Dies ist ein Überblick der Bücher, die ich in einem Monat fertiggelesen habe (nicht unbedingt im selben Monat
angefangen) und die ich Gundel vorgelesen habe (mit 😸 markiert).
Ich
werde jeweils eine kurze Erklärung hinzufügen, warum ich ein Buch
ausgewählt oder wie ich es gefunden habe und vielleicht auch, ob es ein Kandidat zum Wiederlesen
ist, aber ich werde keine richtigen Rezensionen oder Bewertungen abgeben
(Gundel weigert sich ebenfalls zu bewerten).
Solltet ihr aber etwas mehr Info zu einem Buch haben wollen,
an dem ihr interessiert seid, laßt es mich einfach wissen.
This
month I had a very hard time concentrating on books, luckily my hands
were up for more crafting to help keeping me out of my own head
"Wisecracker:
The Life and Times of William Haines, Hollywood's First Openly Gay
Star" von William J. Mann, Erstveröffentlichung 1998
Dies ist eine Biographie von William Haines, der zunächst ein Filmstar war, dann aber viel länger als erfolgreicher Innenarchitekt - oder Dekorateur, wie er sich lieber nennen ließ - tätig war, nachdem er das Filmgeschäft verlassen mußte, wofür ein Grund seine Weigerung war, das Spiel mitzuspielen. Er war kompromißlos schwul und lebte bis zu seinem Tod offen mit seinem Partner Jimmie Shields zusammen.
Ich hatte schon lange, bevor ich überhaupt angefangen hatte, Stummfilme anzuschauen, eine Dokumentation über William Haines gesehen und fand seine Geschichte wirklich interessant.
Sie ist jedoch nicht interessant genug für 400 Seiten, schlicht weil die meisten seiner Freunde und Freundinnen nicht mehr für dieses Buch interviewt werden konnten, eine Menge Information also damit verloren ist, und natürlich konnte man Informationen, die von den Filmstudios verbreitet wurden, nie wirklich vertrauen.
Da steht also wesentlich öfter "könnte", "möglicherweise", "es heißt", als ich von einer Biographie erwarten würde.
Was mich aber noch mehr gestört hat war, daß der Verfasser wiederholt eine Menge Hollywood-Stars aufgezählt hat, die schwul oder lesbisch waren und zwar in einer Art und Weise, die mich mehr an eine Boulevardzeitung erinnerte. Ich hätte lieber mehr Details über Haines' Karierre als Designer gelesen und weniger über das Liebesleben von anderen, wenn man bedenkt, daß dies eine Haines-Biographie sein soll.
Dennoch eine interessante Lektüre.
"Lilien auf dem Felde" = "Lilies of the Field" von William E. Barrett, Erstveröffentlichung 1962
Homer Smith, der gerade aus der US-Army ausgetreten ist, macht sich auf, den Westen zu erkunden. Er schläft in seinem Kombi und nimmt nur hier und dort kurze Jobs an, wenn er Geld braucht.
Eines Tages kommt er zu einem heruntergekommen Hof, auf dem fünf Nonnen leben, die von einem ostdeutschen Orden kommen. Obwohl er nur den Plan hatte, als Aushilfe ein bißchen Geld zu machen, wird er in den Plan der Mutter Oberin hineingezogen, eine Kapelle zu bauen.
Für einen Blogpost nochmal gelesen.
"The Book Woman of Troublesome Creek" von Kim Michele Richardson, Erstveröffentlichung 2019
Das östliche Kentucky in den 1930ern.
Cussy Mary Carter, auch Bluet genannt, ist eine Bücherfrau, als "Packpferd-Bibliothekarin" angestellt, die im Rahmen des Works Progress Administration-Programms Bücher in abgelegenen Gegenden der Appalachen ausliefert.
Sie ist außerdem eine "Blue", das heißt, sie hat aufgrund einer seltenen genetischen Störung einen blauen Hautton, was in anderen Haß und Furcht auslöst.
Ich hatte schon vorher sowohl über die "Fugate Blues" als auch das Programm der Packpferd-Bibliothekarinnen gelesen gehabt, als ich dieses Buch also auf einem Blog erwähnt sah, beschloß ich, es zu lesen (und freue mich zu sagen, daß dem Maultier nichts passiert).
"The Three Investigators in The Mystery of the Laughing Shadow" = "Die drei ??? und der lachende Schatten" von William Arden (die Bücher wurden unter Nennung von Alfred Hitchcock als Autor veröffentlicht), Erstveröffentlichung 1969 😸
(Die drei ??? 12 (amerikanisch), 6 (deutsch))
Dieser neue Fall beginnt damit, daß Bob und Peter einen Hilferuf hören, einen seltsamen Schatten mit einem verrückten Lachen sehen und ein goldenes Amulett mit einer einer merkwürdigen Nachricht finden.
Werden die Jungen das Geheimnis des legendären Chumash-Schatzes lösen?
Ich habe diese Reihe vor langer Zeit gelesen und mache sie jetzt nochmal Stück für Stück durch, nachdem ich einen Blogpost darüber geschrieben habe. Dieses Buch ist das zwölfte in der Originalreihe und das sechste in der deutschen Reihe.
"The Thirty-Nine Steps" = "Die neununddreißig Stufen" von John Buchan, Erstveröffentlichung 1915
Richard Hannay ist gerade aus Rhodesien nach London gekommen und ihm ist langweilig, bis ihm ein Amerikaner von einer Mordverschwörung erzählt, bevor er selber getötet wird. Hannay muß der Polizei und der Macht hinter der Verschwörung entkommen. Wird es ihm gelingen, den Anschlag zu verhindern?
Als ich kürzlich meinen Hitchcock-Marathon erwähnte, lenkte eine Freundin meine Aufmerksamkeit auf die Bücher, die die Grundlage für einige der Filme waren.
In diesem Fall muß ich sagen, daß ich den Film wesentlich lieber mochte.
"The Home" von Penelope Mortimer, Erstveröffentlichung 1971
Von ihrem Ehemann Graham verlassen, der nach langer Ehe zu einer 22jährigen gezogen ist, versucht Eleanor aus ihrem neuen Haus ein Heim für sich selber und ihre Kinder zu schaffen, obwohl ihr ältester Sohn und ihre drei Töchter erwachsen sind und nach einem eigenen Leben suchen und ihr 15jähriger Sohn hauptsächlich in der Schule ist.
Sie stellt jedoch fest, daß sie von der Trennung zutiefst getroffen ist und sich schwertut, ein neues Leben zu beginnen.
Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home hat mich in die Reihe "British Library Women Writers" eingeführt (nachdem ich das Buch gelesen hatte, habe ich gemerkt, daß sie dieses Buch hier rezensiert hat.) Ich habe geschaut, welche der Romane ich recht einfach finden konnte, das hier war einer davon.
"A Cast of Killers" von Sidney Kirkpatrick, Erstveröffentlichung 1986
1922 wurde der Filmregisseur William Desmond Taylor erschossen in seinem Bungalow aufgefunden. Der Mord verursachte Skandale und beendete Karrieren, er wurde nie aufgeklärt.
In den 60ern versuchte der Filmregisseur King Vidor den Fall aufzuklären, um daraus einen Film zu machen, was er schlußendlich nicht tat. Kirkpatrick benutzte Vidor gesammelte Dokumente und Notizen, um die Geschichte zu erzählen.
Es gibt einen Newsletter "Taylorology" zu diesem Fall und die Ausgabe 65 führt alle Fehler oder Auslassungen der Ausgabe von 1986 auf und ermuntert Leute, stattdessen die korrigierte Ausgabe zum 20. Jubiläum zu lesen.
Da ich durch Zufall auf dieses Buch gestoßen bin, wußte ich erst nach dem Lesen davon, aber ich bin gewöhnlich sowieso skeptisch gegenüber Veröffentlichungen, die einen Cold Case nach Jahrzehnten aufklären. Obwohl dies also offiziell ein Sachbuch ist, habe ich es nicht als solches gelesen (ich lese irgendwann vielleicht mindestens ein anderes Buch zum Fall), es hat mir aber trotzdem (oder gerade deswegen?) gefallen.
"The Rainfall Market" von You Yeong-Kwang, Erstveröffentlichung 2024
Serin hat ihren Vater früh verloren, sie und ihre Mutter sind arm und Serin ist überzeugt, daß ihr Leben zutiefst nutzlos ist.
Dann erhält sie ein goldenes Ticket für den mysteriösen Rainfall Market, wo sie ihr Leben für ein anderes austauschen kann, unterstützt vom Kater Issha.
Das war ein weiterer Neuzugang auf OverDrive.
Ich bin mir sicher, daß ich nicht die einzige bin, die hiervon Studio Ghibli-Vibes bekommt, auch wenn es sich um ein koreanisches Buch handelt. Ich sah beim Lesen praktisch die Dokkaebi im Ghibli-Stil vor meinem inneren Auge.
Eine nette, leichte und schnelle Lektüre.
"The Devil's Mill" von Walt Unsworth, Erstveröffentlichung 1968 😸
England, Mitte des 18. Jahrhunderts.
Nach einem Kutschenunfall schafft es ein 14jähriger Junge zu einer Farm im Peak District. Er hat sein Gedächtnis verloren und das Farmerpaar nennt ihn nach seinem verstorbenen Sohn Jeremy. Da sie aber versäumt haben, die Adoption offiziell zu machen, wird Jeremy zum Leibeigenen und als Lehrling in eine Baumwollspinnerei geschickt.
Während eines Aufstands brennt die Spinnerei nieder und der Besitzer beschuldigt Jeremy, der dank der Hilfe neuer Freunde entkommt. Seine Abenteuer sind damit aber noch nicht vorbei.
Als ich auf The Internet Archive nach einem anderen Buch suchte, fand ich eins von Unsworths drei Jugendbüchern über die Industrielle Revolution, "Grimsdyke". Es gefiel mir, ich suchte nach den anderen und fand noch dieses (allerdings nicht das dritte, "Whistling Clough").
Wie schon "Grimsdyke" hat es mich nicht enttäuscht.
"The Case of the Heavenly Twin" von Christopher Bush, Erstveröffentlichung 1962
Privatdetektiv Ludovic Travers wird in einem Fall von Betrug hinzugezogen, in dem mehrere gefälschte Reiseschecks benutzt wurden.
Dann stirbt ein alter Freund von ihm und Travers wird engagiert, um einen seiner Enkelsöhne zu finden. Während der Suche stößt er auf weitere gefälschte Schecks. Stehen die Fälle in Verbindung?
Ich hatte noch nie von Christopher Bush gehört - soweit ich mich erinnere -, als Liz von Adventures in Reading, Running, and Working from Home eine Rezension eines seiner Bücher für eine 1952er Challenge auf ihrem Blog hatte. Nun stehen ein paar von seinen Büchern auf meiner Liste.
"The List of Suspicious Things" = "Unser Buch der seltsamen Dinge" von Jenny Godfrey, Erstveröffentlichung 2024
Es sind die 70er in Yorkshire und die Menschen haben Angst vor dem Yorkshire Ripper.
Die 12jährige Miv beschließt, daß sie und ihre beste Freundin ihn mit Hilfe der "seltsamen Dinge" finden müssen, die sie in ihrem Notizbuch vermerkt, während sie immer mehr über ihre Nachbarschaft und das Leben lernen.
Ein Neueintrag auf OverDrive.
Das Buch an sich hat mir gefallen, vielleicht weil mich die Freundschaft an eigene Freundschaften erinnert hat - und nein, ich habe nie nach einem Serienmörder gesucht - aber ich denke, ich hätte es noch lieber gemocht, wenn nicht gar so viele Trigger hineingepackt gewesen wären. Manchmal kommt es mir so vor, als könnten sich Autor*innen nicht stoppen und packen eins aufs andere, mir ist das in Büchern aufgefallen, aber auch in Filmen und Fernsehserien. Es gibt so etwas wie "zuviel".









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