Samstag, 10. Januar 2026

10 am 10. - Dinge, die ich dieses Jahr nicht tun werde


Die 10 am 10. sind zurück!
Als ich aber Marshas Vorgabe las, war mein erster Gedanke, daß sich das als schwierig für mich erweisen konnte. Laßt mich erklären warum.
Ich könnte zum Beispiel Dinge aufführen wie "Ich werde nicht so viele Kohlehydrate essen wie letztes Jahr." Hört sich wie ein Vorsatz an, nicht wahr? Vorsätze können auf beide Arten formuliert werden, "Ich möchte weniger kaufen ...." oder "Ich will nicht soviel kaufen ..." Ich mache keine Vorsätze, also fällt so etwas raus.
Versuchen wir etwas anderes. "Ich werde dieses Jahr wahrscheinlich kein Museum besuchen." Hm. "Ich werde dieses Jahr wahrscheinlich keinen Kurs belegen, bei dem ich persönlich anwesend sein muß." So werde ich entweder mich selber deprimieren, wenn ich Dinge aufzähle, die ich gern tun würde, aber nicht mehr kann, oder ich werde unglaublich negativ, jammernd und nervig klingen.

Was sind also meine Optionen?
Auf meinen Kommentar antwortete Marsha "Viel Spaß mit all den wilden und seltsamen Dingen, die du nicht tun wirst." Aha, Marsha, eine Herausforderung, ja?

Dieses Jahr werde ich wahrscheinlich nicht ...

1. ... an einer Winterexpedition teilnehmen.

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Ja. Nein. Kann nicht euer Ernst sein, Leute, schaut euch das an. Habt ihr "Goldrausch" nicht gesehen? Schuhe, ich sag' nur Schuhe!
Aber im Ernst. Ich mag echt keinen Schnee und könnte komplett ohne leben.

2. ... Tiefseetauchen gehen.

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Wißt ihr, was diese Helme euren Haaren antun? 😜
Ich liebe Dokumentationen über den Ozean, aber immer wenn ich an einem Strand war und die Weite des Ozeans gesehen habe, fühlte ich mich seltsam überwältigt. Es war wahrscheinlich zuviel, es als Thalassophobie zu bezeichnen, aber ich bin nie mehr als knöcheltief ins Meer gegangen.

3. ... den Mount Everest besteigen.

Keine der Translation-Apps hat Yeti auf ihrer Liste und welchen anderen Grund sollte ich haben, überhaupt da raufzuklettern?
Ok, derzeit habe ich Probleme mit einem einfachen Hügel, aber ich habe auch nicht das Gen, das den Wunsch nach großen Abenteuern in meinem Leben erzeugt. Kleine Abenteuer sind für mich okay.

4. ... "Ulysses" von James Joyce lesen.

Könnt ihr es fassen, daß ein Familienmitglied mal vorgeschlagen hat, daß wir zusammen "Ulysses" lesen und diskutieren?
Falls ihr es gelesen habt, gut für euch, aber meine zehn Gehirnzellen gründeten eine Gewerkschaft und drohten mit Kündigung. Das geht nicht.
Es gibt Dinge, die ich nicht gemacht haben muß, um mich zu beweisen. Mich durch "Ulysses" zu quälen ist eins davon.

5. ... auf einen Rave gehen.

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Ich kann dieses Bild hören und fühlen und beides ist nicht gut für mich.
Natürlich war ich jung nicht mal ein Fan von Diskos. Merkt ihr, daß ich nie eine Tänzerin war? 
😂
Ich habe einen Tanzkurs geschafft (weil alle hingingen, aber es hat mir keinen Spaß gemacht), aber obwohl ich mich gern zu einem Rhythmus bewege und gelegentlich mit ein paar meiner Katzen getanzt habe, habe ich es vorgezogen, das in der Privatsphäre meines eigenen Zuhauses oder von einem Stuhl aus zu tun.

6. ... Schnecken essen.

Eine Freundin, die mit Polymer Clay
gearbeitet hat, hat diese kleine
Schönheit für mich gemacht.

Zu dumm, daß ich Vegetarierin bin, was?
Selbst davor war ich aber nie abenteuerlustig beim Essen. Ich hätte keine Lust darauf, Ameisen in Schokolade oder Mehlwürmer zu probieren. Wie ist das mit euch?
Ich habe allerdings einmal die Vitaminpellets meiner Kaninchen probiert, um herauszufinden, warum sie SO verrückt danach waren. Irgendwie trocken. Ich schätze, man mußte ein Kaninchen sein, um das zu mögen.

7. ... meine Katzen behalten, sondern stattdessen ein paar Hunde in Pflege nehmen.

"Könnte sie bitte jemand dazu bringen,
mit dem Reden aufzuhören? Kann
sie noch peinlicher werden?"

Ok, das habt ihr mir nicht abgenommen, oder? Meine Katzen auch nicht.
Ich liebe Hunde wirklich, aber ich würde eine schreckliche Mom für sie abgeben, weil ich berüchtigt für meine Unfähigkeit bin, Grenzen zu setzen, also würde ich wahrscheinlich entweder in der ersten Woche gefressen oder auf die Straße hinausgezerrt.
Ich habe Freunden einmal gesagt, daß ich ihre zwei kleineren Hunde gern ein paar Stunden lang in ihrem eigenen Zuhause babysitten würde, aber daß ich beim Spazierengehen mit ihnen die Grenze ziehen müßte.

8. ... wieder damit anfangen, Geige zu spielen.


Keiner, absolut keiner, würde das wollen. Es ist einfach zu lang her.
Ich habe ungefähr fünfeinhalb Jahre lang Geige gespielt, bis ich 16 war. Ich war nicht schlecht, aber ich glaube, ich war auch nicht gut. Ich war nicht wirklich mit dem Herzen dabei und die Geige war nicht meine eigene Wahl gewesen (lange Geschichte).
Ich habe es nochmal in meinen 20ern versucht, aber wie zu erwarten war meine Motivation da noch geringer.

9. ... keine Drei-Sterne-Köchin werden.

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Mehr in der Richtung -10. Ich habe einfach keinen Spaß am Kochen oder Backen und liebe jeden von Herzen, der es für mich tut.
Es gab eine ziemlich kurze Phase, als der Ex und ich zusammenzogen und es einem so schien, daß Kochen da einfach dazugehörte. Ich habe damals sogar Sachen ausprobiert.
Ich würde meinen Mangel an Motivation echt gern auf den Ex und seine Liebe für das Essen seiner Mutter schieben, an das ich nie rankam (ich mochte es auch), aber das wäre einfach nicht wahr. Ich koche einfach nicht gern, egal wie sich Rezepte für mich anhören.

10. ... den großen deutschen Roman schreiben.

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(ein Rezept, kein Roman, mir gefiel nur das Bild)

Vielleicht nächstes Jahr ... 
😉
Ich hatte nie den Ehrgeiz, ein Buch zu schreiben, und ich bin mir ziemlich sicher, daß mir dafür die Geduld fehlen würde. Ich habe mir auf Heimwegen Geschichten ausgedacht, um sie weniger langweilig zu machen, zum Beispiel nach der Geigenstunde, wenn ich den Bus verpaßt hatte, aber nie welche davon aufgeschrieben.

Das war jetzt mal richtig willkürlich und komplett ungeplant, aber am Ende habt ihr doch ein bißchen über mich erfahren. Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das wolltet, aber da habt ihr's nun.
Es ist praktisch ein Wunder, daß ich es bis 10 geschafft habe!

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