Montag, 30. Juli 2012

Fundstücke der Woche

Vor einer ganzen Weile ersteigerte ich ein Paar Ohrringe auf Tophatter, baumelnde Tropfen aus Citrin und Apatit. Einen Monat später hatte ich sie immer noch nicht, darum kontaktierte ich die Verkäuferin.
Ich bin ein geduldiger Mensch, und es ist schon vorgekommen, daß Sendungen aus den USA länger gedauert haben, aber ich selber weiß als Verkäufer gern über Verzögerungen Bescheid. Warum hat die Kundin keine Bewertung abgegeben oder eine Nachricht geschickt, daß das Stück angekommen ist? Mochte sie sie nicht? Also schrieb ich ihr, daß ich noch länger warten würde, ihr aber nur Bescheid geben wollte, daß die Ohrringe noch nicht da waren.
Mehr Zeit verging ... keine Ohrringe. Ich erinnere mich, mal ein Päckchen nach Australien geschickt zu haben, es kam nach erstaunlichen drei Monaten an, als wir es bereits aufgegeben hatten.
Ich schrieb ihr also wieder, sie war sehr freundlich in ihrer Reaktion und meinte, sie würde mir ein neues Paar schicken, und siehe da, ungefähr zehn Tage später hatte ich etwas in meinem Briefkasten.
Stellt euch meine Überraschung vor, als ich ungefähr drei Wochen später eine Nachricht vom Zoll in der Post fand, in der es um ein Päckchen aus den USA ging. Ich hatte nichts bestellt, und ich erwartete nicht wirklich irgendwelche Geschenke (obwohl das nett gewesen wäre ;-)). Also ging ich zum Amt hinunter, ohne eine Idee.
Als der Beamte das Päckchen brachte, war er erstaunt über meine Reaktion, ein von Herzen kommendes "Was zum ....!" Ja, die Ohrringe, die ich bekommen hatte, waren die erste Sendung gewesen, und diese hier waren die zweite, die übrigens vier Wochen gebraucht hatte. Ich war mir unsicher, was ich tun sollte, aber der Beamte riet mir, einfach die Annahme zu verweigern und die Sendung zurückgehen zu lassen.
Ich ging heim und schrieb eine E-Mail, in der ich erklärte, daß das Paket auf der Rückreise war, inklusive der hübschen Verpackung, der netten Notiz, die mir für meine Geduld dankte und natürlich die hübschen Ohrringe.

Ich stehe auf guten Kundenservice.
Sagt hallo zu Clarice Foster und laßt uns einen Blick auf ihren Shop werfen.

Mein absoluter Favorit ist dieses Set aus Ohrringen und Halskette - und was das für eine Kette ist!!

Turquoise waters

Wenn ihr es ein bißchen einfacher mögt, wie wäre es dann mit dieser Kette? Klassische Perlen mit einem Extra.

Pearls, sterling and amethyst necklace


Ich liebe Iolithe und ich mag es baumelnd. Diese Ohrringe haben beides!

Iolihtohrringe

Natürlich ist das nicht alles, was Clarice in ihrem Shop hat, klickt bei Wholehearttrinkets rein und schaut selber.
Clarice verkauft außerdem auf Tophatter, eine noch ziemlich neue Auktionsseite, die einen ziemlichen Suchtfaktor für viele hat, also solltet ihr auch da nach ihrem Schmuck Ausschau halten ;-)

Sonntag, 29. Juli 2012

Zitat der Woche

Habt ihr hierauf gewartet? Habt ihr meine wöchentlichen Zitate vermißt? Kommt schon, tut mir den Gefallen! ;-)

Heute habe ich einen neuen Freund mitgebracht. Er weiß nicht, daß ich ihn gern zum Freund hätte, und tatsächlich hat er den Planeten auch schon verlassen, aber ich wäre gern mit ihm einen trinken gegangen. Oh, es hätte auch ein Problem werden können, daß er ein animierter Charakter ist.
Sagt hallo zu Paul.

Zwei Engländer - Simon Pegg und Nick Frost als nerdiges Science-Fiction-Schreiber/Illustrator-Team - erfüllen sich einen ihrer Träume. Sie besuchen die Comic-Con, und danach wollen sie den ultimativen Roadtrip machen, um die Wunder der USA zu sehen, den berüchtigten "Schwarzen Briefkasten" (von dem ich noch nie zuvor gehört hatte), die Gegend um die Area 51 herum, ihr versteht schon. Sie haben keine Ahnung, was ihnen bald passieren wird.
Nochmal - sagt hallo zu Paul.

Paul hat die letzten 60 Jahre als Gast auf dem Militärstützpunkt verbracht, nachdem sein Raumschiff abgestürzt ist, zumindest war das, was er dachte. Er gab Spielberg die Idee für E.T., er erfand Agent Mulder, er gewann Freunde. Dann findet er heraus, daß er in Wirklichkeit ein Gefangener war und daß das Militär jetzt, da sie alles von ihm erfahren haben, noch mehr wollen, also entkommt er. So trifft er Graeme (Pegg) und Clive (Frost), und sie haben die Fahrt ihres Lebens.

Eine der witzigsten Szenen ist meiner Meinung nach diese hier, kurz nachdem sie Paul aufgegabelt haben, die wieder mal ein Fahrzeug geschrottet hat, diesmal ein Auto.
Clive ist nicht glücklich und Paul läßt ihn mit Graeme allein, damit sie reden können.

Graeme: Was ist mit dir los, Clive?
Clive: Da ist ein Alien in der Kochnische und macht Bagels und Kaffee.
Graeme: Willst du lieber Tee?
Clive: Nein, ich will keinen Tee!
Graeme: Eben, denn der Tee ist merkwürdig in Amerika, oder? Die, die lassen den Teebeutel drin.


Gut getroffen, Graeme, ich glaube, damit hast du das Problem auf den Nagel getroffen! ;-)

Und ein besonderes Bonuszitat für meinen Freund Iain: "Oooh, Marmite!" (In Wirklichkeit sagt Paul in der deutschen Synchronisation: "Oooh, Nierchen!" Hä??)


Noch was. Jason Bateman ist so heiß in diesem Film *glücklicher Seufzer*


P.S. "Wer zum Teufel ist Adam Shadowchild?"

Samstag, 28. Juli 2012

Bewegung

Überraschuuuuung! Ich bin's! Am Leben ... so halb, die Hitze hilft nicht. Strampelnd und tretend ... sicher, meistens Dinge, die meinem Fuß nicht weh tun, mir aber dabei helfen, etwas Frust abzubauen. Entschlossen ... wie blöd!
In Bewegung? Hm.

Tatsächlich ist Bewegung das Thema des Monats für den Blogring in meinem Jewelry Artisans Community-Forum.
Dinge bewegen sich ständig. Planeten, Sterne, Flüsse, Tiere - nicht meine Katzen im Moment, sie werden überwiegend von der Hitze darniedergestreckt - Autos und Socken. Ich bin mir nicht sicher, welche Art der Fortbewegung Socken vorziehen, aber sie müssen sich bewegen oder ich hätte nicht nach dem Zusammenlegen der Wäsche einen schwarzen und einen weißen Socken übrigbehalten.
Ich bewege mich manchmal, wenn nicht das ganze Ich, dann zumindest meine Hände ;-) Tippen, Weben, Häkeln, Stricken.
Ich bin sicher, ihr habt die ungeheuer clevere Brücke bemerkt, die ich mir selber geschlagen habe, um zum Schmuck überzuleiten.

Ich habe niemals zuvor so richtig über Bewegung im Schmuck nachgedacht. Spontan fallen mir Spinnerringe ein, bei denen sich ein Ring im Kanal eines anderen bewegt, dann diese goldenen Clown/Harlekin-Anhänger mit den beweglichen Armen und Beinen, die so beliebt waren, keine Ahnung, ob sie das noch sind, ich hab's nicht so mit Clowns. Vielleicht erinnert ihr euch ja auch an meinen Teddyanhänger, ebenfalls mit beweglichen Armen und Beinen.


Für mich geht es hauptsächlich ums Baumeln, schätze ich. Ich war schon immer fasziniert von baumelnden Ohrringen. Ich erinnere mich, als ich 12 oder so war. Ein Laden hatte Ohrclips, aber nicht diese dicken Dinger, die man nur zum Kostüm tragen konnte und die einen alt machten, mindestens 25. Nein, da war der kleine Clip, davon hing ein langes Kettchen herunter und daran ein Anhängerchen. Ah, sie waren so teuer für ein junges Mädchen, 15 DM damals, aber ein Paar mußte ich haben, mit winzigen vierblättrigen Kleeblättern dran.
Als ich dann meine Ohren stechen ließ, konnte mich nichts mehr halten. Als ich kürzlich Sachen einpackte, fand ich ein paar meiner "Schätze" aus dieser frühen Zeit, und außer ein paar Creolen waren sie alle von der baumelnden Sorte.

Und dann kam da das Perlenweben und die kleinen Extras, die ich an die Kette für den Verschluß meiner Armbänder hängte. Lampwork, Swarovski-Kristalle, keine Chance, daß ich eine Kette unbebaumelt gelassen hätte.
Was aber den Vogel abschoß kam, nachdem ich gelernt hatte, Erweiterungen im Ziegelsteinstich zu machen, die so perfekt dafür waren, etwas daran zu hängen. Ich lasse die folgenden Bilder für sich sprechen und nur sagen, ihr könnt euch fürchten oder aufgeregt sein - neue Designs formen sich schon in meinem Kopf.

Bleeding Hearts

Bollywood Bells

I vill bite you

Schaut euch auch die Posts der anderen JAC-Mitglieder und ihre Gedanken zu "Bewegung" an! Ich werde die Links nach und nach hinzufügen, so wie ich sie bekomme.

Donnerstag, 12. Juli 2012

Drahtstricken und Drahthäkeln

Als ich ein Bild eines aus Draht gestrickten Rings postete, fragte mich eine Onlinefreundin, ob es nicht heißen müßte "aus Draht gehäkelt", weil er mit einem Häkelhaken gemacht wurde.
Danke, Tina (Tina ist selbst eine talentierte Häklerin, schaut euch ihren Shop auf Flia Design an!), ich glaube, das ist das perfekte Thema, um mal wieder zu bloggen!

Laßt mich zunächst sagen, daß es zu diesem Thema verschiedene Auffassungen gibt. Ich kenne Leute, die es wegen des benutzten Hakens als Drahthäkeln bezeichnen, es gibt Leute, die glauben, es ist gestricklieselt ... strickgelieselt ... ähm, mit der Strickliesel gemacht, wie es auch aussieht, wenn es sich um einen Schlauch handelt, aber diese Erklärung würde für flache Stücke nicht hinhauen, und ich benutze keine Strickliesel (auch wenn ich das schon getan habe), es gibt Leute, die Stricknadeln benutzen, zum Beispiel Bethany von BooJay Knits (das habe ich für Schläuche noch nicht gesehen, weil ich mir vorstelle, daß es mit einem Nadelspiel ziemlich schwierig hinzubekommen wäre - das erinnert mich zum Beispiel an die winzigen Kleider im Film "Coraline") ... und kürzlich habe ich gelernt, daß es etwas gibt, was sich "Knooking" oder auch "Sträkeln" nennt, welches hier erklärt wird.

Für mich hat es mit der Art von Maschen zu tun, die ich mache. Ja, ich benutze einen gewöhnlichen abgeriebenen Häkelhaken und Draht, aber am Ende sieht es gestrickt aus, gerade so als ob ich Stricknadeln benutzt hätte.
Ich habe mit der Technik Anfang dieses Jahres begonnen, und sie wächst mir immer mehr ans Herz, wenn ich kleine Variationen, zum Beispiel für das Setzen von Perlen in flachen Stücken, ausprobiere, aber auch weil es für manche Cabochonformen besser geeignet ist als mein Drahthäkeln.

Ich zeige euch mal den Unterschied zwischen einem meiner Strick- und einem meiner Häkelschläuche (es ist nicht dieselbe Drahtstärke und ich habe nicht die gleiche Hakendicke benutzt, aber laßt euch das nicht drausbringen, schaut euch einfach nur die Maschen selber an). Wie ihr sehen könnt, verbraucht der Strickschlauch weniger Draht und paßt darum besser, wenn man Perlen in den Schlauch füllen will, weil man sie besser sehen kann. Der Häkelschlauch ist jedoch viel stabiler, wenn es um Druck von außen geht. Versucht mal, beide Schlauchsorten zwischen zwei Fingern zu drücken, und ihr werdet sehen, welche zuerst platt ist - hm, vielleicht probiert ihr es doch nicht, sondern glaubt mir einfach, ich weiß, wovon ich rede.
Wenn es um die Geschwindigkeit geht, würde ich mal sagen, daß ich beim Häkeln ein ganzes Stück schneller bin, dafür tut es meinen Händen mehr weh.
Wie immer haben beide Techniken ihre Vor- und Nachteile, und es ist immer eine persönliche Sache, welche man lieber mag. 
Ich wende beide unheimlich gern an, und wie so oft kombiniere ich sie auch gern.
Sie sind wie Geschwister für mich, könnte man sagen ... und sie sind beide in meinem Studio willkommen ;-)