Montag, 13. Juli 2020

Zibbet-Fundstücke der Woche - Strandparty

Ich weiß, ich weiß. Strandpartys sind im Moment ein Problem. Ehrlich, ich würde nicht bei einer mitmachen wollen, und es macht mich nervös, Bilder von vollen Stränden zu sehen. Natürlich erinnern sie mich auch immer an den Weißen Hai ...
Ich schweife wieder mal ab.
Wie wäre es stattdessen mit einer virtuellen Party? Wir könnten ein Picknick machen, im Sand sitzen, das Meer anschauen und über die neueste Strandmode sprechen, alles direkt auf Zibbets höchsteigenem Strand. Ich habe schon mal ein bißchen nach Sachen für unsere Party gesucht, ich habe nicht mal die Sonnenmilch vergessen! :-)

Maßgearbeitetes Schild von My Primitive Boutique

"Kissing fish" Grußkarte von Torn Paper TM

Armband Beach Belle von Lavender Mystic

Häkel-Strandhut von Alena's Design

Strand-Carepaket von Meadow Muffin Gardens

Herringbone-Webarmband von WhatKnotShop

"Under the boardwalk" Kunstkarte mit Glitzerakzenten von Paper Dahls, LLC

Häkel-Strandbikini von Vikni Designs

Donnerstag, 9. Juli 2020

Oldies but Goodies - Nie gezeigt

Seit wir vor Jahren mit der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge angefangen haben, haben wir über 200 davon gehabt, darum ist es unausweichlich, daß manche Stücke mehr als einmal auftauchen.
Diese Woche war die Herausforderung jedoch, Stücke zu zeigen, die niemals vorher in einer der Challenges waren.

Sammelt ihr eure Bilder? Ich bin alt, also habe ich natürlich noch Abzüge von Bildern aus meiner Kindheit, aus der Zeit, da ich ein Teenager war, und natürlich aus den Jahren danach (das erinnert mich daran, daß bald mal wieder ein Nostalgiepost fällig ist). Leider bin ich nie so organisiert wie manche Leute gewesen, die ordentliche Fotoalben führen. Ich habe eine Menge Bilder in solchen Pappaufstellern, die man auch für Zeitschriften benutzt hat, benutzen Leute sowas überhaupt noch?
Hin und wieder gehe ich sie durch und denke, oh, daran erinnere ich mich, oder öfter, ohje, ich weiß, warum ich keine Bilder von mir mag.
Für diese Challenge habe ich ein paar alte Ordner auf meinem Computer durchstöbert und das Gefühl war (fast) das gleiche. Ich kann nicht sagen, ob es den anderen genauso ging, aber hier ist jedenfalls nun meine Auswahl für euch.


1 My Bijou Life
2 und 6 Jewelry Art by Dawn
3 und 5 Cat's Wire
4 und 7 RioRita

Montag, 6. Juli 2020

Zibbet-Fundstücke der Woche - Federn

Jedes Jahr, wenn die Sommerferien in Sicht in, sind in meinem Zug Kinder, die lange Pfauenfedern dabei haben. Sie sind auf dem Heimweg von einem Schulausflug, der die Wilhelma als eine Station hat, den einzigen Botanisch-Zoologischen Garten in Deutschland, in einem Teil von Stuttgart gelegen (ich habe eine Zeitland in diesem Stadtteil gewohnt und den Zug von dort wahrscheinlich Tausende von Malen genommen).
Die Pfauenfeder werden dort verkauft, wenn sie ausfallen, sie werden natürlich nicht ausgerupft. "Von den Engeln die Federn, aber die Stimme des Teufels – auf diesen einfachen Nenner brachte zu Beginn des vorigen Jahrhunderts ein bekannter Ornithologe den Pfau.", heißt es auf der Wilhelma-Seite. Das stimmt auffallend, Pfauen können unglaublich laut sein, aber ihre Federn sind umwerfend.
Die Sommerferien fangen in meiner Gegend Ende Juli an und dank Corona wird es dieses Jahr keine Schulausflüge geben, schätze ich. Auch so würde ich die Kinder mit ihren Federn nicht sehen, da ich selber noch im Homeoffice bin.

Stattdessen habe ich einen meiner eigenen "Schulausflüge" auf Zibbet gemacht und bin mit einem Bündel Federn zum Anschauen für euch zurückgekommen.

Schwarz/lila Gothic-Feenflügel von Bella Boutique Invitations and Stationery

Winterschönheit, digitale Collage-Grußkarte von Cards by Colette

Pfauenfeder-Ohrringe von Dancing Rainbows

Antikes Kabinettfoto Viktorianische Mädchen mit Federnhut bei Sandy Creek Collectables

Gefiederte Kunst-Grußkarte von AJ's Designs

Rock mit blau-grünem Federndruck von The Hughes Girls

Donnerstag, 2. Juli 2020

Oldies but Goodies - Pünktchen

Diese Woche geht es bei der Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge nur um Pünktchen - und nun muß ich diesen Ohrwurm aus meinem Kopf bekommen ...



Warum heißen Polka Dots überhaupt so? Ich habe einen englischen Post bei The Old Timey gefunden, der das erklärt (die deutschen Artikel hatten nicht die ganze Geschichte) und warum Pünktchen nicht immer als witziges Muster angesehen wurden (denkt an Pocken usw.).
Polka Dots sind "ein Punktemuster, bei dem meist weiße oder schwarze Punkte auf einen unifarbenen Untergrund treffen. Die Punkte sind dabei oft nicht regelmäßig, sondern leicht versetzt angeordnet". Sagt Otto wenigstens. Ich habe auch gelesen, daß es große ausgefüllte Punkte in derselben Größe sind.

Wie auch immer, ich habe heute also keine Polka Dots für euch in meiner Auswahl, sondern einfach nur "Punkte" der anderen Art - Perlen, Kristalle, Stein und mehr!



1 und 4 Jewelry Art by Dawn
2 und 7 The Crafty Chimp
3 und 6 RioRita
5 und 9 Cat's Wire
8 My Bijou Life

Dienstag, 30. Juni 2020

Lichtzelt und Katzenhaar und Schatten und Lampen ...

Der Mai/Juni-Blog Carnival der Jewelry Artisans Community hat "Fotografie" zum Thema. Wie sieht deine Fotostation aus, welche Hintergründe magst du, wie bearbeitest du deine Bildern, welche Kamera benutzt du?

Als ich anfing, digitale Bilder zu machen - das war noch bevor ich einen Onlineshop hatte - hatte ich eine HP Kamera. Ich erinnere mich nicht mehr an das Modell, aber ich kaufte sie gebraucht von einem anderen Universitätsmitarbeiter. Wir trafen uns im Dunkel des Morgens, wie Agenten auf einer Brücke, und tauschten die Ware aus. Sogar digitale Kompaktkameras waren damals noch sehr teuer, selbst gebrauchte.
Irgendwann fing meine Kamera an, alle Bilder in hübsches Lila zu tauchen, wo eigentlich kein Lila war. Ich werde niemals vergessen, wie ein Mitglied aus dem Schmuckforum zu mir sagte, daß ich versuchen würde, einen toten Dinosaurier zu melken. Ich hatte immer noch Hoffnungen, daß ich durch Herausfinden der Geheimnisse von Weißabgleich und Belichtung die magische Heilmethode finden würde und daß es meine Schuld war, aber ach, das war nicht das Problem. Ich mußte mich verabschieden.
Ich bekam meine Canon PowerShot SX100IS fast genau vor 11 Jahren und - klopf auf Holz - bin immer noch recht glücklich damit. Natürlich hat sie das ein oder andere Problem, aber das ist normalerweise Dinge, mit denen ich beim Bilderbearbeiten fertigwerde.
Ich benutze einen Online-Editor namens PicMonkey. Vorher bearbeitete ich mit Picnik, aber sie verließen mich (und alle anderen, das heißt, sie machten dicht, um sich anderen Dingen zu widmen). PicMonkey hatte eine Menge Features, die Picnik ähnlich waren, also mußte ich nicht alles ganz von vorne lernen. Ich habe keine Ahnung von Photoshop oder Gimp oder was es sonst noch so da draußen gibt, also hoffe ich, der Monkey wird bei mir bleiben.

Kommen wir nun zu meiner Fotostation, die fast so alt wie meine Kamera ist und aus einem Lichtzelt, zwei Tageslichtlampen, weißer Pappe, einem kleineren schwarzen Acrylglas-Ständer und einer größeren schwarzen Acrylglas-Scheibe besteht (tatsächlich habe ich auch noch ein kleineres Lichtzelt, das mich von der Vitrine neben mir herunter anstarrt, aber ich kann mich nicht erinnern, warum ich es überhaupt habe, also tu ich so als wäre es nicht da, psst).

Das sollte euch schon etwas über meinen Lieblingshintergrund sgen. Ich mag einen schwarzen Hintergrund, obwohl ich meine ersten Bilder auf einem weißen machte (damit meine HP-Kamera den auch lila einfärben konnte). Der Ständer ist schon mein zweiter. Beim ersten benutze ich eine Menge Props, Dekosteine und Gläser und Schüsseln, und ich war dabei nicht sehr vorsichtig, also bekam er Kratzer, die ich dann wieder herausbearbeiten mußte. Sehr nervig.
Mit dem zweiten ging ich nicht sooviel besser um, außerdem war er zu klein für einige meiner großen Halsketten, daher hat er nun die Aufgabe, die schwarze Scheibe zu halten, die, wie ihr seht, nicht komplett in mein Zelt paßt.



Ja, mein Lichtzelt IST etwas eingefallen. Ich neige dazu, Dinge obendrauf aufzubewahren wie zum Beispiel mein unechtes Gras, das ich für Tierchenbilder benutze. Tatsächlich habe ich etwas abgeräumt, um dieses Bild zu machen.
Vielleicht seid ihr jetzt etwas überrascht über die Schatten und fragt euch, wie ich beim Fotografieren damit umgehe.

Dies ist, was ich sehe, wenn ich vor meinem Lichtzelt sitze.
Ihr seht das Licht auf der linken Seite durch den Stoff kommen und ihr seht etwas Dunkleres in der Mitte und etwas rechts.
Ich sagte, daß zu meinem Setup weiße Pappe gehört. Das Zelt kam mit verschiedenen Stoffhintergründen, aber wir verstanden uns nicht. Ich habe mich auch nie an den Stoff gewöhnt, den man vorne anbringen konnte. Er hatte nur eine kleine Stelle in der Mitte, durch die man seine Kamera stecken konnte. Wie ihr sehen könnt, habe ich ihn ausprobiert, darum ist Klettband an den Seiten der Öffnung, das jetzt nur noch gut ist, um Katzenhaare einzufangen.

Stattdessen habe ich innen ein größeres Stück Pappe eingesteckt, das die hintere und obere Seite des Zeltes bedeckt und so für eine schönere Spiegelung im Acrylglas sorgt. Ich habe außerdem rechts noch ein kleineres Stück, weil die Kombination von Spiegelung und Licht immer meine Bleiglasfenster mit ins Spiel holt. Durch das Bewegen der Pappstücke kann ich die Schatten verändern und links bekomme ich immer diffuses Licht auf die Scheibe, aber manchmal muß ich mich noch mit den "Lichtschlitzen" auf der rechten Seite herumschlagen, das hängt von der Größe des Schmucks ab. Das ist dann eine Gelegenheit, PicMonkeys "Clone" und "Dodge" oder "Burn"-Feature zu benutzen ... für den Fall, daß mein geliebter "Faltenentferner" nicht ausreicht.
Das alles mache ich rein intuitiv, da ich absolut kein Profi bin und auch niemals sein werde.






Ich möchte, daß ihr noch meinen guten Freund, das Mikrofasertuch, kennenlernt. Acrylglas LIEBT Staub und Katzenhaare. Nur eine Nanosekunde abgelenkt, und da ist dann auch schon beides, also habe ich immer eines dieser Tücher da, um abzustauben, bevor ich ein Bild mache. Normalerweise schafft es nicht, alles loszuwerden, daß die Schlange der Freiwilligen so lang ist, daß sie sich manchmal gegenseitig aus dem Web schubsen, um als erster auf der schwarzen Scheibe zu landen.
Da kommt dann PicMonkeys "Shine Reduce" ins Spiel, das ich in der neuen Version allerdings nicht finden kann. Wenn das auch nicht funktioniert, muß ich wieder zu den obengenannten Features greifen.



Es tut mir leid, wenn ich euch jetzt aller Illusionen über meine Professionalität beraubt habe ;-) aber für mich funktioniert es so, und darum geht es schließlich, richtig? Ich glaube, das sind die schrägsten Bilder, die ich je auf diesem Blog gepostet habe!

Was haben die anderen JAC-Mitglieder im Angebot?
Ich werde die Links einfügen, sobald ich sie habe.

Jewelry Art by Dawn

Montag, 29. Juni 2020

Zibbet-Fundstücke der Woche - Haarschmuck

Ich habe lange Haare. Es geht nicht mehr bis zum Hintern, aber es ist lang, und es gibt ein paar Leute, die sich fragen, warum ich als alte Frau in den mittleren 50ern (offensichtlich ihre Gedanken, nicht meine) mir die Haare nicht abschneiden lasse, und überdies, warum ich jetzt auch noch einfach grau werden lasse, ohne daß ich vorher meinen Kopf rasiere ;-)

Haarschmuck hat mir immer Probleme bereitet. Es ist nicht so, daß ich ihn nicht mögen würde, aber nicht jeder hat bei mir funktioniert. Kennt ihr diese Haargummis, die immer zu klein sind, um dreimal um den Pferdeschwanz herum zu gehen, aber dafür rutschen, wenn man sich nur zweimal herumwickelt? Ich hatte eine Lederspange mit Holzstab, die ich liebte, sie war so schön, aber ich konnte meine Haare damals einfach nicht da reinkriegen. Und weil meine Haare ziemlich glatt sind, fielen Haarkämme gern heraus, komplett mit Wilhelmsschrei.
Das heißt nicht, daß ich nicht schauen und träumen darf (und traurig bin, weil meine Lieblingsschleife aus Samt mit einem kleinen Netzbeutel für meine langen Haare verlorenging).
Hier sind nun also einige schöne Accessoires von Zibbet-Verkäufern für euch.

Handbemaltes Yoga-Haarband von Portraits of Elegance

Hotpink Chiffon-Schleifenreif für Baby/Kleinkind/Kind von Personal Touch Gifts

Kaltporzellan-Blumenspange von Rose Petals

Pferdefans geflochtener Haarreif mit Schleife von Sweet Pea Kidz Too

Halloween-Katzenohren-Haarreif von Old Hippie Heaven

Kumihimo-Feder-Haarspange mit Perlen von The Witch and Mule

Steampunk-Haarklammer mit Biene von The Steampunk Trunk

Freitag, 26. Juni 2020

Sonnenring - Pack die Art Elements Challenge an

Die neueste Art Elements-Challenge hatte das Thema "Sommer-sonnenwende". Art Elements hat das Format für die Challenge geändert, sie ist kein offizieller Blog Hop mehr, sondern ist nun in ihrer eigenen Facebook-Gruppe. Dies ist also sozusagen ein inoffizieller Post.
Tatsächlich hatte ich diesen Monat gar nicht vorgehabt, überhaupt teilzunehmen. Ich war so mit meinen großen Projekten beschäftigt, dem Kästchen, dem Puppenoutfit und dem Diadem, daß ich nicht einmal an Ideen arbeiten konnte. Es ist reiner Zufall, daß dieser Ring paßt.

Vor ein paar Jahren machte eine Schmuckforum-Freundin von mir ein Paar Makramee-Spiralohrring aus Silberdraht und sie waren wunderschön. Ich würde sie euch gern zeigen, aber ich kann kein Bild mehr von ihnen finden. Ich ging immer wieder zurück zu den Bildern, um sie zu bewundern.
Ich lernte niemals Makramee, als ich ein Kind oder Teenager war, obwohl es die 70er waren und Wandbehänge oder Blumenampeln die Gegend überschwemmten. Ich hatte eine kleine Makramee-Eule von meiner Tasche hängen, weil eine meiner Freundinnen sie mit Begeisterung und auch sehr hübsch machte. Später hing diese dann über einem meiner Schrankschlüssel, aber irgendwann ging die Kordel kaputt. Ich bin mir ganz sicher, daß die Eule immer noch irgendwo ist, aber ich konnte sie nicht finden, sonst hätte ich ein Bild davon gemacht.
Auf jeden Fall sagte ich mir, als ich die Ohrringe sah, daß ich das irgendwann mal selber ausprobieren würde.

Hey, es hat nur zehn Jahre gedauert!
Natürlich habe ich bis jetzt nur einen Knoten gelernt, den Quadratknoten, damit habe ich mit Hilfe dieses Tutorials von CSL Designs einen Ring gemacht. Ich habe schwer damit gekämpft, die Knoten regelmäßig hinzubekommen, und habe das ungefähr sechs Mal verhunzt, hatte Knoten, die etwas größer oder kleiner waren, das ging einfach nicht.

Ich habe aber nicht aufgegeben und bin recht zufrieden mit diesem Versuch. Die Enden zusammenzufügen war etwas schwierig. Der Teil ist nicht so hübsch wie ich mir gewünscht hätte, also dachte ich, ich verstecke ihnen einfach mal mit einer Perle. Zuerst habe ich ja ein paar Kristalle ausprobiert, aber dann habe ich in meinem Vorrat gekramt - ja, hier ist der Freitag-Vorratsfresser-Teil hierbei! - und fand diese Perle mit einer Sonne darauf, die mir eine Freundin einmal gegeben hatte.
Da dachte ich dann, ich könnte doch noch etwas Kleines für die Art Elements Challenge machen.

Seht ihr, manchmal kommen die Dinge zu einem, ohne daß sie irgendwie geplant oder durch ein Thema inspiriert wurden, deshalb habe ich auch nur diesen kurzen Blogpost zu bieten.
Zeit, meinen kleinen Ring zu zeigen :-)

Donnerstag, 25. Juni 2020

Oldies but Goodies - Junimond

Ich bin ein Junikind, dem gebe ich normalerweise die Schuld daran, daß ich den Mond so sehr liebe.
Juni-Geburtssteine sind der Mondstein, der Alexandrit und die Perle. Ich erinnere mich, daß ich als Teenager sehr enttäuscht war, denn für mich war eine Perle kein Stein. Ich hätte etwas Glitzeriges und nicht so "Altes" lieber gehabt. Der Mondstein war okay, aber auch nicht wirklich aufregend. Damals wußte ich vom Alexandrit noch nicht mal etwas.
Menschen werden älter und lernen Dinge, und manchmal ändern sich mit den Jahren auch die Geschmäcker. Inzwischen kann ich den Schimmer einer Perle und eines Mondsteins wertschätzen. Ich weiß nicht, wann ich herausfand, daß Mondsteine unterschiedliche Farben haben können, aber ich gebe zu, daß mein persönlicher Favorit immer noch der weiße ist, weil er für mich so ein magisches Aussehen hat.

Das Thema für die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge war diese Woche der Junimond, was das Tor für verschiedene Stücke weit aufmachte, da wir mit den Regeln recht großzügig sind. Es hatte aber trotzdem keiner einen Junikäfer im Angebot ;-)
Stattdessen präsentiere ich euch eine Vielfalt an durch den Mond inspirierten Schmuckstücken. Seid ihr bereit für eine Mondreise mit uns?


1 und 7 Cat's Wire
2 und 4 Jewelry Art by Dawn
3 und 6 RioRita
5 und 8 My Bijou Life

Dienstag, 23. Juni 2020

Haarreif oder Diadem?

Ich glaube, ich habe es schon mal erwähnt, als ich ein Kind war, hatten wir solche Plastikscheiben in mehreren Farben, die an Blumen erinnerten und die man zusammenstecken und so damit alles Mögliche bauen konnte. Das Einfachste war es, ein Diadem zu machen, weil für uns die verschiedenen Farben verschiedene Edelsteine waren.

Als ich in meinen Vorräten einen Metallhaarreif fand, dachte ich aber nicht daran. Ich dachte an Perlenstickerei, weil ich gerade noch einen Cabochon aus dichroischem Glas entdeckt hatte. Er war dunkelblau mit grün und ich hatte alle diese Stiftperlen in Meeresfarben herumliegen und Rocailles, die dazupaßten, und ich konnte noch Perlen (Münz- und Biwaperlen) dazutun und Kristalle und oh, dann noch diese zwei Opalitcabochons!
Als ich aber erstmal ein paar Stiftperlen aufgenäht hatte, gefiel mir der streifenartige Look nicht zu den gerundeten Formen der Cabochons und Perlen, also schnitt ich sie alle wieder ab und suchte mir stattdessen verschiedene Rocailles zusammen.

Das Sticken dauerte seine Zeit, aber genau wie Perlenweben hat es eine meditative Wirkung auf mich, also war das in Ordnung.
In letzter Zeit habe ich versucht, von strenger Symmetrie wegzukommen, also ist auch dieses Stück nicht symmetrisch, wie ihr bei genauem Hinsehen feststellen könnt.


Jetzt kam der schwierige Teil. Wie sollte ich das nun auf den Metallreif bekommen? Ich hatte zwar eine vage Idee, war mir aber nicht sicher. Der Schluß dieses Videotutorials von Lidia Sapronova half mir dabei zu bestätigen, was ich tun mußte.
Zuerst klebte ich ein Stück festeres Papier auf den Perlenstickerei-Streifen, um ihn stabiler zu machen, da der Reif selber recht schmal ist. Dann nahm ich mein Ultrasuede, nahm Maß und schnitt zwei kleine Schlitze, einen auf jeder Seite, ein paar Zentimeter vom Rand entfernt, durch die ich dann die Enden des Reifs steckte.
Nun konnte ich das Ultrasuede an den Reif kleben, was sich viel einfacher anhört als es für jemanden wie mich ist, der ein Problem mit Klebstoff hat, und dann die Perlenstickerei an den Reif und das Ultrasuede, was leichtes Fluchen zur Folge hatte.
Ich war mir einfach nicht sicher, ob der Klebstoff das alles wirklich zusammenhalten könnte, ich beschloß also, als er getrocknet war, daß ich all die Schichten nicht nur an den Rändern zusammennähen würde, sondern auch entlang den Rändern des Reifs, damit er innen nicht verrutschen konnte. Ich hatte irgendwie nicht erwartet, daß ich so lang dafür brauchen würde, aber ich bin trotzdem froh, daß ich es gemacht habe.
Der letzte Schritt war natürlich die Umrandung, für die ich perlweiße Rocailles auswählte, um das Meeresfeeling zu verstärken, Schaumkronen und so, ihr wißt schon.

Es gibt Beispiele, bei denen sowohl die Perlenstickerei als auch das Ultrasuede ganz um die Metallteile gehen. In meinem Fall bedeutet das, daß Haare darüberliegen und sich definitiv verheddern würden, also habe ich diese Variation nicht gewählt. Außerdem hätte ich ein Stück Ultrasuede annähen müssen, denn die Stücke, die ich habe, wären gar nicht lang genug gewesen.
Bei anderen Stücken war direkt um die Metallenden Ultrasuede genäht, aber ich muß gestehen, daß ich meine Fähigkeiten nicht so einschätzte, daß ich das hinbekommen und es auch noch gut aussehen lassen könnte. Vergeßt nicht, das war immerhin mein erster Versuch, so etwas zu machen.


Es gibt keinen Zweifel, das hier ist kein Leichtgewicht.
Das ist aber nicht mein persönliches Problem damit. Ich kam nie so gut mit dieser Art von Haarreifen zurecht, weil ich das Gefühl hinter meinen Ohren nicht mag. Mit meinen glatten Haare rutschten sie außerdem immer ab, wenn ich nach unten schaute. Eine Freundin meinte, ich sollte versuchen, ein paar Kämme anzubringen. Ich muß mir das mal überlegen, aber tatsächlich finde ich, es sieht als Diadem getragen soviel besser aus ...
Ich verdiene ein Diadem, oder? Und witzigerweise rutscht es, wenn ich es so trage, nicht einmal herunter, wenn ich vor Mylady Gundel einen Knicks mache ;-) Ernsthaft, ich kann nach unten schauen und es bleibt trotzdem im Haar. Nun ist meine Garderobe nicht besonders königlich, aber schauen wir mal. Es war wieder eine Herausforderung und ich hab's geschafft und bin stolz darauf.

So sieht das fertige Diadem nun also von allen Seiten und von meinem Modell Jacqueline getragen aus.



Montag, 22. Juni 2020

Zibbet-Fundstücke der Woche - Zufällig und schön #3

Vor Jahren habe ich zwei Posts gemacht, die ich "Zufällig und schön" nannte, weil mir kein Thema für die Fundstücke der Woche einfiel.
Damals sagte ich, das sollte ich öfter machen, einfach auf Zibbet gehen, herumstöbern, schauen, was mich anspricht, und das mit euch teilen.
Manchmal denke ich mir ein Thema aus und bin überrascht, weniger dazu zu finden als ich gedacht hätte, manchmal tue ich mich von vornherein schwer damit, überhaupt einen Einfall zu haben, was euch von meinem eigenen Streßlevel oder Zeitmangel abhängt.
Heute aber bin ich auf einen dieser Posts gestoßen und dachte, ja, ich sollte das wirklich öfter machen, warum also nicht gleich damit anfangen?

Es sorgt für eine ganz schön eklektische Mischung. Ich habe zarte und satte Farben für euch, einen Hauch aus der Vergangenheit, aber auch etwas Modernes, und es sind unterschiedliche Materialien von zerbrechlichem Glas und Porzellan bis hin zu Papier und Stoff.
Was ist euer Favorit? 


Vintage französische Preßglastassen bei Claudy with a dash of nonsense

Afrikanische Kleidung (wählt eure Farben) von AFSU Women

Vintage Fitz and Floyd Päonienteller bei Peligraphics


"Love" Ballonkarte von No Ditto Design
Abendtäschchen von berriesDot


"Multiplying Losses: Little Children" Quilt von Quilts on the Wild Side

Donnerstag, 18. Juni 2020

Oldies but Goodies - Getränke

Mögt ihr eure Getränke heiß oder kalt? Könnt ihr nicht ohne Kaffee, Tee, Mineralwasser leben? Führt ihr Diskussionen mit euren Freunden darüber, wie man am besten Tee oder die perfekte Limonade oder einen Gin Tonic macht? Trinkt ihr lieber einen Kakao als Schokolade zu essen, wenn ihr traurig seid?
Diese Woche hat die Jewelry Artisans Community Oldies but Goodies Challenge Getränke zum Thema. Was? Schmuck und Getränke? Natürlich! Es ist erstaunlich, was man mit nur einem bißchen Phantasie in einem Schmuckstück sehen kann.
Hier ist mein "Tablett" mit Orangensaft, Kaffee und Sahne, Limonade und Latte - wählt euer Getränk!


1 My Bijou Life
2 Jewelry Art by Dawn
3 Cat's Wire
4 RioRita

Montag, 15. Juni 2020

Zibbet-Fundstücke der Woche - Insekten

Wußtet ihr, daß es 100 Millionen Arten von Insekten gibt?
Ich versuche nur eure Aufmerksamkeit zu erregen - tatsächlich habe ich gelesen, daß ungefähr 1 Million Art wissenschaftlich beschrieben wurden und daß es geschätzte 6 bis 10 Millionen Arten gibt. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber egal wie, das ist eine Menge.
Natürlich sind sie üblicherweise viel kleiner als Menschen, also griff ich zu meiner Lupe und ging auf Zibbet, um nur ein paar Vertreter vo diesen Millionen von Insekten zu finden.
Ich bin froh, daß es ihnen nichts ausmachte, daß ich vorbeikam. Ich bin erst einmal in meinem Leben von einer Wespe gestochen worden und das war meine eigene Schuld. Es war ein sehr heißer Tag und ich versuchte, Tapete von einer Wand herunterzudampfen, als ich spürte, wie ein Schweißtropfen mein Bein hinunterlief. Ich wollte ihn wegwischen, aber tatsächlich war es eine Wespe gewesen. So fand ich heraus, daß ich nicht allergisch bin.
Hier sind nun keine Wespen - viel Spaß.

"In For The Kill" Druck von Michael Garbutt Exotic Photography

Original-Linolschnitt "Grashüpfer" von Anna See

Handgemachte Kunstglas"buggettes" - Farben zur Auswahl von Steider Studios

Mechanikteile Mantis von Mechanical Handwork

Bleiglas-Talisman "Creativity Scarab" von Jodi Sharp

Libelle "Hi!" digitales Bild von Createful Heart Design

Samstag, 13. Juni 2020

Abendkleid-Dawn - Teil 3, Die Accessoires


Danke, wenn ihr zurück seid, nachdem ihr Teil 1 - die Puppe und ihre Geschichte - und Teil 2 - das Kleid - für dieses Perlenprojekt gelesen habt, wenn ihr sie nicht gelesen habt, laßt mich erklären, daß es hier um eine Dawn-Puppe geht, für die ich ein Kleid aus Glasperlen gefädelt habe.
In diesem Post werde ich die passenden Accessoires beschreiben, die ich für sie gemacht habe.

Ich habe als Schmuckmacherin angefangen, also mußte ich natürlich Schmuck für sie machen. Angesichts der Größe hatte ich nicht zu viele Möglichkeiten (auch weil die Löcher meiner 2 mm Steinperlen meine Nadeln nicht mögen), obwohl ich zugeben muß, daß ich mir noch ein paar Armspangen für sie überlegt hatte. Man darf träumen, aber das wäre wohl etwas zuviel gewesen.
Stattdessen begnügte ich mich mit einem goldenen Choker in Peyotetechnik und einem Zwei-Perlen-Herringbone-Spiralarmreif in derselben Farbe. Ja, den schwarzen Faden habe ich absichtlich benutzt, um dem Schmuck etwas mehr Kontrast auf ihrer Haut zu geben und ihn etwas mehr auffallen zu lassen.



Als nächstes brauchte sie etwas, das sie sich umhängen konnte, wenn sie in einer Pause nach draußen geht ... falls sie in die Oper, ins Theater oder zu einem Ball geht. Ich bin selber mit Stolen aufgewachsen und natürlich sind Umlegetücher auch jetzt noch ein großer Hit.
Für den offenen Look, den Strick- oder Häkelstolen haben, wählte ich die Netztechnik, um meine kleine Perlenstola zu machen. Die Perlen waren nicht völlig regelmäßig, deshalb ist die Stola jetzt ein bißchen wellig, je nachdem wie ich sie hinziehe, aber auch das erinnert mich an früher, also ist das für mich okay. Ich hoffe auch für Dawn.
Dieses Teil ist aus schwarzen, teilweise blau bedampften 15er Rocailles. Nicht mal Dawn schafft es, all ihre Kleidung in derselben Farbe zu kaufen, aber zumindest passen die größeren Rocailles im Netz zum Kleid.
Am schwierigste ist es, ihr die Stola umzulegen, ohne daß sie zuviel versteckt oder abrutscht.


Nicht jeder schleppt so wie ich die ganze Zeit einen großen Shopper mit sich herum. Dawn bevorzugt ein winziges Beutelchen, das wahrscheinlich gerade mal so für ihren rosa Lippenstift, einen Kamm und etwas Geld ausreicht. Wer weiß schon jemals, was in der Handtasche, im Beutel oder in der Abendtasche einer Frau ist, nicht wahr?
Der Beutel ist in Peyote gearbeitet und hat ein kleines goldenes Band, damit sie ihn halten oder vom Handgelenk baumeln lassen kann.


Bis jetzt war es recht einfach, aber nun kam ich zur letzten, endgültigen Herausforderung - den Schuhen. Ich habe keine Puppenschuhe, die Dawn passen würden. Ihre Füße sind zu klein für Barbie- oder selbst Francieschuhe.
Absätze wären schwierig gewesen. Dann erinnerte ich ich an eine Szene aus dem Buch "Barbara und die Schlacht von Waterloo" von Georgette Heyer über eine Dame im frühen 19. Jahrhundert, die offene Sandalen mit golden Riemen und Farbe auf ihren Fußnägeln trug, ooooh, der Skandal!
Sandalen, das war doch eine Idee.

Es klang jedoch viel einfacher als es tatsächlich war. Die Sohle war leicht genug zu machen, ich benutzte die gleichen schwarzen Perlen wie in der Stola und zwar im Ziegelsteinstich. Jetzt nur noch einen Riemen und wir haben es, richtig? Falsch. Die Sandale rutschte ihr immer wieder vom Fuß.
Wenn man Barbiepuppen hat, ist man daran gewöhnt, daß manche Schuhe immer wieder von Füßen fallen. Manche von den teuren zieht man ihnen vielleicht nicht einmal an, um Risse in den Schuhen zu vermeiden, man stellt sie einfach neben die Puppe (ja, Barbieschuhe können teuer sein, weil Kinder sie die ganze Zeit verloren haben, ich weiß, wovon ich spreche, ich war eins von diesen Kindern). Vielleicht sind die Füße etwas zu breit - an den alten harten Körpern - oder etwas zu schlank oder zu rutschig - ältere Schuhe an weichen Vinylfüßen - oder oder oder ...
Natürlich wird Dawn in einer Vitrine stehen und nicht viel herum-laufen (hoffe ich, weil der Gedanke etwas gruselig ist, außerdem ist ihr Kleid nicht wirklich zum Laufen geeignet! ;-)), aber ich wollte trotzdem, daß diese Sandalen richtig saßen.

Noch ein Versuch. Zwei goldene Riemen, einer vorne, einer hinten. Kein Witz, ich schaffte es, in den ersten vier Sohlen vier einzelne Perlen zu zerbrechen, als ich versuchte, die Riemen sicher zu befestigen. Ich weiß, daß in einer 15er Perle nicht viel Platz ist, aber das wurde lächerlich. Klappte es denn aber? Nein, die Sandale rutschte immer noch herunter.
Dawn, du bist nicht Aschenputtel und es ist kein Prinz in der Nähe, würdest du bitte deinen Schuh nicht verlieren??
Also versuchte ich die Sohle stattdessen mit 11er Perlen zu machen und zwar mit einen Riemen vorne und zwei hinten. Die Sohle sah aber nicht so schön aus, obwohl der Versuch eines Absatzes ganz witzig war, aber nicht so hielt wie ich das wollte, und letztendlich ... ratet mal. Die Sandale rutschte herunter. Aaaaaaaaaaaaargh.
Neue Idee, neuer Plan. Wiederholen. Wiederholen. Wiederholen. Probieren wir es doch mal mit Perlen und Draht. Nö.
Perlen und Draht brachten mich aber zu einem der ersten Pläne zurück, mit einer kleinen Anpassung.
Beim zehnten Mal klappte es.
Bitte schön, ein kleiner Riemen vorne, ein überkreuzter Riemen der um den Knöchel lief und hinten auch noch an der Sohle befestigt war - so funktionierte es endlich.


Ich habe keinen rosa Nagellack, aber ich überlege, mir einen zu besorgen, der zu ihrem Lippenstift paßt.

Hier ist Dawn also nun in ihrem kompletten Abendoutfit, zum Ausgehen und Spaßhaben bereit ... bei der Eröffnung einer Ausstellung von, äh, riesigen Katzenskulpturen? ;-)
Das letzte Bild soll euch zeigen, wie klein sie tatsächlich ist, verglichen zur Treppenstufe.