Donnerstag, 20. September 2018

Oldies but Goodies - Kürbisse

Vor dem letzten Familienessen rief meine Schwester an und fragte mich, ob ich gerne etwas Kürbissuppe als Vorspeise hätte. Was für eine Frage ist das?? Ich liebe Kürbissuppe! Und ich hasse es, nur für mich selber Kürbis zu schnippeln!! Das tu ich wirklich, wißt ihr, also würde ich so ein Angebot niemals ausschlagen.
Jepp, die Kürbissaison hat uns erreicht (und Kürbisgewürzsaison ;-) obwohl das hier in Deutschland kein so großes Ding ist, also läßt mich die Kabbelei zwischen Fans und Leuten, die es hassen, unbeeindruckt), deshalb wird dies auch das Thema für die heutige Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge sein.
Nicht jeder macht aber tatsächlich Kürbisschmuck, darum waren Kürbisfarben ebenfalls erlaubt.


1 und 10 Jewelry Art by Dawn
2 und 8 The Crafty Chimpy
3 und 5 MC Stoneworks
4 und 6 Cat's Wire
7 und 9 RioRita

Donnerstag, 13. September 2018

Oldies but Goodies - Es baumelt

Letzten Samstag habe ich euch die Geschichte erzählt, wie meine Freundin und ich zum örtlichen Bürobedarfsladen gingen und dort Siegelwachs und -stempel kauften.
Heute werde ich euch eine Geschichte über einen unserer Schmuckläden erzählen, die ungefähr zur gleichen Zeit spielt, in den späten 70ern.
Der Laden hieß "Schmucktruhe" und ehrlich, als ich etwas erwachsener wurde, taten mir die Mitarbeiter dort ein bißchen leid. Die "Schmucktruhe" hatte einen Schwesternladen - dessen Name mir gerade nicht mehr einfällt, was mich verrückt macht - der ein gewöhnlicher Schmuckladen war. Gewöhnlich jedenfalls für uns Teenager. Sie verkauften das echte Zeug, Gold, Edelsteine, Uhren, völlig jenseits unseres Budgets.

Die "Schmucktruhe" aber hatte kleinen Schnickschnack und Dekorationen, von kleinen aus Quarz geschnittenen Tieren bis zu was wir heute Bohoschmuck nennen würden, erschwingliche Silberstücke und mehr. Es war der Himmel für uns Teenager. Ich bin überrascht, daß ich nie mit meiner Nase am Schaufenster kleben blieb, weil ich ihm nicht widerstehen konnte. Natürlich kauften wir uns dort Freundschaftsringe (das wäre vielleicht etwas für eine weitere Samstagsgeschichte) oder wir ging einfach so zum Stöbern hinein, worin wir in meiner Erinnerung übrigens niemals entmutigt wurden, egal ob wir etwas kauften oder nicht.

Eines Tages hatte ich endlich das Geld, ein besonderes Geburtstagsgeschenk für eine meiner Freundinnen zu kaufen, ein Paar baumelnder Ohrringe aus Sterlingsilber (zu der Zeit war viel Silberschmuck noch in 835 statt 925), die mich unglaubliche 32 DM kosteten. Das war damals ein Haufen Geld für mich, aber die Familie meiner Freundin war immer so nett zu mir gewesen. Sie hatten mich sogar einmal mit in die Ferien genommen, also wollte ich zeigen, wie sehr ich das schätzte.
Ich war so aufgeregt wegen dieser Ohrringe gewesen. Ständig mußte ich hingehen, um zu sehen, ob sie noch da waren. Ich liebte sie so sehr, daß ich mir nicht vorstellen konnte, daß jemand anderer sie nicht liebte. Es war eine kleine Silberkugel mit zwei weiteren kleinen Silberkugeln, die an Kettchen davon herunterbaumelten. Nichts so Ungewöhnliches, denkt ihr jetzt vielleicht, aber offensichtlich habe ich schon immer etwas für baumelnden Schmuck übriggehabt!
Um sie stilvoll zu präsentieren, strickte ich eine Puppe mit Zöpfen aus gelber Wolle und steckte die Ohrringe an den Stellen, wo die Ohren hätten sein müssen, in den Kopf.
Der Geburtstag kam und nun ratet mal. Meine Freundin schien überhaupt nicht aufgeregt zu sein. Sie schaute sie sogar kaum an. Ich weiß nicht warum, ich kann mich wirklich nicht daran erinnern, ob das ein Ohrringstil war, den sie nie trug, und ich einfach das ausgesucht hatte, was mir gefiel, anstatt dem, was sie vielleicht wollte. Aber ich war ja auch erst 13 und nicht immer gerade sehr weise. Okay, ich bin auch jetzt nicht immer sehr weise, aber vielleicht doch etwas mehr als vor 40 Jahren.
Ich war übrigens nicht wütend auf sie. Vielleicht bedauerte ich, daß ich die Ohrringe nicht zurücknehmen konnte, um sie selber zu behalten, aber ich habe nie das Gefühl vergessen, das ich hatte, als ich aus dem Laden kam und in die kleine Papiertüte schaute, und das ist eine gute Erinnerung.

Warum habe ich euch aber die Geschichte überhaupt erzählt? Kudos, wenn ihr ganz durchgehalten habt. Baumelnder Schmuck war das Thema für diese Woche in der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge, genau das, was ich mag :-D
Ich hoffe, ihr werdet es auch mögen.




1 und 8 The Crafty Chimp
2 und 7 Jewelry Art by Dawn
3 und 5 MC Stoneworks

4 und 6 Cat's Wire

Samstag, 8. September 2018

Einfach nur so Samstag - Sich wie eine Königin fühlen

Der Zeitpunkt waren die späten 70er. Meine beste Freundin und ich waren auf einer Einkaufsmission. Wir kamen beladen mit Geld, nun ja, was für uns beladen bedeutete. Schließlich waren wir Teenager und hatten ein ziemlich enges Budget, also mußten wir weise wählen, zweimal denken. Reue konnten wir uns nicht leisten.

Laßt euch nicht vom Titel dieses Posts hereinlegen. Wir gingen nicht in einen Schmuckladen, wir waren im örtlichen Bürobedarfsladen. Nicht in einem der Kaufhäuser, sondern dort, wo sie das gute Zeug hatten, das besondere Zeug. Wunderschöne Stifte, Briefpapier in allen Farben des Regenbogens und das, was man für den neuesten Hype der Zeit brauchte. Siegel und Wachs. Die Siegel waren leicht ausgesucht, unsere Initialen, ein U für sie, ein C für mich. Das Wachs war dann nicht mehr so einfach. Ich kann das Display immer noch vor meinem inneren Auge sehen, all die schönen Farben aufgereiht, aber wir wußten, wir konnten sie nicht alle haben.
Eine klassische Wahl war natürlich rot, und wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, war das am Ende auch, was ich nahm.

Dies waren die Zeiten, in denen wir noch Brieffreunde hatten. Ich schrieb Briefe, zwischen fünf und zehn Seiten lang. JEDEN Tag. Heute fängt mein Handgelenk schon nach einer Seite an wehzutun, aber als Teenager hatte ich Brieffreunde in Belgien, Australien, Irland, England, Deutschland, und für eine sehr kurze Zeit einen Jungen in den USA, der, bald nachdem wir mit dem Schreiben begonnen hatten, als Austauschschüler nach Deutschland kam und mir jeden Tag einen Brief schickte - jeden davon auf Briefpapier in einer anderen Farbe.
Heute spüre ich immer noch die Aufregung, wenn ich einen dieser seltenen handgeschriebenen Briefe bekommen, vielleicht sogar noch mehr, weil es etwas so Seltenes ist.
Und nun konnte ich meine eigenen Briefe in königlichem Stil schreiben. Hier habt ihr es, das erklärt den Titel. Ich habe ihn übrigens von einer Freundin gestohlen, die erwähnte, daß sie sich so fühlte, wenn sie damals ihr eigenes Siegel benutzte.

Ich weiß nicht, wie ich zum ersten Mal die Idee hatte, mein Logo als Siegel haben zu wollen, aber es ist schon eine Weile her. Dann vergaß ich es wieder, stöberte wieder ein bißchen herum, vergaß es wieder, und das ging dann ziemlich lang so weiter, bis ich meine Steuerrückzahlung bekam und dachte, das wäre der richtige Moment, einfach eins zu bestellen.
Diese Woche ist es angekommen und wow, innerhalb von Sekunden verwandelte ich mich in mein 13 Jahre altes Ich und mußte es sofort ausprobieren, obwohl ein Teil von mir sagte neeeein, es ist zu hübsch, um es zu benutzen!



Tatsächlich ist dies eine satte, dunkle Farbe, aber der Blitz und die Tatsache, daß lila auf Bildern gern bläulich wird, haben hier nicht geholfen. Ist meine kleine Katze aber nicht goldig, wie sie so mit ihrem Draht und ihren Perlen spielt?
Und wo sind denn nun all meine Brieffreunde hin? ;-)


Donnerstag, 6. September 2018

Oldies but Goodies - Jüngste Arbeiten

Okay, das ist ein kleiner Widerspruch, ich weiß. Diese Stücke für unsere neueste Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge sind keine Oldies, aber ich hoffe, ihr stimmt mit mir überein, daß sie Goodies sind.
Ohne weitere Verzögerung also zeige ich euch hiermit fast brandneue Arbeiten von unseren JAC-Kunsthandwerkern. Viel Spaß!


1 The Crafty Chimp
2 und 6 Cat's Wire
3 und 4 MC Stoneworks
5 RioRita

Donnerstag, 30. August 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Wirbel

Dies ist aus unterschiedlichen Gründen nicht mein Monat gewesen. Das Leben kam mir in die Quere und hat meine Motivation, meine Konzentration und meine Kreativität gefressen.
Es wäre einfacher gewesen, rechtzeitig eine Mail zu schicken und zu sagen, sorry, aber ich bekomme es dieses Mal nicht hin. Andererseits kann ich aber auch so stur sein. Ich kann das. Ein bißchen strecken, den Kopf gegen die Spinnweben durchblasen, nach dem Draht greifen und ... hm, könnt ihr auch diese Grille im Hintergrund hören? Und wo kommt dieser Steppenläufer her, wenn man bedenkt, daß ich nicht mal in der Wüste bin? Oh, Wollmäuse. Wartet mal, wie lang bin ich eigentlich genau hier mit diesem Draht in der Hand gesessen??

Es ist seltsam, daß Wirbel - das Thema für August beim Art Elements Design Challenge and Blog Hop, das Marsha uns vorgab - mich nicht vor lauter Ideen durch die Gegend hüpfen ließen. Ihr wißt, daß ich es zum Beispiel liebe, Tentakel zu machen, die vielleicht ein Weg aus diesem Dilemma gewesen wären, aber diesmal kamen nicht einmal sie mir zu Hilfe. Mein Kopf war vollkommen leer.
Also fing ich an, eine kleine Spirale zu machen, in der Hoffnung, daß das irgendein kreativen Funken erwecken würde - heute, am Tag der Abgabe! - und da war er.
Ich habe schon lang aus Draht gewebte Behälter bewundert. Mary Tuckers Arbeit gehörte zu ersten dieser Art, die mir auffielen.
Korbflechten, in Draht ausgeführt, faszinierte mich und ich machte ein paar sehr schwache Versuche darin, lang bevor ich auch nur daran dachte, tiefer in die Welt des Drahtwebens einzutauchen. Vielleicht war es Zeit für noch einen, hoffentlich diesmal nicht ganz so schwach.

Dies ist ein Prototyp oder vielleicht ein WIP. Das Stückchen ist von beiden Seiten geschlossen, ist also kein Körbchen, sondern mehr wie ein großer, ziemlich schwerer Knopf. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es in einem Schmuckstück verwenden möchte oder ob ich es als Erinnerung und als Inspiration dafür behalten werde, daß ich damit weitermache und versuche, dieses auf meine Art hinzukriegen. Eins weiß ich, auf meinem Schreibtisch darf ich es nicht lassen oder Gundel wird es ratzfatz hier in der Wohnung herumkicken! Sie schaut schon so ...
Wie ihr seht, habe ich ja auch noch keine Öse dran, ich habe nicht oxidiert, es  war erstmal nur ein bißchen Drahtspielerei, aber wer weiß schon, was als nächstes geschehen wird? :-)




Weitere Challengeteilnehmer sind nicht so unmotiviert oder unkreativ wie ich gewesen, bitte schaut also bei ihren Blogs vorbei und seht euch an, was ihnen eingefallen ist. Ich werde jetzt dasselbe tun, und ich glaube fest, daß sie einen großen Inspirationsschub anzubieten haben!

Gäste
 
AlisonAnita - Cat (also ich) - Caroline - Jill - Kathy - Karin - Kimberly - MischelleRaven - Sarajo - Susan - Tammy 


AE Team-Mitglieder
 
Cathy -  CarolineClaire - Jen - Jenny and Lesley - Laney - Marsha - Susan

Donnerstag, 23. August 2018

Oldies but Goodies - Schmetterlinge

Ich habe Schmetterlinge schon immer geliebt. Ich bin nicht gut darin, sie zu bestimmen, aber ich liebe ihre Farben und fragile Schönheit. Tatsächlich mag ich auch Motten gern (außer denen, die versuchen, meine Steiffs zu fressen). Erst neulich, als ich zum Bahnhof ging, sah ich eine ziemlich große (groß gemessen daran, was ich normal so sehe) an einer Wand sitzen. Sie fragte sich wahrscheinlich, was ein Mensch hier um die Zeit zu suchen hatte, beschloß aber letztendlich, mich einfach zu ignorieren.
Das letzte Mal, als meine Schwester und ich durch unseren Wald spazierten, sahen wir auch einige Schmetterlinge, der einzige, dessen ich mir jedoch ganz sicher war, war der Zitronenfalter.
Ich habe mir bisher noch nie Gedanken darüber gemacht, woher das Wort Schmetterling eigentlich kommt, also habe ich mal nachgeschaut und fand dies bei "Sælde und êre":
"Von wegen schmettern - wir haben es hier eher mit einem verstohlenen Heimlichtuer zu tun. Schmetten meint nämlich den Rahm auf der Milch, entlehnt aus dem tschechischen smetana, die in früherer Zeit in offenen Krügen und Kannen aufbewahrt wurde und durch ihren Geruch manch begehrlichen Insektenrüssel angezogen hat. In vielen Gegenden sah man den Schmetterling dann als Hexe, die in dieser Gestalt den Menschen die Milch bzw. den Rahm stiehlt. In die deutsche Literatursprache findet der Schmetterling übrigens um die Mitte des 18. Jahrhunderts, nachdem er sich um 1500 lokal als Schmettenling findet."
(Obwohl ich tatsächlich auch einen Eintrag aus einem alten etymologischen Wörterbuch gefunden habe, das den Schmetterling großzügig dem Schmettern zuordnet, das scheint allerdings ein Ausreißer zu sein ;-)).

Als Erklärung für den englischen Namen hätte ich dann noch das hier (from Online Etymology Dictionary):

"Or, less creatively, simply because the pale yellow color of many species' wings suggests the color of butter. Another theory connects it to the color of the insect's excrement, based on Dutch cognate boterschijte."
Das erste würde zum Zitronenfalter passen, das zweite, ähm, interessant ...

Nun habe ich ein paar unterschiedliche Schmetterlinge aus der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge für euch. Da gibt es zwar nicht viel Butter zu sehen, aber ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem.


1 und 5 Cat's Wire
2 und 4 und 6 MC Stoneworks
3 The Crafty Chimp

Donnerstag, 16. August 2018