Falls ihr etwas über Farbkombinationen in Kunst oder Mode erwartet, liegt ihr falsch, tut mir leid. Das hier ist nur ein weiterer Post über Erinnerungen, der von einem Post von Nicole auf Huisvlijt inspiriert ist, "Kringloop Tristesse".
Ich spreche kein Holländisch, aber ich habe der Firefox-Übersetzung entnommen, daß es um eine Gießkanne geht, die eine Schulklasse ihrer Lehrerin geschenkt hat und die noch mit dem Anhänger in einem Trödelladen gelandet ist.
Keine Ahnung, wie es in anderen Ländern ist, aber zu meiner Zeit waren Geschenke für Lehrer nicht üblich, zumindest nicht in meiner Schule. Also habe ich einen Lehrer gefragt, wie das heute ist, und auch er meinte, das komme mal vor, aber nicht oft.
Wir hatten jedoch einen Lehrer, der von einem Teil der Klasse mehrere Geschenke bekam, und dazu gibt es eine Geschichte.
Eine meiner Schulfreundinnen liebte die Farben lila und violett und trug sie auch oft. Der besagte Lehrer mochte kein Lila. Ich weiß den genauen Grund nicht mehr, aber einmal sagte er im Spaß zu meiner Freundin, daß Violett keine Farbe, sondern eine Strafe sei (es hieß mal lila, mal violett).
Also beschloß unsere komplette Reihe, ihm etwas in Lila zu schenken. Meine Freundin war die Tochter eines ehemaligen Bäckers und selber sehr gut im Backen - wie ich ihre Weihnachtsgutsle liebte! - und schlug einen Marmorkuchen vor, aber mit lila und rose Lebensmittelfarbe. Er war ein großer Hit (obwohl ich keine Ahnung habe, ob unser Lehrer etwas davon aß.
Auf jeden Fall bekam er von da an immer am Ende des Schuljahres etwas in Lila. Natürlich nichts Großes, nur um den Witz am Leben zu erhalten, und wir versuchten auch immer, etwas Nützliches oder Eßbares zu wählen, damit es nicht unnötig Platz verbrauchte.
In einem Jahr machte eine andere Lehrerin einen Scherz darüber, wie sehr wir ihn "verwöhnten" (sie waren in der Zwischenzeit ein Paar geworden, obwohl wir das da noch nicht wußten), und eine andere Freundin von mir meinte, sie solle sich auch eine Farbe aussuchen. Sie sagte grün. Diese Freundin machte Makramee und strickte wie verrückt Socken - es waren die 80er und eine Menge Schülerinnen (und ein paar Schüler) strickten im Unterricht -, also machte sie ein wunderschönes Paar grüner Socken als Weihnachtsgeschenk, sehr zur Überraschung, aber auch Freude unserer Lehrerin.
Also mußten wir von da ann etwas in lila und in grün besorgen.
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| Bild von Konevi über pxhere |
Ich erhielt die Tradition sogar noch ein paar Jahre lang aufrecht, nachdem wir aus der Schule waren. Viele meiner Schulfreundinnen hatten die Stadt verlassen, um anderswo zu arbeiten oder studieren, aber ich wohnte während meiner Ausbildung als Bibliothekarin daheim und meine Lehrer nicht weit entfernt von mri.
Einmal überreichte mein Lehrer mir ein kleines Päckchen und meinte "okay, manchmal kann lila ja auch ganz hübsch sein, wenn es an der richtigen Stelle ist". Es war ein gerahmtes Bild eines lilafarbenen Porsches (er hatte selber einen alten, nicht lila, sondern rot). Ich weiß nicht, ob ich das Bild womöglich noch irgendwo habe, aber ich erinnere mich, daß ich damals wirklich lachen mußte.
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| Bild von Alex Ifti über Unsplash |
Also ja, das ist meine kleine Geschichte über einen "Apfel für den Lehrer".
Ist es dort, wo ihr seid, üblich, daß Kinder ihre Lehrer beschenken?


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