster wieder nach Hause (nachdem sie erfolgreich alle erschreckt haben) und zwei der Menschen machen sich Gedanken über das, was geschehen ist.

Mensch 1: Weißt du was? Ich habe nochmal nachgedacht.
Mensch 2: Wirklich?
Mensch 1: Möglicherweise waren diese Kreaturen ja überhaupt keine außerirdischen Wesen.
Mensch 2: Wirklich?
Mensch 1: Möglicherweise waren es ja Monster.
Mensch 2: Monster? Quatsch. Wer ist denn so dämlich und glaubt an Monster, wo es doch vor Außerirdischen nur so wimmelt.
Hinter ihnen wird eine Kuh von einem Raumschiff entführt.
Mensch 1: Ja, du hast recht.
Mensch 2 (kopfschüttelnd): Wann wird die Menschheit das endlich begreifen ...


Aaahh!!! Monster, USA, 1994 - 1997

P.S. Ja, wann wird die Menschheit es endlich begreifen ... wieder einmal ist dieser Post meiner Lieblings-Alienfreundin gewidmet ;-)

Sonntag, 29. Januar 2017

Zitat der Woche

Warum buchstabieren Leute Wörter, wenn sie nicht möchten, daß jemand anderer versteht, was sie sagen? Nehmt eine Katze, die zum Beispiel zum T-i-e-r-a-r-z-t muß. Glaubt mir, weder Buchstabieren noch Flüstern hilft hier, da die pelzigen Meister die Vibrationen, die vom Mensch ausgehen, spüren. Es ist unnötig bei Babys, aber okay, vielleicht besteht eine Chance, daß es hilft, wenn kleine Kinder um einen herum sind.
Oder vielleicht hilft es manchmal dabei, daß Dinge sich nicht so herb anhören ...

Maryann hat gerade erfahren, daß all ihre Kreditkarten gesperrt sind. Daran gewöhnt, Geld ohne Nachdenken auszugeben, reagiert sie nicht gut darauf.

Cybill: Okay, Maryann, hier. Atme in dieses winzige Täschchen. Die ist von Chanel.
Maryann wimmert.
Zoey: Was ist passiert?
Cybill: Wir hatten grad 'ne Besprechung mit ihrer Geschäftsführerin. Sie ist p-l-e-i-t-e.
Zoey: Was, sie ist Analphabetin?
Cybill: Nein, sie ist pleite!!! (Maryann schreit auf und versucht sich selbst mit dem Taschenträger zu erdrosseln - vielleicht war ja das Buchstabieren doch besser? ;-))


Cybill, USA, 1995 - 1998

Sonntag, 22. Januar 2017

Zitat der Woche

Richtig. Das Zitat der Woche ist zurück, und ich werde mit einem wahren kleinen Filmjuwel beginnen, das schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste stand. Riesige Kreaturen, die Menschen attackieren? Immer wieder einer meiner Favoriten, gleich neben den Außerirdischen.
Diese speziellen Kreaturen sind riesige Ameisen, Mutanten dank Atomtests in der Wüste, die mit einem unheimlichen Ton miteinander kommunizieren (wenn ich das jetzt irgendwo hören würde, würde ich wahrscheinlich sehr zappelig werden). Und nachdem das erste Nest zerstört wurde, ist klar, daß zwei junge Ameisenköniginnen die Gelegenheit hatten zu entkommen, sich zu paaren und neue Nester zu bauen. Wie soll man sie finden? Vielleicht kann ein mysteriöser Diebstahl einen Hinweis bieten.

FBI-Agent Robert Graham: War das Ihre einzige Stellung?
Eisenbahn-Wachmann: Ja, Sir. Ich bin seit 30 Jahren bei der Eisenbahn und habe keinen Fleck auf der Weste.
Graham: Vielleicht stecken Sie mit den Dieben unter einer Decke und sind am Gewinn beteiligt.
Wachmann: Pah. Wie ist mit Zucker ein Geschäft zu machen? Hat Zucker Seltenheitswert? Gibt's'n schwarzen Markt dafür? Gibt's Schmuggler, die damit handeln? Wenn ich mit Dieben halb-halb machen wollte, wüßte ich was Besseres als Zucker.

Wartet! Zucker .... Ameisen .... hey ....


Formicula, USA, 1954

P.S. Ich weiß, ich höre mich an, als fände ich diesen Film lächerlich, aber tatsächlich mag ich ihn sehr - vielleicht mit einem kleinen Kichern hier und da ;-)

Sonntag, 12. Juni 2016

Zitat der Woche

Vince Noir und Howard Moon,  früher Zoowärter, arbeiten jetzt in Nabootique, dem Laden des Schamanen Naboo und seines Vertrauten Bollo. Vince hat kommt jedoch dauernd zu spät.
Wenn ihr das nächste Mal eine Ausrede braucht, wenn ihr zu spät kommt, könnt ihr ja mal diese ausprobieren?

Howard: Dann komm schon, laß es hören.
Vince: Hm?
Howard: Jeden Tag kommst du zu spät und jeden Tag mit einer neuen verrückten Ausrede. Was ist es diesmal?
Vince: Was meinst du?
Howard: Du bist in eine Lego-Lawine gekommen?
Vince: Nein.
Howard: Nein? Dein Pyjama hat sich in Stickstoff verwandelt? Du bist an der Decke deiner Schlafzimmerdecke festgeklebt? Ein riesiger Eisvogel kam in dein Zimmer und hat dich unter der Bettdecke gepickt? Deine, ähm, Reithosen hingen an einem magischen Igel fest? Ich schreibe sie auf, weißt du. Was ist es? Eine Vogelscheuche hat dich nach Paris mitgenommen, ja?
Vince: Ich hatte nur ein paar Dinge zu tun, das ist alles.
Howard: Das ist nicht witzig. Es kommt nicht mal ins Buch. Es ist schrecklich.


Inspiriert? Wenn ihr es also ausprobiert, laßt mich wissen, wie es gelaufen ist!

The Mighty Boosh, UK, 2003 - 2007

P.S. Da mir die deutsche Version nicht vorliegt, ist dies eine eigene Übersetzung von mir.

Sonntag, 5. Juni 2016

Zitat der Woche

Ich erinnere mich lebhaft an die Diskussion über Kinder, die dank einer kommerziellen Ikone denken, daß Kühe lila sind. Ich hatte das Glück, eine Patentante zu haben, deren Eltern einen Bauernhof besaßen, und meine höchstpersönliche Kuh dort, Diana (die ich verzweifelt zu kaufen begehrte), war hellbraun und weiß.
Ich erinnere mich auch daran, Eltern in unserem örtlichen Zoo zuzuhören, die ihren Kindern die unglaublichsten Dinge über unsere Tiere erzählten. Es kam gewöhnlich nicht gut an, wenn ich mir die Freiheit nahm, sie zu informieren, daß die Ziege NICHT die Mutter des Schafs war, und ich ging nicht einmal so weit zu erwähnen, daß die Ziege in der Tat ein Bock war.

Vielleicht ist das der Grund, warum das heutige Zeit mich dazu brachte, gleichzeitig mit den Augen zu rollen und laut aufzulachen.
Wir sind im schönen County von Midsomer (wo die Lebenserwartung ungefähr so hoch wie die eines Wurms liegt, der von einem Schwarm hungriger Vögel umgeben ist), und Leute sind aus der Stadt gekommen, um ihre Autos querfeldein durch den Schlamm auf dem Land zu fahren.

Brad: Hey! Erlauben Sie? Da hat'n Farmer mit voller Absicht 'ne Herde Bullen auf 'ne Weide gestellt, über die wir wollten.
Brads Kumpel: Richtig!
Brad: Aber bei einem Saumpfad besteht nun mal öffentliches Wegerecht. Warum macht der sowas?
Garth: Ähm, wo war das?
Brad: Das war auf einer Weide an der Melham Cross Road.
Garth: Hm. Tatsächlich handelt es sich da um Kühe.
Brads Gruppe fängt an zu lachen.
Brad: Kühe (lacht). Wann haben Sie das letzte Mal Kühe mit Hörnern gesehen?


Ich kann Garths Gefühle nur zu gut verstehen ....

Inspector Barnaby, UK, 1997 -

Sonntag, 1. Mai 2016

Zitat der Woche

Vor fast genau sechs Jahren beschloß ich, ein wöchentliches Film oder Fernsehzitat zu posten und begann mit einem Zitat aus diesem Film.
Diesem Film, den ich mit meiner Schwester anschauen ging, ein Abend, den ich nie vergessen werde. Ich glaube ehrlich nicht, daß ich jemals vorher oder hinterher so etwas beim Anschauen eines Films gehört habe. Dieses Kino war mit Leuten gefüllt, die sich vor lauter Lachen verschluckten. Es war ein reines Wunder, daß wir überhaupt hörten, was passierte. Es gab Schenkelklopfen, Kreischen und Leute, denen vom Lachen die Tränen kamen.
Vielleicht kam das davon, daß wir alle denselben Sinn für Humor hatten. Vielleicht waren wir alle in derselben Stimmung. Vielleicht waren wir bereit, unterhalten zu werden, und wurden einfach von derselben Welle erfaßt. Was auch immer es war, es war eine tolle Erfahrung.
Während ich nicht mehr in Lebensgefahr bin, wenn ich diesen Film zum zigten Male anschaue, macht er mich doch immer noch immens Spaß.

Wie in der Szene, als Wanda, die zu einer Gang gehört, die einen Diamantenhändler überfallen hat, versucht, den Verteidiger ihres Freundes und Gangbosses zu verführen, um herauszufinden, wo ihr Freund, den sie und ihr geheimer Liebhaber Otto, den sie offiziell als ihren Bruder verkauft, verpfiffen haben, die Beute versteckt hat *mal tief Luft hol* Habt ihr das alles mitbekommen?
Wanda und Otto sind übrigens Amerikaner, und Archie ist so richtig das Klischee eines Briten.
Nun sind Archie und Wanda auf dem Bett. Sie hören ein Geräusch.

Archie: Was war das?
Wanda: Was?
Archie: Dein Bruder hat dich doch diesmal nicht hergefahren, oder?
Wanda: Nein.
Archie: Er weiß von nichts?
Wanda (lacht leise): Er hat nicht die leiseste Ahnung.
Archie: Was?
Wanda: Er ist so dämlich.
Archie:Wirklich?
Wanda: Er glaubt, Watergate ist die Wildwasserbahn in Disneyland.
Beide brechen in Gelächter aus.
Archie: Oh, dieses furchtbare Geschwätz, das er Wendy über die CIA erzählt hat! Das hat richtig wehgetan!
Wanda: Und als er gehört hat, daß deine Tochter Portia heißt ...
Archie: Ja?
Wanda: Da hat er gesagt 'Warum nennen die ihre Tochter nach einem Auto?'
Wieder brechen sie in Gelächter aus.
Wanda: Ich liebe deine Art zu lachen, Archie.
Archie: Oh, und ich liebe dich. Du bist so lustig. Mmm. Ich frag mich, wie kann ein ... Mädchen, das so klug ist wie du, einen Bruder haben, der so ...
Otto taucht hinter ihnen auf.
Otto: Nenn mich nicht dämlich.

Das hier zeigt einen Weg, jemanden zu einer Entschuldigung zu bewegen. Ich empfehle es euch jedoch nicht.


Ein Fisch namens Wanda, USA/UK, 1988

Sonntag, 24. April 2016

Zitat der Woche

Was tut man, wenn man auf einem Raumschiff ist und ein Polymorph an Bord ist? Was ein Polymorph ist? Nun, das ist diese Kreatur, die ihre Form wechseln kann, um eine tiefe Emotion in jemandem heraufzubeschwören, damit es sich dann von dieser Emotion ernähren kann.
In diesem Fall hatte das Polymorph schon ein köstliches Emotionenmahl aus Schuld, Wut, Angst und Eitelkeit, das es den vier von der Raumschiffcrew abgesaugt hat. Nun diskutieren sie Pläne, wie sie es loswerden können.
Rimmer, der seine Wut verloren hat, wartet mit diesem Plan auf.

Rimmer: Ähm, aber hier ist mein Vorschlag. Werden wir grob. Die Zeit zu reden ist vorbei. Nennt es extrem, wenn ihr mögt, aber ich schlage vor, wir schlagen hart und schnell zu mit einer großen, und ich meine groß, Flugblattkampagne. Und während es noch davon erschüttert ist, folgen wir mit einem Whist-Wettbewerb, einem Trödelmarkt, etwas Straßentheater und möglicherweise sogar mit ein paar Benefitkonzerten nach. Ok? Wenn das aber nicht genug ist, tut mir leid, dann ist es Zeit für die T-Shirts. "Mutanten raus." "Chamäleonartige Lebensformen. Nein danke." Und wenn das nicht ausreicht, nun, dann weiß ich nicht, was sonst.


Red Dwarf, UK, 1988 - 

P.S. Da mir die deutsche Version nicht vorliegt, ist dies eine eigene Übersetzung von mir.

Sonntag, 17. April 2016

Zitat der Woche

15. Jahrhundert. Prinz Edmund, auch bekannt als The Black Adder (Die Schwarze Otter), wird von seinem Vater, dem König, zum Erzbischof von Canterbury gemacht, weil er sicherstellen will, daß nicht noch mehr Reiche ihr Land in der Hoffnung, es doch noch in den Himmel zu schaffen, der Kirche vermachen.
Es wäre jedoch nicht Black Adder, wenn er nicht daran denken würde, wie er für sich selbst aus dem Job ein wenig Geld schlagen kann. Sein Diener Baldrick stellt für ihn eine kleine Sammlung der Möglichkeiten zusammen.
Wie wäre es zum Beispiel mit einem netten kleinen Fluch?

Edmund: Ah. Fluch. "Lieber Feind, ich verfluche Euch und hoffe, daß Euch etwas leicht Unerfreuliches passiert,  wie eine Zwiebel, die euch auf den Kopf fällt."
Baldrick: Nun, das ist das untere Ende des Markts.


 Blackadder, UK, 1982 - 1983

P.S. Da mir die deutsche Version nicht vorliegt, ist dies eine eigene Übersetzung von mir.

Sonntag, 10. April 2016

Zitat der Woche

Vor Jahren hat mein kleiner Bruder aufgehört, meinen Blog zu lesen. Tatsächlich hatte er sich immer nur das Zitat der Woche angeschaut, aber am 10. April 2011 hörte er ganz und gar auf. Warum, wollt ihr wissen?
Es war das erste Mal (nicht das letzte), daß ich "wegen absoluter Gehirnleere" kein Zitat bereit hatte.
Der 10. April ist zufällig der Geburtstag meines Bruders, und er fand, daß dies nach einem DER größten Filmzitate je aus einem seiner absoluten Lieblingsfilme schrie. Meine schwache (aber wahre) Entschuldigung, daß ich dieses für eine besondere Gelegenheit aufheben wollte, kam nicht gut an. Wie auch? Natürlich fand er, sein Geburtstag sei eine besondere Gelegenheit.
Der heutige Post ist zu deinen Ehren, kleiner Bruder. Du hast lang genug gewartet. Alles Gute zum Geburtstag, und hier kommt es.

Chief Brody (ha, das hat es jetzt schon verraten, nicht wahr?), der sich auf Booten alles andere als wohl fühlt, wirft Fischteile als Köder ins Meer hinaus, als der Große Weiße Hai, hinter dem sie her sind, aus dem Wasser kommt ...


Brody (der sich geschockt in die Kabine zurückzieht):
Sie werden ein größeres Boot brauchen.


Der weiße Hai, USA, 1975

Sonntag, 3. April 2016

Zitat der Woche

Ich habe einmal eine Dokumentation über den Appalachian Trail gesehen. Als jemand, der schon damit kämpft, die fünfzehn Minuten nach Hause ohne diverse Stops inklusive Mahlzeiten und Nickerchen zu schaffen, war ich tief beeindruckt. Während ich mir noch etwas zu trinken, ein paar Snacks holte und es mir mit meinen Katzen bequem machte, feuerte ich diese Leute auf dem Bildschirm an, und ich war am Boden zerstört, daß das eine Paar es wegen einer Verletzung nicht schaffte.

Das heutige Zitat ist jedoch nicht gerade aus einer Dokumentation. Es ist aus einem Film über zwei nicht mehr ganz so junge Männer, die beschließen, den Trail zusammen zu wandern, bevor es dafür zu spät ist.
Einmal leistet ihnen eine weitere Hikerin Gesellschaft und macht sie wahnsinnig. Es ist Nacht, sie haben sich alle in ihre Zelte zurückgezogen, und die junge Dame singt ... laut, aber nicht sehr gut.
Katz schleicht sich in Brysons Zelt.

Katz: Ich schwör dir bei Gott, der reiß ich den Kehlkopf raus, Bryson.

Bryson: Naja, ich bin mir nicht sicher, ob das genügt, aber ich habe einen besseren Plan.
Katz: Na los, raus damit.
Bryson: Laut Plan kommen wir morgen nach Hiawassee.
Katz: Mmh.
Bryson: Wir stehen früh auf, wandern schnell, dann können wir sie vielleicht abhängen.
Katz: Ja, das ist wahrscheinlich besser als mein Plan.
Bryson: Was ist dein Plan?
Katz: Sie töten und anschließend vierteilen.


Picknick mit Bären, USA, 2015