Donnerstag, 8. Februar 2018

Oldies but Goodies - Minzfrisch

Wie viele andere liebe ich den Geschmack und Geruch von Minze. Ist es nicht toll, wie man etwas Mintfarbenes sieht und das Gehirn das automatisch mit diesem frischen Gefühl verbindet?
Heute bringe ich euch ein paar Stücke aus der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge und hoffe, sie geben euch ein gutes Gefühl! :-)


1 Cat's Wire
2 MC Stoneworks
3 The Crafty Chimp
4 RioRita
5 Jewelry Art by Dawn

Freitag, 2. Februar 2018

Pack die Vorräte an oder Neue (alte) Vorräte schaffen

Vor Jahren war der Pfingstmarkt in Wäschenbeuren ein fester Termin in unserem Jahreskalender. Dieser Markt findet jedes Jahr am Pfingstmontag statt, in einem Dorf etwa neun Kilometer von meinem Wohnort.
Ein Teil davon ist ein Trödel- und Antikmarkt, der andere ein typischer Krämermarkt mit allem von lokal gewonnenen Honig, handgestrickten Socken, Kräutertees, Kittelschurzen, T-Shirts, genialen Gemüsereiben, und natürlich gibt es euch Imbißstände, um die Leute aufrecht zu halten. Ich war seit Jahren nicht mehr dort, hauptsächlich wegen mangelnden Transports, es ist nicht so einfach mit den Bussen an Feiertagen.

Als ich jünger war, war ich kein Fan von Jaspis. Ich sah ihn gewöhnlich in Form von Trommelsteinen, für die ich keine Verwendung hatte, außerdem glitzert Jaspis nicht. Ich liebte Edelsteine, das tue ich heute noch.
Ich wurde aber auch älter und (hoffentlich ;-)) ein bißchen weiser, und ich lernte die Schönheit anderer Steine zu schätzen, egal ob sie durchsichtig oder nicht waren. Und irgendwann holte ich mir beim Pfingstmarkt einen Leopardenjaspis als Trommelstein, bei einem dieser Schmuckstände, die auch so einen großen Kasten mit verschiedenen Steinen drin haben. Ich hatte zwar immer noch keine richtige Verwendung dafür, und hinterher hätte ich nicht mehr sagen können, warum ich ihn haben wollte, außer daß er irgendwie für mich herausstach, aber ich hatte immer das Gefühl, daß das der Stein war, der meine Sicht auf Jaspis veränderte.


Nachdem ich mit dem Schmuckmachen anfing, machte ich ein paar Versuche, den Stein zu verwenden. Nichts überzeugte mich jedoch richtig. Das war kein kleiner Stein, er brauchte ein großes Design, und ich war besser darin, winzige Steinperlchen in meinen Stücken unterzubringen. Ich häkelte und strickte mehr als eine Fassung für den Jaspis, aber nichts funktionierte.

Das bringt mich zu meinem Thema, neue/alte Vorräte zu schaffen.
In letzter Zeit habe ich ein paar alte Stücke auseinandergenommen. Ein paar waren nicht einmal je irgendwo gelistet, weil ich mir ihrer selbst nicht sicher war, und es war schon eine Erleichterung, als ich sie auseinandernahm und die Cabochons oder Perlen zurück in meine Vorräte packte. Einer davon war der Jaspis.
Ihr habt keine Vorstellung davon, wie oft dieser spezielle Stein zurückgekommen war, um mich heimzusuchen. Manche Stücke schlafen in einer Schublade und bei manchen davon vergesse ich sogar, daß ich sie jemals hatte. Der Jaspis jedoch landete immer irgendwo dort, wo ich ihn wiederfand.
Nun denke ich, daß ich seine Bestimmung endlich gefunden habe, nach, oh, wahrscheinlich 20 Jahren - und ich bin glücklich damit. Wunder geschehen.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Oldies but Goodies - Beerenfarben

I werde euch die Geschichten heute ersparen ... gehen wir einfach ein paar "Beeren" pflücken.
Beerenfarben waren das Thema für die dieswöchige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, und Beerenfarben haben wir auch bekommen! Offensichtlich war mein Unterbewußtsein so beeinflußt, daß ich mir beim nächsten Lebensmitteleinkauf gefrorene (immerhin ist hier noch Winter) Beeren mitnahm ;-)
Hoffentlich findet ihr die heutige Auswahl genauso köstlich wie ich.


1 und 7 MC Stoneworks
2 und 8 The Crafty Chimp
3 und 5 RioRita
4 und 6 Cat's Wire

Donnerstag, 25. Januar 2018

Oldies but Goodies - Leben auf dem Bauernhof

Als ich ein Kind war, war die Zeit, die ich auf dem Bauernhof der Eltern meiner Patentante verbrachte, immer etwas Besonderes.
Mit manchen Dingen konnte ich nicht so gut umgehen, wie als von mir erwartet wurde, das Hühnchen zu essen, das morgens noch herumgerannt war (aber nein, ich mußte nie selber miterleben, wie es vom Herumrennen auf den Weg in den Ofen gebracht wurde), aber die meisten Erinnerungen sind lebhaft und gut - wobei die Hälfte davon wahrscheinlich ein wenig verklärt ist.
Ich hatte "meine eigene" Kuh. Zumindest hatte ich das Vorkaufsrecht, falls ich jemals genug Geld haben würde, worüber ich mir ganz sicher war. Sie war weiß und hellbraun, und ihr Name war Diana.
Ich liebte all die Katzen, vor allem O'Henry, den großen gestreiften Kater, und obwohl ich schon damals ein Katzenmensch war, liebte ich auch Hera, die große Schäferhündin. Tatsächlich weiß ich gar nicht, wie groß sie wirklich war, aber ich war damals ja auch ziemlich klein. Wenn der Bruder meiner Patentante mich bat, das Tor für sie zu öffnen, hatte ich immer ein bißchen Angst, weil sie sich daran hochstellte und dann einfach fallen ließ - und mich dabei zweifelsohne unabsichtlich zermalmen würde. Manchmal schaffte ich es allein, manchmal kam jemand aus dem Stall, sah mich dastehen und öffnete das Tor mit einem kleinen Augenrollen.
Ich half beim Beerenpflücken im Garten, fuhr auf dem Traktor mit und spielte eine entscheidende Rolle (aus sicherer Entfernung ;-)) dabei, die Kühe auf die Weide hinauszubringen. Ich schmuste mit Karnickeln, sammelte Eier ein, las die alten Kinderbücher meiner Patentante und ihrer Brüder, sah ihrer Mutter beim Kochen zu und war wahrscheinlich im wesentlichen jedem im Weg.

Diese Woche geht es bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge darum, was man so auf einem Bauernhof finden kann ... Tiere, Pflanzen und mehr. Ich hoffe, meine Auswahl gefällt euch!


1 und 9 Jewelry Art by Dawn
2 und 8 Cat's Wire
3 und 5 MC Stoneworks
4 RioRita
6 und 7 The Crafty Chimp

Donnerstag, 18. Januar 2018

Oldies but Goodies - Winterweiß

Hinter meinem Bett ist ein Fenster, und ich muß meinen Kopf nur ein wenig drehen, dann kann ich den Himmel sehen. Ich liebe es, den Mond bei seiner Wanderung über den Nachthimmel zu beobachten, manchmal mitten in der Nacht, wenn ich aufwache. Letzte Nacht hatten wir jedoch Neumond. Stattdessen sah ich dicke Schneeflocken herunterkommen. Als ich aufstand, um auf die Straße hinunterzuschauen, sah ich, daß sie sich bereits auf den Dächern, den Autos und dem Boden niedergelassen hatten. Obwohl ich kein Schneefan bin - um es nett auszudrücken - sah es friedlich aus. Es war niemand da draußen, es war völlig still, und nur hier und da konnte ich ein Licht aus einem Fenster in der Nachbarschaft erkennen. 
Heute morgen erwachte ich nicht vom Kratzen von Schaufeln auf dem Boden, also wußte ich, daß es zu aufgehört haben mußte zu schneien, und tatsächlich war der Schnee verschwunden, als wäre er nur ein Traum gewesen.

Nach einer Pause ist die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge jetzt wieder in diesem neuen Jahr zurück, diese Woche mit dem Thema Winterweiß. Viel Spaß.


1 und 4 Cat's Wire
2 und 5 RioRita
3 und 6 MC Stoneworks

Dienstag, 12. Dezember 2017

Was machen wenn ...

... dein Mojo eine lange Pause macht?
... man sich irgendwie verletzt hat?
... man einfach nicht die Zeit findet?
... das Leben deinen kreativen Unternehmungen im Weg steht?

Es ist Zufall, daß dies jetzt ausgerechnet im Dezember Teil des Blog Carnivals der Jewelry Artisans Community ist - nachdem es monatelang keinen gab - aber vielleicht ist es ja tatsächlich keine so schlechte Idee, am Jahresende darüber nachzudenken.

Ich habe Ende 2008 damit angefangen, Schmuck und mehr zu machen, und natürlich habe ich über die Jahre auch mal eine Auszeit genommen. Ich kann mich jedoch an keine Zeit erinnern, in der es sich so schwierig anfühlte, etwas zu machen. Da ist die Arthrose in meinem Daumengelenk und andere gesundheitliche Probleme und Schmerzen, und sie scheinen mich mehr zu beeinträchtigen als früher. Ich möchte nicht jammern, aber die Tage, fast besessen an etwas zu arbeiten, Stunde um Stunde, sind definitiv vorüber!

Seit vor ein paar Monaten passierte es immer wieder, daß ich an etwas zu arbeiten begann und es versemmelte. Ich sage nicht, daß das für mich völlig neu ist und nicht vorher schon immer wieder mal passierte, aber in diesem Ausmaß war es neu, und ich bemerkte, daß es auch anfing, meinem Mojo nicht gut zu tun. Es hatte keine Zeiten gegeben, in denen ich nicht den Drang verspürt hatte, an etwas herumzuwerkeln, jetzt konnte es tagelang dauern, ohne daß ich Draht oder Perlen anfaßte, so als hätte mich diese Art von Kreativität einfach verlassen.
Es mag sich lächerlich für euch anhören, aber ich fühlte mich deshalb irgendwie unbehaglich und unruhig. Ich hatte nicht gewußt, daß dies so einen Effekt auf mich haben könnte.

Was gab es sonst zu tun?
Seit ich angefangen hatte, mit Draht und Perlen zu arbeiten, war Lesen hauptsächlich auf das Pendeln und die Wanne verbannt worden, was beides schwere Bücher oder sogar Bücher, die nach konzentriertem Lesen verlangten, ausschloß. Nachdem ich seit meiner Kindheit eine begeisterte Leserin gewesen war, fühlte es sich jetzt fast seltsam an, mich hinzusetzen und "einfach nur" zu lesen. Ich weiß nicht, ob es diese Rastlosigkeit in meinem Hinterkopf war, die mir sagte, dß ich eigentlich stattdessen an etwas arbeiten sollte, aber es brauchte wirklich etwas Zeit, wieder ins Lesen hineinzufinden.

Dann war da natürlich noch der Computer. Könnt ihr euch vorstellen, wie lange man, ohne tatsächlich etwas zu tun, zwischen Bookmarks hin und her klicken, Links über Künstler zu folgen, die keine kreative Blockade zu haben scheinen, Nomogramm-Spiele auf dem Computer spielen kann, und dabei zu versuchen, den Gedanken daran zu vermeiden, wie einem die Zeit sinnlos durch die Finger rinnt? Das war nun definitiv etwas, das aufhören mußte, sogar Ponder wurde es leid, mir auf meinem Schreibtisch Gesellschaft zu leisten!
Ich fing sogar mit Doodlen an in der Hoffnung, das würde meinen Gedanken erlauben, sich ungehindert zu entfalten und dabei eine Art Richtung zu finden.

Schließlich folgte ich meinem eigenen Ratschlag zu kreativen Blockaden aus einem anderen Blog Carnival von früher. Ich machte etwas, über das ich nicht groß nachdenken mußte, weil es mein Design bereits gab, das mir aber genügend Raum für das Spiel mit Details ließ, um dennoch auch den kreativen Drang zu befriedigen.
Gewöhnlich bedeutet da eines meiner typischen Miniaturkörbchen, das ich dann so füllen kann, wie es mir gerade in den Sinn kommt.
In letzter Zeit hatte ich jedoch mit einigen Tintenfischen gespielt, größeren und kleineren, sogar welchen, die Lampworkhaie umarmten. Tentakel sind eine großartige Weise, die Dinge fließen zu lassen!


Klickt, um die Details besser zu sehen ...

Im Moment kann ich jedoch nur immer wieder mal mit Draht arbeiten, da es mein Daumengelenk anstrengt, und trotzdem hatte ich gerade eine dieser Phasen, in der mich auch die Perlen nicht anzogen.
Weihnachten brachte mich zu meinem großen Kugelvorrat zurück und erinnerte mich außerdem an einen fast vergessenen Vorrat an Spike-Perlen, also war es Zeit, nach einer ganzen Weile wieder mal meinen Häkelhaken hervorzuholen und etwas Draht zu verstricken.


Und zwei kleine Schneemann-Kugeln boten mir die Gelegenheit, mich mit meinem berüchtigten "Klebstofftrauma" auseinanderzusetzen und etwas in Herringbone zu fädeln.


Ich wollte außerdem vor Weihnachten noch ein paar Perlengeschenke weben. Da ist noch diese kleine WIP, das nicht vollkommen mit mir kooperieren möchte (ehrlich, warum ist dieser Rahmen "plötzlich" größer und vielleicht auch das WIP kleiner?).

Wißt ihr, vielleicht ist es in Ordnung zu überlegen, was es außer dem Schmuckmachen noch gibt. Vielleicht muß ich ja gar nicht die ganze Zeit herumwerkeln. Vielleicht werde ich im ganzen von ein paar Veränderungen hier und da profitieren - zu alten Hobbys zurückkehren, mir die Zeit nehmen, etwas aufzugreifen, das schon eine Weile herumliegt ... da ist noch diese Strickjacke, die ich nicht fertiggemacht habe, weil ich mir nicht mehr über die Maße der Vorderteile sicher war ... vielleicht ist dies einfach eine Lektion für mich, nicht von etwas besessen zu sein, weil ich es sonst versemmle. Hm. Ganz gute Lektion, wenn ein neues Jahr bald vor der Tür steht ;-)

Möchtet ihr wissen, was andere JAC-Mitglieder dazu zu sagen haben?
Schaut hier!

Jewelry Art by Dawn