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Dienstag, 26. Mai 2026

Hitze

Ich funktioniere nicht in der Hitze und habe mich schon mehr als einmal auf dem Blog darüber beschwert und herumgejammert. Ich fange auch immer schon früh an. Wenn die Temperaturen in meiner Wohnung die 20 °C überschreiten, fange ich an auseinanderzufallen, ich kann's nicht richten.
Zum Glück wohne ich nicht in einer wirklich heißen Gegend!

Ein Sonnenuntergangshimmel von 2011.
So fühlt sich Hitze für mich an.

Da sich mein Gehirn im Moment irgendwo in einer Pfütze auf dem Boden befindet, konnte ich keinen der Blogposts fertigstellen, die ich angefangen hatte.
Also mache ich es mir heute stattdessen leicht und zeige euch ein paar "heiße" Stücke, die ich im Laufe der Jahre gemacht habe
.


Nun entschuldigt mich, während ich mal nachschauen gehe, ob ich mein Gehirn irgendwo finden und aufwischen kann. Denkt ihr, es wird wieder fest, wenn ich es in den Gefrierschrank packe?

Sonntag, 10. Mai 2026

Eine Kette aus Herzen

Die Perlen haben schon eine Weile recht laut nach mir gerufen, aber da sich mein Daumen blöd anstellte, kamen die großen Projekte auf meiner Liste immer noch nicht in Frage, also dachte ich mir, es müsse etwas Einfaches her, um sie erstmal zufriedenzustellen.
Einfach bedeutet normalerweise etwas, über das ich nicht groß nachdenken muß - Experimentieren bedeutet oft wieder Auftrennen und mehrere Versuche - und bei dem ich leicht eine Pause machen kann, ohne daß das Risiko besteht, daß es sich in einen Fall für die berüchtigte WIP-Schublade verwandelt.

Diese Kette von Herzen war das perfekte kleine Projekt dafür. Ohrringe sind nicht meine Stärke, weil ich mich oft nicht daran erinnere, was ich beim ersten genau gemacht hat (Experimente!), um das beim zweiten zu wiederholen, oder mir wird es nach dem ersten einfach langweilig.
Für dieses Paar habe ich in den letzten paar Wochen immer nur ein Herz auf einmal gemacht, schnell genug, damit es nicht langweilig wurde oder meine Hand überanstrengte.


Ich habe perlweiße Rocailles in den Größen 8, 11 und 15 benutzt.
Ursprünglich hatte ich geplant, für ganz unten winzige Keramikherzen zu benutzen, die meine Freundin gemacht hatte. Ich hatte sie extra hierfür an einem sicheren Ort untergebracht ... Ähm, weiß irgendjemand, wo dieser sichere Ort ist? Ich habe die Sternchen gefunden, die Eulen, die Füchse, die Blaubeeren ... ich habe alles außer dem Herzchen gefunden. Also beschloß ich, das erste Mal Herzen in der Größe 15 zu probieren, und obwohl es ein bißchen fiddelig war, finde ich, daß sie sehr süß geworden sind.


Ich habe keinen Zweifel daran, daß die Herzchen in den nächsten paar Tagen auftauchen werden, jetzt da ich sie nicht mehr unmittelbar brauche.
Da nun der Farbtupfer von den Keramikherzen fehlte, machte ich stattdessen eine Verzierung aus Silberperlen.
Findet ihr, ich hätte Herzchen in einer völlig anderen Farbe machen sollen?

Dienstag, 17. März 2026

Der Katzen-Zaubertrank

Wurde euch schon jemals von einer schwarzen Katze an einem Freitag, dem 13. ein Zaubertrank angeboten? Nein? Mir auch nicht.
Ich habe jedoch keinen Zweifel daran, daß das hier die perfekte Flasche für einen solchen wäre, wenn ihn meine kleine Hexe je brauchen sollte.


Tatsächlich ist das eine von zwei kleinen Ginflaschen, die ich vor ein paar Jahren von einem Kumpel bekommen habe.
Natürlich konnte ich sie nicht wegwerfen, als sie leer waren, weil ich wußte, daß ich irgendwann drumherum fädeln wollen würde.
Diesmal hatte ich das Gefühl, ich müßte Katzen eine Hommage erweisen, und das tat ich mit Silhouetten einiger typischen Katzenhaltungen.


Wie ihr euch vielleicht erinnert, benutze ich praktisch nie Muster von anderen. Ich bin keine Peyoteexpertin, also habe ich dabei immer ein wenig mit Mustern zu kämpfen, aber die sitzenden kamen mir recht schnell, vor allem weil die aufrecht sitzende Haltung eine, die ich auch schon mit anderen Techniken benutzt habe, wie Perlenweben und -stickerei.


Die in Bewegung waren etwas schwieriger. Ich wußte, daß ich vier Haltungen und zwei Reihen davon wollte (in der zweiten Reihe sind die gespiegelten Bilder der ersten), und die Beschränkung auf eine kleine Flasche und ungefähr 5 cm an Platz zum Fädeln machte es nicht einfacher. Es wurde dann aber schließlich doch ganz gut, finde ich.


Ein weiteres kleines Problem war, daß diese spezielle Flasche nicht so gerade ist wie die, die ich zuvor benutzt habe. Sie wird nach unten hin schmäler, was in Ordnung ist, aber sie wird oben am Hals außerdem etwas weiter, daher sind die Reihen nicht ganz so gerade, wie ich es mir gewünscht hätte.
Ich hatte diesmal auch mit dem Abnehmen in Richtung Hals zu kämpfen, weil die Größe mir keine Anzahl an Spalten gab, die ich einfach hätte dividieren können. Um also ein paar Stellen zu verdecken, die nicht perfekt waren, nähte ich silberne Perlen in der Größe 15 auf und dachte mir dann, daß das eigentlich ein nettes Extra für die gesamte Flasche wäre, um ihr etwas Funkeln zu verleihen.

Ich bin wirklich zufrieden damit, wie sie wurde - vor allem, nachdem ich ziemlich lang brauchte, nochmal, ich bin keine Peyoteexpertin, nicht mal darin, meine eigenen Muster zu lesen - und falls Gundel mit einem Trank aufwartet, werde ich bereit sein!

P.S. Falls ihr alle meine Perlenfläschchen sehen möchtet, könnt ihr sie hier finden.

Sonntag, 21. Dezember 2025

Santa Tabby

Ich muß das hier mit einem Geständnis anfangen. Wenn ich online nach etwas Bestimmtem suche, kann ich nie widerstehen, auch in die Sonderangebote reinzuschauen. Das heißt nicht (mehr), daß ich auch nicht widerstehen kann, etwas davon zu kaufen, das auch nur annähernd so aussieht, als ob ich es in der Zukunft gebrauchen könnte, wie weit entfernt diese auch sein mag.
Als ich aber die Unendlichzeichen-Kettenglieder für die "große Umarmung" fand und reinschaute, konnte ich auf keinen Fall nein zu einem Paar Glascabochons mit Tigerkatzengesicht sagen, die mich an mein kleines Gör erinnerten.

In diesem Moment habe ich absolut keinen Plan, außer daß ich wußte, es würden Ohrringe für mich selber werden. Irgendwann. Wahrscheinlich. Perlenstickerei natürlich und etwas verrückt, damit sie zur Inspiration paßten.
Je näher Weihnachten rückte, um so mehr begann eine Idee in meinem Kopf zu wachsen. Aber wie konnte ich ...? Vielleicht wenn ...? Und dann ... hm.

Ich fing mit dem einfachen Teil an, den gefädelten Fassungen. Als die fertig waren, fuhr ich in meiner üblichen Weise fort, was heißt, sie wanderten in meine aktuelle "Arbeitsbox". Dann nahm ich sie heraus und starrte sie lange an. Ich legte sie in die Box zurück. Ich nahm sie heraus und ... ihr versteht schon.
Manchmal hilft das und dann taucht nach einer Weile eine Idee in meinem Kopf auf, manchmal passiert es nicht schnell und manchmal auch gar nicht, was dann zu einer Auftrennsitzung führt.
Ich freue mich zu sagen, daß die Idee diesmal ziemlich schnell da war - yay! - obwohl ich wußte, daß ich ein bißchen herumexperimentieren müssen würde, um sie zu verwirklichen.

Et voilà!
Santa Tabby, zu euren Diensten!


Es ist bloß schade, daß sie nur Tiger-, aber keine schwarzen Katzen hatten. Gundel hätte einen entzückenden Elf abgegeben, denkt ihr nicht auch?

Sonntag, 9. November 2025

Unter den Sternen laufen

Wartet ihr immer noch auf Teil 2 der Kleidersaga oder der großen Umarmung? Ja, ich auch. Falls ihr schon eine Weile dabei seid, kennt ihr den Grund, also keine Sorge, heute wird nicht gejammert.
Ich möchte nur sagen, daß es Hoffnung gibt, denn eins davon braucht tatsächlich "nur" eine Kette - "nur", weil das etwas ist, mit dem ich schon immer meine Probleme hatte. Ich hatte sogar schon Halsketten, Armbänder oder Ohrringe jahrelang herumliegen, denen einfach nur ein Verschluß oder die Ohrhaken fehlten, nicht mehr. Das möchte ich in diesem Fall echt nicht haben, aber im Moment bin ich noch in einem Meer von Unentschiedenheit gefangen.
Würdet ihr gern den schon fertigen Anhänger sehen oder würdet ihr lieber auf die komplette Halskette warten?

Die Kleider sind eine andere Geschichte, dafür fehlt mir gerade ein ordentlicher Tritt in den Hintern. Freiwillige?

Das Problem ist, daß meine kreative Motivation auf dem Tiefpunkt ist. Die Ideen häufen sich in meinem Kopf, aber die Ausführung ... seufz. Mein letztes Experiment ging daneben. Es war nicht schrecklich, aber es war auf jeden Fall nicht gut genug.
Das ist für meine Experimente ganz und gar nicht ungewöhnlich. Dadurch, daß ich Fehler mache, bringe ich mir selber bei, es besser zu machen (oder eine Idee manchmal auch sausen zu lassen). Früher, als ich endlos kreative Zeit hatte, war es für mich einfacher, damit umzugehen, aber gerade fühlt es sich wie verschwendete Zeit an.
Also beschloß ich, das zu tun, was ich immer getan habe, wenn mir die Motivation ausging, nämlich mich einem vertrauten Design zuwenden. Gewöhnlich wären das meine aus Draht gehäkelten Miniaturkörbchen, aber das ist im Moment nichts für meine Hände, also kehrte ich stattdessen zu den gefädelten 3D-Sternen zurück.

https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhWfcu4qHo20oL5dSVMXDtFDdoyTcJ3EWUhAx4xhcSElAopFlDenbCt5UyR8pELbyeiGWoFXZ_BdLrWeHmXztXPaPWV0NH-Sgm98BnPjrMh89tZG_3DC79jWmgYDKgZtpziypplEVgIRyKxcoT0pbIfvdTS6WP-PYZGQcDohL9s7-Ks2fA0e_UTTxLpyw/s2133/PuffyStars2022.jpg
Einige der Sterne, die ich 2022 als
Weihnachtsdekoration gemacht habe


Der Ex war Frühaufsteher. Ein sehr früher Frühaufsteher. Und obwohl ich eine absolute Nachteule bin, bin ich zu Zeiten aufgestanden, zu denen ich normal erst eingeschlafen wäre, um den Vorteil zu nutzen, daß er mich morgens im Auto mitnehmen konnte. Ein 5 Minuten-Umweg für ihn, der mir aber im Vergleich zur Zugfahrt jeden Tag 40 Minuten einsparte.
Jedenfalls gewöhnte ich mich daran - obwohl ich nicht sagen will, daß ich jemals wirklich wach war, wenn ich bei der Arbeit ankam - und tatsächlich liebte ich den Campus um diese Zeit. Okay, es konnte schon etwas unheimlich sein, da er so früh noch so leer war, und noch unheimlicher bei Nebel - ich mußte immer an Jack the Ripper denken - und es ist auch nicht meine Lieblingsarchitektur, aber ich hatte immer das Gefühl, daß ich dorthin gehörte.
Das Beste aber waren die kleinen Besucher. Neben dem Campus liegt ein Wald, und am frühen Morgen kommen ein paar der Bewohner heraus und sitzen im Gras zwischen all diesen riesigen Betonklötzen ... überwiegend Kaninchen, Hasen, Igel. Es wurden auch schon Füchse gesehen, das Glück hatte ich aber nie.

Bild über pxhere

Diese Erinnerung inspirierte ein Paar Ohrringe.
Ich möchte euch Nitta vorstellen, eine Keramik- und Schmuckkunsthandwerkerin aus Finnland.
Das erste Mal probierte sie Keramik als Teenager in den 80ern aus, dann vergaß sie das wieder, fing jedoch vor ungefähr acht Jahren wieder an. Ein paar Jahre später wurde es ihre Leidenschaft und ihr Job und es macht sie glücklich.
Natur und Waldtiere liegen Nitta am Herzen und sie denkt, daß die finnischen Wälder wahrscheinlich ihre größte Inspiration sind.
Obwohl sie nicht nur entzückende Tiere macht, mit Formen oder handgeformt, sind sie doch meine Lieblinge, Füchse, Vögel, Motten, Katzenköpfe (vielleicht erinnert ihr euch an meine Katzenmotte mit den kleinen Fangzähnen= und mehr.
Ich versuche mich, beim Kaufen von Material wirklich zurückzuhalten, jetzt da ich darüber nachdenke, das Verkaufen komplett aufzugeben, aber ich konnte Nittas kleinen Hasen nicht widerstehen - oder vielleicht auch zwei verschiedenen Paaren davon in verschiedenen Farben
 😇 Sie erinnern mich auch an Watership Down (auch wenn das keine Hasen, sondern Kaninchen waren).


Zunächst hatte ich überlegt, mehr als eine Farbe zu benutzen, aber dann stellte ich mir einfach zwei Hasen vor, die im Schein von goldenen Sternen laufen.
Bei der nächsten Entscheidung ging es darum, entweder die Hasen auf dem braunen oder auf dem gräulich-blauen Hintergrund zu verwenden. Das war schwieriger, aber wie ihr seht, entschied ich mich für den natürlichen Look Ton in Ton, mit nur einem Tick Kontrast in den Verbindungen, aus Perlen mit einer meiner Lieblingsbeschichtungen (tschechisch).
Ich finde, die Hasen brauchen nicht mehr, um zu strahlen, und ich bin wirklich damit zufrieden!

Freitag, 9. Mai 2025

Tränendes Herz, die Fortsetzung

Ich habe mir das Bild des rosa Tränenden Herzens in meinem Frühlingspost nochmal angeschaut und da sprang es mich an - das Weiß, das unter dem Rosa herauslugt.

Warum hatte ich da nicht gleich dran gedacht? Ich hatte ein paar weiße Perlen und also kleine Mengen von klaren Perlen mit rose und lila Farbeinzug, vielleicht wäre das ja genug für einen Prototyp eines großen Herzens?
Überraschung!


Zum Schluß war noch eine lila Perle übrig!
Ich bin mit diesem größeren Versuch recht zufrieden, weil ich ein paar Dinge daraus gelernt habe.
Wenn ich die großen Perlen benutze, kann ich die Blütenblätter nicht so gut biegen wie im kleinen Herz und ich würde versuchen, das Herz unten etwas zu verlängern - bei den großen Perlen bekommt man keine so schöne Spitze - und den Tropfen etwas kleiner machen. Im Herz sollte außerdem weniger Weiß sein, das mußte ich aber so machen, weil ich so wenig rosa und lila hatte.

Hier ist ein Vergleich zwischen dem großen und dem kleinen Herzen.
Das kleine gefällt mir zunehmend besser und schließlich gibt es an einer Pflanze ja auch verschiedene Größen.


Und so ist dann klar, daß die Reise weitergeht ...

Montag, 5. Mai 2025

Tränendes Herz, ein Prototyp

Ich mache nicht oft Prototypen. Ich spiele. Ich experimentiere. Ich mache ewige WIPs (nicht absichtlich!) zum Anschauen, damit ich mich fragen kann, was zum Geier ich da eigentlich gemacht habe und wie ich das wiederholen oder verfeinern soll.
Ich schreibe nie etwas auf. Ich skizziere nichts. Nicht schlau, ich weiß, aber das wird sich jetzt nicht mehr ändern (wartet mal, einmal habe ich es gemacht, für meine aus Draht gehäkelten Christbaumkugeln, aber ich weiß nicht, wo der Zettel gelandet ist, was auch egal ist, weil ich seit Jahren keine mehr gemacht habe).
Ich setze mich nicht hin und versuche aktiv etwas auszuarbeiten. Zu messen und zu zählen. Ich habe keinen analytischen Kopf. Die Dinge kommen zu mir oder eben nicht.

Diesmal habe ich einen gemacht, einen Prototyp, so irgendwie.
Ich wollte ihn euch noch nicht zeigen, weil ich es erst richtig hinbekommen wollte, aber das kann noch eine Weile dauern.

Der schwierige Teil
war nich das 3D-Herz, sondern der Blutstropfen oder die Träne (abhängig von eurer Sprache) und die Ende der äußeren Blütenblätter, die sich nach oben biegen.
Hier habe ich nur Rocailles in Größe 11 und 15 benutzt, um die Kurve der Blütenblätter hinzubekommen, aber kleiner gefielen sie mir nicht und so war das Herz für meinen Geschmack zu klein.
Richtig, deshalb die Größe 8, die den Vorratsfresser-Post inspiriert hat.

Ich hatte aber nicht genug weiße Perlen in Größe 8, um auszuprobieren, ob das mehr nach dem aussehen würde, was ich mir vorstellte.
Porto ist definitiv zu hochgegangen, um nur ein Röhrchen Perlen zu bestellen. Nun ist auch noch das Minimum für den kostenlosen Versand ganz schön hochgegangen. Als ob es nicht schon jetzt schwierig genug für mich wäre, eine Perlenbestellung zusammenzustellen!
Nicht daß ich die Perlenläden nicht verstehen würde, wohlgemerkt, sie müssen sich genauso mit den Realitäten im Geschäft und ihren Finanzen herumschlagen, wie wir das alle mehr und mehr müssen, wie tatsächlich auch ich es muß.
Ich habe genug Vorräte, also kann ich im Moment nicht wirklich eine weitere Perlenbestellung rechtfertigen.

Andere Perlenfarben habe ich auch nicht in allen drei Größen. Ähnlich vielleicht, aber nicht dieselbe.
Es wird aber irgendwann schon wieder eine Perlenbestellung geben und das Design bleibt absolut auf meiner Liste, aber wie gesagt, es kann eine Weile dauern, darum bekommt ihr jetzt erstmal nur diesen ziemlichen winzigen Prototyo zu sehen, tut mir leid.


Und noch ein Bild in meiner Hand, um euch eine bessere Vorstellung für seine Größe zu geben.

Freitag, 2. Mai 2025

Pack die Vorräte an - Herzen, Herzen, Herzen

Es gibt etwas, das ich nie absichtlich gekauft habe, Rocailles größer als Größe 11. Gewöhnlich finde ich es in meiner Perlenstickerei unnötig, größere Rocailles zu benutzen, eine Cellini-Spirale habe ich nie versucht, und ich fädle auch keine Rocailles als Ketten für Anhänger auf
Als also die ersten Rocailles in Größe 6 und 8 in einer meiner Überraschungsmischungen auftauchten, hatte ich erstmal nicht die geringste Idee, was ich damit anfangen konnte.
Schließlich benutzte ich doch ein paar in Perlenstickereien, hatte aber trotzdem noch eine Menge übrig.




Als ich anfing, an einem Design für Tränende Herzen herumzupusseln, dachte ich mir, daß das mit Größe 8 wahrscheinlich besser funktionieren würde als mit den 11ern. Ich werde dafür aber trotzdem noch unterschiedliche Perlengrößen in passenden Farben brauchen, die ich (noch) nicht habe.
Als ich aber sah, wieviele ich von den großen Rocailles hatte, beschloß ich, erstmal eine Pause vom Pusseln zu machen, stattdessen mit ein paar Herzen herumzuspielen und dabei vielleicht die ein oder andere Farbe aufzubrauchen.

Picasso-Finishes erinnern mich oft an natürliche Steine.
Bei diesen Herzen mußte ich deshalb an den Ausdruck "Blut aus einem Stein pressen" denken, also hängte ich einen kleinen "Bluts"tropfen an.


Ihr erinnert euch vielleicht, daß in den Überraschungsmischungen auch Reste enthalten sein können, also hatte ich nicht immer genug von einer Farbe, um ein Paar Ohrringe oder auch nur einen Anhänger zu machen.
Multicolor-Herzen waren die Lösung, so wie diese Ombré-Herzen, für die ich statt "Blut" einen kleinen Tropfen "Wasser" verwendete.



Dieses Metallic-Minz ist eine witzige Farbe, davon hatte ich aber nur genug Perlen für einen Anhänger.
Welche Farbe gefällt euch am besten?




Verlinkt bei Creativsalat.

Freitag, 18. April 2025

Pack die Vorräte an - Mookait"zahn"ohrringe

Vielleicht erinnert ihr euch an meine Mookait"zahn"kette, die ich vor ein paar Jahren gemacht habe, inspiriert von einem Lieblingsjugendbuch aus meiner Kindheit (das ich regelmäßig wieder lese) - Rulaman von 1878 über einen Stamm von Höhlenmenschen, angesiedelt in einer Gegend, die gar nicht weit von mir entfernt liegt, was das Lesen natürlich nur noch faszinierender machte.
Dies ist eine Abbildung des Festes, das sie abhielten, nachdem sie den gefährlichen Höhlenlöwen erlegt haben, an den sie so viele Familienmitglieder verloren.
Die Vorstellung, daß es Höhlenlöwen und -bären in meiner Gegend gab, fand ich so aufregend!


Ich meinte damals, ich würde vielleicht noch mehr mit einer anderen Delicafarbe machen und vergaß das natürlich prompt, bis ich die Kette neulich an anderer Stelle zeigte.


Letztes Mal verwendete ich Kupfer und Beere für die Perlenstreifen, die die Steine halten, und auch wenn es nicht so scheint, wählte ich die Steine nach Größe aus. Der in der Mitte ist am längsten und dann wählte ich Paare von ähnlicher Größe, um die Seiten aufzubauen.
Diesmal entschied ich mich, unterschiedliche Brauntöne für die Streifen zu benutzen, und dann meine übriggebliebenen Steine größenmäßig völlig verschieden sind, dachte ich mir, Ohrringe aus Zähnen wären auch etwas für Neandertaler gewesen - nicht mit Metall natürlich, aber schließlich war der Plan nicht, authentischen Neandertalerschmuck zu machen, sondern davon inspiriert zu werden.
Ja, man glaubt tatsächlich, daß sie Schmuck und Schminke verwendeten.
Natürlich wären diese Ohrringe asymmetrisch und wahrscheinlich willkürlich in der Steinauswahl, so wie es meine sind.


Erst hatte ich drei Steine an jeden Ohrring gehängt, aber der dritte Stein und die Kette wollten einfach nicht so fallen, wie ich es gern gehabt hätte, wegen der Größe der einzelnen Anhänger. Ich finde, zwei funktionieren viel besser.

Hier ist eine längere Variation.


Nicht alle meine Vorratsprojekte müssen etwas Großes werden.
Mein Mookaitvorrat ist mit diesen Ohrringen nicht annähernd aufgebraucht. Ich habe eine kleine Schachtel mit unterschiedlichen Größen, Formen und Farben.
Darunter sind auch diese schönen großen Perlen, es gibt zwar nicht viele, die zusammenpassen, aber diese beiden cremefarbigen geben ein schönes Paar ab.


Seit ich diese Schachtel in einem Destash bekam, rufen die Perlen mich immer wieder mal. Es wird interessant sein zu sehen, sogar für mich selber, was die nächsten wohl sein wollen!

Sonntag, 13. April 2025

Ombréblume

Dieser Anhänger fing "rückwärts herum" an, weil ich vergessen hatte, in meinem letzten Stickprojekt eines der Blätter für Nadines Palme anzunähen.
Dann fiel mir auf, daß ich von den grünen Perlen gerade so genug für ein weiteres Blatt hatte, also fädelte ich das, und erst danach fing ich an, über ein Design nachzudenken, das zu diesen Blättern passen würde.
Ich hatte eine kleine Blume im Sinn, aber wie ihr sehen könnte, waren sich mein Sinn und Mabel (meine imaginäre Muse) wieder mal nicht einig und wie gewöhnlich gewann Mabel.

Ich holte mir drei Farben für ein Ombrédesign aus meiner Schublade. Das Rot kaufe ich mir regelmäßig auf Vorrat, weil ich die Farbe liebe, die anderen beiden gehörten zu einer meiner Überraschungsbestellungen.
Manchmal sind die Perlenröhrchen in diesen Bestellungen voll, manchmal sind es Reste, also hatte ich nicht so viel von der Lachsfarbe und wußte daher nicht, für wieviele Blütenblätter sie reichen würde. Ich dachte ehrlich nicht, daß es genug für ein fünftes wäre und hatte schon Pläne geschmiedet, wie ich damit dann umgehen würde. Am Ende war es ganz schön knapp, ich hatte noch ungeführ zehn Perlen übrig, als ich fertig war!

Nachdem die Blütenblätter aneinander befestigt waren, kam das Loch in der Mitte dran.
Als ich das letzte Mal eine Blume mit Blütenblättern im Ziegelsteinstich machte, hatte ich die Mitte mit Reihen von Perlen gefüllt, dieses Mal entschied ich mich stattdessen für Staubblätter in gelb und gold auf einer Stickunterlage.
Dann nähte ich die Blätter an, fädelte eine goldene Öse und voilà!
Vor einer Weile bestellte ich mir ein paar schwarze Satinschlauchketten und fügte spontan einige in rosa hinzu, obwohl ich nicht wußte, ob ich sie wohl je benutzen würde, aber ist es nicht einfach perfekt für meine Blume?





Freitag, 7. Februar 2025

Pack die Vorräte an - Schnee zu Wasser

In den letzten zehn Jahren habe ich beinahe 100 Freitags-Posts hinbekommen, in denen es um meine bewußten Versuche ging, etwas aus meinen überwiegend alten Vorräten zu machen. Ich spreche von Material, das seit vielen Jahren bei mir lagert.
Vielleicht habe ich manches davon sogar schon vorher versucht zu benutzen, hatte aber keine rechte Idee oder war nicht glücklich mit dem, was dabei herauskam, und habe es wieder zerlegt.
Der letzte ist von vor einem Jahr, als ich tatsächlich eine zehn Jahre alte Perlensuppe aufbrauchte und deswegen sehr stolz, aber auch ein bißchen erleichtert war.

Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, das wieder zu versuchen, meine Schubladen durchzuschauen - obwohl ich, was die Menge meiner Vorräte angeht, noch relativ harmlos bin - und etwas von den Dingen zu benutzen, die es verdienen, endlich das Tageslicht zu sehen.
Das kann einmal etwas recht Kleines und nicht sehr Spektakuläres sein, andere Stücke brauchen viel mehr Zeit, Einsatz oder Herumspielerei.

Ich fing mit dem Schmuckmachen vor etwas mehr als 15 Jahren an. Damals wichtelten wir im Freundeskreis und mein Wichtel schickte mir eine Überraschungsmischung aus Material und Perlen, von der ich immer noch Reste habe.
Die weißen Achatperlen waren Teil dieser Mischung. Es waren nicht viele, also wußte ich nie so wirklich, was ich damit anfangen sollte, und benutzte nur wenige.

Die klaren Delicas sind aus einer Perlenbestellung von vor neun Jahren. Das hört sich unglaublich an, aber ich benutze meistens klare Delicas mit AB-Finish, also hatte ich noch ein ungeöffnetes Röhrchen von den dreien, die ich damals bestellt hatte.
Die klaren Tropfenperlen mit AB sind aus einer der Überraschungperlenmischungen, die ich gerne mitbestelle, weil sie mich oft dazu herausfordern, unterschiedliche Deigns auszuprobieren. Sie erinnern mich immer an Wassertropfen.
Das sah mir nach der perfekten Kombination aus.

Erst als ich die Anhänger fertig hatte, warf ich noch einen Blick in die Vorratsbox mit den einzelnen Perlen. Ein Gedanke war, klare Kristalle zu verwenden - Eis und Wasser - aber als ich den Achat sah, dachte ich stattdessen an Schnee, der zu Wasser schmilzt.



Ich habe zwaar kaum noch welche von den Tropfen, dafür aber genug Dolchperlen, also werde ich vielleicht noch auf die Eis- und Wasseridee zurückkommen, vielleicht das nächste Mal, wenn ich meine Vorräte anpacke?

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Vorbereitung für Weihnachten - Teil 3

Ich mache das hier kurz.
In Teil 2 habe ich euch meine Dekorationen im Hausflur gezeigt. Dann habe ich bemerkt, daß eine der Steiffmäuse noch fehlte. Ein paar Tage später habe ich bemerkt, daß einer der Teddys sich auch noch in derselben Vitrine versteckt hatte.
Falls jemand mein Gehirn gesehen hat, sagt ihm doch bitte, es soll zurückkommen. Es scheint, daß ich ohne nicht so gut zurechtkomme ...



Außerdem war ich immer noch mit meinen improvisierten Haken glücklich, also besorgte ich mir ein paar Girlanden, die sie verstecken würden.
Tatsächlich funktioniert das ganz gut, aber jetzt habe ich das Problem, daß die Stangen ziemlich glatt sind und der Schmuck ziemlich schwer, was heißt, daß die Girlanden immer rutschen. Eine davon konnte ich mit den Haken an der Stange stoppen, die nicht so leichtläufig sind und die Enden darum recht gut an Ort und Stelle halten, aber die andere Stange hat keine solchen Haken, also werde ich mir was ausdenken müssen. Aber nicht mehr dieses Jahr. Vielleicht ist mein Gehirn nächstes Jahr ja wieder zurück ;-)

Samstag, 14. Dezember 2024

4 x Jack

Für manche Leute bedeutet San Francisco die Golden Gate Bridge, die Painted Ladies, Fisherman's Wharf, Cable Cars und das Fairmont - das sind nur die ersten paar Sachen, die mir eingefallen sind, aber als wir es das erste Mal in die USA schafften, bedeutete es für den Ex und mich auch FAO Schwarz, dessen Verbindung zu Steiff dank einiger Spezialeditionen unter Sammlern berühmt war.
Bei unserem ersten Besuch dort hatten wir nicht viel Zeit, was für unser Bankkonto wahrscheinlich besser war. Durch FAO Schwarz kamen wir mit einer Dame in Kontakt, die ein paar Steiff-Reparaturen für sie vorgenommen hatte, und als wir einige Jahre später nach San Francisco kamen, gingen wir wieder dorthin, diesmal mit der Dame, die inzwischen eine gute Freundin geworden war.
Oh Mann, wir waren wie Kinder in einem Spielzeugladen. Wartet mal, wir waren ja tatsächlich in einem Spielzeugladen ... Okay, wir waren auf jeden Fall große Kinder. Wir versuchten echt, brav zu sein, aber ihr wißt ja, wie das manchmal so ist.

Natürlich hatten wir erwartet, etwas von Steiff zu kaufen, aber dann entdeckten wir auch noch Jack, vier, um genau zu sein, und konnten nicht widerstehen.
Es war ein Set von vier Jack Skellingtons aus "The Nightmare Before Christmas" einer in seinem gestreiften Anzug, einer als die Vogelscheuche mit dem Kürbiskopf, einer in seinem Pyjama (sein Buch ist gerade in einer anderen Vitrine, einer meiner Kens liest daraus meinen Skippers und anderen Familienmitgliedern vor ;-)), und einer als "Sandy Claws" in einem Santa-Anzug.
Für die, die den Film nie gesehen haben ... Jack, der Kürbiskönig, ist König von Halloween Town und er ist gelangweilt und quält sich, weil er immer wieder Halloween vorbereiten muß. Durch Zufall entdeckt er die Tür nach Christmas Town im Wald und er ist über diesen wundervollen Feiertag von Freude überwältigt. Trotz der Warnungen von Sally, der Lumpenpuppe, die in ihn verliebt ist, beschließt Jack, Santa entführen zu lassen, damit er seinen Platz einnehmen kann. Er bezieht alle Einwohner von Halloween Town ein, um Weihnachten in ihrem eigenen Stil vorzubereiten.
Es klappt allerdings nicht ganz so, wie er sich erhofft hat. Kinder und Eltern sind geschockt über Geschenke, die aus Schrumpfköpfen und Monstrositäten bestehen, und das Militär wird gerufen, um Jack abzuschießen.
Inzwischen haben die kleinen Monster, die von Jack mit der Entführung beauftragt wurden, Santa zu ihrem Vorgesetzten Oggie Boggie, einem Schreckgespenst, gebracht, der mit Santas Leben und spielt - und mit dem von Sally, weil sie versucht hat, Santa zu retten.
Jack wird abgeschossen und ist kurz von seinem Versagen niedergeschmettert, aber dann merkt er, daß ihm das großartige neue Ideen für das nächste Halloween verschafft. Er kehrt nach Hause zurück und rettet Santa und Sally, indem er Oogie besiegt, der sein sackartiges Äußeres verliert und in einen Haufen Käfer zerfällt.
Santa beeilt sich, um Weihnachten zu retten, läßt es aber noch in Halloween Town schneien, um Jack zu zeigen, daß er ihm verzeiht.
Der Film endet damit, daß Jack und Sally sich endlich gegenseitig ihre Liebe gestehen.

Hier ist ein Geständnis, der Film ist nicht auf meiner regelmäßigen Liste zum Anschauen. Obwohl ich nichts gegen Musicals habe und die Lieder "Jack's Lament" und "What's This?" wirklich liebe, ist es hier doch etwas zuviel Gesang für mich bei einem Film, der gerade mal 76 Minuten läuft (ich kann aus dem gleichen Grund auch "Die Eiskönigin" nicht anschauen, aber das ist eine andere Geschichte).
Also schaue ich ihn nur alle paar Jahre an und dieses Jahr war es mal wieder Zeit dafür.
Jack liebe ich allerdings total.
Ich habe sogar ein Armband mit ihm entworfen, aber dann war es doch besser, ihn an meine Wand zu hängen anstatt ihn in einer Schmuckschachtel oder -schublade aufzubewahren.



Es ist ein langjähriger Witz zwischen einer amerikanischen Freundin und mir, daß ich ihn ihr schicken sollte. Ich kann mich einfach nicht von ihm trennen, habe aber stattdessen etwas Kleines für sie gemacht, eine winzige gefädelte Flasche.


Im Moment sitzen meine vier Jacks hinter Glas, aber ich denke, ich sollte sie auf eine der Vitrinen setzen, auf die der Dekan nicht raufkommt. Sie würden da oben ziemlich cool aussehen.
Ich habe sie für ein Fotoshooting herausgeholt und festgestellt, daß Santa Jack einen ausgekugelten Arm hatte, wahrscheinlich vom Baum umarmen. Zum Glück war es einfach, ihn wieder reinzuschnappen.


Baum umarmen? Nun ja, als ich beschloß, ein Bäumchen zu kaufen, weil Ponder alt genug war, um ein guter Junge zu sein, was das betrifft, schlug meine Schwester vor, Santa Jack als Spitze zu nehmen. Ich liebte die Idee und Jack beschützte den Baum jahrelang. Seht doch, wie aufgeregt er war, Ponder zu begrüßen, und Ponder tat Jack niemals etwas, obwohl er schon gelegentlich ein Weihnachtsschmuckdieb sein konnte. Ich vermisse meinen großen Jungen so sehr.


Ich bin sicher, daß Gundel und der Dekan so in 30 oder 40 Jahren ruhig genug geworden sein werden, um zu dem Baum so nett zu sein, wie es Ponder war.
Was denkt ihr, was meine Chancen dafür sind, daß das eintritt?
Im Moment wette ich auf 0%, weil der Dekan schon fast eine Stunde lang um den und im Baum herumspringt!

Freitag, 6. Dezember 2024

Vorbereitung für Weihnachten - Teil 2

Wegen unvorhergesehener Umstände konnte ich mich nicht dazu bringen, den Hausflur zu dekorieren, was hieß, daß ich bei meinem Adventskalenderbaum ganz schön hinten lag.
Jetzt gab es wirklich keine Entschuldigung mehr, also habe ich mir selber gestern einen kleinen Tritt verpaßt und mich ans Werk gemacht.

Dieses Jahr mußte ich ein paar schwere Entscheidungen treffen. Dank meines kreativen Adventskalenders im letzten Jahr und da ich keine dieser neuen Ornamente in der Wohnung selber aufhängen kann *strenger Blick zu einem gewissen Kater, der sich absolut nicht für strenge Blicke interessiert*, konnten ein paar der Stammgäste diesmal keinen Platz in meiner Flurdekorationen ergattern. Nicht eine einzige Spikekugel! Ich habe nur ein Fensterbrett, auf dem meine Scheibenwelt-Adventskalender stehen, und eine Garderobe mit einer kleinen Oberfläche, ein paar Haken und Stangen, die seltsamerweise ursprünglich nicht für Dekorationen gemacht wurde.
Außerdem muß ich ein paar bessere Haken haben. Gewöhnliche Weihnachtsaufhänger sind zu klein für die Stangen und ich hatte versäumt, mir einen besseren Draht zu besorgen, um eigene zu machen, die größer sind. Auf dem Bild sieht es tatsächlich wegen des Blitzes schlimmer aus (es war schon recht dunkel, als ich geschmückt habe, also brauchte ich den Blitz, als ob es nicht sowieso schon schwer genug war, einen guten Winkel für ein Bild zu finden). Ich habe Edelstahl genommen, dünn, damit man ihn nicht zu sehr sehen kann, aber stark genug, damit er auch die schwereren Ornamente halten kann, aber diese improvisierten Haken sind kein bißchen einheitlich. Könnte mich bitte nächstes Jahr jemand rechtzeitig daran erinnern?



Um euch eine bessere Vorstellung zu geben, falls ihr dem letztjährigen Adventskalender nicht gefolgt seid, habe ich eine Collage des Weihnachtsschmucks gemacht, den ich aufgehängt habe (der Filzball fehlt im Bild oben, weil ich ihn vergessen hatte).


Natürlich ist eine Weihnachtsdekoration ohne meine geliebten Steiffs absolut undenkbar. Dieses Jahr gibt es nicht einen, sondern zwei Weihnachtsbäume, von denen ich einem mein Dawn-Christkind aufgesteckt habe, und ein hinreißender Weihnachtshase hat sich zum Weihnachtsmann und seiner Teddy- und Mausmannschaft gesellt (plus einer, die im Bild fehlt, weil ich sie in der Vitrine zurückgelassen hatte, was stimmt nicht mit mir?), außerdem ist da noch eine süße Maus, die nicht in festlichem Gewand ist, aber so perfekt dazupaßt.





Außerdem geht es nicht ohne Adventsbaum und heute durfte ich gleich mehrere der kleinen Päckchen öffnen! Was für eine Belohnung dafür, daß ich so spät dran bin.


Ich weiß, es ist nicht viel, verglichen mit den Dekorationen, die manche haben, aber es macht mich glücklich und nur das zählt.

Sonntag, 24. November 2024

Quasten

Als ich ein Kind war, hatte meine Oma eine Tischdecke mit langen, schweren Quasten. Ich liebte sie und konnte Stunden damit verbringen (tatsächlich waren es wahrscheinlich keine Stunden, aber damals schien es mir so), sie zu flechten, die Zöpfe wieder aufzudröseln und dann wieder zu flechten. Sie waren so glänzend und hübsch.

Obwohl ich ein Buch über Perlenfädelquasten habe, das mir eine Freundin geschenkt hat, habe ich nie etwas daraus gemacht, weil ich nicht wußte, was ich mit einer Quaste anfangen sollte. Etwas mit Quasten aus Fäden zu machen kam mir nie in den Sinn - bis unsere JAC Challengemeisterin das Thema "Quasten oder Pompoms" für die November/Dezember-Challenge auswählte.
Pompoms kamen gar nicht in Frage. Ich habe Pompon-Macher für zwei verschiedene Größen, weil ich dachte, ich könnte für Gundel und den Dekan ein paar zum Spielen machen, aber nie besonders gut mit den Pappringen war, aber selbst mit Profiausstattung bin ich entweder richtig schlecht darin oder der Dekan ist extrem gut darin, Pompoms auseinanderzunehmen. Wahrscheinlich ist es beides. Auf jeden Fall bin ich gerade etwas genervt von Pompoms, also mußte ich die Quasten nehmen.

Natürlich hätte ich mir jetzt mein Buch greifen und mich durch Anleitungen kämpfen können, etwas, für das ich nicht viel Geduld habe, außerdem erinnerte ich mich, daß für alle Projekte eine Perlenbestellung notwendig gewesen wäre, noch etwas, für das ich im Moment keine Geduld habe (ich brauche echt lang für Perlenbestellungen, weil ich davon besessen bin, daß ich ja nichts vergesse, nicht daß das jemals klappen würde).
Ich wollte auch nicht eine Menge Fadenquasten bestellen, von den ich die meisten wahrscheinlich nie benutzen werde, und ich wollte auf keinen Fall selber welche machen, wenn ich nicht mußte.

Ich weiß, das hört sich an, als wäre ich nicht sehr motiviert gewesen, aber das war es gar nicht. Ich dachte, ich konnte bestimmt irgendwelche gefädelten Quasten machen, nur nicht ganz so ehrgeizig wie die im Buch. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor einiger Zeit mal einen Strang Perlen gekauft hatte, der an jedem Ende Fadenquasten hatte, und daß ich sie behalten hatte, nachdem ich den Strang zerschnitten hatte. Glück gehabt, denn nun mußte ich mir nur etwas für den oberen Teil einfallen lassen!

Da kommt dann mein Adventskalender von 2022 ins Spiel, die Weihnachtsglocken, um genau zu sein. Wie wäre es, wenn ich ihre obere Hälfte als Inspiration nutzen würde und etwas aus Kristallen - feuerpoliert statt Bicones - und Rocailles aufbaute?
Also tat ich das, mit Hilfe eines Weihnachtsfilms als Hintergrundgeräusch (Hallmark, die einer unserer Fernsehsender gerade rauf und runter laufen läßt, also mußte ich mir keine Sorgen darüber machen, daß ich wichtige Informationen verpaßte, und ihr werdet nie drauf kommen, es gab ein Happy End
🤣).
Ich denke, sie passen ganz gut zur festlichen Jahreszeit und ich verspreche, die Fäden nicht zu flechten!

Dienstag, 25. Juni 2024

Gefädelte Schmetterlings-Melone

Ich habe dies in meinem letzten Blogpost erwähnt. Falls ihr mir irgendwo folgt, habt ihr schon ein Bild von diesem Hut gesehen, ich sagte aber, daß ich noch ein paar Detailbilder machen wollte.



Melonen oder Bowler haben mich fasziniert, seit ich ein Kind war. Obwohl ich Laurel und Hardy angeschaut habe, denke ich, sie sind mir erst so richtig aufgefallen, als ich zum ersten Mal "Mit Schirm, Charme und Melone" gesehen habe. Ich liebte Emma Peels unglaubliche Outfits, aber genauso sehr liebte ich Mr. Steeds stilvolle und elegante Anzüge, ergänzt durch seine Melonen, Regenschirme und Schuhe.

Als wir 1999 Kalifornien besuchten, gingen wir auf einen riesigen Flohmarkt. Es ist erstaunlich, wie allein der Gedanke daran Erinnerungen an einzelne Stände und die Anlage und sogar einzelne Stücke zurückbringt (ich vermisse immer noch das tolle Batikshirt, das ich dort gekauft und getragen habe, bis es auseinanderfiel).
Ich kann sogar den Tisch, auf dem ich die vintage Melone sah, vor meinem inneren Auge sehen. Es war Liebe auf den ersten Blick, ich mußte sie einfach haben und habe nicht mal versucht zu feilschen. Ein paar Stände weiter bewunderte sie ein Verkäufer und fragte mich, woher ich sie hätte. Ich war so stolz darauf.
Zugegeben, getragen habe ich sie nicht oft, weil das mit meinen langen Haaren etwas schwierig ist, meine Hüte rutschen hinten gerne hoch, wo das Haar zwischen Kragen und Hutrand eingeklemmt ist, aber ich muß schon lächeln, wenn ich sie nur sehe. Kurz danach kaufte ich mir eine Damenmelone in einem Antikladen. Hier habe ich Bilder von beiden Hüten, falls ihr einen Blick darauf werfen möchtet.

Mit Perlen umfädelte Hutränder waren mir schon eine Weile nicht neu gewesen, es gab Freundinnen, die sie gemacht haben und die Hutbänder aus Perlen webten und Verzierungen für Hüte fädelten, aber obwohl es immer auf meiner Liste stand, war ich immer zu faul, mir einen Hut zu besorgen und ein Muster auszuarbeiten (meine Melone ist tabu für solche Sperenzchen ;-)).
Dann bestellte ich mir eines schönen Tages spontan auf eBay eine Melone, die einen guten Preis hatte, zu dem Preis natürlich keine Topqualität, aber auch kein Karnevalshut, die recht groß war (der Plan war, meine Haare komplett darunterzupacken, ich habe es aber noch nicht so ganz raus, auch weil ich mein Pony auswachsen lasse, das seit Monaten auf einer sehr ungünstigen Länge herumhängt), und die kein Futter hatte, was für mich perfekt war, weil ich Verzierungen anbringen wollte, obwohl ich zu dem Zeitpunkt noch nicht so recht wußte was.

Genauso spontan (zwei Jahre nachdem ich sie gekauft hatte, lol) begann ich mit der Arbeit an der Melone, indem ich meine Rocailleskisten neben mich stellt und dann (ziemlich) willkürlich aus meinen Farben auswählt, um einen sehr bunten, sehr fröhlichen Rand zu machen. Ich wünschte, ich könnte sagen, wieviel Spaß das gemacht hat, aber um ehrlich zu sein, so sehr ich auch das Ergebnis liebe, langweilte es mich zu Tode. Ich bezweifle, daß das etwas ist, daß ich so bald wiederholen möchte.
Dann machte ich eine Pause, um zu entscheiden, was auf den Hut sollte. Das war, als ich den Schmetterlingsanhänger mit dem Stoffdesign meiner Freundin Michelle machte und sofort dachte ich an die Melone. Machen wir sie noch fröhlicher und noch bunter und setzen Schmetterlinge darauf!

Mein erster Plan war es, Schmetterlinge in Perlenstickerei zu machen und sie in einer Spirale um den Hut fliegen zu lassen, aber dann beschloß ich, die Flügel separat zu fädeln - obwohl ich weiß, daß Flügelmuster auf der Vorder- und Rückseite unterschiedlich sind, und das bedeuten würde, daß die Muster vorne und hinten gleich sind - weil ich sie leicht aussehen lassen wollte, während ich für den Anhänger etwas Stabileres wollte. Dann würde ich die Körper fädeln, die Flügel aufnähen, sie in unterschiedlichen Positionen versteifen, aber nicht zu sehr, und die Schmetterlinge auf den Hut nähen.
Wie ihr sehen könnt, gibt es keine Spirale. Ich konnte mich einfach nicht zügeln und machte immer neue Muster, ein paar nach echten Schmetterlingen, die meisten aber mit Fantasiemustern. Ich scheine ein Problem mit leerem Raum zu haben (was durch meine Wände bestätigt wird)? Es gab sogar einen kurzen Moment, in dem ich daran dachte, auch noch Blumen zu machen, aber das war wirklich nur ein Moment.

Nachdem ich ein paar Wochen daran gearbeitet und 13 Schmetterlinge in sehr unterschiedlichen Farben gemacht hatte, sagte ich mir, daß es jetzt genug war. Ja, auch wenn da zwei Stellen sind, die ich nach Flügeln schreien höre, aber irgendwann ist es mal gut.
Wieder so ein langer Post, tut mir leid, aber es war auch ein langes Projekt.
Wo sind nun also die Detailbilder?
Ich habe keine. Ich hab's im Garten versucht, im Lichtzelt, drinnen im Tageslicht, aber die Mischung der Perlen, die ich benutzt habe, sorgt entweder für einen grellen Glanz auf einem Flügel oder ein Flügel ist verschwommen. Ich habe es jetzt erstmal aufgegeben, aber falls ich es irgendwann doch noch hinbekomme, werde ich dafür eine Seite machen.

Was ich habe, sind ein paar Bilder im Garten, damit ihr wenigstens mehr als eine Seite sehen könnt.