Willkommen zurück in den 60ern! Heute spreche ich über Francies Accessoires. Und ihre Haare. Die nicht wirklich ein Accessoire sind.
So, wo waren wir. Richtig. Francie war jetzt also angezogen. Habt ihr bemerkt, daß es diesmal keine Schuhprobleme gab? Es wäre nicht schwierig gewesen, für dieses Mädchen Schuhe zu finden, vielleicht hätte ich sogar etwas Passendes in meinem kleinen Schuhkästchen, aber sie beschloß, stattdessen barfuß zu gehen und das Gras unter ihren Füßen zu spüren.
Worauf sie nicht verzichten konnte war eine Tasche, und die Tasche konnte nicht auf Fransen verzichten. Ich bin die wahnsinnige Franserin, muahahaaa! Über die Tasche habe ich schon zuvor geschrieben.
Das Nette an einem Hippie-Outfit ist, daß man nicht zur Farbenkoordination gezwungen ist. So konnte ich meine Perlensuppe und eine Farbe, die zu nichts sonst paßte, benutzen, um diese Tasche im Ziegelsteinstich zu machen. Ich stelle mir gern vor, daß Francie sie in einem Secondhandladen gefunden hat.
Als ich ein Kind war, hatten Kugelschreiber noch diesen kleinen Metallring in der Mitte, wo man sie aufschrauben konnte, um eine neue Mine hineinzustecken. Manchmal waren diese Ringe sehr dünn, manchmal breit. Es war egal, wir nahmen sie alle als Puppenarmreife.
Ich mußte hier stattdessen zwei große Biegeringe verwenden.
Jetzt war es Zeit, sich um Francies Borstenkopf zu kümmern. Die originale vintage Malibu Francie hatte langes, blondes Haar und dabei wollte ich auch bleiben.
Das blonde Haar, das ich habe, nennt sich "Sonnenschein", ein großartiger Name, weil es wirklich glänzt.
Nach Wochen des Aufschiebens brachte ich endlich den Mut auf loszulegen. Rerooten ist immer noch nichts, das mir einfach so zufliegt.
Es war nicht einfach, die Haarreste herauszuziehen und leider hatte Francie schon ein paar kleine Kopfhautrisse, aber ich tat mein Bestes, diese zu verdecken. Ich hatte überall blonde Haare und Ponder ebenso. Er lehnte übrigens mein Angebot ab, ihm eine kleine Perücke zu machen, überwachte das Rerooten allerdings mit einem Adlerauge wie immer.
Hier ist das Resultat.
Nach dem Bürsten, dem Setzen der Haare in heißem Wasser, dem Spitzenschneiden und nochmaligem Bürten sah Francie so aus. Fast fertig!
Ich hatte die ganze Zeit gedacht, daß ich als letztes Accessoire ein Stirnband machen würde, aber dann überlegte ich mir, ob einer dieser Schlapphüte wohl cool aussehen würde. Meine persönliche Ratgeberin, also meine Schwester, hatte jedoch eine andere Idee, im die ich mich gleich verliebte. Sie sagte, Francie brauche eine Gänseblümchenkette. Ich hatte so etwas noch nie gemacht, schaute es aber nach, und als ich feststellte, daß ich Perlen in meinem Vorrat hatten, mit denen es funktionieren würde, gab es kein Halten mehr.
Ist sie nicht perfekt für sie?
Ich hatte nicht geplant, eine Halskette zu machen, aber dann wurde mir gesagt, es müsse noch ein Peacezeichen her. Tatsächlich war mein erster Plan für die Tasche ein Muster mit Peacezeichen gewesen, aber in der Größe klappte das nicht und ich hatte sie nicht größer machen wollen. Also mußte es schließlich doch noch eine Kette sein. Dies ist so klein, wie es irgend ging. Noch kleiner und es hätte nur nach einem Perlendurcheinander ausgesehen. Ja, ich habe das mehr als einmal versucht.
Erst hatte ich den Anhänger mit einer Kugelkette im Kupferton kombiniert, aber die war zu groß, also wurde es schließlich eine einfache Luftmaschenkette.
Heute nahm ich Francie zu ihrem ersten richtigen Fototermin mit nach draußen in den Garten. Auf meinem deviantART ist eine Collage mit mehr Bildern, falls ihr Lust zum Schauen habt.
Ihr wißt, daß ihr jetzt "Let the sunshine in" singen möchtet oder wie wäre es mit "Aquarius"? ;-)
Ihr habt den ersten Teil verpaßt? Bitte schön!
Teil 1, Die Kleidung
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Samstag, 6. Juni 2015
Donnerstag, 4. Juni 2015
Flower Power Hippie Zeit - Teil 1, Die Kleidung
Von den 20er zu den 60ern ist es ein ziemlicher Sprung, ich weiß. Ich kann mich nicht einmal erinnern, wie ich mich entschl0ß, ein Hippie-Outfit zu machen, ich wußte nur, daß ich diesmal etwas ganz anderes als die Flapper machen wollte.
Und anders ist es.
Francie, diesmal unser hübsches Puppenmodell, ist aus der Malibu-Serie und wurde von 1971 bis 1977 hergestellt. Statt des regulären Franciekopfes hatte sie den lächelnden Caseykopf.
Diese Malibu Francie hatte einen sehr schlechten Friseur besucht, einen, der noch schlechter als ich war. Er ließ sie statt mit einer Frisur mit einem Haufen Borsten auf dem Kopf zurück. Leider war das zu einer Zeit, als ich das Rerooten nach ein paar Versuchen aufgegeben hatte, um andere Dinge auszuprobieren, also verbrachte Francie ihr Leben versteckt auf einem Regal hinter der Tür.
Dann fand ich sie wieder und dachte, daß sie mit ihrem fröhlichen Lächeln ein wunderbares Blumenkind abgeben würde.
Verglichen mit den ersten zwei Puppen hat Francie nochmal eine ganz andere Figur. Sie ist kleiner als Barbie - deren Cousine sie übrigens ist - und nicht so kurvig, also mußte ich im Bezug auf die Armlöcher und die Träger ein völlig neues Muster machen.
Zuerst machte ich das Top. Ich durchstöberte Bilder von Batikshirts und entschied mich für ein wellenartiges Regenbogendesign. Ich webte Vorder- und Rückenteil in einem Stück, nähte die Fäden ein und die Seiten zusammen, und dann ging ich völlig über Bord, indem ich lange Fransen machte.
Als nächstes kam die "Leder"weste in einer Mischung aus zwei meiner liebsten braunen Perlenfarben. Im Gegensatz zum Top läßt sich die Weste ausziehen. Sie hat Fransen oben an den Armlöchern.
Ich machte eine ziemlich lange Pause, bevor ich den Rock anging. Ich wußte nur, daß ich irgendeine Jeansfarbe wollte, daß er lang und weit sein sollte, und daß ich wieder das Regenbogenmotiv aufgreifen wollte.
Schließlich beschloß ich, ihn in vier Bahnen zu machen und diese zusammenzunähen. Um Ziernähte zu imitieren, benutzte ich dafür roten Faden.
Das war der schwierigste Teil. Die durchgehend blauen Bahnen waren ziemlich langweilig zu weben, und anstatt schneller zu gehen, weil sie einfacher waren, machten sie beinahe meine Motivation kaputt. Die Bahnen zu verbinden war in Ordnung, aber dann mußte ich oben abnehmen, damit der Rock an Francies Taille paßte.
An diesem Punkt wußte ich, daß es schlauer gewesen wäre, zuerst den Rock zu machen. Die Fransen des Tops kamen mir sowas von in die Quere. Mit zusammengebissenen Zähnen und viel Augenrollen bekam ich es schließlich hin.
Dann hatte ich die Idee für einen breiten Gürtel in Ziegelsteinstich. Das einzige Problem war, was ich als Schnalle nehmen könnte.
Eine richtige Schnalle fand ich nicht, aber dann hatte ich noch eine Idee. Jepp, manchmal kommen sie einfach nur so angerannt.
Ich nahm einen meiner Knebelverschlüsse und zwickte die kleine Öse ab. Nicht schlecht, oder?
Nun hatte ich ein komplettes Outfit und brauchte nur noch ein paar mehr Accessoires ... und Haare. Davon werde ich euch das nächste Mal erzählen.
Und anders ist es.
Francie, diesmal unser hübsches Puppenmodell, ist aus der Malibu-Serie und wurde von 1971 bis 1977 hergestellt. Statt des regulären Franciekopfes hatte sie den lächelnden Caseykopf.
Diese Malibu Francie hatte einen sehr schlechten Friseur besucht, einen, der noch schlechter als ich war. Er ließ sie statt mit einer Frisur mit einem Haufen Borsten auf dem Kopf zurück. Leider war das zu einer Zeit, als ich das Rerooten nach ein paar Versuchen aufgegeben hatte, um andere Dinge auszuprobieren, also verbrachte Francie ihr Leben versteckt auf einem Regal hinter der Tür.
Dann fand ich sie wieder und dachte, daß sie mit ihrem fröhlichen Lächeln ein wunderbares Blumenkind abgeben würde.
Verglichen mit den ersten zwei Puppen hat Francie nochmal eine ganz andere Figur. Sie ist kleiner als Barbie - deren Cousine sie übrigens ist - und nicht so kurvig, also mußte ich im Bezug auf die Armlöcher und die Träger ein völlig neues Muster machen.
Zuerst machte ich das Top. Ich durchstöberte Bilder von Batikshirts und entschied mich für ein wellenartiges Regenbogendesign. Ich webte Vorder- und Rückenteil in einem Stück, nähte die Fäden ein und die Seiten zusammen, und dann ging ich völlig über Bord, indem ich lange Fransen machte.
Als nächstes kam die "Leder"weste in einer Mischung aus zwei meiner liebsten braunen Perlenfarben. Im Gegensatz zum Top läßt sich die Weste ausziehen. Sie hat Fransen oben an den Armlöchern.
Ich machte eine ziemlich lange Pause, bevor ich den Rock anging. Ich wußte nur, daß ich irgendeine Jeansfarbe wollte, daß er lang und weit sein sollte, und daß ich wieder das Regenbogenmotiv aufgreifen wollte.
Schließlich beschloß ich, ihn in vier Bahnen zu machen und diese zusammenzunähen. Um Ziernähte zu imitieren, benutzte ich dafür roten Faden.
Das war der schwierigste Teil. Die durchgehend blauen Bahnen waren ziemlich langweilig zu weben, und anstatt schneller zu gehen, weil sie einfacher waren, machten sie beinahe meine Motivation kaputt. Die Bahnen zu verbinden war in Ordnung, aber dann mußte ich oben abnehmen, damit der Rock an Francies Taille paßte.
An diesem Punkt wußte ich, daß es schlauer gewesen wäre, zuerst den Rock zu machen. Die Fransen des Tops kamen mir sowas von in die Quere. Mit zusammengebissenen Zähnen und viel Augenrollen bekam ich es schließlich hin.
Dann hatte ich die Idee für einen breiten Gürtel in Ziegelsteinstich. Das einzige Problem war, was ich als Schnalle nehmen könnte.
Eine richtige Schnalle fand ich nicht, aber dann hatte ich noch eine Idee. Jepp, manchmal kommen sie einfach nur so angerannt.
Ich nahm einen meiner Knebelverschlüsse und zwickte die kleine Öse ab. Nicht schlecht, oder?
Nun hatte ich ein komplettes Outfit und brauchte nur noch ein paar mehr Accessoires ... und Haare. Davon werde ich euch das nächste Mal erzählen.
Freitag, 30. Januar 2015
Pack die Vorräte an - Crab Agate in Drahthäkelfassung
Ich liebe Batikshirts. Ich habe nie selber Shirts gebatikt, aber ich hatte zwei, die ich vor langer Zeit auf dem Marin County-Flohmarkt gekauft hatte, der immer einer der Höhepunkt jedes Besuchs in Californien war. Tatsächlich habe ich eins davon noch, auch wenn ich es jetzt nur noch daheim trage.
Diese Hippieliebe zog mich wahrscheinlich zu diesem Stein hin, einem Crab Agate (Krabbenachat), was nur ein anderes Wort für einen behandelten Spinnwebachat ist. Man findet sie auch als Crab Fire Agate, aber mit dem Feuerachat haben sie überhaupt nichts zu tun.
Ich kann nicht einmal sagen, wieviele Jahre dieser Achat in meinem Vorrat verbracht haben muß.
Keine Ahnung, ob es die warmen Farben waren, die mich jetzt dazu greifen ließen - geh weg, Winter! - aber um diese Sommervibrationen zu verstärken wählte ich einen orangefarbenen Kupferdraht aus und dazu schöne ziegelrote und topasfarbene Rocailles, Überbleibsel aus anderen Projekten, um eine Fassung zu häkeln, die von beiden Seiten unterschiedlich aussieht und einem damit die Wahl überläßt, wie man den Anhänger trägt.
Let the sunshine in! ;-)
Der Anhänger ist in meinem Zibbet-Shop erhältlich.
Diese Hippieliebe zog mich wahrscheinlich zu diesem Stein hin, einem Crab Agate (Krabbenachat), was nur ein anderes Wort für einen behandelten Spinnwebachat ist. Man findet sie auch als Crab Fire Agate, aber mit dem Feuerachat haben sie überhaupt nichts zu tun.
Ich kann nicht einmal sagen, wieviele Jahre dieser Achat in meinem Vorrat verbracht haben muß.
Keine Ahnung, ob es die warmen Farben waren, die mich jetzt dazu greifen ließen - geh weg, Winter! - aber um diese Sommervibrationen zu verstärken wählte ich einen orangefarbenen Kupferdraht aus und dazu schöne ziegelrote und topasfarbene Rocailles, Überbleibsel aus anderen Projekten, um eine Fassung zu häkeln, die von beiden Seiten unterschiedlich aussieht und einem damit die Wahl überläßt, wie man den Anhänger trägt.
Let the sunshine in! ;-)
Der Anhänger ist in meinem Zibbet-Shop erhältlich.
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Hippiekreise
Eins meiner Lieblingsmusicals ist "Hair".
Es war die Schallplatte meiner Schwester - Schallplatte gleich Vinyl für die Jüngeren unter uns. Schwarz, groß und es war nicht gut, sie zu zerkratzen. Meine Schwester erlaubte mir großzügig, meine Lieblingslieder auf Kassette aufzunehmen.
Heute habe ich nicht die Kassette angehört. Inzwischen habe ich die CDs und ich habe meine Lieblingslieder auf dem PC und meinem MP3-Player.
Ich wünschte, ich könnte tanzen.
Stattdessen habe ich mich davon inspirieren lassen. Es blieb nicht viel anderes übrig, nachdem sich das Titellied an meinem Gehirn festgeklebt hatte.
Erinnert ihr euch an die coolen Batik-T-Shirts? Ich hatte mehr als eins und vielleicht habe ich sogar noch eins in meinem Kleiderschrank ...
Würde dieser Anhänger nicht großartig zu einem solchen und Jeanshosen und -jacke passen?
"Hippiekreise" ist von Grund auf selbstgemacht. Ich habe den Sterlingsilberdraht handgeformt und ich habe den Ring mit buntem Kupferdraht gefüllt (gehäkelt natürlich!).

Peace, Brüder und Schwestern! ;-)
Ach ja, und den Anhänger findet ihr übrigens in meinem Zibbet-Shop.
Es war die Schallplatte meiner Schwester - Schallplatte gleich Vinyl für die Jüngeren unter uns. Schwarz, groß und es war nicht gut, sie zu zerkratzen. Meine Schwester erlaubte mir großzügig, meine Lieblingslieder auf Kassette aufzunehmen.
Heute habe ich nicht die Kassette angehört. Inzwischen habe ich die CDs und ich habe meine Lieblingslieder auf dem PC und meinem MP3-Player.
Ich wünschte, ich könnte tanzen.
Stattdessen habe ich mich davon inspirieren lassen. Es blieb nicht viel anderes übrig, nachdem sich das Titellied an meinem Gehirn festgeklebt hatte.
Erinnert ihr euch an die coolen Batik-T-Shirts? Ich hatte mehr als eins und vielleicht habe ich sogar noch eins in meinem Kleiderschrank ...
Würde dieser Anhänger nicht großartig zu einem solchen und Jeanshosen und -jacke passen?
"Hippiekreise" ist von Grund auf selbstgemacht. Ich habe den Sterlingsilberdraht handgeformt und ich habe den Ring mit buntem Kupferdraht gefüllt (gehäkelt natürlich!).

Peace, Brüder und Schwestern! ;-)
Ach ja, und den Anhänger findet ihr übrigens in meinem Zibbet-Shop.
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