Donnerstag, 15. November 2018

Oldies but Goodies - Sodalith

Sodalith - der heutige Themengeber für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge - wurde zuerst 1806, nein, 1811, ähm, im 19. Jahrhundert in Grönland entdeckt. Kommt er aus einer bestimmten Region in Kanada, wird er manchmal auch als "Prinzessinenblau" (Princess Blue) bezeichnet, weil Prinzessin Margaret sich in den frühen 1800ern in in verliebte, nein, wartet, Prinzessin Patricia in den frühen 1900ern, oder waren es König George V. und Königin Mary, als sie noch Prinz und Prinzessin von Wales waren, die Tonnen von sodalithtragendem Gestein von Kanada nach England verschiffen ließen, um dort damit Marlborough House dekorieren zu lassen, nachdem sie bei der Weltausstellung 1901 in Buffalo Sodalith als Geschenk überreicht bekommen hatten?

Ja, das habe ich alles so gefunden. Solltet ihr gern eure eigenen Nachforschungen betreiben, bitte sehr, aber ich werde hier aufhören und euch stattdessen die dieswöchige Collage präsentieren, was viel einfacher ist. Wieder einmal haben wir ein paar wunderschöne Imitatoren unter diesen Stücken, könnt ihr sie herauspicken?


1 und 3 und 4 Jewelry Art by Dawn
2 und 6 MC Stoneworks
5 und 7 RioRita

Samstag, 10. November 2018

Einfach nur so Samstag - Katzen, Kühe und ein breites Lächeln

Ich bin mir sicher, daß ich euch schon einmal von meiner Treppe ins Nirgendwo erzählt habe. Falls ihr sie aber noch nicht kennt, ist hier die Geschichte dahinter. Diese Stufen führen wörtlich tatsächlich ins Leere. Vor meiner Scheidung verband sie zwei Wohnungen. Ich liebte meine Treppe und meine Katzen liebten sie sogar noch mehr. Als die Wohnungen wieder geteilt werden sollten, sagte ich, daß ich die Treppe, wenn möglich, gerne behalten würde. Mein Handwerker schaute sie sich an und meinte, das sollte kein Problem sein. Dann beschloß er auf einmal, daß es keine gute Idee wäre, ich würde ja eine Wand verlieren, an die ich Schränke oder was auch immer stellen könnte, er sprach mit meinem Fast-schon-Ex, und dann waren da zwei Männer, die mich hartnäckig überzeugen wollten, die Idee fallenzulassen.

Um es kurz zu machen, das tat ich nicht, und ich bin immer noch komplett glücklich mit der Entscheidung. Ich kann Zeug auf den Stufen lagern, die Katzen lieben die kleine Plattform direkt unter der Decke - wahrscheinlich am meisten deswegen, weil ich es schwer habe, sie dort zu schnappen! ;-) - und meine Schwester überzeugte mich, meinen Schreibtisch unter die Treppe zu stellen, was vielleicht das beste daran ist.
Zuerst hatte ich gedacht, es wäre vielleicht zu dunkel und ich würde nicht alles hineinkriegen, aber tatsächlich lief es perfekt. Ein Tischchen, mein Schreibtisch, mein kleiner vintage Bürorollschrank mit dem Drucker darauf, und ein paar dekorative Truhen auf denen mein Locher, meine Waage und andere Dinge stehen.
Meine Art, meinen kleinen Schlupfwinkel zu dekorieren, wurde schon alles von "ähm, einzigartig" bis hin zu "neckisch" oder "kreativ" genannt. Hat denn nicht jeder eine kleine Sammlung von Vintagehüten über dem Schreibtisch? Oder denkt ihr, sie meinten damit meine Sammlung von Fotos, Zeichnungen, Holzbrennereien, Skulpturen und mehr?
Dies sind Erinnerungen. Ich liebe meine Sachen. In den meisten Fällen habe ich zuerst die Künstler kennengelernt und mich dann in ihre Arbeit verliebt. Heather, Shannon, Denis, Sharon, Heidi, Kirsten, Dawn, danke!


Heute habe ich eine neue Künstlerin zur Mischung hinzugefügt, Wiebke Rauers. Ich sah eine ihrer Katzenzeichnungen auf Facebook, leider ohne Namensangabe. Während ich noch versuchte, die Initialen zu entziffern, hatte es eine meiner Freundinnen schon enträtselt, dann schickte mir eine weitere Freundin eine Nachricht, da sie einige Postkartendrucke bestellt hatte. Was hätte ich anderes tun sollen als mir selber welche zu holen?
Es war so schwierig, mich auf nur ein paar zu beschränken. Ich ging Wiebkes Tumblr durch, aber nach ein paar Seiten hatte ich schon eine Liste von einer Million Bilder! Naja, fast. Heute sah ich, daß mir eine schwarze Katze durchgerutscht ist, ich schätze, ich muß bald noch einmal wieder loslegen ...

Ihre Illustrationen zaubern mir ein breites Lächeln ins Gesicht oder bringen mich sogar dazu, laut zu lachen. Natürlich mache ich auch oft awwww. Ich freue mich schon so darauf, ein paar Drucke zu Weihnachten zu verschenken.
Das hier sind die, die jetzt an meinen Wänden hängen. Wegen Licht und Spiegelungen sind das nicht die besten Bilder, aber das paßt schon, denn hier wäre dann noch Wiebkes Facebook ... nun geht schon gucken! ;-)

Alle zusammen jetzt ... awww! Ich möchte diese winzigen Füßchen anfassen, so süß.


Das hier schreit nach einem fetten Lächeln. Ich bin mir sicher, daß er was im Schild führt oder vielleicht hat er auch die Fernbedienung für den Fernseher versteckt ...


Ich liebe Fledermäuse. Ich liebe diese Fledermaus wirklich.


Das ist die Zeichnung, mit der alles angefangen hat (sorry wegen der Spiegelung, aber ich konnte keinen guten Winkel dafür finden, ohne auf meinem Schreibtisch zu stehen). Ihr wißt, daß ich schwarze Katzen liebe, und der Ausdruck auf diesem Gesicht erinnert mich so an Esme, wenn ich zu pfeifen wagte und sie gerannt kommen mußte, um mich richtig auszuschimpfen!
Tatsächlich habe ich es in groß und in klein. Das große ist über meinem Schreibtisch, das kleine hängt neben meiner Wohnungstür, um Besucher zu warnen, daß zwei wilde schwarze Katzen hier regieren :-D


Wenn ihr eure eigene neue Wanddeko möchtet, schaut doch mal in Wiebkes Shop vorbei. Sie hat für jeden etwas, egal ob ihr Hunde, wilder Tiere oder Vögel mögt, und die Drucke sind von toller Qualität.

Donnerstag, 8. November 2018

Oldies but Goodies - Juwelentöne

Meine Liebe zu Schmuck begann früh. Als ich ein Kind war, hatten wir diese Plastik"steckblumen", zusammensteckbare Scheiben, aus denen man Dinge bauen konnte. Sie werden heute noch verkauft, in großen Kisten. Wir hatten keine Hunderte davon, was uns in unserer Auswahl an Skulpturen einschränkte.
Ich kann mich also nur daran erinnern, daß wir Diademe und Armreifen daraus gemacht haben, mit "Saphiren", "Rubinen", "Smaragden", "Diamanten", und ich habe keine Ahnung mehr, wie wir die gelben nannten, vielleicht waren sie unsere Vorstellung von Gold?

Die Stücke aus unserer Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge sind kein Plastik, sie leuchten in wunderschönen Juwelenfarben. So sehr ich meine Phantasiejuwelen als Kind auch mochte, diese sind soviel besser! ;-)


1/8/9/11 Cat's Wire
2/4/12 Jewelry Art by Dawn
3/5/13 MC Stoneworks
6/7/10 RioRita

Donnerstag, 1. November 2018

Oldies but Goodies - Neue Ohrringe

Ich habe Mühe damit, Ohrringe zu machen. Ein Problem ist, daß ich nicht sehr gut darin bin, das gleiche zweimal hintereinander zu machen, das andere, daß ich besessen von Spiegelgleichheit sein kann. Eine baumelnde Perle größer als die andere, ein Perlentropfen, der ein wenig anders aussieht als der zweite, eine Spirale, die nicht genau gleich ist? Nach Herumnoddeln und der Suche nach Alternativen komme ich gewöhnlich damit zu Rande, aber Mann, kann das anstrengend sein! ;-)

In der heutigen Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge seht ihr Ohrringe, die unsere JAC-Leute erst kürzlich gemacht haben. Wir haben alles von verspielt, elegant und einzigartig zu süß und lustig. Was ist euer Lieblingsstil?



1/7/8/10 MC Stoneworks
2/5/6/9/11 Jewelry Art by Dawn
3 Cat's Wire
4 RioRita

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Oldies but Goodies - Aventurin

Ich bin ein paar Tage spät dran für diese neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, hier ist also ohne großes Aufheben die Collage für das heutige Thema - Aventurin, ein durchscheinender Quarz mit mikrokrystallinen Einschlüssen, die ihm ein schimmerndes Aussehen geben. Seine häufigste Farbe ist grün, wie man tatsächlich an all den beigesteuerten Bildern sehen kann, er kann aber auch andere Farben haben, wie blau, rot, orange oder gelb.

1 und 5 MC Stoneworks
2 und 4 und 7 Cat's Wire
3 und 6 RioRita

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Oldies but Goodies - Karneol

"In Physica, dem lateinisch abgefassten medizinischen Werk der heiligen Hildegard von Bingen, wird der Stein cornelius oder ähnlich genannt. Wie es dort heißt, wurde der Stein „wegen seiner Farbe nach der Kornelkirsche benannt“. In anderen Sprachen beginnt die Bezeichnung für Karneol meist mit corn, also einem o als zweitem Buchstaben. So geht nach dem New English Dictionary von 1893, der detailliert die Herkunft des Wortes behandelt, das heutige englische Wort cornelian für Karneol auf die mittelenglische  Bezeichnung corneline zurück, die ihrerseits vom altfranzösischen corneline stammt. Zum Teil werde es auf das lateinische Wort cornu = Horn zurückgeführt, weil die Farbe des Steins manchmal dem des Fingernagels gleiche, teils aber auch auf die rote Farbe der Kornelkirsche, die lateinisch cornum (Adjektiv: corneus) heißt. Im späten 15. Jahrhundert sei das Wort corneolus verfälscht worden zur carneolus, und zwar nach dem lateinischen Wort carneus = fleischfarben. Zwar gibt es im Englischen für den Schmuckstein auch die Bezeichnung carnelian (also wie im Deutschen a statt o). Die englischsprachige Chambers's Encyclopaedia von 1970 stellt aber hierzu unmissverständlich klar, dass es cornelian heißen muss: „Cornelian, ein Edelstein, oft fälschlicherweise carnelian genannt, ist ...“. " 
Hm. Danke, Wikipedia. Man lernt nie aus, nicht wahr?
Was ich aber weiß ist, daß das warme Orangerot von Karneol an so viele Dinge erinnert. Ein warmes Feuer, Herbstblätter, Sonnenuntergänge ... was verbindet ihr mit Karneol?

Auf jeden Fall  geht es darum bei der neuesten Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, die warmen Farben des Karneol (und anderen Steinen bei den gezeigten Stücken, aber ehrlich, hättet ihr das bemerkt? ;-)).


2 und 7 RioRita
3 und 4 MC Stoneworks
5 und 8 Cat's Wire

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Oldies but Goodies - Ausgefallen/Steampunk

Warum zwei Themen heute, fragt ihr? Das ist einfach, meine Wenigkeit kann nicht mit Steampunk und unsere Challengemeisterin fügte ausgefallen hinzu, damit ich auch mitspielen konnte.
Ich finde, das sorgt heute für eine fabelhafte Mischung an Stücken in unserer Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, denkt ihr nicht auch?
Wir haben alles, Zahnräder, Augen, einen Oktopus, Spikes, Baumelndes, Anhänger, Ohrringe, einen tollen Hut, etwas für jeden!



1 und 8 Cat's Wire
2 und 5 Jewelry Art by Dawn
3 und 9 MC Stoneworks
4 und 7 RioRita
6 The Crafty Chimp

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Oldies but Goodies - Oval

Heute habe ich keine Geschichte für euch, aber eine Frage. Was ist eure Lieblingsform bei Schmuck? Zieht ihr gerundet vor oder doch eher mit Winkeln und Spitzen?
Als ich so meinen Cabochonvorrat durchging, stellte sich heraus, daß ich mich wohl sehr zu ovalen Cabochons hingezogen fühle. Ich bin mir nicht sicher, ob das mich meinen Anfängen im Schmuckmachen zu tun hat, als ein ovaler Cabochon die beste Wahl für gehäkelte Drahtfassungen zu sein schien oder ob das tatsächlich meine Lieblingsform ist. Ich werde es euch wissen lassen, falls ich es je herausfinde ;-)
Oval war das Thema für die neue Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, hier ist also die Collage dieser Woche für euch. Vielleicht gibt es ja ein Thema, das ihr gern mal sehen würdet? Laßt es mich wissen!


1 und 8 MC Stoneworks
2 und 6 RioRita
3 und 5 Cat's Wire
4 und 7 Jewelry Art by Dawn

Sonntag, 30. September 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Feenland

Werde ich es je lernen? Gebt euch keine Mühe, ich sage es euch. Die Antwort ist NEIN, NO, NON, NEE, NEJ (ich könnte so weitermachen, aber ihr habt schon verstanden).
Das Schlimmste daran ist, daß ich einen Plan für die Art Elements Design Challenge and Blog Hop hatte, für die Caroline uns das Thema "Feen" gab - was mich mit Hunderten von Ideen hätte versorgen sollen - nicht zu Monatsbeginn, sondern letztes Wochenende. Er kam plötzlich und ich bin nicht sofort darauf angesprungen. Weil ich das nie tue. Weil ich ihn erst in meinem Kopf herumrollen lassen und mich langsam daran gewöhnen muß.
So funktioniert mein Gehirn. Es nimmt einen sehr einfachen Plan oder eine vage Idee, und dann greift es sich Stückchen aus der Luft und fügt sie hinzu oder nimmt wieder etwas weg. Stellt euch eine Schaufensterpuppe vor. Man zieht ihr ein einfaches Kleid an, und dann fügt man einen Schal dazu, einen Gürtel, Handschuhe, man mag den Schal nicht und nimmt ihn wieder weg, dann den Gürtel, dann legt man eine Stola um, zieht vielleicht die Handschuhe aus und wählt stattdessen ein Armband - nur benutzt mein Gehirn Farben und Formen.
Das hört sich kreativ an, nicht wahr? Stattdessen ist es überwiegend Chaos, das schließlich etwas ausspuckt, und wenn ich Glück habe, ist es etwas Gutes - wenn nicht, endet es hinterm Sommerhaus wie Mister Mos arme Plastilinfrau (siehe "Mary Poppins im Park", ein Buch, das ich sehr liebe), nun ja, eigentlich in meinen berüchtigten WIP-Schubladen.

Leider kam mir das Leben die letzte Woche über in den Weg. Arbeit, eine Strickklasse, und dann wurde ich krank, was das letzte bißchen Motivation absaugte. Seit Mittwoch dachte ich daran, aus der Challenge auszusteigen, ich hatte sogar schon angefangen, die Mail zu schreiben.
Stattdessen nahm ich mich gestern zusammen und landete bei einer Variation meiner Idee, denn seien wir ehrlich, das mußte ja schiefgehen oder zumindest vom Originalplan abweichen, der aus einer kleinen Fee bestand, die ich auf ... nein, das behalte ich für mich, denn vielleicht wird das ja doch noch was, wer weiß.

Klein, ja, so klein wie ich meine Fee gewollt hatte, nein. Die Proportionen waren nicht ganz richtig, gerade soviel, daß es mir komisch schien, wenn ich sie anschaute, also mußte ich Armen und Beinen etwas anfügen, was bedeutete, daß ich auch Kopf und Körper vergrößern mußte.
Ich weiß noch nicht, ob sie ein WIP ist. Vielleicht braucht sie ja doch noch Flügel, obwohl ich das im Moment nicht denke. Schließlich könnte sie ja auf dem Marienkäfer reiten, er sieht zwar etwas klein für sie aus, aber er ist durch und durch zäh (und erinnert an die Zeit, als ich noch mit Fimo herumspielte). Oder sie könnte die "Exotische Schmetterlings-Fluggesellschaft" nehmen (diesen seltsam aussehenden Schmetterling machte ich, nachdem ich eine Schachtel voller Twin Beads gewonnen, aber keine Ideen mehr dafür hatte)? ;-)




 

Jetzt laßt uns wieder einmal sehen, wieviel organisierter unsere anderen Bloghopper waren! :-D

Gäste
 
AlisonAlysen - Cat (aka me) - Divya - Hope - Kathy - Sarah - Tammy - Vic


AE Team-Mitglieder
 
Caroline - CathyClaire - Jen - Jenny - Laney - MarshaNiky

Donnerstag, 27. September 2018

Oldies but Goodies - Nochmal Kupfer

Aus verschiedenen Gründen werde ich mich heute kurz fassen, stattdessen möchte ich euch bitten, diesen Post anzuschauen, in dem ich das erste Mal über Kupfer gesprochen habe.
Natürlich habe ich neue Stücke in der Collage, die ich heute mit dem gemacht habe, was zur Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge eingereicht wurde.
Vielleicht möchtet ihr uns ja auch erzählen, ob ihr selber Kupfer oder andere Metalle bevorzugt und was ihr an ihnen mögt oder nicht!


1 und 8 Jewelry Art by Dawn
2 und 4 MC Stoneworks
3 und 7 RioRita
5 und 9 Cat's Wire
6 und 10 The Crafty Chimp

Donnerstag, 20. September 2018

Oldies but Goodies - Kürbisse

Vor dem letzten Familienessen rief meine Schwester an und fragte mich, ob ich gerne etwas Kürbissuppe als Vorspeise hätte. Was für eine Frage ist das?? Ich liebe Kürbissuppe! Und ich hasse es, nur für mich selber Kürbis zu schnippeln!! Das tu ich wirklich, wißt ihr, also würde ich so ein Angebot niemals ausschlagen.
Jepp, die Kürbissaison hat uns erreicht (und Kürbisgewürzsaison ;-) obwohl das hier in Deutschland kein so großes Ding ist, also läßt mich die Kabbelei zwischen Fans und Leuten, die es hassen, unbeeindruckt), deshalb wird dies auch das Thema für die heutige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge sein.
Nicht jeder macht aber tatsächlich Kürbisschmuck, darum waren Kürbisfarben ebenfalls erlaubt.



1 und 10 Jewelry Art by Dawn
2 und 8 The Crafty Chimp
3 und 5 MC Stoneworks
4 und 6 Cat's Wire
7 und 9 RioRita

Donnerstag, 13. September 2018

Oldies but Goodies - Es baumelt

Letzten Samstag habe ich euch die Geschichte erzählt, wie meine Freundin und ich zum örtlichen Bürobedarfsladen gingen und dort Siegelwachs und -stempel kauften.
Heute werde ich euch eine Geschichte über einen unserer Schmuckläden erzählen, die ungefähr zur gleichen Zeit spielt, in den späten 70ern.
Der Laden hieß "Schmucktruhe" und ehrlich, als ich etwas erwachsener wurde, taten mir die Mitarbeiter dort ein bißchen leid. Die "Schmucktruhe" hatte einen Schwesternladen - dessen Name mir gerade nicht mehr einfällt, was mich verrückt macht - der ein gewöhnlicher Schmuckladen war. Gewöhnlich jedenfalls für uns Teenager. Sie verkauften das echte Zeug, Gold, Edelsteine, Uhren, völlig jenseits unseres Budgets.

Die "Schmucktruhe" aber hatte kleinen Schnickschnack und Dekorationen, von kleinen aus Quarz geschnittenen Tieren bis zu was wir heute Bohoschmuck nennen würden, erschwingliche Silberstücke und mehr. Es war der Himmel für uns Teenager. Ich bin überrascht, daß ich nie mit meiner Nase am Schaufenster kleben blieb, weil ich ihm nicht widerstehen konnte. Natürlich kauften wir uns dort Freundschaftsringe (das wäre vielleicht etwas für eine weitere Samstagsgeschichte) oder wir ging einfach so zum Stöbern hinein, worin wir in meiner Erinnerung übrigens niemals entmutigt wurden, egal ob wir etwas kauften oder nicht.

Eines Tages hatte ich endlich das Geld, ein besonderes Geburtstagsgeschenk für eine meiner Freundinnen zu kaufen, ein Paar baumelnder Ohrringe aus Sterlingsilber (zu der Zeit war viel Silberschmuck noch in 835 statt 925), die mich unglaubliche 32 DM kosteten. Das war damals ein Haufen Geld für mich, aber die Familie meiner Freundin war immer so nett zu mir gewesen. Sie hatten mich sogar einmal mit in die Ferien genommen, also wollte ich zeigen, wie sehr ich das schätzte.
Ich war so aufgeregt wegen dieser Ohrringe gewesen. Ständig mußte ich hingehen, um zu sehen, ob sie noch da waren. Ich liebte sie so sehr, daß ich mir nicht vorstellen konnte, daß jemand anderer sie nicht liebte. Es war eine kleine Silberkugel mit zwei weiteren kleinen Silberkugeln, die an Kettchen davon herunterbaumelten. Nichts so Ungewöhnliches, denkt ihr jetzt vielleicht, aber offensichtlich habe ich schon immer etwas für baumelnden Schmuck übriggehabt!
Um sie stilvoll zu präsentieren, strickte ich eine Puppe mit Zöpfen aus gelber Wolle und steckte die Ohrringe an den Stellen, wo die Ohren hätten sein müssen, in den Kopf.
Der Geburtstag kam und nun ratet mal. Meine Freundin schien überhaupt nicht aufgeregt zu sein. Sie schaute sie sogar kaum an. Ich weiß nicht warum, ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, ob das ein Ohrringstil war, den sie nie trug, und ich einfach das ausgesucht hatte, was mir gefiel, anstatt dem, was sie vielleicht wollte. Aber ich war ja auch erst 13 und nicht immer gerade sehr weise. Okay, ich bin auch jetzt nicht immer sehr weise, aber vielleicht doch etwas mehr als vor 40 Jahren.
Ich war übrigens nicht wütend auf sie. Vielleicht bedauerte ich, daß ich die Ohrringe nicht zurücknehmen konnte, um sie selber zu behalten, aber ich habe nie das Gefühl vergessen, das ich hatte, als ich aus dem Laden kam und in die kleine Papiertüte schaute, und das ist eine gute Erinnerung.

Warum habe ich euch aber die Geschichte überhaupt erzählt? Kudos, wenn ihr ganz durchgehalten habt. Baumelnder Schmuck war das Thema für diese Woche in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, genau das, was ich mag :-D
Ich hoffe, ihr werdet es auch mögen.




1 und 8 The Crafty Chimp
2 und 7 Jewelry Art by Dawn
3 und 5 MC Stoneworks

4 und 6 Cat's Wire

Samstag, 8. September 2018

Einfach nur so Samstag - Sich wie eine Königin fühlen

Der Zeitpunkt waren die späten 70er. Meine beste Freundin und ich waren auf einer Einkaufsmission. Wir kamen beladen mit Geld, nun ja, was für uns beladen bedeutete. Schließlich waren wir Teenager und hatten ein ziemlich enges Budget, also mußten wir weise wählen, zweimal denken. Reue konnten wir uns nicht leisten.

Laßt euch nicht vom Titel dieses Posts hereinlegen. Wir gingen nicht in einen Schmuckladen, wir waren im örtlichen Bürobedarfsladen. Nicht in einem der Kaufhäuser, sondern dort, wo sie das gute Zeug hatten, das besondere Zeug. Wunderschöne Stifte, Briefpapier in allen Farben des Regenbogens und das, was man für den neuesten Hype der Zeit brauchte. Siegel und Wachs. Die Siegel waren leicht ausgesucht, unsere Initialen, ein U für sie, ein C für mich. Das Wachs war dann nicht mehr so einfach. Ich kann das Display immer noch vor meinem inneren Auge sehen, all die schönen Farben aufgereiht, aber wir wußten, wir konnten sie nicht alle haben.
Eine klassische Wahl war natürlich rot, und wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, war das am Ende auch, was ich nahm.

Dies waren die Zeiten, in denen wir noch Brieffreunde hatten. Ich schrieb Briefe, zwischen fünf und zehn Seiten lang. JEDEN Tag. Heute fängt mein Handgelenk schon nach einer Seite an wehzutun, aber als Teenager hatte ich Brieffreunde in Belgien, Australien, Irland, England, Deutschland, und für eine sehr kurze Zeit einen Jungen in den USA, der, bald nachdem wir mit dem Schreiben begonnen hatten, als Austauschschüler nach Deutschland kam und mir jeden Tag einen Brief schickte - jeden davon auf Briefpapier in einer anderen Farbe.
Heute spüre ich immer noch die Aufregung, wenn ich einen dieser seltenen handgeschriebenen Briefe bekommen, vielleicht sogar noch mehr, weil es etwas so Seltenes ist.
Und nun konnte ich meine eigenen Briefe in königlichem Stil schreiben. Hier habt ihr es, das erklärt den Titel. Ich habe ihn übrigens von einer Freundin gestohlen, die erwähnte, daß sie sich so fühlte, wenn sie damals ihr eigenes Siegel benutzte.

Ich weiß nicht, wie ich zum ersten Mal die Idee hatte, mein Logo als Siegel haben zu wollen, aber es ist schon eine Weile her. Dann vergaß ich es wieder, stöberte wieder ein bißchen herum, vergaß es wieder, und das ging dann ziemlich lang so weiter, bis ich meine Steuerrückzahlung bekam und dachte, das wäre der richtige Moment, einfach eins zu bestellen.
Diese Woche ist es angekommen und wow, innerhalb von Sekunden verwandelte ich mich in mein 13 Jahre altes Ich und mußte es sofort ausprobieren, obwohl ein Teil von mir sagte neeeein, es ist zu hübsch, um es zu benutzen!



Tatsächlich ist dies eine satte, dunkle Farbe, aber der Blitz und die Tatsache, daß lila auf Bildern gern bläulich wird, haben hier nicht geholfen. Ist meine kleine Katze aber nicht goldig, wie sie so mit ihrem Draht und ihren Perlen spielt?
Und wo sind denn nun all meine Brieffreunde hin? ;-)


Donnerstag, 6. September 2018

Oldies but Goodies - Jüngste Arbeiten

Okay, das ist ein kleiner Widerspruch, ich weiß. Diese Stücke für unsere neueste Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge sind keine Oldies, aber ich hoffe, ihr stimmt mit mir überein, daß sie Goodies sind.
Ohne weitere Verzögerung also zeige ich euch hiermit fast brandneue Arbeiten von unseren JAC-Kunsthandwerkern. Viel Spaß!


1 The Crafty Chimp
2 und 6 Cat's Wire
3 und 4 MC Stoneworks
5 RioRita

Donnerstag, 30. August 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Wirbel

Dies ist aus unterschiedlichen Gründen nicht mein Monat gewesen. Das Leben kam mir in die Quere und hat meine Motivation, meine Konzentration und meine Kreativität gefressen.
Es wäre einfacher gewesen, rechtzeitig eine Mail zu schicken und zu sagen, sorry, aber ich bekomme es dieses Mal nicht hin. Andererseits kann ich aber auch so stur sein. Ich kann das. Ein bißchen strecken, den Kopf gegen die Spinnweben durchblasen, nach dem Draht greifen und ... hm, könnt ihr auch diese Grille im Hintergrund hören? Und wo kommt dieser Steppenläufer her, wenn man bedenkt, daß ich nicht mal in der Wüste bin? Oh, Wollmäuse. Wartet mal, wie lang bin ich eigentlich genau hier mit diesem Draht in der Hand gesessen??

Es ist seltsam, daß Wirbel - das Thema für August beim Art Elements Design Challenge and Blog Hop, das Marsha uns vorgab - mich nicht vor lauter Ideen durch die Gegend hüpfen ließen. Ihr wißt, daß ich es zum Beispiel liebe, Tentakel zu machen, die vielleicht ein Weg aus diesem Dilemma gewesen wären, aber diesmal kamen nicht einmal sie mir zu Hilfe. Mein Kopf war vollkommen leer.
Also fing ich an, eine kleine Spirale zu machen, in der Hoffnung, daß das irgendein kreativen Funken erwecken würde - heute, am Tag der Abgabe! - und da war er.
Ich habe schon lang aus Draht gewebte Behälter bewundert. Mary Tuckers Arbeit gehörte zu ersten dieser Art, die mir auffielen.
Korbflechten, in Draht ausgeführt, faszinierte mich und ich machte ein paar sehr schwache Versuche darin, lang bevor ich auch nur daran dachte, tiefer in die Welt des Drahtwebens einzutauchen. Vielleicht war es Zeit für noch einen, hoffentlich diesmal nicht ganz so schwach.

Dies ist ein Prototyp oder vielleicht ein WIP. Das Stückchen ist von beiden Seiten geschlossen, ist also kein Körbchen, sondern mehr wie ein großer, ziemlich schwerer Knopf. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es in einem Schmuckstück verwenden möchte oder ob ich es als Erinnerung und als Inspiration dafür behalten werde, daß ich damit weitermache und versuche, dieses auf meine Art hinzukriegen. Eins weiß ich, auf meinem Schreibtisch darf ich es nicht lassen oder Gundel wird es ratzfatz hier in der Wohnung herumkicken! Sie schaut schon so ...
Wie ihr seht, habe ich ja auch noch keine Öse dran, ich habe nicht oxidiert, es  war erstmal nur ein bißchen Drahtspielerei, aber wer weiß schon, was als nächstes geschehen wird? :-)




Weitere Challengeteilnehmer sind nicht so unmotiviert oder unkreativ wie ich gewesen, bitte schaut also bei ihren Blogs vorbei und seht euch an, was ihnen eingefallen ist. Ich werde jetzt dasselbe tun, und ich glaube fest, daß sie einen großen Inspirationsschub anzubieten haben!

Gäste
 
AlisonAnita - Cat (also ich) - Caroline - Jill - Kathy - Karin - Kimberly - MischelleRaven - Sarajo - Susan - Tammy 


AE Team-Mitglieder
 
Cathy -  CarolineClaire - Jen - Jenny and Lesley - Laney - Marsha - Susan

Donnerstag, 23. August 2018

Oldies but Goodies - Schmetterlinge

Ich habe Schmetterlinge schon immer geliebt. Ich bin nicht gut darin, sie zu bestimmen, aber ich liebe ihre Farben und fragile Schönheit. Tatsächlich mag ich auch Motten gern (außer denen, die versuchen, meine Steiffs zu fressen). Erst neulich, als ich zum Bahnhof ging, sah ich eine ziemlich große (groß gemessen daran, was ich normal so sehe) an einer Wand sitzen. Sie fragte sich wahrscheinlich, was ein Mensch hier um die Zeit zu suchen hatte, beschloß aber letztendlich, mich einfach zu ignorieren.
Das letzte Mal, als meine Schwester und ich durch unseren Wald spazierten, sahen wir auch einige Schmetterlinge, der einzige, dessen ich mir jedoch ganz sicher war, war der Zitronenfalter.
Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, woher das Wort Schmetterling eigentlich kommt, also habe ich mal nachgeschaut und fand dies bei "Sælde und êre":
"Von wegen schmettern - wir haben es hier eher mit einem verstohlenen Heimlichtuer zu tun. Schmetten meint nämlich den Rahm auf der Milch, entlehnt aus dem tschechischen smetana, die in früherer Zeit in offenen Krügen und Kannen aufbewahrt wurde und durch ihren Geruch manch begehrlichen Insektenrüssel angezogen hat. In vielen Gegenden sah man den Schmetterling dann als Hexe, die in dieser Gestalt den Menschen die Milch bzw. den Rahm stiehlt. In die deutsche Literatursprache findet der Schmetterling übrigens um die Mitte des 18. Jahrhunderts, nachdem er sich um 1500 lokal als Schmettenling findet."
(Obwohl ich tatsächlich auch einen Eintrag aus einem alten etymologischen Wörterbuch gefunden habe, das den Schmetterling großzügig dem Schmettern zuordnet, das scheint allerdings ein Ausreißer zu sein ;-)).

Als Erklärung für den englischen Namen hätte ich dann noch das hier (from Online Etymology Dictionary):

"Or, less creatively, simply because the pale yellow color of many species' wings suggests the color of butter. Another theory connects it to the color of the insect's excrement, based on Dutch cognate boterschijte."
Das erste würde zum Zitronenfalter passen, das zweite, ähm, interessant ...

Nun habe ich ein paar unterschiedliche Schmetterlinge aus der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge für euch. Da gibt es zwar nicht viel Butter zu sehen, aber ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem.


1 und 5 Cat's Wire
2 und 4 und 6 MC Stoneworks
3 The Crafty Chimp

Donnerstag, 16. August 2018

Donnerstag, 9. August 2018

Oldies but Goodies - Die Farben von Eiscreme

Wir sind in einer Hitzewelle gefangen, und wenn ich noch länger jammere, verliere ich wahrscheinlich Freunde und Familie ;-)
Eine Art, die Hitze zu bekämpfen, ist Eiscreme. Ich bin selber kein so großer Eisesser, aber im moment habe ich selbst ich eine große Packung Vanille in meinem Gefrierschrank, die ich gewöhnlich zu meinem Kaffee verwende oder in selteneren Fällen mit einer Sesamsauce esse, für die ich das Rezept aus dem internationalen japanischen Fernsehkanal habe.

Diese Woche ist das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge die Farben von Eiscreme.
Es ist schwierig, nicht von einer großen Auswahl in einem Eiscafé verführt zu werden, einfach weil die Farben so schön sind. Und ich spreche NICHT von Schlumpfeiscreme (ich weiß nicht einmal, was das für einen Geschmack hat).
Gewöhnlich zeige ich euch einfach meine Auswahl und linke zu denen, die die einzelnen Stücke gemacht haben. Heute bekommt ihr eine Legende dazu, schauen wir mal, vielleicht kann ich euch den Mund so wäßrig machen, daß ihr ins nächste Eiscafé rennt. Oder natürlich einfach euer Gefrierfach plündert.


1 Vanille mit roten Johannisbeeren
2 Blaubeere
3 Fruchtsorbet
4 Caramel
5 Erdbeeren und Vanille
6 Zitronensorbet
7 Vanille mit schwarzen Johannisbeeren
8 Schokoladenstrudel
9 Schokoladesahne
10 Pfirsichsahne
11 Zitronensorbet


1/3/7 Cat's Wire
2/4/6/10/11 Jewelry Art by Dawn
5/8 MC Stoneworks
9 RioRita

Donnerstag, 2. August 2018

Oldies but Goodies - Rubinrot

Rubine sind die Geburtssteine für Juli, daher war ihre wundervolle Farbe das Thema für die letzte Juliwoche der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge.
Alles, an was ich momentan denken kann, wenn ich rot sehe, ist, wie heiß es hier und anderswo immer noch ist (weshalb ich dies hier auch kurz halten werden, damit ich zu meiner Klimaanlage zurückeilen kann ... ich habe keine Ahnung, wie die Katzen in den warmen Räumen bleiben können!!).
Die wunderschönen Rottöne der heutigen Auswahl mögen nicht ausschließlich von Rubinen kommen, aber sie sind auf jeden Fall heiß ;-) Viel Spaß damit!


1/7 RioRita
2/4 Cat's Wire
3/5/6 Jewelry Art by Dawn
8 The Crafty Chimp

Dienstag, 31. Juli 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Samenkapseln

Ein weiterer Monat, eine weitere Design-Challenge von Art Elements.

Das Thema "Samenkapseln", ausgewählt von Jen, die großartige Bilder und Geschichten zur Inspiration zeigte, ist ziemlich faszinierend, aber ich erinnert euch ja vielleicht daran, daß ich keine Gärtnerin bin. Ich wußte über die Löwenmaul-Köpfchen, die wie kleine Totenschädel aussehen können, wenn die Pflanze stirbt, aber es wäre wahrscheinlich etwas faul gewesen, einfach ein paar geschnitzte Howlithschädel zu nehmen und sie an so eine Art Stengel zu hängen (andererseits laßt mich das doch schnell für die Zukunft notieren, es ist vielleicht einen zweiten Gedanken wert).

Welche andere Samenkapseln gab es, die ich als Idee nutzen könnte? Nun, tatsächlich hatte man mir vor fünf Jahren eine Idee geschenkt. Damals machte mich eine Freundin auf Lampionblumen oder Physalis aufmerksam. Sie sagte, sie könne sich vorstellen, daß ich welche aus Draht stricken würde, und so tat ich denn mein Bestes, um das erst an einem Prototyp zu entwickeln, bestellte ein paar Achatperlen und machte drei Stück. Ich verteilte das Bild im gesamten Netz, dann legte ich sie weg und vergaß sie. Gelegentlich fand ich sie wieder und versuchte, mir etwas auszudenken wie sie an eine Art Zweig zu stecken - kommt euch das bekannt vor? - und dann als Dekoration hinaus in den Hausflur zu stellen. Ich wußte schon, daß ich Ponder mit ihnen nicht vertrauen konnte, sie waren zu sehr wie Bälle, aber der Draht, den ich verwendet hatte war zu dünn, um dieses Risiko einzugehen und auch zu dünn, um sie in Schmuck zu verwenden.

Nun war die Idee zurück. Vor ein paar Jahren hatte ich Glück mit einem Überraschungs-Vorratsauflösungs-Paket (sucht dieses Wort nicht im Duden). Es war ein wilder Mix aus Silberteilchen, Kristallen, Glasperlen, ein paar facettierten Steinperlen, einer Silberkette mit Blumenanhänger, WIPs (einer der Ohrringe gab erst kürzlich ein echt süßes Mittelteil für eine Halskette ab, die ich für einen guten Zweck spendete). Und dann waren da noch vier orangefarbene Glasperlen, die die perfekte Größe für die Kapsel"füllung" hatten (ach, falls jemand eine Idee hat, wo ich die drei letzten übriggebliebenen Achatperlen vom ersten Projekt hingesteckt habe, laßt es mich wissen - sie sind wahrscheinlich an einem sehr sicheren Ort).
Also schnappte ich mir meinen Häkelhaken, strickte vier Lampionblumen in unterschiedlichen Größe und oxidierte das Kupfer für einen natürlicheren Look. Für meine ersten drei hatte ich einen beschichteten, nicht anlaufenden Kupferdraht benutzt und sie schienen mir immer etwas zu sehr zu glänzen. Schließlich bedeutet dieser filigrane Look, daß die Kapseln vertrocknet sind. Diese Skelettkapseln sind übrigens nicht immer gräulich, ich habe sie auch schon in bräunlichem Ton gesehen. Es ist auf jeden Fall ein schöner Anblick. Mutter Natur ist eine echte Künstlerin.


Was nun damit tun?
Ich hatte mehrere Ideen. Eine war eine Kette mit den Kapseln, die von einer Art Zweig hingen :-P Ich weiß ja, immer noch dieselbe Idee. Aber hey, das ist nun mal das, was sie auch in der Natur machen.
Vielleicht könnte ja eine von meinen gehäkelten Schlauchketten funktionieren. Spoileralarm - tat es nicht. Ja, ich nahm ein paar der Kapseln und kombinierte sie mit einer, für die ich orangefarbene Rocailles verwendete, in der Hoffnung, daß das an eine vertrocknete, aber nicht skelettierte Kapsel erinnern würde - was mich aber nicht hunderprozentig überzeugte - und zwar an zwei verschieden langen Schläuchen. Die Kapseln sollten dann an unterschiedlichen Stellen befestigt werden, aber egal was ich tat, es gefiel mir einfach nicht. War der Schlauch zu dick, waren nur die Schlauchenden zu dick, waren es zu viele Kapseln, ich wußte es einfach nicht.
Also wurde es Zeit für eine Pause davon, in der ich stattdessen ein Paar Ohrringe machte, was mir schon besser gefiel.



Die Pause war länger als ich mir vorgestellt hatte. Nicht nur die Hitze und eine Erkältung kamen dazwischen, sondern auch die WIP-Trödelei. Es ist eine Krankheit, die äußerst gefährlich für Künstler und Kunsthandwerker ist, sie hält einen davon ab, zu einem WIP zurückzugehen, das man vielleicht schon verhunzt hat.
Symptome sind Kreativitätsmangel, kleine Wutausbrüche, Phasen der Verzweiflung, wenn man merkt, daß das Fristdatum immer näher rückt, was dann wiederum gewöhnlich zu noch schlimmeren Kreativitätsblockaden führt, verbunden mit Anfällen von Zögern, das WIP auch nur zu berühren oder anzuschauen.
Wenn man Glück hat, ist man stark genug, den Teufelskreis zu durchbrechen, das Stück eine Weile zu halten, ohne es in eine Ecke zu pfeffern, zu atmen, und dann kommt vielleicht die Lösung.
Ein kleines Weilchen schien das ein Halsringdesign aus gedrehtem Draht zu sein, aber nö *hier bitte Wutausbruch einfügen* ;-)

Ich dachte beinahe schon, das wäre es dann für die Halskette, bis ich heute eine Erleuchtung hatte. Ich schnitt die schon befestigten zwei Kapseln vom Schlauch, natürlich sehr vorsichtig, weil sich nicht sagen läßt, was ich getan hätte, hätte ich den falschen Draht zerschnitten.
Dann hängte ich sie an eine Kette, ganz simpel. Es war in dem Moment die beste Entscheidung. Mein Verstand hätte mir gefehlt, wenn ich ihn komplett verloren hätte. Anzeichen gab es schon.
Voilà, eine Halskette.


Danke dafür, daß ihr mir in meine kleine Welt des Wahnsinns und Dramas gefolgt seid ;-)
Bitte schaut euch auch die Posts der anderen Teilnehmer an. Das ist etwas zum drauf Freuen!

Gäste
 
Tammy - Raven - Alysen - Anita - Cat (aka me) - Kimberly - Rozantia - Sarajo - Divya - Caroline - Catherine - Kathy - Norma - Jill

AE-Teammitglieder


Claire - Caroline - Lesley - Niky - Laney - Susan - Marsha - Jenny - Cathy - Jen