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Dienstag, 19. Mai 2026

Katzen, Katzen, Katzen und noch mehr Katzen - Teil 4

Vor über einem halben Jahr habe ich geschrieben, daß ich noch nicht fertig damit sei, euch Katzen und noch mehr Katzen zu zeigen, die es bei mir gibt.
Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr Teil 1 bis 3 hier, hier und hier finden. Darin schrieb ich "Ich habe so einige hier bei mir, manche, weil ich mich selber in sie verliebt habe, andere, weil Leute aus irgendeinem sonderbaren Grund denken, daß ich Katzen mag und mir im Laufe der Jahre eine Menge Stücke geschenkt haben. Echt seltsam, ich weiß. Warum sollten sie so etwas nur denken? 😂"

Fangen wir mit einer winzigen an. Eine Onlinefreundin hatte mir ein Überraschungspaket geschickt und unter anderem war darin eine süße kleine Glaskatze.
Der allererste Miniaturkorb, den ich 2010 aus Draht gehäkelt habe, enthielt eine kleine schwarze Fimokatze und dazu farbigen Draht, den ich lose hineingestopft hatte, um Wolle zu imitieren. Ich dachte, ich hätte noch ein Bild davon, aber das ist wahrscheinlich auch an einem "sicheren Platz" ... auf jeden Fall war es meine erste Fimokatze, ein bißchen gruselig aussehend, weil ich damals noch richtig schlecht darin war, und auch meine Körbchen sind danach sehr viel besser geworden. Also ist dieser einzelne Ohrring quasi eine Hommage an meine (äußerst bescheidenen) Anfänge.
Ich habe seither nach ähnlichen Glaskatzen gesucht, aber nie eine gefunden, mit der es so gut gehen würde wie mit dieser (es ist keine Perle und ich benutze keinen Klebstoff, also muß sie ganz speziell gebaut sein, damit ich sie sicher befestigen kann).


Diese Süße mit den Funkelaugen war ein Geschenk, ich muß jedoch zugeben, daß ich mir nicht sicher bin von wem. Sie ist ziemlich schwer, also denke ich, sie wäre besser als Taschenanhänger geeignet.



Bikkys Druck war schon mal auf meinem Blog, aber ich liebe ihn so sehr, daß ich ihn nochmal zeigen möchte. Bikkys Modell für ihre digitalen Bilder ist ihre eigene Katze Broccoli, die dem Shop auch den Namen gab - "Broccoli Cat Art".
Eine Katze auf einem Buch, die einen Teddy hält, könnte es noch perfekter für mich sein?


Als Kind hatte ich eins dieser Tiere, die in sich zusammenfielen, wenn man die mit dem Daumen auf die versteckte Feder drückte, ich kann mich allerdings nicht erinnern was für eins. Ich mußte nachschauen, wie sie genannt werden - ein Name dafür ist Drücktiere.
Ein Schweizer Spielzeughersteller hat sie erfunden (manche Quellen schreiben 1926, andere 1932) und nannte seine Firma Wakouwa, nach den ersten Buchstaben seines Namens 
Walter Kourt Walls. Ursprünglich waren sie aus Holz, aber bald begannen auch andere Firmen mit der Herstellung und es wurde auch Plastik benutzt.
Hier ist meine (namenlose) Katze.


Die letzten zwei sind aus dem MUTTS-Universum und Neuzugänge.
Mir ist gerade aufgefallen, daß ich hier noch nie wirklich über Cartoons gesprochen habe. Ich liebe Cartoons und Comicstrips und sage gern, daß die Zeichner, denen ich folge und die ihre Arbeit so großzügig öffentlich teilen (ich wünschte, ich könnte sie alle unterstützen), dabei helfen, in diesen Zeiten nicht durchzudrehen.
Es gibt die zeitlosen, die bizaaren, die geistreichen, die schlauen, die satirischen, die albernen, die gruseligen und so weiter (obwohl Cartoons und Comics natürlich mehr als eins davon sein können) - und wenn ich MUTTS in nur einem Wort beschreiben sollte, wäre das "warmherzig".
Patrick McDonnell hat MUTTS 1994 begonnen, er erzählt darin die alltäglichen Abenteuer von Earl dem Hund (der auf seinem eigenen Hund basiert), Mooch dem Kater und den Tieren und Menschen um sie herum.
Auf der Website heißt es "Mitgefühl für alle Lebewesen steht im Mittelpunkt von MUTTS. Während ihrer Abenteuer freunden sich Mooch and Earl mit einer entzückenden Reihe von Lebewesen an, darunter Haustiere aus der Nachbarschaft und ihre Beschützer, Wildtiere, adoptierbare Tierheimtiere und Tierretter, Tiere auf Gnadenhöfen und mehr."
Die Geschichten bringen mich zum Lächeln, Lachen und manchmal zum Weinen, wie zum Beispiel die Geschichte von Guard Dog oder die Appelle von Shtinky Puddin', dem Kätzchen, "das sich leidenschaftlich um den Schutz von bedrohten Tieren sorgt".
Dieser Magnet von Shtinky, wie er in den Nachthimmel schaut, ist jetzt an meinem Kühlschrank.

"Hoffnungsvoller Blick in die Sterne"

Dann war da dieser Comicstrip.
Als ich im Shop nachschaute, konnte ich ihn nicht als Druck finden. Also kontaktiere ich das Team auf den sozialen Medien. Sie sagten, sie würden eine Anfrage an das Designteam machen, um ihn passend für einen Druck zu machen, kurz danach wurde bestätigt, daß er verfügbar gemacht werden würde, und das war er dann auch ein paar Wochen später.
Er ist erst vor ein paar Tagen angekommen - viel schneller jedoch, als ich erwartet hatte - deshalb habe ich noch keinen Rahmen dafür ausgesucht, aber ich mußte ihn euch einfach zeigen.

Aus persönlichen Gründen, die ich nicht ausführen möchte, geht mir dieser Strip in mehr als einer Weise sehr nahe, darum war ich sehr froh, daß sie das gemacht haben.
"An manchen Tagen hältst du deine Katze. An manchen Tagen hält deine Katze dich."
 💕


Ihr könnt MUTTS auf der eigenen Website finden, auf Instagram oder Facebook, ihr könnt auch einen täglichen Comicstrip abonnieren (ich habe nicht viele Mailabos, aber das hier mußte sein).
Ich sollte noch anmerken, daß ich in keiner Weise mit ihnen verbunden bin, ich bin einfach nur ein Riesenfan, und wenn ihr Tiere liebt und die Comics noch nicht kennt, solltet ihr vielleicht auch mal reinschauen.
Außerdem habe ich wie gewöhnlich vorher gefragt, ob es okay ist, wenn ich das teile.


Eine kleine Warnung zum Schluß, es wird auf jeden Fall einen Teil 5 geben.

Freitag, 12. Juli 2024

Das erste Nest

Es gibt ein paar Dinge, die man nicht früh genug lernen kann, und dazu gehört es, einen bequemen Platz zum Rumhängen zu finden - in diesem Fall wörtlich gemeint.

Melisande und Schwabhild, die Neuankömmlinge im Bauernhof, hatten Glück, eine Mutter und Tanten zu haben, die in diesen Sachen erfahren sind und die die perfekte Nester für die Mädchen gefunden haben, von denen aus sie nicht nur eine tolle Aussicht haben, sondern in denen sie auch schaukeln können!
Man kann an ihren großen Augen sehen, daß es da wirklich eine Menge zu sehen gibt.
So viele neue Erfahrungen für ein Paar kleine Küken
💕


Montag, 15. Januar 2024

Ähm, Frohes Neues Jahr?

Ich weiß, ich weiß, ich bin etwas spät dran. Ich kann nur hoffen, daß ihr mir vergeben werden - ein Frohes Neues Jahr euch allen!
Habt ihr schon die ersten eurer Vorsätze für 2024 gebrochen?
Ich nicht, aber das liegt daran, daß ich schon lange keine Vorsätze mehr mache. Ich mag nicht auch noch mein eigenes Versagen vorplanen ;-)

Es ist schwer genug für mich, in dieses Jahr zu starten, nachdem ich Urlaub hatte. Wie gewöhnlich, wenn ich mehr Zeit für mich selber habe als nur meine Wochenenden, bin ich direkt in meinen normalen Rhythmus zurückgeschnappt, das heißt, ich war bis früh in den Morgen wach, schlief, solang es die Katzen eben zuließen, ging vielleicht nach ihrem ersten, zweiten und dritten Frühstück - offensichtlich sind es Hobbitkatzen - zurück ins Bett oder hatte mitten am Tag ein großartiges Nickerchen. Meinen Wecker brauchte ich nur, wenn ich den Müll rechtzeitig rausbringen mußte oder für einen meiner seltenen Morgentermine. Es war ein trauriger Moment, als ich an dem Sonntagabend, bevor ich wieder arbeiten mußte, den Wecker stellte, und nach mehr als einer Woche habe ich immer noch damit zu kämpfen.

Irgendwann hat das auch meiner Kreativität einen Dämpfer verpaßt. Das heißt nicht, daß ich dieses Jahr noch nichts gemacht hätte.
Ein neues kleines Hühnchen, Friedrun, hat ein Nest für sich und ihre Drillinge Tick, Trick und Track ausgesucht (ja, nach Enten benannt).



Für mich zwei perlenbestickte Herbstsonnen habe ich mal wieder in meinem alten Vorrat gekramt, diesmal nach den wunderschönen gefrosteten Karneolperlen.


Dann aber fing ich wieder mit Arbeiten an und schlug, kreativ gesehen, den sehr einfachen Ausweg ein, indem ich noch mehr gefaltete Peyoteohrringe in unterschiedlichen Farbkombinationen fädelte. Tatsächlich überraschte ich mich selber dadurch, daß ich die Geduld für so viele aufbrachte, aber sie waren das perfekte "Hintergrundfädeln" (was heißen woll, daß ich mich nur auf die Farben, aber nicht so sehr auf die Technik konzentrieren mußte, die anscheinend endlich den Weg in mein Gehirn gefunden hat), während ich über mein nächstes großes Projekt nachdenke, für das ich zwar eine Idee habe, aber noch nach der besten Art suche, wie ich es hinbekomme.




Es hätte sogar noch eine blaue Version gegeben, die vorgeschlagen wurde, aber ich hatte nicht genug blaue Perlen für ein Paar Ohrringe übrig. Ich habe eine Menge Grau ...
Was denkt ihr, wieviele gefaltete Peyoteohrringe werden es noch werden, befor mir meine Muse endlich diesen Funken schenkt, den ich brauche, um mit dem nächsten großen Projekt anzufangen? ;-)

Samstag, 30. Dezember 2023

Warten auf Pizza

Sie konnten jetzt jederzeit schlüpfen und sie würden definitiv Hunger haben. Wo war der Typ mit der Pizza??
Merlinde gratulierte sich selber für ihre Wahl des kleinen Hängekorbs oben im Baum als Nest. Von hier aus hatte man eine wirklich gute Aussicht zur Auffahrt hinüber und das sanfte Schwingen im leichten Wind beruhigte die Eier.

Ich hoffe nur, daß die Pizza bald auftauchen wird, bevor Merlinde noch aus ihrem Nest fällt! Aber wartet mal, Hühner können ja eine kurze Strecke fliegen ... hätte ich beinahe vergessen ;-)



Freitag, 17. November 2023

Melusine

Ich schätze, es mußte so kommen. Melusine mußte das hier ausprobieren, nachdem ihre Schwester Eulalia es getan hatte und stellte fest, daß es erstaunlich bequem war ... ;-)
Hat hier ein neuer Trend beonnen?

Mittwoch, 8. November 2023

Eulalia und das neue Nest

Eulalia war nicht wie die anderen Hühnchen. Wenn sie eine Sache machte, machte Eulalia eine andere, nur um zu zeigen, daß es gemacht werden konnte.
So eine Sache war, daß sie sich hartnäckig weigerte, ihr Nest im Hühnerhaus zu bauen. Sie brauchte etwas für sich allein, etwas anderes, etwas, das nur ihr gehörte, und sie fand es.
Es war ein sehr bequemes Körbchen, so als wäre es extra für sie gemacht worden, und es war sogar etwas schönes Heu für noch mehr Bequemlichkeit darin.
Die anderen fingen an, sie etwas eifersüchtig zu beäugen ... ich wäre nicht überrascht, wenn noch mehr von ihnen dem Beispiel folgen, aber was wird Eulalia dazu sagen?

Samstag, 14. Oktober 2023

Herbstliche Ernte

"Ihr könnt jedes Material verwenden, das ihr möchtet, und das Thema so interpretieren, daß ihr an eine herbstliche Ernste denkt."
Das war es, was unsere Jewelry Artisans Community-Challengemeisterin schrieb.
Ich hatte fast direkt einen Plan, wurde aber direkt gestoppt, weil ich das wichtige Teil für besagten Plan nicht finden konnte.
Es ist so peinlich, ich fing am 22. August an, danach zu suchen, da wurde die Challenge gepostet, ich jammerte am 27. August, daß ich es immer noch gefunden hatte, dann verkündete ich am 20. September, daß es mich wahnsinning machte, und am 29. September fand ich es - GENAU AN DER STELLE, AN DER ICH SCHON DAS ERSTE MAL GESUCHT HATTE UND MINDESTENS NOCH FÜNF MAL DANACH!! Ganz zu schweigen von all den anderen Stellen.
Ich hatte in meiner Schublade nach einem Kästchen gesucht, hatte das Tütchen aber schon aus dem Kästchen genommen und dachte, das wäre was anderes.

Ich weiß, daß ihr es jetzt nicht erwarten könnt, von meinem Plan zu hören.
Er beinhaltet eines meiner kleinen Drahthäkelkörbchen. Nein, geht nicht! Ich ernte keine Wolle.
Das geheimnisvolle Teil ist ein süßer kleiner Halloweenkürbis aus Ton (tatsächlich sind es zwei, aber ich habe nur einen benutzt).
Hört sich doch wie eine einfache Challenge an, oder? Ich habe einen Kürbis im Spukgarten geerntet, ihn in ein Körbchen gelegt und mit heimgenommen. Was dort passieren wird, weiß noch keiner.

Tatsächlich nicht ganz so einfach. Der Kürbis ist keine Perle, sondern ein Anhänger mit einer kleinen Öse oben. Wie sollte ich den Kleinen im Körbchen befestigen, wenn ich ihn nicht einkleben wollte (was ich offensichtlich nicht wollte)?
Die einzige Möglichkeit war, ihn am Griff zu befestigen.
Also mußte ich erst ausklügeln, wie groß das Körbchen sein mußte, damit ich den Kürbis einpassen konnte, ohne sein Gesicht zu verdecken, aber auch, ohne daß er herausrutschte. Dann begann ich, wie üblich meinen Griff zu wickeln, und befesigte bei den letzten beiden Wickelrunden den Kürbis. So weit, so gut.
Nun brauchte ich nur noch ein paar grüne Ranken. Falls ihr euch wundert, wie ein abgeernteter Kürbis es schafft, seine Ranken alle um den Korbgriff zu wickeln, habt ihr offenbar vergessen, daß er aus dem Spukgarten kommt.

Als nächstes war die Korbfüllung dran. Ich konnte den Kürbis ja nicht einfach von seinen Ranken baumeln lassen, das sah nicht richtig aus.
Nachdem ich es erst mit Draht probiert hatte, entschied ich mich stattdessen für ein hübsches dunkelgrünes Nadelfilzkissen. Das kann man auf dem Bild nur ein bißchen sehen, aber es ist tatsächlich sehr wichtig für meinen kleinen Kürbis, damit er bequem darauf sitzen kann.
Er sieht auf jeden Fall sehr glücklich damit aus :-)

Mittwoch, 26. Oktober 2022

Mini-Ordner

"Wie wäre es mit dem Miniatur-Laptop, Tablet und Handy und vielleicht die Bücher? Schau dir diesen Schreibtisch an, G. wird so einen machen." "Großartige Idee! Ich könnte versuchen, einen Papierkorb zu machen. Und wie wäre es mit Ordnern statt Büchern? Ich schaue mal, ob ich online etwas finden kann."
Dieses sehr gekürzte Gespräch zwischen meiner Freundin und mir drehte sich um ein Geschenk, das unser Standort einer lieben Kollegin, die uns verläßt, schenken möchte. Sie arbeitet in der EDV und, von einer Laterne mit einer Elfentür und Accessoires inspiriert, hatte meine Freundin die Idee, ein kleines Büro in einer Lampe zusammenzustellen.


Also machten wir uns alle an die Arbeit, meine Freundin ging los, um die Laterne zu besorgen und etwas Filz, der wie der Teppichboden bei der Arbeit aussieht, ihr Mann machte den Schreibtisch und ich suchte nach Ordnern.
Der Papierkorb kam allerdings als erstes dran. Ich nahm braunen Draht, häkelte eine Scheibe für den Boden, um ihn stabil zu machen, und strickte den Rest, damit man sehen kann, was im Korb ist, zum Beispiel kleine Papierkugeln und zerknüllte Taschentücher, aber das erst dann, wenn alles zusammenkommt.
Online fand ich Ordner, dachte mir aber, daß ich die wahrscheinlich selber machen könnte. Spoileralarm, ich konnte und dabei habe ich mich nur einmal an einem festgeklebt!

Meine Freundin scannte einen echten Ordner ein und ich druckte den Scan auf Etiketten aus. Ich klebte sie auf gefaltete Pappe, die auf etwas größer als zwei Zentimeter zugeschnitten wurde, klebte handgemachte Etiketten mit Stichwörtern auf die Rücken und bohrte Löcher hinein.
Leider waren alle meine Biegeringe zu groß für die Schlitze auf dem Deckel (die etwas schwer an dem liegenden Ordner zu erkennen sind), aber nachdem ich die Ordner mit Pappleporellos gefüllt hatte - Pappe, um ihnen etwas Gewicht zu geben, Leporellos, weil es einfacher war, sie einzukleben - wäre ohnehin nicht mehr viel Platz für Ringe gewesen. Ich glaube, man versteht es trotzdem.
Das Nette war, daß ich nicht einmal zu sorgfältig sein mußte, weil die Ordner aussehen sollten, als wären sie schon lang in Gebrauch, genau wie manche unserer echten Ordner bei der Arbeit.



Wenn erstmal alles beieinander und zusammengestellt ist, werde ich davon auch ein Bild zeigen.
Ich hoffe, es gefällt unserer Kollegin!

Donnerstag, 11. August 2022

Der Igel, der beinahe entkommen wäre

Gestern habe ich noch einen kleinen Igel gemacht (tatsächlich heute nochmal einen, einer davon wird ein Geschenk). Da mir der gunmetalfarbene Draht ausgegangen ist, den ich für das Stachelkleid benutzt hatte, aber noch eine große Spule braunen Draht von damals habe, als ich dachte, ich wolle einen Baum häkeln (es zeigte sich, daß ich das gar nicht wollte), wollte ich ihn für die Stacheln ausprobieren.

Kurz danach bekam ich überraschend Besuch und zeigte das Igelchen. Das war das letzte Mal, daß ich ihn sah. Wir sprechen hier über 3,2 cm, nichts, was man leicht sehen würde.
Ich suchte überall. Gewöhnlich ist meine Schreibtischschublade ein vorübergehender Stop für Stücke, damit ich sie nicht verliere, bevor die Beschreibung fertig ist, Bilder gemacht sind usw., aber nicht diesmal.
Obwohl es keinen Sinn ergab, grub ich bis ganz nach unten. Warum würde ich ihn nicht obendrauf legen, wenn ich als nächstes Bilder machen wollte?
Ich suchte auf Regalen weiter, in der Vitrine direkt neben mir, ich schaute sogar im Kühlschrank nach! Ich rief meine Besucherin an, um zu fragen, ob sie ihn vielleicht versehentlich mit nach Hause genommen hatte.

Natürlich wren meine Freunde überzeugt, denen ich etwas vorjammerte, daß die schuldige Partei selber ziemlich klein, pelzig, gestreift und sehr schnell war. Ich muß zugeben, daß ein Teil von mir dasselbe dachte. Der Dekan tut sich sehr schwer damit, seine diebischen Pfoten von Dingen zu lassen, die unbewacht herumliegen. Nur war der Igel gar nicht unbewacht und ich dachte, daß zwei Leute es wohl bemerkt hätten, wenn ein Kater ihnen etwas direkt unter den Nasen weggestohlen hätte. Er ist dabei nie zurückhaltend, mehr so "Juhuuu! Ich hab's und jetzt werde ich es wie verrückt durch die Gegend hauen und es dann da verstecken, wo du kriechen mußt, um es zurückzubekommen!"
Nein, ich war mir recht sicher, daß es meine eigene Dummheit gewesen war.

Diesen Morgen rief ich meine Besucherin an, um ihr zu erzählen, daß ich immer noch keinen Erfolg gehabt hatte. Wir sinnierten noch über ein paar weitere mögliche Stellen, als mein Blick auf das Gedeck fiel, das sie mir mitgebracht hatte (und wovon ihr irgendwann noch in einem Nostalgiepost hören werdet, sorry).
Vielleicht hatte ich den Igel ja in die Tasse getan, als ich das Gedeck in die andere Vitrine (nicht die, in der ich geschaut hatte) gestellt hatte??
Nein. Nicht in die Tasse, nicht auf die Untertasse, nicht auf den Teller .... aber er saß fröhlich genau daneben!
Ihr habt keine Ahnung, wie erleichtert ich war. Ich hätte ihn dort vielleicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten gefunden, aber so war es viel besser für meinen Geisteszustand!

Und hier sind nun beide zusammen. Geht es nur mir so oder gucken sie irgendwie süffisant drein?
Der Dekan wurde übrigens dafür entschädigt, daß er verdächtigt wurde. Seine Gefühle waren sehr verletzt, er findet, er ist der unschuldigste Kater auf der ganzen Welt, vielleicht sogar in der gesamten Galaxie. Mann, Mann, Mann ...

Montag, 1. August 2022

Ein Igelchen im Garten

Ich habe noch nie vorher einen Igel in unserem Garten gesehen. Vielleicht war ja mal einer da, wenn dem aber so war, hat er sich mir nicht gezeigt.
Heute aber hatten wir einen kleinen Gast, Geppo (Geppo ist nach dem vermeintlichen Gründer meiner Heimatstadt Göppingen benannt, der ein alemannischer "Fürst" war).
Er mußte von Stelle zu Stelle getragen werden, weil es heiß war und es sehr schwer ist, lange Entfernungen zu laufen oder sogar irgendwo hinaufzuklettern, wenn man gerade mal 3 cm lang ist!

Der erste Halt waren ein paar Sukkulenten, aber Geppo wurde schnell mutiger und wollte immer höher gehen!



Nächster Halt - der Engelskopfberg!



Von seiner eigenen Courage beeindruckt war Geppos nächstes Ziel der Löwenkopfberg. "Ich habe keine Angst vor einem Löwen!"


Ihr seid nicht beeindruckt? Nun, und wie sieht es jetzt aus?


Danach war unser Igelchen müde, ihm war sehr heiß und er hatte großen Durst, also war ein Ausflug zum Vogelbad an der Reihe.


Und hier sind ein paar Blumen, die zu wackelig waren, als daß Geppo darauf hätte sitzen können, also schaute er sie sich von meiner Hand aus an.





Für die, die es nicht wissen, wie meine anderen Igel ist Geppo eine nach meinem eigenen Design aus Draht gehäkelte Miniatur. Keiner meiner Igel sieht je ganz wie ein anderer aus. Geppo beispielsweise hat bronzebeschichtete Hämatitaugen und eine funkelnde Kristallnase :-)

Donnerstag, 9. Juni 2022

Hallo, kleiner Igel

Vor fast genau sieben Jahren habe ich eine kleine Igelfamilie gemacht.
Heute ist noch einer dieser kleinen Kerle in meinem Haus aufgetaucht. Vielleicht haben die großen, denen ich immer mal auf dem morgendlichen Weg zum Bahnhof begegnet bin, sie geschickt, um nach mir zu schauen, weil wir uns nicht mehr getroffen haben, seit ich wegen der Pandemie mit Homeoffice angefangen hatte ;-)

Es war lange her gewesen, daß ich einen Igel gemacht hatte, es war aber auch eine Weile her, daß ich das letzte Mal mit Draht gehäkelt hatte.
Es ist so komisch, wie gut es sich einerseits anfühlte - als besuche man eine Freundin, die man lang nicht gesehen hat - aber auch wie anders die Bewegung für Hände und Handgelenke ist als bei den verschiedenen Perlentechniken. Tatsächlich mußte ich mich erst wieder etwas daran gewöhnen.
Außerdem mußte ich ein wenig experimentieren, ihr erinnert euch ja vielleicht daran, daß ich niemals Muster aufschreibe, also mußte ich ein paar Dinge erst wieder austüfteln. Das Gute dabei ist, daß ich etwas anderes ausprobiert habe und sehr zufrieden mit dem Ergebnis war (und ich spreche nicht mal über die Ohren ... ja, sie ist mein erster Igel mit Ohren, die anderen zogen wahrscheinlich vor, mir nicht zuzuhören ;-)).

Sie reist bald übers Meer. Sichere Reise, meine Kleine!


Donnerstag, 31. Oktober 2019

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Augen

Als Laney das Thema für die Oktober Design Challenge auf Art Elements - Augen - verkündete, dachte ich nicht einmal daran, nicht teilzunehmen, obwohl ich keine Ahnung hatte, was ich machen könnte (wie üblich ;-)).

Ich war schon immer von Augen fasziniert. Wäre ich eine bessere Fotografin, würde ich meine Katzen Tag und Nacht damit ärgern, von ihren Augen Bilder zu machen. Seit ich ein Kind war, habe ich Augen gezeichnet, ich mache das manchmal immer noch, wenn ich in einer Besprechung sitze, aber ich finde, sie sind nicht gut, also hat keine dieser Kritzeleien überlebt.
Ich habe Augen aus Draht und aus Perlen gemacht.
Augen sind in vielen meiner HeatherCat-Stücke wichtig, und ich kann euch gar nicht sagen, wie ich oft ich schon die Augen in meinen Fanwand-Porträts herausgerissen habe, sogar wenn das ganze Porträt schon fertiggewebt war, manchmal nur um eine Perlen für einen besseren Effekt auszutauschen. Es ist erstaunlich, wie ein winziger "Lichtreflex" ein Auge aufhellen oder es unglaublich gruselig machen kann.



Dieses Paar Ohrringe begann als Körbchen, das zu groß wurde, weil ich mich bei den Maschen verzählt hatte. Hin und wieder starre ich ein Stück geformten Draht einfach an, egal ob er verhäkelt, verstrickt oder verwoben ist, und manipuliere ihn so, daß etwas anderes daraus wird. In diesem Fall wurde es die Form eines Auges.
Erinnert ihr euch an Gozer aus Ghostbusters? Gozer hatte diese glühenden roten Augen, man sah kaum das Weiße. Sie waren die Inspiration für diese Ohrringe. Ich wollte sie dunkel und gruselig und starrend, mit Weiß dabei hätten sie zu menschlich gewirkt. Ich wünschte, ich hätte rote Lampworkperlen in der Größe gehabt, aber diese blaugrünen passen auch ganz gut. Die Wimpern sollen zum Look nicht von dieser Welt beitragen.


Meine zweite Idee war ganz anders.
Katzenaugen. Ich könnte mich in ihnen verlieren. Nicht daß ich anderer Tiere Augen in all ihrer Vielfalt nicht liebe, aber Katzenaugen sind die besten, und ich wollte ein paar aus Perlen fädeln. Keine ausgefeilten mit vielen Schattierungen, denn ich hatte einfach nicht die Zeit dafür, dafür mit den Perlenfarben, die ich zur Hand hatte, ein Muster zu entwerfen. Stattdessen holte ich mir meine Inspiration von ein paar Studio Ghibli-Animefilmen, die ich kürzlich gesehen hatte. Ich wollte die Augen groß und eindrucksvoll.

Dies war mein erster Versuch.



Der Ring war ziemlich breit, und ich fand, daß die oberen Reihen eigentlich nicht wirklich nötig waren. Wie wäre es, wenn ich zwei davon wegließe und stattdessen etwas hinzufügte, was noch mehr "Katze" aussagte als nur die Augen?
Mein erster Prototyp war etwas schief. Ich hatte versucht, außer Ohren auch noch eine Nase unterzubringen, und die Nase haute nun wirklich gar nicht hin. Leider hatte ich schon alle Fäden eingewebt und hatte zunächst Schwierigkeiten, sie wiederzufinden!
Nun mußte ich natürlich unterschiedliche Farbkombinationen ausprobieren, und die Augen sind auch nicht alle komplett gleich. Das hier könnte ganz schön obsessiv werden ......




Das ist es von mir für heute, aber dies ist ein Blog Hop, und ich möchte euch bitten, auch bei den anderen vorbeizuschauen. Viel Spaß!

Gäste
 

Beth and Evie - Cat (that's me ;-)) - Dawn - Elaine - Hope - KathyMichelle - Tammy 
 
AE Teammitglieder

Claire - Cathy - Jennifer - Jenny - Laney - Marsha - Niky - Susan

Freitag, 5. April 2019

Pack die Vorräte an - Hugos Nickerchen

Sowohl Hugo als auch sein geliebter Ball sind schon eine Weile bei mir, der eine aus Glas, der andere eine schimmernde Polarisperle, und sie hatten genug davon, auf ihren Lieblingsplatz für ein Nickerchen warten zu müssen..
Das Körbchen gibt es auch schon etwas länger, es wartete darauf, gefüllt zu werden.
Was hat mich also aufgehalten, möchtet ihr wissen? Das ist leicht erzählt. Ich kann nicht nähen.

Mein Plan hierfür war es gewesen, Hugo ein nettes Kissen zum Draufsitzen zu geben. Ich schnorrte etwas Stoff von meiner nähenden Nachbarin und - versagte. Oh so kläglich. Ich kann nicht nähen. Ich habe es nie gelernt, aber man sollte doch meinen, ich wäre imstande, ein kleines Kissen hinzubekommen? Vielleicht habe ich zu früh aufgegeben, ich weiß nicht.
Am Ende tat ich jedoch eines der Dinge, die ich am besten kann. Ich häkelte einfach eine kleine Decke in zwei Blautönen. Hugo scheint das in Ordnung zu finden, er hat sich direkt darin eingemummelt, wie ihr sehen könnt. Blau scheint ohnehin seine Lieblingsfarbe zu sein. Ich meine, schaut euch seinen Ball an, er paßt so gut dazu!

Freitag, 7. Dezember 2018

Vorratsfresser-Kugeln - Das siebte Türchen


Wenige von euch werden sich noch an meine allerersten aus Draht gehäkelten Christbaumkugeln erinnern. Unzerbrechlich, ungewöhnlich, ein paar davon noch verfügbar ;-) Seither habe ich unterschiedliche Arten von Dekorationen gemacht, die meisten davon waren allerdings aus Draht gestrickt, was mir erst kürzlich nach einer Unterhaltung mit einem Kollegen klar wurde. Warum hatte ich noch nie probiert, um eine Kugel herumzuhäkeln?
Nun, das ließ sich ja leicht ändern. Ich hatte schon ein paar, in Ordnung, viele Rocailles in verschiedenen Farben auf einem Kupferdraht und dazu wählte ich schwarze Kugeln als Füllung, weil der Kontrast den Unterschied zwischen den beiden Techniken gut zeigen würde.

Nachdem ich mit der Häkelkugel angefangen hatte, wußte ich, warum ich das Drahtstricken für Ornamente bevorzuge. Um die perfekte Form für die Kugel zu erreichen, arbeitet man tatsächlich auf der Kugel, ich zumindest. Das ist viel einfacher beim Stricken, weil die Drahtstruktur nicht so dicht ist, viel mehr nachgibt, wenn man sie gegen die Kugel drückt, und einfacher zu formen ist, und ndatürlich weil die Perlen zwischen den Maschen liegen. 
Beim Drahthäkeln arbeitet man gewöhnlich von innen, wenn man kein flaches Stück hat, und die Perlen liegen dann außen, aber versucht das mal, wenn innen schon eine Kugel im Weg ist! Also drehte ich die Drahtstruktur nach ein paar Reihen um, die Rocailles sind jetzt also auf der Innenseite, aber man kann sie immer herausschauen sehen.
Der andere Nachteil ist, daß es noch länger dauert als um eine Kugel herumzustricken, aber es ergibt definitiv einen ganzen anderen Look und brachte mich auch noch auf zwei neue Ideen für später irgendwann mal.


Nun die Drahtstrickkugel. Man kann alle Rocailles gut sehen, es sieht sehr luftig aus und weniger "unordentlich", weil man nur eine Drahtschicht hat, während das Häkeln dreidimensionaler ist, da man einen extra Draht durchziehen muß, um eine Masche zu bekommen.



Hier sind sie zusammen auf einem Bild, damit ihr noch besser vergleichen könnt. Ich möchte hinzufügen, daß die Drahthäkelkugel im richtigen Licht mehr funkelt, da die Drahtschichten und die Struktur das Licht besser einfangen. Ich frage mich aber, was den Funkelkampf gewinnen würde, wenn ich nur Rocailles mit Silbereinzug oder vielleicht sogar Kristalle verwendet hätte, da die Perlen in der Drahtstrickkugel soviel besser zu sehen sind.
Ich spüre außerdem die Versuchung auszuprobieren, welche leichter kaputt geht, wenn ich sie fallen lassen, aber dafür hat die Häkelei einfach zu lang gedauert.
Am Ende, schätze ich, ist es doch nur eine Geschmacksfrage, welche einem besser gefällt (vergessen wir nicht, daß dies auch ziemlich unkoventionelle Farben für Weihnachtskugeln sind ;-))


Dieser Post paßt übrigens gut zu meinen anderen Posts über den Unterschied von Techniken wie Drahthäkeln, Drahtstricken, Netztechnik und Wikingerstricken. Ihr könnt sie hier, hier und hier finden.

Donnerstag, 29. November 2018

Art Elements Design Challenge and Blog Hop - Sterne

Sterne - das Thema für die neue Design Challenge auf Art Elements. Das konnte ja nicht so schwierig sein, oder?
Ich mag Sterne. Oft stand ich auf dem Hof bei meiner Schwester, wartete auf mein Taxi und starrte in den Himmel hinauf. Sie zu sehen ist für mich ein wenig wie auf das Meer hinauszuschauen. Es ist dieses Gefühl, völlig überwältigt zu sein, wenn ich versuche, die Unendlichkeit zu begreifen und jedesmal scheitere, aber auch ein Gefühl tiefer Bewunderung und Bescheidenheit.

Ich mag die Vorstellung von funkelnden Sternen wie denen in dem Diadem, das in Laney's Challengepost zu sehen ist. Ich mag Grimms Märchen von den Sterntalern. Ich mag Sterne auf einem Weihnachtsbaum oder in Schmuck.
Und ich habe schon Sterne gemacht, aus Draht gehäkelt, mit Fimogesichtern, mürrisch, schlafend, sogar rufend, mit Perlen aller Art, Süßwasserperlen oder Kristallen, mit einem Stein oder einem Fimoherz, ich habe Anhänger mit Sternen aus Glasperlen gewebt, oft zu reinen Punkten in einem Nachthimmel reduziert.
Diesmal wollte ich also etwas anderes machen, vielleicht einen aus Draht weben oder mich endlich an einem dieser 3D-Sterne in Peyote versuchen.

Die Dinge, die man will, hm?
Als ich ein Tütchen mit kleinen facettierten Schmucksteinen in meinem Vorrat fand, das ich beinahe vergessen hatte, waren all die Pläne dahin. Ich habe zum Beispiel schon kleine Sternchen für kleine Christbäumchen gemacht, wie wäre es also mit ein paar kleinen Sternen mit facettierten Steinen?
Im Tütchen waren drei runde Steine, ein Amethyst, ein Citrin und ein grüner Quarz, wodurch ich auf die Idee kam, auch für die Sterne unterschiedliche Farben zu verwenden, reines Kupfer, ein helles Gold und Silber.
Dann setzte ich sie mal als Prototyp zusammen und war mir auf einmal nicht mehr so sicher, was die Farben anging. Oder was die Anordnung anging. Ich dachte, ich warte einfach mal, um zu sehen, ob ich es irgendwann lieber mögen würde oder ob sie mir stattdessen vielleicht alle in Feinsilber besser gefallen würden (Update: dieser Monat verlief nicht wie geplant, also bin ich mir immer noch nicht sicher, habe sie immer noch nicht in Feinsilber gemacht, habe keine Kette angebracht, aber ich werde euch auf dem laufenden halten, falls/wenn sich das ändern - im Moment neige ich wirklich dazu, sie in eine Reihe zu setzen, habe mich aber immer noch nicht für Farbe oder Feinsilber entschieden).

Bitte schön. Helft mir mal, was würdet ihr machen?




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