Sonntag, 7. Juni 2026

Die magische Zahl?

Im Januar habe ich einen Post darüber geschrieben, wie ich gern meine Bücher lese. Damit meine ich nicht, wo ich lese oder ob ich Hintergrundgeräusche mag (vielleicht wird das ja irgendwann ein anderer Post), sondern das Medium, das ich bevorzuge.
Am Ende des Posts habe ich geschrieben, daß ich jetzt normalerweise drei Bücher auf einmal lese, ein gedrucktes Buch, ein E-Book und ein Buch, das ich vorlese - nun meistens digital, weil es schwierig ist, einer Katze vorzulesen, die bei einem auf der Brust liegt, und außerdem mit einer Hand ein Buch zu halten, wenn die andere offensichtlich dazu benötigt wird, die besagte Katze zu streicheln.


Dann hörte ich eine britische Schriftstellerin und Moderatorin sagen, daß sie ungefähr sieben bis acht Bücher auf einmal liest. Jedem das Seine, aber ich habe mich gefragt, ob ich das fertigbringen würde - oder eigentlich eher, ob ich das überhaupt wollen würde.

Als erstes sollte ich klarstellen, daß ich über Lesen zur Entspannung spreche.
Wenn man etwas lernt oder für etwas recherchiert, ist es nicht ungewöhnlich, daß man mit mehreren Büchern auf einmal arbeitet, aber diese Art von Lesen kann auch bedeuten, daß man zwischen Kapiteln hin und her springt, Kapitel überspringt, Teile noch einmal liest usw. Ich meine das Lesen oder Anhören eines Buches vom ersten bis zum letzten Wort (Prolog und Epilog eingeschlossen 
😉).

Ich bin nicht die erste, die darüber schreibt oder spricht, es gibt eine
Menge Posts und Artikel über das Thema - das ist auch der Grund dafür, daß ich nicht über den Nutzen oder Nachteile spreche - aber ich bin mir sicher, daß ihr meine persönliche Meinung wissen möchtet. Nee, nicht im Ernst, es war einfach nur ein Thema, das mir letztes Wochenende einfiel, als ich mit einem Buch fertig war und darüber nachdachte, was ich als nächstes lesen sollte.

Dann erwähnte ich die drei Bücher auf einmal einer Freundin gegenüber und sie klang sehr überrascht. Ich dachte nicht daran, sie zu fragen, ob das ihrer Meinung nach zu wenige oder zu viele waren oder ob es sie überraschte, wie stur ich zweifellos in Bezug auf die Zah
l drei klang (ich habe inzwischen gefragt, es war das letzte).

Ja, ich habe einen Order, der "NOW" heißt und nein,
darin sind nie mehr als Bücher.

Das ist übrigens keine Zahl, die ich aktiv gewählt habe. Es passierte einfach irgendwie, weil mir auffiel, daß ich abgelenkt wurde, wenn ich versuchte, mehr als drei auf einmal zu lesen (nochmal, Recherchematerial nicht eingeschlossen). Außerdem müssen es unbedingt zwei verschiedene Genres sein. Zwei Vintage Crime-Bücher, zwei Kinderbücher, zwei Bücher, die mit Film zu tun haben ... das geht bei mir gar nicht.
Es war anders, als ich noch pendelte, da ein Buch für die Fahrt war, ein anderes für zu Hause, und das konnte dann auch dasselbe Genre sein.

Ich bin froh, für mich die richtige Routine gefunden zu haben, die mich weder überfordert noch verwirrt, und ich denke, alle müssen das tun, was für sie funktioniert.
Ich bin kein Fan von "warum ihr zwei Bücher auf einmal lessen
solltet".
Wenn Leute lieber ein Buch nach dem anderen lesen, weil sie zum Beispiel finden, daß sie Autoren ihre ungeteilte Aufmerksamkeit schulden, laßt sie das tun.
Wenn Leute acht Bücher zu ihrem Glück brauchen, gerne.
Wenn Leute gern einen Roman und ein Sachbuch zum selben Thema oder aus derselben Zeit lesen, um zu vergleichen, gut für sie (ich fange lieber mit einem Roman an und lese dann ein Sachbuch, wenn ich mehr wissen möchte).
Wenn Leute gerne Bücherstapel im gesamten Haus mögen (ich nicht mehr), großartig!
Wenn ihr Bücher gern von der Laune abhängig auswählt (das gilt absolut für mich), freut euch daran, daß das geht.
Es war interessant zu lesen, daß manche Leute das Gefühl hatten, sich dafür entschuldigen zu müssen, daß sie nur ein Buch lesen, und andere dafür, mehr als ein Buch auf einmal zu lesen. Warum ist das so?

Gemeinfrei über pxhere

Ein Nutzen, der in mehreren Artikeln oder Posts erwähnt wurde, war, daß man schneller durch seine Leseliste kommt.
Ich gestehe, daß ich das nicht ganz verstanden habe.
Zugegeben, wenn man eine Pause von einem Buch nimmt, mit dem man sich schwertut und etwas Einfacheres liest, gibt einem das vielleicht einen Energieschub für das erste.
Alles in allem brauche ich aber eine bestimmte Zeit für ein Buch und wie verändert das Hin- und Herspringen zwischen Büchern das? Mal theoretisch gesprochen, wenn ich für ein Buch einen Tag brauche und ein anderes einen Tag, wie komme ich dann schneller durch meine Liste, wenn ich zwischen ihnen abwechsle? Gibt es Menschen, die dann auf magische Weise nur anderthalb Tage für beide brauchen?
Ernsthafte Frage, vielleicht könnt ihr mir das ja erklären.

Ich würde echt gern von eurer eigenen Routine erfahren und warum ihr euch dafür entschieden habt, nur ein oder mehrere Bücher auf einmal zu lesen.

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